Axel Schwab's Blog

January 16, 2022

Neue Auflagen Labyrinth Tokio und Tokyo Maze erschienen

Anfang Januar ist die 10. Auflage des Japan-Reiseführers »Labyrinth Tokio« sowie die 3. Auflage der englischen Ausgabe »Tokyo Maze« in München erschienen. Nachdem die 9. Auflage auf einem Stand von Dezember 2019 war und fast 30 Sehenswürdigkeiten, Cafés, Restaurants und Geschäfte für immer schlossen, war das Update dringend notwendig. Am härtesten traf es die Tour in Odaiba, wo gleich drei Stationen der beschriebenen Tour verschwanden. Nachdem seit Beginn der Pandemie auch für mich Reisen nach Japan nicht möglich sind, war ich froh, dass ich hier bereits bei meiner letzten Reise genug neue Attraktionen auf Vorrat recherchiert hatte.

Für das Jubiläum der 10. Auflage habe ich einige wesentliche Verbesserungen im Buch eingearbeitet, die sich zum Teil bereits in der 2. Auflage von »Tokyo Maze« sowie im Buch »Labyrinth Tokio: 30 neue Touren in Japans Hauptstadt« bewährten:

• Für jede Tour gibt es jetzt empfohlene Restaurants und Cafés mit einer Beschreibung im Text.
• Die 42 Umgebungskarten wurden weiter verbessert und das Layout optimiert.
• 36 Seiten mehr, um den Sonderteil mit 320 kulinarischen Zielen in 16 Karten unterzubringen.
• Solange man nicht reisen kann, können 20 Touren als virtueller Spaziergang gemacht werden.
• Bis 2025 angekündigte Schließungen und Wiedereröffnungen sind im Buch enthalten.

Ich habe das vergangene Jahr für viele Detailverbesserungen bei den Karten genutzt. Insbesondere die Lesbarkeit der U-Bahnstationen und zusätzlich eingezeichnete Ausgänge garantieren vor Ort, dass sich die Leser nicht komplett im Labyrinth Tokios verirren.

Mit dem Erscheinen der 10. Auflage habe ich das Buch »Genießen in Tokio: 100 Restaurants und Cafés« eingestellt und in den Tourenführer in einem Sonderteil integriert. Vor der Pandemie haben circa 10% der Leser des Tourenführers auch diesen Restaurantführer für 11,99 € gekauft. Statt also 21,94 € für beide Bücher kostet das Bundle jetzt nur 12,95 €. Im 36 Seiten umfassenden Sonderteil gibt es für die wichtigsten 16 Touren jeweils eine Doppelseite und somit Infos und Tipps für 80 Restaurants und Cafés.

Darunter sind auch Ketten, wodurch in den 16 Detailkarten in Summe 320 Lokalitäten eingezeichnet sind. Zusammen mit den in den Einzelkapiteln beschriebenen Orten ergibt das eine Gesamtzahl von fast 400 kulinarische Zielen, also genügend Auswahl auch wenn nach der Drucklegung einige wenige davon schließen sollten.

Wer ein Buch im Farbdruck sucht, dem empfehle ich auch weiterhin das im Conbook-Verlag erschiene Band 2 von Labyrinth Tokio. Der Schwerpunkt dort sind Spaziergänge zu nostalgischen Orten, quirlige Gassen – also das authentische Tokio abseits bekannter Touristenpfade. Noch besser ist es natürlich, Band 1 und 2 zu besitzen und bei der nächsten Reise nach Tokio aus 68 Touren auszuwählen. Selbst virtuell lassen sich 33 von 68 Touren sehr gut durchführen, wie ich in diesem Blogartikel bereits im September 2020 genau beschrieben habe.

Das seit 2008 erhältliche Band 1 beschreibt Touren, die wichtige Sehenswürdigkeiten mit unbekannteren Attraktionen verbinden. Bei diesem Buch habe ich mich auch weiterhin bewusst für Karten in Graustufen und Schwarz-Weiß-Fotos entschieden. Auf den ersten Blick mag das verwundern, doch vor Ort spielt die Reduzierung auf das Wesentliche seine ganzen Stärken aus.

Insbesondere Besucher die zum ersten Mal nach Japan reisen, werden von einem wahren Informations-Tsunami überwältigt. Knallbunte Werbeschilder, blinkende Anzeigen und riesige Informationstafeln mit allen erdenklichen Inhalten. In Deutschland orientiere ich mich sehr gut anhand der Position der Sonne, doch an einem bewölkten Tag und selbst bei Sonnenschein verliert man in den Häuserschluchten Tokios schnell die Orientierung. Ein Blick auf die in Graustufen gedruckte Detailkarte beruhigt die Sinne, denn sie enthält nur die allerwichtigsten Informationen, die zum Auffinden der Route und der Sehenswürdigkeiten notwendig sind. 

Ein ähnliches Konzept verfolgt man in Japan auch in S- und U-Bahnhöfen. Schlichte gelbe Schilder mit schwarzer Schrift zeigen alphabetisch geordnet alle wichtigen Orte in der Nähe und über welchen Ausgang man diesen erreicht.

Kommt man z. B. am U-Bahnhof Ginza mit einer der drei sich dort kreuzenden Linien an, gibt es dort 30 Ausgänge – im Vergleich zum Bahnhof Shinjuku recht wenig.

Sieben dieser Ausgänge, nämlich genau die relevanten für meine Leser, sind in der neuen Detailkarte zur Tour eingezeichnet. Da fällt dem Leser dann auch gleich auf, dass es den Ausgang A1 ein zweites Mal gibt, nämlich am U-Bahnhof Higashi-Ginza – dieser ist unterirdisch sogar mit dem Bahnhof Ginza verbunden.

Verfügbarkeit des gedruckten Buches
Aktuell kann die 10. Auflage von Labyrinth Tokio nur über Amazon bezogen werden. Falls es nach Ende der Covid-19-Pandemie auch im stationären Buchhandel erhältlich ist, werde ich diese Zeilen aktualisieren und weitere Bezugsquellen im Buch- und Einzelhandel hier aufführen.

E-Book-Version
Zukünftig gibt es nur noch die englische Ausgabe »Tokyo Maze« als E-Book, dort sind dann auch alle enthalten Fotos in Farbe. Die Karten wurden auf Graustufen belassen, obwohl ich eine Farbversion ausgiebig getestet habe. Leider ist die Lesbarkeit bei den verbreiteten Kindle-Readern bei Farbkarten erheblich eingeschränkt. Wer die Vorzüge seines Kindles schätzt, hat mit dem E-Book eine praktikable Lösung, die auch beim Laufen der Touren gut funktioniert. Ein Kindle mit 6“-Display und hochauflösendem Display mit 16 Graustufen wiegt weniger als das Buch und ist nur halb so groß. Die Vorzüge der großen zoombaren Karten und beste Lesbarkeit auch bei Sonnenlicht muss ich Kindle-Nutzern wohl kaum erklären. Bei der Planung zu Hause ist man mit der Kindle-App auf Rechner oder Webpad natürlich besser bedient und profitiert von den tollen Farbfotos. Während ich den Preis des gedruckten Buches auf 12,95 € erhöhen musste, konnte ich den Preis für das E-Book sogar auf 8,99 € senken. Wer Kindle Unlimited hat, kann es sogar kostenlos lesen. Durch den reduzierten Preis für das E-Book möchte ich inbesondere auch die Leser meiner vorherigen Auflagen – für die Englisch oder Deutsch keinen Unterschied macht – dazu animieren, es einmal mit der E-Book-Version zu probieren.

Update-Garantie
Jede Karte für die Bücher »Labyrinth Tokio« und »Tokyo Maze« sowie das zugehörige E-Book basiert auf einer einzigen Datei, die ich für zukünftige Korrekturen und Neuauflagen aktualisiere. Somit ist immer alles auf dem gleichen Stand und mögliche Fehler werden vermieden.
Ich plane zukünftig alle zwei Jahre eine Neuauflage und bei wichtigen Änderungen zwischen den Auflagen circa alle 2–4 Monate eine Aktualisierung . Da die Bücher nur bei Bedarf gedruckt werden, sind diese kontinuierlichen Änderungen dann auch sofort in den gedruckten Versionen, d. h. man muss nicht bis zur nächsten Auflage warten.
Auch nachdem man das gedruckte Buch gekauft hat, profitiert man mittels der Online-Karten vom kontinuierlichen Update. Selbst Käufer meiner 2. Auflage von 2011 erhalten nach über 10 Jahren noch die Aktualisierungen zu 20 abgedruckten Karten im Buch. Wer (hoffentlich bald wieder) regelmäßig nach Tokio reist, dem empfehle ich spätestens nach 4 Jahren eine neue Ausgabe zu kaufen, um von allen Neuerungen und Verbesserungen im Buch zu profitieren. Sobald Japan die Grenzen nach dem Ende der Corona-Pandemie wieder öffnet, packe auch ich meine Koffer und fliege für das nächste Update von München nach Tokio.

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Published on January 16, 2022 00:26

December 25, 2021

Neues Buch »Japan im Herzen« erschienen

Meine letzte Reise nach Japan ist pandemiebedingt schon zwei Jahre her, doch selbst in München war ich mit dem Herzen seither jeden Monat dort präsent. Am 3. April 2020 schloss Abe die Grenze für Reisende nach Japan. Diese Schließung trennt bis heute Familien, zerstört Zukunftspläne von Studenten und Doktoranden und behindert die kulturelle und wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Japan. 

Im Mai 2020 hatte ich die Idee für ein Buch, das dem Leser erlaubt, quasi im Kopf nach Japan zu reisen. So ergab sich der Titel »Japan im Herzen: In Gedanken reisen und Japan zu Hause erleben«. Wegen anderer Buchprojekte wie »Labyrinth München« und privaten Gründen lag das Buchprojekt dann bis Herbst 2021 auf Eis. Auch keimte mit jeder kleinen Lockerung der Einreisebedingungen Japans immer wieder Hoffnung auf, dass schon bald die nächste Japanreise möglich wird. Mit dem Aufkommen der Omikron-Variante wurde letztlich klar, dass dieser Zeitpunkt immer mehr in weite Ferne rückt.

Der Gedanke an Japan und die nächste Reise dorthin half mir, die Lockdowns und Einschränkungen durch die Corona-Krise besser zu ertragen. So entstand bereits während des ersten Lockdown eine Idee, die aus Japan gewohnte Vielfalt bei Wagashi und vielen anderen Dingen auf Deutschland zu übertragen und daraus Freude zu schöpfen.

So habe ich in diesem Buch alles zu Papier gebracht, wie ich die vergangenen 20 Monate der Pandemie nutzte, um Japan auch in Deutschland möglichst nahe zu sein. Außer einigen unkonventionellen Wegen japanische Lebensphilosophie in den deutschen Alltag zu integrieren, gibt es auch praktisch orientierte Abschnitte mit Tipps zum japanischen Fernsehen, Netflix-Codes, Online-Vorträgen, YouTube und sogar einem imaginären Onsenbesuch. Im Gegensatz zu meinen eher sachlich orientierten Reiseführern berichte ich im Buch auch von persönlichen Begegnungen und Dingen meiner seit 1993 andauernden Reise zwischen Japan und Deutschland. 

Jedem Kapitel ist ein Hashtag für Social Media zugeordnet, über den ich auch weiterhin Updates verbreite. Zusätzlich sollen die abgedruckten Hashtags Leser dazu anregen, sich die untereinander über Social Media auszutauschen. Ich hoffe, dass jeder aus einigen der in Buch vorgestellten 18 Themen positive neue Erfahrungen im eigenen Alltag gewinnen kann. Solange keine Reisen nach Japan möglich sind, ist das Buch ein ideales Geschenk für jeden Japan-Liebhaber. Doch selbst wer bisher wenig Bezug zur Kultur Japans hat, kann dieses Buch als Lebenshilfe durch den nächsten Lockdown nutzen.

Abwechslungsreiche ThemenKompaktes Buchformat

Strukturiert in 6 Segmente

Hier eine kurze tabellarische Zusammenfassung über den Inhalt des Buchs:

• 18 Kapitel mit 54 Inspirationen Japan in Deutschland zu erleben
• Viele Ideen, zu Hause ein japanisches Lebensgefühl zu kreieren
• Konkrete Tipps zu Online-Vorträgen, YouTube-Kanälen und Netflix
• Anleitung zum virtuellen Reisen und zu Museumsbesuchen
• Die besten Fachgeschäfte und Online-Shops in Deutschland
• Empfehlungen zu Kochbüchern, Lyrik, Romanen und Bildbänden
• Gesünder leben mit Matcha, Grüntee und japanischer Ernährung
• Naturverbundenheit mit Shinrin Yoku und Kintsugi
• Ideen aus Japan für ein nachhaltigeres Leben
• Veranstaltungskalender für sieben deutsche Städte

Selbstverständlich gibt es am Ende des Buchs auch eine Seite mit allen japanbezogenen Veranstaltungen in München in 2022, nachdem die Veranstaltungsseite im immer noch aktuellen Buch »Japan in München« leider 2020 endet.

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Published on December 25, 2021 02:32

August 21, 2021

“Sushi Guide” auf Englisch erschienen

English text below.

Mein 2016 veröffentlichtes Buch „Sushi Guide“ ist am 11.8.2021 auch auf Englisch erschienen. Der Langtitel des Buchs ist: „Sushi Guide: Picture guide, etiquette manual and dictionary for lovers of Japanese cuisine“. Im Buch sind 32 Farbfotos und 54 Illustrationen abgedruckt, die von Theresa Fischer in mühevoller Kleinarbeit gezeichnet wurden.

Ich habe das Buch geschrieben, weil mir aufgefallen ist, dass die meisten Deutschen im Sushi-Restaurant oft nur Sushi-Rollen bestellen. Mit diesem Buch lernt Ihr die ganze Vielfalt beim Sushi und die dabei verwendeten Fische genauer kennen. Ein umfangreicher Knigge zeigt korrekte und falsche Verhaltensweisen bei der Verwendung von Stäbchen, Sojasauce, Wasabi und Ingwer. Durch die Beachtung dieser Regeln und Einhaltung einer bestimmten Reihenfolge beim Verzehr genießt Ihr Sushi fortan auf höchstem Niveau. Ein Wörterbuch hilft beim Lesen von Speisekarten und der Verständigung mit dem Sushi-Koch und dem Servicepersonal. Was leider fehlt sind Empfehlungen für Sushi-Restaurants im englischsprachigen Ausland.

Das Buch ist ab sofort weltweit bei Amazon erhältlich und wird im hochwertigen Vollfarbdruck hergestellt.

English version:

My book „Sushi Guide“, first published in 2016, is available in English since 11st August 2021. The long title of the book is: „Sushi Guide: Picture guide, etiquette manual and dictionary for lovers of Japanese cuisine“. The book contains 32 colour photos and 54 illustrations, which were painstakingly drawn by Theresa Fischer.

I wrote the book because I noticed that most Germans often only order sushi rolls in sushi restaurants. With this book, you will get to know the whole variety of sushi and the fish used. An  etiquette guide shows correct and incorrect manners when using chopsticks, soy sauce, wasabi and ginger. By observing these rules and following a certain order when eating, you will enjoy sushi at the highest level. A dictionary helps you read menus and communicate with the sushi chef and service staff. 

The book is now available worldwide on Amazon and is produced in high-quality full-colour printing.

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Published on August 21, 2021 03:14

„Sushi Guide“ auf Englisch erschienen

English text below.

Mein 2016 veröffentlichtes Buch „Sushi Guide“ ist am 11.8.2021 auch auf Englisch erschienen. Der Langtitel des Buchs ist: „Sushi Guide: Picture guide, etiquette manual and dictionary for lovers of Japanese cuisine“. Im Buch sind 32 Farbfotos und 54 Illustrationen abgedruckt, die von Theresa Fischer in mühevoller Kleinarbeit gezeichnet wurden.

Ich habe das Buch geschrieben, weil mir aufgefallen ist, dass die meisten Deutschen im Sushi-Restaurant oft nur Sushi-Rollen bestellen. Mit diesem Buch lernt Ihr die ganze Vielfalt beim Sushi und die dabei verwendeten Fische genauer kennen. Ein umfangreicher Knigge zeigt korrekte und falsche Verhaltensweisen bei der Verwendung von Stäbchen, Sojasauce, Wasabi und Ingwer. Durch die Beachtung dieser Regeln und Einhaltung einer bestimmten Reihenfolge beim Verzehr genießt Ihr Sushi fortan auf höchstem Niveau. Ein Wörterbuch hilft beim Lesen von Speisekarten und der Verständigung mit dem Sushi-Koch und dem Servicepersonal. Was leider fehlt sind Empfehlungen für Sushi-Restaurants im englischsprachigen Ausland.

Das Buch ist ab sofort weltweit bei Amazon erhältlich und wird im hochwertigen Vollfarbdruck hergestellt.

English version:

My book „Sushi Guide“, first published in 2016, is available in English since 11st August 2021. The long title of the book is: „Sushi Guide: Picture guide, etiquette manual and dictionary for lovers of Japanese cuisine“. The book contains 32 colour photos and 54 illustrations, which were painstakingly drawn by Theresa Fischer.

I wrote the book because I noticed that most Germans often only order sushi rolls in sushi restaurants. With this book, you will get to know the whole variety of sushi and the fish used. An  etiquette guide shows correct and incorrect manners when using chopsticks, soy sauce, wasabi and ginger. By observing these rules and following a certain order when eating, you will enjoy sushi at the highest level. A dictionary helps you read menus and communicate with the sushi chef and service staff. 

The book is now available worldwide on Amazon and is produced in high-quality full-colour printing.

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Published on August 21, 2021 03:14

April 1, 2021

Japan erlaubt virtuelle Einreise zur Olympiade in Tokio

Nachdem die japanische Regierung im März bekannt gab, dass zu den Olympischen Spielen im Sommer keine ausländischen Zuschauer einreisen dürfen, gab es heute eine weitere Bekanntgabe des Außenministeriums. Da man befürchtet nach Ende der Covid-19-Pandemie durch ausländische Touristen überrannt zu werden, wurde beschlossen, in einem weltweit einmaligen Modellversuch auch zukünftig die Einreise nur japanischen Staatsbürgern und Ausländern mit einer dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung zu gestatten.
Alle Geschäftsreisen und touristischen Reisen können ab dem 1. April 2021 nur noch virtuell stattfinden. Extra dafür wurde eine neue Klasse von Visa geschaffen, die 90 Tage lang gültig sind. Der Sprecher des japanischen Außenministeriums Shigatsu Baka begründete die Entscheidung in einem Interview wie folgt: „In den vergangenen 12 Monaten haben wir erkannt, dass virtuelles Reisen wesentlich besser skalierbar ist und zugleich unsere neuen Nachhaltigkeitsziele unterstützt. Zudem sehen wir in Hotspots wie Kyoto und einigen Orten in Tokyo viele Vorteile für Anwohner und japanische Touristen. Japan hat außerdem in der Geschichte gezeigt, dass eine Abschottung auch innenpolitische Vorteile bietet. Mit der heute verfügbaren Technologie kann beides parallel existieren: Abschottung und Integration in die Weltgemeinschaft durch moderne Kommunikationstechniken. Wir sind sehr zuversichtlich, im Jahr 2021 unser geplantes Ziel von 50 Millionen virtuellen Besuchern zu erreichen und damit sogar die 40 Millionen realen Besucher von 2019 zu übertreffen.“
Für virtuelles Reisen soll eine neue Technik zum Einsatz kommen, die bereits seit 2019 exklusiv nur für vielbeschäftigte Influencer verwendet wurde (Der Blog „Japan in Berlin“ berichtete am 1. April 2019). Als besonderer Service für diese Zielgruppe wurden die zum Teil sehr langen Wartezeiten für perfekte Selfies bereits signifikant reduziert. Das System startete zunächst als einfaches Buchungssystem mit fest zugewiesenen Zeitslots an wichtigen Touristenattraktionen. Im Testbetrieb ist jedoch aufgefallen, dass aufgrund von äußeren Einflüssen wie zum Beispiel Regen, Wolken oder sogar Taifunen die beabsichtigte Zuverlässigkeit von 99,9% nicht erreicht werden konnte. Daher wurde ein erfahrenes Expertenteam eingesetzt, um Selfies mittels Bluescreentechnik und Photoshop perfekt zu inszenieren.

Kirschblütenbild @ Travelhub Mix

Bei meinem Besuch in Tokyo im Januar 2019 durfte ich einen Prototyp des neuen Service mit einem Kirschblütenfoto noch vor seinem Launch testen und bin begeistert (siehe Foto oben). Die Streifen wurden in der endgültigen Version übrigens noch durch eine KI eliminiert.
Diesen Service des virtuellen Reisens mit perfekten Selfies gibt es inzwischen für 70 Highlights in und um Tokio. Der Master für dieses System sowie die zugrundeliegenden Fotos lieferte übrigens mein am 21.3.21 erschienenes Buch „Tokio Foto Guide“.
Einer der häufigsten insbesondere in Asien nachgefragten Fotospots ist neben der Chureito-Pagode das Torii des Hakone-Schreins (Foto unten).

In einem Interview berichtete Herr Uso von der lokalen Tourismusbehörde der Präfektur Kanagawa nach einem Jahr Erfahrung mit dieses Programm: „Seit wir diesen Service anbieten, ist die Straße bei Moto-Hakone für Autos wieder passierbar, weil lange Schlangen von Touristen vermieden werden, die einfach nur ein Foto von sich mit dem Torii im Wasser machen wollten. Früher gab es lange Wartezeiten von bis zu acht Stunden und einige Touristen verpassten sogar den letzten Bus zurück nach Tokio.“
Auch brauche man zukünftig nicht mehr selbst für ein Selfie auf den Fuji-san steigen, denn auch hier gibt es inzwischen eine Lösung mit echtem Bodennebel. Die Vorführung des Systems war ursprünglich für die ITB Berlin 2020 geplant, die aus bekannten Gründen leider abgesagt werden musste. Das virtuelle System konnte bei der virtuellen Messe ITB Berlin Now wegen technischer Probleme leider nicht vorgeführt werden. Als kleine Entschädigung wurden bei der ITB Berlin Now 2021 virtuelle Selfies vor dem Kaiserpalast gemacht (Foto unten).

Wie man an den Beispielen sieht, kombiniert die Technik das perfekte, immer gleiche Lächeln mit dem idealen Foto bei besten Wetterbedingungen. Einmal eingesetzt kommen die Vorteile klar zur Geltung und man will danach überhaupt nicht mehr richtig Reisen oder echte Selfies an wirklichen Orten machen. Zusammen mit einem Take-Out-Essen oder einer Bento-Box vom Lieblingsjapaner setzt man sich unter einen Kirschbaum (für lokale Einschränkungen dieses Features aufgrund der aktuellen Infektionslage fragen Sie Ihren Ministerpräsidenten oder Gesundheitsminister) und fühlt sich damit nicht nur in München ganz wie in Japan.

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Published on April 01, 2021 00:28

February 12, 2021

Virtual travel to Tokyo

Even though Japan is slowly relaxing its entry regulations ahead of the Tokyo Olympics, it is very unlikely at the moment that tourists will still be allowed to enter before autumn 2021. As a small compensation for the readers of my books from the MAZE series, I have therefore been thinking about virtual travel. A new feature of Apple Maps comes just in time for this, which has already been introduced from iOS13 and came to Big Sur for macOS in the last update. The feature is called Look Around and is a kind of Street View – but a lot better than the original from Google! The shots are taken with higher resolution in HDR only in good weather and are completely modelled and displayed in 3D space in Look Around. As a result, you move through the streets very realistically and the intermediate images are also calculated almost perfectly due to the 3D model. In addition, the distances between the individual shots are smaller than with Google. Fortunately, Apple Maps Look Around has also been available for Tokyo and three other Japanese cities since August 2020. In Tokyo, almost the entire street network was covered by vehicles as of 2019, and even pavements in the city centre, public footpaths, pedestrian bridges and passageways were captured on foot with a camera backpack. What is sadly missing are most of the parks, gardens and temple and shrine complexes with some exceptions such as Yoyogi Park and most of the Asakusa area with Nakamise-Dori at least up to Hozomon. Additional notes for readers who do not have Apple devices are at the end of the post.

I reviewed all the tours in „Tokyo Maze“ and established a recommended order. Tours with a high proportion of footpaths through parks and gardens that are not accessible are unfortunately dropped out. For Tokyo Maze, there are still a total of 20 of the 42 tours that are well suited as virtual tours and from which you can choose according to your own interests. So let’s go on a virtual tour of Tokyo!

Simply open the corresponding chapter map in the book and start a virtual tour with your iPhone, iPad or Apple Computer (Big Sur needed). To do this, simply select the corresponding map section in the Apple map app and then press the binoculars icon. If there is no binoculars symbol, then the iOS version is too old, but it should work from iOS13 onwards. As soon as the binoculars are placed on the starting point of the tour in the map, you can simply expand the street view to the entire screen and move through the streets using the touchscreen.

Now that Apple has started to visit all important streets at the beginning of 2019 and then smaller side streets and pavements in 2020, there are interesting effects to observe in some places. For example, my beloved Angelus Café on Orange Street in Asakusa is already closed, but at least the building is still standing in May 2019. But as soon as you step onto the sidewalk or into the narrow side street next to it, the building disappears and a temporary car park appears. In the distance, you can still see the entire Skytree from Orange Street. But as soon as you move to the side street or the pavement, the lower half is hidden by the building of the new Asakusa Tobu Hotel. So as dynamically as Tokyo demolishes and rebuilds, Apple must continue to regularly send its scouts through the streets to keep such interesting effects to a minimum.

I wish all readers a lot of fun with the virtual tours of Japan and hope that we can replace them with very real tours again from autumn 2021 onwards!

Tokyo Maze – 42 walks: 
20 best virtual tours
14. 12. 8. 4. 6. 7. 25. 20. 19. 18. 22. 13. 26. 21. 9. 28. 31. 39. 35. 34.

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Published on February 12, 2021 05:42

September 26, 2020

Virtuelles Reisen nach Tokio

Auch wenn Japan die Einreisebestimmungen langsam lockert, ist es im Moment sehr unwahrscheinlich, dass in diesem Jahr noch Touristen einreisen dürfen. Als kleine Entschädigung für die Leser meiner Bücher aus der Labyrinth-Reihe habe ich mir daher Gedanken über das virtuelle Reisen gemacht. Dabei kommt ein neues Feature von Apple Maps gerade recht, welches bereits ab iOS13 eingeführt wurde und selbst für MacOS beim nächsten Update auf Big Sur kommt. Das Feature heißt Look Around und ist eine Art von Street View – allerdings um einiges besser als das Original von Google! Die Aufnahmen sind mit höherer Auflösung in HDR nur bei gutem Wetter aufgenommen und werden bei Look Around komplett im 3D-Raum modelliert und dargestellt. Dadurch bewegt man sich sehr realistisch durch die Straßen und auch die Zwischenbilder werden aufgrund des 3D-Modells schon fast perfekt berechnet. Hinzu kommt noch, dass die Abstände zwischen den einzelnen Aufnahmen geringer sind als bei Google. Zum Glück gibt es Apple Maps Look Around seit August 2020 auch für Tokio und drei weitere japanische Städte. In Tokio wurde ab 2019 fast das gesamte Straßennetz mit Fahrzeugen abgefahren und selbst Gehsteige im Zentrum, öffentliche Fußwege, Fußgängerbrücken und Durchgänge wurden zu Fuß mit einem Kamerarucksack erfasst. Was leider fehlt, sind die meisten Parks, Gärten sowie Tempel- und Schreinanlagen mit einigen Ausnahmen wie z. B. der Yoyogi-Park und der Großteil des Asakusa-Geländes mit Nakamise-Dori zumindest bis zum Hozomon. Zusätzliche Hinweise für Leser, die keine Geräte von Apple haben, gibt es am Ende des Beitrags.









Ich habe mir die Mühe gemacht, alle Touren in beiden Bänden von »Labyrinth Tokio« und »Tokyo Maze« zu überprüfen und eine empfohlene Reihenfolge festzulegen. Touren mit einem hohen Anteil an Fußwegen durch Parks und Gärten, die nicht zugänglich sind, fallen leider raus. Wer beide Labyrinth-Bände hat, findet insgesamt 33 Touren, die sich gut als virtuelle Tour eignen und von denen man ganz nach eigenen Interessen auswählen kann. Also auf geht’s virtuell nach Tokio! 









Einfach die entsprechende Kapitelkarte im Buch aufschlagen und mit dem iPhone oder iPad zu einem virtuellen Rundgang starten. Dazu wählt man einfach den entsprechenden Kartenausschnitt in der Kartenapp von Apple und drückt dann auf das Fernglas-Symbol. Sollte da kein Fernglas-Symbol sein, dann ist die iOS-Version zu alt, ab iOS13 sollte es aber funktionieren. Sobald das Fernglas in der Karte auf dem Startpunkt der Tour platziert ist, kann man einfach die Straßenansicht auf den gesamten Bildschirm ausbreiten und sich über den Touchscreen durch die Straßen bewegen.









Nachdem Apple Anfang 2019 begonnen hat zunächst wichtige Straßen abzufahren und dann in 2020 auch kleinere Seitenstraßen und Gehwege, gibt es an manchen Stellen interessante Effekte zu beobachten. So ist mein geliebtes Angelus-Café in der Orange Street in Asakusa zwar bereits geschlossen, aber immerhin steht das Gebäude im Mai 2019 noch. Sobald man sich aber auf den Bürgersteig oder in die schmale Seitenstraße daneben begibt, verschwindet das Gebäude und ein temporärer Parkplatz erscheint. In der Ferne sieht man von der Orange Street aus noch den gesamten Skytree. Sobald man sich aber in die Seitenstraße oder den Bürgersteig begibt, wird die untere Hälfte durch das Gebäude des neuen Asakusa Tobu Hotel verdeckt. So dynamisch wie in Tokio abgerissen und neu gebaut wird, muss Apple also auch weiterhin regelmäßig seine Scouts durch die Straßen schicken, um solche interessanten Effekte gering zu halten.





Wer kein Apple-Gerät besitzt, kann solche Touren natürlich auch mit Streetview von Google Maps oder der kostenlosen Software Google Earth machen. Stellenweise sind die Streetview-Ansichten bei Google sogar aktueller, allerdings ruckeln bzw. springen die Übergänge zwischen zwei Aufnahmen etwas und das virtuelle Erlebnis ist damit nicht ganz so eindrucksvoll wie bei Apple Maps. Als Entschädigung wagen sich die Google-Scouts mit ihren Kamerarucksäcken auch z. B. auf das Gelände des Meiji-Schreins. Ein weiterer Vorteil bei Google Earth ist, dass man sich die KML-Files meiner 20 Online-Karten laden kann, ich im im Band 1 zum Download bereitstelle. Mehr dazu habe ich bereits 2016 in diesem Beitrag auf Japan in München geschrieben.





Ich wünsche allen Lesern viel Spaß bei den virtuellen Touren durch Japan und hoffe, dass wir diese in 2021 wieder durch ganz reale Touren ersetzen können!





Band 1: Labyrinth Tokio – 38 Touren:
18 beste virtuelle Touren
14. 12. 8. 4. 6. 7. 21. 23. 11. 18. 13. 9. 19. 28. 25. 39. 31. 30. 





Band 2: Labyrinth Tokio – 30 neue Touren:
15 beste virtuelle Touren
5. 7. 9. 11. 16. 17. 10. 14. 18. 12. 8. 6. 13. 19. 26. 





Tokyo Maze – 42 walks: 
20 beste virtuelle Touren
14. 12. 8. 4. 6. 7. 25. 20. 19. 18. 22. 13. 26. 21. 9. 28. 31. 39. 35. 34.

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Published on September 26, 2020 02:55

August 2, 2019

Die 5. Auflage von „Japan in München“ ist erschienen

In der ersten Jahreshälfte war ich wieder viel in München unterwegs, um für die Neuauflage von „Japan in München“ zu recherchieren. Leider haben einige beliebte Restaurants inzwischen geschlossen, wie zum Beispiel das Emiko, Japatapa und Tenno. In der nunmehr fünften Auflage kamen neun Restaurants hinzu. Änderungen gab es natürlich auch wieder bei den Öffnungszeiten und Preisen, die mit Stand Juli 2019 aktualisiert wurden. Auf vielfachen Wunsch habe ich für die Neuauflage auch wieder eine E-Book-Version herausgebracht.
Das gedruckte Buch ist überall im Buchhandel bestellbar, bei folgenden Buchhändlern und Geschäften sind bereits genügend Exemplare der Neuauflage vorrätig:


Hugendubel im OEZ
Japanalia – Japan Living Design
Literatur Moths am Isartor
Y. Suzuki – Japanische Feinkost


Und wer bei dieser großen Auswahl immer noch daran denkt, das Buch bei Amazon zu bestellen, den muss ich warnen: Es kann durchaus sein, dass Ihr in den nächsten Wochen noch die alte Auflage zugeschickt bekommt. Alle Online-Liebhaber bestellen das Buch besser direkt und versandkostenfrei im BoD-Bookshop. Dort kommt nämlich garantiert die neue Auflage und ich bekomme als Autor sogar noch ein bisschen mehr ausbezahlt.


Ich wünsche allen Lesern viel Spaß mit der neuen Auflage von „Japan in München“!


 




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Published on August 02, 2019 00:52

February 23, 2019

Neues Buch »Tokio Kultur erleben« erschienen

Nachdem ich seit einem Monat wieder zurück in München bin, erschien am 14. Februar mein neues Buch über kulturelle Aktivitäten in Japan. Das Buch ist das Ergebnis meiner intensiven Recherche vor Ort, wo ich jede Menge verschiedener Kurzseminare über japanische Kultur und Bräuche, traditionelle Handwerkskunst und Küche besucht habe. Nicht alle der Kurse, die ich besucht habe, konnte ich in das Buch aufnehmen. So musste ein Kurs über Amezaiku (Tierfiguren aus Zucker) leider draußen bleiben, weil er meine strengen Anforderungen an Authentizität nicht erfüllte. Ein anderes Angebot war zwar authentisch, doch leider kann ich es aufgrund fehlender Englischkenntnisse für Touristen ohne japanische Sprachkenntnisse nicht empfehlen.



So blieben am Ende genau 30 Angebote übrig, die jeweils 1–3 Stunden dauern und im Preisbereich von 4–100 Euro liegen. Zehn Kurse befassen sich mit traditionellen und geschichtsträchtigen Themen, die einst nur dem Adel vorbehalten waren; also zum Beispiel Bonsai, Ikebana und Kalligrafie. Weitere zehn haben ihren Schwerpunkt auf Handwerkskünsten, die im alten Tokio (Edo) verbreitet waren. Auch die Kulinarik ist mit den besten Kochkursen, die ich finden konnte, abgedeckt. Auf jeweils vier Seiten gebe ich euch ausführliche Informationen und Hintergrundwissen und stelle die Seminare kurz vor, wobei Farbfotos helfen, einen besseren Eindruck zu erhalten, was einem erwartet.



Alle Aktivitäten habe ich selbst durchgeführt und bewerte sie vollkommen unabhängig, denn ich gab mich als Tourist aus und zahlte immer den vollen Preis. Nur am Ende gab ich mich als Autor zu erkennen, um die Freigabe für die gemachten Fotos zu erhalten. Lediglich einen Teil der vorgestellten Kurse findet man auf den verbreiteten Online-Portalen. Für die Bewertungen der Kurse legte ich strenge Maßstäbe an und nahm nur solche in das Buch auf, die meine hohen Erwartungen an Authentizität, Preis-Leistungs-Verhältnis und Eignung für Touristen ohne Japanisch-Kenntnisse erfüllten. Das Buch gibt es sowohl gedruckt als auch als Ebook, gleichzeitig zur deutschen Version ist auch eine englische Ausgabe unter »30 Arts of Edo-TOKYO« erschienen.



Stellt sich am Ende noch die Frage, warum habe ich das Buch überhaupt geschrieben? Nun, mir fiel auf, dass sowohl Touristen, die zum ersten Mal Tokio besuchen, als auch an solche, die bereits öfters dort waren manchmal recht schnell zu einem Punkt kommen, dass sie meinen, schon alles Interessante gesehen zu haben. Zwischen dem Besuch von Sehenswürdigkeiten, dem schmackhaften japanischen Essen, dem Einkauf von Souvenirs und einer Kneipentour am Abend bleibt während des Tages immer noch viel Zeit übrig. Genau diese Zeit lässt sich mit solchen kulturellen Aktivitäten füllen, wobei man gleichzeitig sehr viel von Land und Leuten hautnah erleben kann. Daher kommt auch der Titel »Tokio Kultur erleben«. Vielleicht entdeckt der ein oder andere sogar eines seiner verborgenen Talente? Mein Aha-Erlebnis und Aktivität, die mir am meisten Freude bereitet hat, war übrigens die Herstellung von Sobanudeln. Es bedeutete zwar eine Stunde harte Arbeit, die mir aber sehr viel Spaß bereitet hat. Daher hoffe ich, dass jeder Leser des Buchs genauso viel Spaß mit der einen oder anderen Aktivität hat, wie ich selbst.


Das gedruckte Buch kann ab sofort bei jedem Buchhändler und online bestellt werden (ISBN-13: 978-3-7481-8867-4). Auch wenn es aktuell im Bestellsystem nur bei Libri als lagerhaltig angezeigt wird, kann es Dank „Print on Demand“ üblicherweise jeder Buchhändler über seinen bevorzugten „Barsortimenter“ innerhalb von 3 Tagen liefern. Natürlich ist es das Buch auch bei Amazon bestellbar, lasst Euch von der aktuellen Anzeige „Gewöhnlich versandfertig in 1 bis 4 Wochen“ nicht abschrecken. Länger als eine Woche sollte die Lieferung nicht dauern. Bitte benutzt diesen Link und schreibt vielleicht bei Gelegenheit eine ehrliche Rezension. Vielen Dank!


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Published on February 23, 2019 01:06

October 3, 2018

Tokyo Metro – The Underground Mysteries 2018

»Room Escape Games« oder »Live Escape Games« sind ein neuer Trend auch in München, erfunden wurden diese 2007 in Japan. Dort habe ich vor einem Jahr am »Tokyo Metro – The Underground Mysteries 2017« teilgenommen, das Escape Game war vom sogenannten »Field Type«, der momentan in Japan voll angesagt ist. »Field Type« bedeutet, dass man die Rätsel in der Stadt löst und daher nicht an einen Raum gebunden ist. Wer jetzt denkt, das ist ja nichts wirklich Neues, der liegt völlig richtig – eine Schnitzeljagd war zu meiner Jugendzeit das Riesending an jedem Kindergeburtstag.


Das »Tokyo Metro – The Underground Mysteries 2018«  startete am 1. Oktober und geht noch bis Ende Januar 2019. Entwickelt wurde das Spiel von SCRAP gemeinsam mit der Tokyo Metro, dort kaufte man das Spiel für 2200 Yen (circa 17 €), wobei sogar eine Tageskarte für die U-Bahn enthalten ist. Man bewegt sich mit dieser durch ganz Tokyo, um in fünf Missionen verschiedene Rätsel zu lösen. Im Englischen sagt man dazu »Puzzle-Solving & City Exploration Game«, also eben eine Kreuzung aus Kreuzworträtsel und Schnitzeljagd.


Tokyo Metro – The Underground Mysteries 2018


Auf der ersten Stufe löst man einige Rätsel und erhalt dabei Namen von U-Bahnstationen. Dann wählt man einige der Stationen aus und löst ein Rätsel in der Umgebung dieser Stationen. Dort waren letztes Jahr irgendwelche Wandgemälde oder Bodenmosaike einbezogen, man kann das Rätsel also tatsächlich nur vor Ort lösen. Auf den höheren Leveln wurde recht großer Aufwand betrieben, so gibt es versteckte Fächer in Umschlägen, Geheimtinte und man stellte sogar speziell präparierte Getränkeautomaten auf. Zugegebenermaßen haben die Mütter meiner Freunde damals keine so großen Anstrengungen unternommen. Bei der letzten Mission sollte man einen Stempel in das Lösungsbuch drücken, dafür bin ich am Morgen nach Ikebukuro gefahren. Leider musste ich dort feststellen, dass sich der Stempel auf einem Stockwerk befindet, das erst ab 10 Uhr zugänglich ist. Ich wartete deshalb – wie andere Teilnehmer auch – noch eine halbe Stunde. Insgesamt war das Spiel ein Riesenspaß für mich und die letzte Rätselfrage war recht anspruchsvoll und lies sich ortsunabhängig bearbeiten, ich löste sie auf meinem Rückflug nach München. Jedem Rätselfreund der Tokyo zwischen Oktober 2018 und Januar 2019 besucht, kann ich die Teilnahme am »Tokyo Metro – The Underground Mysteries 2018« nur empfehlen.


Alternativ und völlig kostenlos habe ich für alle mein Leser selbst ein Rätsel entworfen. Hoffentlich macht euch die Lösung genauso Spaß, wie mir beim Erstellen. Man kann das Rätsel nur knacken, wenn man sich mindestens einen Tag in Tokyo aufhält. Dabei besucht man den U-Bahnhof Daimon, eine 7-Eleven-Filiale, ein Teishoku-Restaurant, Asakusa und Shinjuku. Man lernt bei dem Rätsel also gleich ein paar Ecken von Tokyo kennen. Ladet einfach das Rätsel-PDF herunter und druckt es aus. Ich garantiere, dass bei meinem »Live Escape Games« bzw. meiner Schnitzeljagd kein Tier, ja noch nicht einmal ein Tofu-Schnitzel zu Schaden kommt. Bei der letzten Frage kann es sein, dass ein Fisch verspeist wird, der ist aber garantiert vegetarisch. Um das Rätsel zu lösen, ist mein neues Buch »Japan spielend in 60 Schritten« nicht zwingend erforderlich. Natürlich hilft das Buch bei der Planung und Durchführung einer Japanreise, denn die vielen Profi-Tipps im Buch sind nicht nur für Tokyo, sondern für ganz Japan. Falls jemand einen Rätselfreund kennt, der bald nach Japan reist, schickt den Beitrag oder das PDF bitte weiter.


Ausschnitt aus meinem Rätsel – 6 Aufgaben sind in Tokyo zu lösen


 

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Published on October 03, 2018 00:46