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Das Wörterbuch des Viktor Vau

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Seit Jahrzehnten arbeitet Viktor Vau an seinem Wörterbuch – einer einzigartigen Sammlung von Begriffen, die die Welt so exakt beschreiben wie nie zuvor. Doch Viktor Vau ahnt nicht, dass sein Werk auch ein furchterregendes Geheimnis birgt. Als im Meer eine Raumkapsel unbekannter Herkunft entdeckt wird, stößt man darin auf eine Botschaft, die nur Viktor Vau entschlüsseln kann. Die Botschaft erschüttert die Welt – und ausgerechnet Viktor Vau steht im Mittelpunkt einer drohenden Katastrophe …

414 pages, Paperback

First published March 1, 2011

50 people want to read

About the author

Gerd Ruebenstrunk

24 books4 followers

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Community Reviews

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4 (6%)
1 star
5 (7%)
Displaying 1 - 4 of 4 reviews
Profile Image for Aimée.
Author 5 books8 followers
September 23, 2018
Das Wörterbuch des Viktor Vau ist ein hochbrisantes Dokument. Professor Vau hat darin seine Überlegungen zu einer perfekten Sprache festgehalten. Perfekt bedeutet für den pedantischen Wissenschaftler, dass jedes Wort nur eine Sache beschreibt. Dadurch gehen Wortwitz und Sprachspielereien völlig verloren.

Viktor Vau lebt in einer dystopischen Zukunft, die eines Tages eine Zeitkapsel aus einer noch dystopischeren Zukunft erhält, in der in einer Videobotschaft verlangt wird, Herr Vau zu töten. Da Viktor zu dem Zeitpunkt der einzige Mensch ist, der die Zukunftssprache versteht, schafft er es, die gutbewachte Mordbotschaft zu stehlen und flieht.



Diese einfache Geschichte entpuppt sich zwischen den wunderschön gestalteten Buchdeckeln als das reinste Chaos.

Vermutlich wäre der penible Herr Vau mit der Umsetzung des Buches gar nicht glücklich, denn der Autor wechselt in unregelmäßigen Abständen zwischen den 15 (!) Erzählern hin und her. Jeder seiner Charaktere kocht sein eigenes intrigantes Süppchen und erschwert es dem Leser erheblich, der Hauptgeschichte zu folgen.

Hinzu kommen logische Lücken, z. B. dass die Zivilisation erheblich fortgeschritten ist, jedoch ihre Kriege immer noch mit primitiven Maschinengewehren und Handgranaten ausführt.

Das Buch hat 412 Seiten, wovon die ersten 130 langatmige Charaktereinführungen beinhalten. Der Leser muss sich bis Seite 330 gedulden, bis alle Intrigen und Handlungsstränge offenbart werden.



Ich hatte das Vergnügen, Herrn Ruebenstrunk auf der Leipziger Buchmesse lesen zu hören und erwarb das Buch, da ich die Vorstellung vom pedantischen, ordentlichen und rituell festgefahrenen Vau in der afrikanischen Wüste überaus erheiternd fand. Dieser Teil der Geschichte fällt jedoch recht kurz aus und auch im Rest des Buches ist Humor rar gesät.



Wer geordnete Romanaufbauten präferiert und sich lieber richtig in einen Charakter hineinversetzen möchte, dem empfehle ich ... ein anderes Buch. Wer auf dystopische Zukunftsvisionen steht und dem multiple Handlungsstränge nichts ausmachen, der ist hier richtig.
Profile Image for Sara.
437 reviews21 followers
June 3, 2017
I think I'm not smart enough for this book. There was so much scientific stuff about brains and languages, so it was kinda hard to understand everything.
Also there was time traveling and I think I've Said it before: I will never understand how time travel can work. How will you change the future if you're from the future? Because what you're coming from is the future that has already been changed. This is giving me a headache.
It was a very interesting concept though. At times I was so confused what everyone had to do with the story, like this random murderer for example, but it all played together in the end. And we did get complete closure which made me very happy because I had so many questions!
There is something that just doesn't make sense to me though: We get to see the point of view of basically everyone who has a part in the story and so many people have huge secrets that they just never think about while we're reading from their point of view until it's time to clean up the mess that these story lines are. And that isn't logical. If I was a serial killer I might just think about it once in a while. And not only while I'm in serial killer mood, because we do get to see him in normal mode where we don't know he's the killer and then in killer mode. Same goes with the time travelers. It all seemed very convenient and not logical to me (maybe it's not supposed to be logical, I mean we have learned that too much logic is bad, right? 😅)
Profile Image for Marie Josefine.
3 reviews
June 6, 2025
Ich habe das Buch mit 14 gelesen und wollte hon da an unbedingt Linguistin werden
Profile Image for rebellyell666.
123 reviews
April 13, 2011
Inhalt:

Viktor Vau ist ein strukturierter, penibler und sehr gewählt sprechender Wissenschafter. Seine Arbeit erstreckt sich auf das Anwenden einer kompletten, unmissverständlichen und planbaren Sprache, mit der er versucht, Schizophrenie so weit wie möglich zu heilen und den Patienten ein Leben ohne die Stimmen zu geben. Als in Dagombé ein Flugobjekt, aus irdischen Materialien gebaut, gesichtet wird, gerät Vau plötzliches in das öffentliche Interesse. Für den publikumsscheuen Wissenschaftler Vau, seine neue, junge Assistentin Astarte, den skeptischen Kellner (in Vaus Lieblingsbistro) Enrique und den quirligen Marek eröffnet sich plötzlich die ganze politische Welt dieser Zeit…

Schreib-/Erzählstil:

Das erste Kapitel ist etwas schlecht geeignet, um sich eine Meinung zu bilden; so war ich zunächst nur bis dahin gelangt und war dann gezwungen, das Buch zunächst zur Seite zu legen. Wenn man dann weiter liest, erstreckt sich dem geneigten Leser eine gradlinige Erzählweise, die sich mit jedem einzelnen Protagonisten befasst und darlegt, wie, warum und weshalb derjenige so handelt bzw. handeln muss. Vau ist zwar der Hauptprotagonist, macht aber gerne Platz für Nebenrollen, die den Leser genauso interessieren wie der Handlungsverlauf an verschiedenen Orten und Plätzen.

Meine Meinung:

Ich bin schlichtweg begeistert! Ruebenstrunk vermischt Elemente miteinander, die auch miteinander auskommen und nicht im Widerspruch stehen. Wir erfahren von einer Welt, die einer strengen Überwachung unterliegt, manipuliert von einzelnen Bürgern, die die Kameras gerne auch mal demontieren oder in einer ewigen Zeitschleife laufen lassen. Dennoch fühlt man sich beobachtet, versucht aber, sein Leben irgendwie normal zu leben. Hier erfahren wir von drei Handlungssträngen: Einmal das Leben rund um Professor Vau und seine Anhänger bzw. Feinde, einen „Protektor“, der seine Geschichte in Ich-Form schildert und so dem Leser zunächst unerkannt bleibt und das Leben in einem Staat, wo jeder Arbeit hat und dem Regierungspräsidenten Banda untersteht.

Diese Stränge bilden sich im Laufe der Geschichte als Einheit heraus, verwirren den Leser aber nicht, da stets über den Kapiteln steht, wo und auch bei wem (Log des Protektors beispielsweise) befindet. Zugleich ist neben dem Protektor noch ein Serienmörder am Werke: Er wird, da er stets aus der Haut seiner Opfer eine bestimmte Blumenform ausschneidet, „Der Florist“ genannt. Diese Elemente weisen auf einen Thriller hin – das unbekannte Flugobjekt eher auf Science-Fiction und die Auseinandersetzung mit unserem Sprachgebrauch befasst sich mit wissenschaftlichen Elementen. Kurz wird auch die Möglichkeit einer Zeitreise angesprochen, bei der man sich mit ethischen und moralischen Grundsätzen befasst. Aber ohne, dass Ruebenstrunk dem Leser lang und breit diese Dinge erklärt – nein, vielmehr weisen seine Protagonisten in Dialogen daraufhin und erörtern im Alleingang ihre Meinungen.

Fazit:

Das Buch ist so umfassend wie meine oben angerissene Darstellung: Ein Buchumschlag, der eine Welt eröffnet, so umfang- und facettenreich wie die erfundene Sprache Vaus. Ein unbedingter, zeitlich unbegrenzter Lesetipp!
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