Ik vond het een leuk boek. En had niet gedacht dat ik me er zo in zou verdiepen. Ik zag in het begin het boek en dacht echt dat ie saai zou zijn maar dat blijkt zeker niet te kloppen. Zeker een aanrader!
Ein dreizehnjähriges Mädchen, das zusammen mit sieben anderen Menschen in vier Zimmern zusammenlebt, niemals raus darf, leise sein muss, nur abends mal tanzen, lachen, singen, laut reden oder gar die Wasserspülung betätigen kann, das mit keinem anderen dreizehnjährigen Mädchen erzählen oder herumalbern kann, das in ständiger Angst lebt...unglaublich? Und doch kennen wir alle ihre Geschichte: Anne Frank. Dank ihrer Neu- und Wissbegier, ihres Traums, etwas zu bewegen, Schriftstellerin zu werden, ihrer vielen vertraulichen "Gespräche" mit ihrer Freundin Kitty in ihrem rot karierten Tagebuch kam uns allen ein junges Mädchen so nahe, das man glaubte, es selbst zu kennen. Und das junge Mädchen, auch wenn es schon vor 70 Jahren in eben diese Räume gezogen ist, unterscheidet sich kaum von jungen Mädchen, die heute leben. Nur in ihrer Angst und ihrem Schicksal.
Mies Bouhuys versucht, uns dieses Mädchen noch ein bisschen näher zu bringen. Sie erläutert Zusammenhänge und Annes vertraute Umgebung. Wir sehen uns zusammen mit ihr in ihrem Haus in Frankfurt und in Amsterdam um, begleiten sie auf ihrem letzten Weg in Freiheit und erfahren etwas mehr über die Personen in ihrem Umfeld. Die Autorin erklärt (die zumindest mir recht unbekannten) Zustände in den Niederlanden kurz vor Kriegsausbruch und während der Besetzung durch die Deutschen sehr klar und verständlich (natürlich ist es auch ein Jugendbuch). Dabei rutscht sie allerdings in ihrem Sprachniveau häufig hin und her, sodass Jüngere manches wohl nicht verstehen, Ältere sich aber an anderer Stelle vielleicht etwas veräppelt vorkommen mögen. Da mir das aber nur am Anfang aufgefallen ist, mindert das das Leseerlebnis nur minimal. Einen Kritikpunkt habe ich aber noch: Das Verhalten vieler Niederländer in Bezug auf die Judenbehandlung und später -verfolgung bewertet die Autorin von einem heutigen Standpunkt. Wenn man weiß, dass die Deutschen auch in den Niederlanden durchgreifen, Juden erst ausschließen, dann mit Gewalt abtransportieren, kann man ein Zögern schnell verurteilen. Wenn man aber von Unsicherheit umgeben ist, die Zukunft nicht kennt und selbst Angst vor ihr hat, eingeschüchtert ist und dazu noch davon ausgeht, dass die Deutschen doch so etwas nicht machen KÖNNEN ohne dass andere Länder sie davon abhalten, dann ist ein solches Verhalten meiner Meinung nach nicht abschätzend zu bewerten. Hier hätte ich mir eine differenziertere Auseinandersetzung gewünscht.