Tina ist auf der Suche. Sie braucht keinen Kerl, sondern ein Dach über dem Kopf. Als sie in die nette Frauen-WG einzieht, ahnt sie nicht, dass dort alle lesbisch sind. Und wie hätten die Bewohnerinnen wissen können, dass Tina es nicht ist? Behutsam beginnt die Annäherung. Seien es neue Vokabeln wie LFT oder Beziehungskisten allgemein und speziell – Tina meistert den Kursus „Lesbisch für Anfängerinnen“. Für den praktischen Teil wäre gerne Astrid zuständig. Aber noch gibt der Ex nicht auf. Tina wird sich entscheiden müssen. Auch für das Leben, das dann zu ihrer Liebe gehört.
Ich muss gestehen, ich habe mich bei diesem Buch teilweise kringelig gelacht. Man darf hier natürlich nicht erwarten, dass es sich um irgendein literarisch anspruchsvolles Wunderwerk handelt. Den Anspruch hat die Autorin aber auch sicher nicht gehabt. Das Buch bietet locker leichte Unterhaltung mit teils slapstickartigem Humor, der auch so gut wie jedes Lesben-Klischee auf die Schippe nimmt. Ich denke wer den ersten Satz liest und für gut befindet, dem wird das Buch insgesamt gefallen. Zum Ende hin fällt der Humor zwar ein wenig ab und weicht etwas ernsteren Entwicklungen, aber die meiste Zeit über ist ›Lesbisch für Anfängerinnen‹ richtig heitere Lesekost. Einzig Tinas Entwicklung zum Schluss hin hat mich ein wenig gestört, weil es der Geschichte den Kontrast genommen hat. Es war nicht schlecht, nur für mich dann ein klein wenig zu viel des Guten.
Ich würde das Buch allen empfehlen, die eben humorvolle Unterhaltung möchten, lesbische Charaktere in ihrem (Klischee-)Umfeld erleben wollen und die Dinge einfach nicht zu ernst nehmen.
Klischeebeladen, aber unterhaltsam und lustig Das Buch war kurzweilig und amüsant. Die Protagonistin war sehr naiv und die Geschichte war nicht anspruchsvoll, aber sie hat mich gefesselt und ich konnte gut abschalten. Genau die richtige Lektüre für abends und am Wochenende, um Abstand vom Alltag zu bekommen.
Tina hat sich gerade erst von ihrem Freund getrennt und braucht jetzt eine neue Wohnung. Gar nicht so einfach, wenn man von jetzt auf gleich plötzlich Single ist und noch gar nicht richtig weiß, wo man überhaupt hin soll. Als sie zufällig in einer Frauen - WG landet, ahnt sie noch nicht, dass alle Frauen, die dort leben, eigentlich auch auf Frauen stehen und davon ausgehen, dass sie eben genau das tut. Mehr oder weniger behutsam erfährt Tina schließlich davon, nähert sich den Frauen nur langsam an und lernt schließlich Astrid kennen. Mit ihr liegt sie fast sofort auf einer Wellenlänge.. wäre da nicht ihr Exfreund, welcher sie unbedingt zurück haben möchte. Tina muss sich entscheiden, was sie wirklich will und das nicht nur im Leben, sondern auch in der Liebe.
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mich mit diesem Buch sehr schwer getan habe und es zwischenzeitlich sogar einmal an die Seite gelegt habe, um ein anderes Buch vorzuziehen. Der Schreibstil hat sich anfangs etwas dahin geschleppt und ich habe nur schwer in den allgemeinen Storyverlauf gefunden. Ich habe inzwischen schon einige Bücher aus dem Butze Verlag gelesen, aber dieses hier war von Anfang an nicht so meins. Die Thematik an sich, daran hat es sicherlich nicht gelesen, immerhin ist "Lesbisch für Anfängerinnen" nicht das erste Buch, was ich aus dem Genre gelesen habe. ... Ich habe bei dem Buch durchaus meine Momente, in denen ich geschmunzelt habe, aber an anderen Passagen wieder habe ich wieder gemerkt, dass es nicht ganz das ist, was ich mir vielleicht vorgestellt habe.
Ich hatte irgendwie auch das Gefühl, mit keinem der Charaktere wirklich warm werden zu können. Die Beziehung von Astrid und Tina kam nur langsam in Fahrt, was in dem Fall jedoch wieder ein Punkt war, der mir gefallen hat - gerade, weil Tina ja bis zu ihrem Einzug in die WG eine totale Hetera war. Dennoch wurde ich mit keinem der Charaktere wirklich warum, zumal sich meiner Meinung nach auch einfach viel zu viele Klischee's eingeschlichen haben. Vorurteile, die einige noch immer zu haben scheinen in der heutigen Zeit. ( Damit meine ich nicht die Autorin!!!)
Alles in Allem kann man es für zwischendurch lesen, wenn man sich von Klischees nicht vom Lesen abhalten lassen will und sich ein wenig zum Schmunzeln lassen bringen. Ich allerdings denke, dass die beiden Folgebände nichts für mich sind.
Obwohl der Hauptcharakter etwas 'dumm'... vielleicht sollte man sie besser naiv nennen. Ja, ich werde sie naiv nennen. Ich habe es genossen ihre Geschichte zu lesen. Ernsthaft, sehr oft habe ich mich gefragt, wie man gewisse Dinge nicht wissen/nicht bemerken kann... Tina ist ein interessanter Charakter, der eine große Entwicklung durchmacht. Die anderen Charaktere waren ebenfalls interessant und es gab eine Menge von ihnen. Jede mit ihrem eigenen Hintergund und Fehlern.
Celia Martin hat einen tollen Schreibstil. Er ist nicht der komplizierteste - was ich sowieso normalerweise nicht gerne lese - aber er passt gut zur Geschichte und macht sie sehr lebendig. Amüsant ebenso. Während des Lesens musste ich oft schmunzeln; genau was ich mir von diesem Buch erhofft habe.
Ich habe vom Butze Verlag eine kostenlose Ausgabe im Austausch für eine ehrliche Rezension erhalten. Vielen Dank.
Die Geschichte scheint mir größtenteils okay, wenn auch voller Klischees. Weiterer Minuspunkt: so oft wie hier habe ich den Satz "Es ist nicht so, wie es aussieht!" noch nie gehört, nicht mal im Film. Die Lesung durch Christiane Marx ist mir manchmal zu weinerlich und geht mir daher gelegentlich auf den Senkel.