Endlich kehrt der prachtvolle Burgschatz mit der Reliquie von St. Magnus, dem Schutzpatron des Allgäus, nach Altusried zurück. Vor Jahrzehnten wurde unter der Burgruine Kalden der sagenhafte Schatz gefunden und ging auf weltweite Ausstellungsreise. Nun muss Kluftinger an einer Arbeitsgruppe teilnehmen, die eigens für die Sicherung der Kostbarkeiten gegründet wurde. Priml! abei hat er doch ganz andere Probleme: Er hat den Mord an einer alten Frau aufzuklären, der zunächst als natürlicher Tod eingestuft wurde. Oder hat das eine gar mit dem anderen zu tun? Kluftingers Nachforschungen werden dadurch erheblich erschwert, dass sein Auto gestohlen wird, was er aus Scham allerdings allen verschweigt – den Kollegen und sogar seiner Frau Erika. Das bringt ihn mehr als einmal in Bedrängnis. Vor allem natürlich, wenn Dr. Langhammer mit von der Partie ist ...
Volker Klüpfel (* 1971 in Kempten (Allgäu)) ist ein deutscher Krimiautor.
Volker Klüpfel wuchs in Altusried im Allgäu auf. Er studierte Politikwissenschaft, Geschichte, Kommunikationswissenschaft und Journalistik. Nach dem Studium arbeitete er als Journalist bei einer amerikanischen Zeitung und beim Bayerischen Rundfunk, bevor er ein Zeitungsvolontariat begann. Klüpfel war bis August 2008 Kulturredakteur der Memminger Zeitung, im September 2008 wechselte er zur überregionalen Kulturredaktion der Augsburger Allgemeinen und wohnt seitdem in Augsburg. Seit 2012 ist er hauptberuflich Autor.
Kluftinger (allein schon der Name...) arbeitet ca. 2010 als Polizeiinspektor bei der bayrischen Polizei. Nach seinen Ansichten, seiner Sprache, seinen praktischen und technischen Fähigkeiten zu urteilen, muss er ungefähr Jahrgang 1917 sein. Sein Gegenspieler, der "Schutzpatron" erinnert dagegen stark an Rudolf_Platte-Filme ("Heute knacken wir die Bank" oder so) aus den 50er Jahren. Das ist alles so finster, gewollt komisch und auf billigen Slapstick getrimmt, dass es einem glatt die Sprache verschlägt, und man sich ernsthaft fragt, wie dieser Mist ins Feulleton der SZ kommen konnte.
Ach so, der "Plot". Also, nur wer "Der Alte" im ZDF spannend findet, wird am Schluss noch wissen wollen, wie's ausgeht.
Praktische Tips: (Im Buchladen:) Auf gar keinen Fall kaufen! (Zum Geburtstag:) Sofort an den miesesten Kollegen weiterverschenken! (Als Fundsache:) Nicht anfassen!
Kluftinger, wie er leibt & lebt. Auch wenn alles manchmal ein bisschen in Klamauk abdriftet & die Story zum Teil vorhersehbar ist: Bevor es ganz langweilig wird, kommt genau der richtige Twist & es nimmt wieder an Fahrt auf, und seien wir mal ehrlich: Kluftinger liest man doch auch wegen dem Humor, und nicht ausgeklügelten Handlungssträngen ala Illuminati. Und Humor hat es, ich habe mehrmals aus vollemHals gelacht!
Ein typischer Kluftinger, wobei hier der Fall selbst wieder etwas mehr im Vordergrund steht, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Natürlich dürfen die typischen kultigen Szenen nicht fehlen, wie die Übernachtung in Wien mit dem liebsten Kollegen Maier, oder die Kommunikation mit Kluftis japanischer Schweigertochter Yumiko. Eine gelungene Mischung die mich sehr gut unterhalten konnte.
Liest sich leider nicht so flüssig wie die anderen Bücher und die Story ist leider sehr bald vorhersehbar. Deswegen ist es trotzdem spannend, aber ich bevorzuge es nicht schon ab der Hälfte des Buches die wichtigsten Hintergründe zu wissen. Irgendwie war in diesem Fall Kluftis Unbeholfenheit auch nerviger als sonst und es gab für mich zu viele unbeschlossene Handlungsfäden. Ganz klar, die Autoren wollen sich was für kommende Bücher aufheben, dennoch war so einiges 'Nebensächliches' recht halbgar.
Kluftinger ist nicht mehr liebenswert schrullig, sondern wird schlichtweg als blöd und extrem unhöflich dargestellt. Jeder Witz, in die Autoren an irgendeinem Altherren-Stammtisch gehört haben, muss anscheinend ins Buch. Kluftinger wird als Volltrottel hingestellt, der aber dann bravourös seinen Fall löst. Schade um die Reihe - ich werde mir keinen mehr kaufen.
(+) Guter Schreibstil. Spannung wird gehalten durch verschiedene Ereignisse die erst am Ende ihren Abschluss finden. (-) Tollpatschigkeit, Verwirrtheit und fehlende Menschenkenntnis im sozialen Umgang, dauerhaft sehr überspitzt dargestellt und fällt eher in Richtung "Boomer Humor". Auflösung etwas kurz ausgefallen für die vorherige Komplexität. Den bayrischen Dialekt muss man gut finden und lesen wollen.
Sie haben es nicht leicht. Alle wollen sie etwas von Ihnen und keiner denkt mal an Ihre Bedürfnisse nach Ruhe und dem nahenden Ruhestand. Da arbeiten Sie nun schon in einer Provinz und trotzdem passieren stets vor Ihrer Tür die Morde und andere Straftaten.
Und zu Hause?
Die Erika! Nein, denkt sie wirklich, dass ausgerechnet Sie eine Affäre haben? Sie, der eigentlich froh ist, wenn er abends seine Füße unter den Tisch schieben kann? Warum nur kommt sie auf diesen Blödsinn?
Und was haben Sie sich diesmal für einen Fall an Land gezogen? Eine tote alte Frau - es könnte so einfach sein, wenn es natürlich gewesen wäre - stellt sie vor Rätsel. Was war in der Werkstatt wirklich passiert und in welchem Zusammenhang steht dies mit dem Burgschatz von Altusried?
Und dann wieder der Dr. Langhammer. Nein, Sie tun mir scho etwas leid. Immer der, mit seinem Einmischen und Rumschnüffeln. Priml, jetzt müssen Sie wegen dem noch das Golfen lernen. Entschuldigen Sie bitte mein kurzes breites Grinsen. Kann schon mal passieren.
Am meisten hat mich, ich muss es zugeben, Ihr Fahrzeuggeschmack schockiert. Ja, völlig aus der Bahn hats mich geworfen. Ich konnte es nicht fassen, Sie und dieses Vehikel? Wo ist Ihr Stolz, Ihre Ehre und was ist mit dem Passat?
Lieber Kluftinger, an diesem sechsten Fall, muss ich diesmal doch etwas meckern. Ja, auch das noch. Wo Sie doch so viel um die Ohren haben. Erstens Sie werden, verzeihen Sie es mir, langsamer und manchmal für mich zu langsam und zu weitschweifend.
Fassen Sie sich kurz - wie bei Ihren Komplimenten an Frau Henske.
Und was sollte das mit der Schleichwerbung? Nee, immer wieder wurde die Marke erwähnt. Das nimmt Ihnen Ihren Charme und die Glaubwürdigkeit. Okay, auch der Passat wurde immer wieder erwähnt, aber das ganz alte Modell und nun das. Bitte lassen Sie es, wenn ich Werbung möchte, schalte ich den Fernseher ein.
Gut nun, ich werde mich auf den Weg machen zu Ihrem siebten Fall und hoffe auf etwas mehr Würze und alten "Klufti" ohne Schnickschanck und Werbepause! Bis dahin...
Ach ach ach! Ich liebe die Provinzkrimis um den schrulligen Kommissar Kluftinger eigentlich sehr. Die ersten fünf Bände habe ich förmlich verschlungen und haben von mir allesamt Top-Bewertungen erhalten. Aber leider ist es nun so: In diesem Band ist mir Kluftinger leider das erste Mal SO RICHTIG auf die Nerven gegangen. Seine liebenswürdige Schrulligkeit, so empfand ich das wenigstens in den bisherigen Bänden so, wurde einfach nur anstrengend. Zum Beispiel die Szenen im Flugzeug und am Flughafen (meiner Meinung nach zu viel Klamauk) oder die ganze Geschichte mit dem Autodiebstahl. Wieso erzählt er NIEMANDEM dass sein Auto gestohlen wurde? Wieso nicht?? Ich verstehe es einfach nicht. Es war irgendwie einfach zu viel. Was vorher an seinem Charakter noch irgendwie glaubwürdig war (sehr schrullig und seltsam, aber doch noch glaubhaft), rutschte in diesem Buch irgendwie total ins unglaubwürdige und bizarre ab.
Ich habe auch viel weniger gelacht bei der Lektüre dieses Buches als in den vorherigen Bänden. Ich kann aber auch nicht genau sagen ob es wirklich nur an dem anstrengenden Protagonisten gelegen hat, oder ob es noch kleinere andere Gründe gab.
Die Geschichte war wieder gut, die hat mir gut gefallen, aber so richtig vom Hocker gerissen hat sie mich auch nicht. Solide, aber mehr auch nicht.
Ich erwarte mir von den weiteren Bänden durchaus wieder mehr und hoffe, dass es sich bei diesem Buch nur um einen kurzen Taucher handelt, den die Autoren in den folgenden Bänden wieder wettmachen werden.
Ein altusrieder Kirchenschatz soll nach Jahrzehnten internationaler Ausstellungstournee zurück ins Ällgau und dort eine Museumssammlung schmücken. Doch ein Meisterdieb streckt bereits seine Finger danach aus. Außerdem hat das Kemptner Team den Mord an einer alten Frau aufzuklären, und Kluftingers geliebter Passat ist plötzlich verschwunden. Aus Scham meldet er den vermeintlichen Diebstahl jedoch nicht, sondern ermittelt auf eigene Faust. Da sind Chaos und Missverständnisse natürlich vorprogrammiert.
Kluftinger scheint mit den (Dienst-) Jahren immer schrulliger und - ich muss es schreiben - peinlicher zu werden. Mir persönlich ist das mittlerweile etwas zu viel des Guten, obwohl auch diesmal wieder einige gute Lacher dabei waren. Zu oft geraten die komischen Elemente aber fast zum Slapstick, das brauchts für mich nicht. Die Krimihandlung war mir auch etwas zu vorhersehbar und die Sache mit dem Auto sowieso. Wahrscheinlich kenne ich "Klufti" mittlerweile einfach schon zu gut.
Gefiel mir gut als Krimi, vor allem aber die Hauptfigur des Kommissars. Ein etwas schrulliger Polizist, dessen innere Dialoge meinen Sinn von HUmor gut treffen. Hab mehrmals (laut) gelacht beim Lesen.
Viel zu langatmig und zu viel über die Eigenheiten des Kluftinger; Das war einmal komisch, nutzt sich aber schnell ab. Wenn dann endlich mal was passiert, ist es ganz passabel und spannend. Koennte leicht auf 80 Seiten gekürzt werden.
Vor Jahren wurde ein sagenhafter Schatz in der Burgruine Kalden entdeckt. Dieser Schatz soll nun endlich in Altusried ausgestellt werden. Der enorme Wert benötigt natürlich einen gewissen Schutz. Doch Kommissar Kluftinger hat eigentlich eher mit einem ganz anderen Problem zu tun. Eine Tote in einer Werkstatt gibt den Ermittlern Rätsel auf. Warum musste sie sterben? Außerdem wurde Kluftingers Auto gestohlen. Doch will er die Täter auf eigene Faust schnappen - und muss so vor seiner Frau Erika, seinem Sohn Markus und auch seinen Kollegen etliche Ausreden erfinden, warum er plötzlich nicht mehr mobil ist.
Auch im sechsten Buch des Autorenduos hat es Kommissar Kluftinger nicht leicht. Durch die verschiedenen Probleme, die sich auftun, scheint es geradezu an einem Wunder zu grenzen, dass kein größeres Durcheinander entsteht. Der Kommissar muss nun zu allem eine Lösung finden, wobei das Hauptproblem wohl die Tote in der Werkstatt darstellt. Es ergibt sich jedoch schnell eine Verbindung zu dem Altusrieder Schatz, der in kurzer Zeit endgültig nach Hause zurückkehren soll und natürlich bei vielen für Aufregung sorgt. Kluftinger kann sich deshalb eigentlich nicht mit Kleinigkeiten aufhalten und drückt deshalb die Untersuchung der Autodiebstähle an seinen Kollegen Maier ab. Bis sein eigenes Auto gestohlen wird und er sich persönlich angegriffen fühlt. Der alte Passat ist für Kluftinger selbst ein großer Schatz und so nimmt er sich dem Problem auch noch an. Natürlich ist es klar, dass er dabei in viele Fettnäpfchen tritt und manchmal gar nicht so richtig weiß, was er da so tut.
Das Problem "Auto" zieht sich dabei durch das ganze Buch. Kluftingers Frau Erika weiß nichts von dem Diebstahl und so muss der Kommissar mehrere Ausreden finden, warum nun plötzlich "zu Fuß gehen" so viel besser ist oder warum der Dienstwagen vor der Tür steht. Bis sich eine sehr knallige Lösung ergibt.
Wie auch in den Vorbänden, ergeben sich hier etliche kuriose Szenen, bei denen man lachen muss. Der Kommissar zieht die Lacher aber auch förmlich an. Herrlich fand ich, wie Kluftinger und Maier zu den Kollegen nach Österreich reisen, um dort Hinweisen nachzugehen. Während Kluftinger und Maier sich freundschaftlich etwas näher kommen, ist es gerade Maier, der nun etwas mehr in den Vordergrund gerückt wird. Er wirkt menschlicher und man bekommt einen Einblick in sein Privatleben. Aber er bleibt weiter steif und seine Besserwisserrei macht ihn nicht sympathischer. Aber man erkennt, warum er so ist, wie er ist.
Auch mit Dr. Langhammer hat es Kluftinger wieder zu tun. Diesmal in einer sehr heiteren Szene bei einem virtuellen Golfspiel. Kluftingers Abneigung ist diesmal besonders hoch. Doch seiner Frau Erika zuliebe reißt er sich zusammen und macht gute Miene zum bösen Spiel.
Auch der Vorname Kluftingers bleibt weiterhin ein Geheimnis. Diesmal wird gar nichts verraten und es bleibt spannend.
Das Ende ist diesmal sehr rasant und vor allem sehr interessant.
Definitiv unterhaltsam, dennoch habe ich das Gefühl, dass der klischeehafte, bayerische Dorfkommissar mir langsam zu alt wird. Auf die Dauer wird es einfach etwas ermüdend. Glücklicherweise wird mit dem Klischee recht gut gearbeitet, was bisweilen für lustige Momente sorgt. Kluftingers verschrobene Art sorgt aber für den Großteil der Handlung in diesem Buch und der eigentliche Fall ist eher Beiwerk, als Fokus. Erst gegen Ende ändert sich das. Und das ist ziemlich schade, denn der Fall mit dem wir es hier zu tun haben ist recht spektakulär. Ein Raub. Präzise geplant und eingeübt. Und dafür wie sorgsam er geplant wurde viel zu wenig beachtet und vor Allem viel zu leicht gelöst. Klar machen Kriminelle - selbst die proffessionellsten - Fehler. Aber solche Mengen? Auf einmal? Das erscheint mir doch eher der möglichst schnellen Lösung des Falls und damit der Herbeiführung des Endes dienlich, als der interessanten Auflösung des Falles. Alles in Allem liegt der Fokus für mich zu sehr auf Kluftinger und seinem Privatleben, als auf dem Fall, den es zu lösen gilt. Und das finde ich schade.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Kommissar Kluftinger loest auch diesen Fall, bei dem es um die Sicherung eines wertvollen Allgaeuer Burgschatzes geht. Natuerlich schafft er es wieder einmal von einem Fettnaepfchen ins andere zu treten, ob mit seiner Sekretaerin Sandy Henske, der japanischen Freundin seines Sohnes oder bei seinem ersten Flug auf einem Abstecher nach Wien. Dort treffen Kluftinger und einer seiner Kollegen zusaetzlich auf einen alten Bekannten vom 4. Fall. Ich musste aufgrund der Situationskomik immer wieder auflachen.
Das Buch Schutzpatron von Volker Klüpfel und Michael Kobr war für mich nach Seegrund der zweite Band den ich von der Komissar Kluftinger Reihe gelesen habe. Ich fand das Buch durchgehend spannend und auch der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Um was es im Buch geht möchte ich gar nicht verraten. Ich habe es sehr gerne gelesen und werde es auch weiterempfehlen.
Kluftinger wie er leibt und lebt! Auch wenn dieser Band ab und an etwas ins Lächerliche und in Klamauk abdriftet und sich die Geschichte so vor allem am Anfang etwas zieht, macht das Buch Spaß. Der Fall ist spannend, wenn auch zum Ende hin leicht zu durchschauen. Die Thematik hat aber den Charme ausgemacht und das Buch so spannend und interessant.
So far this is definitely one of my favourite Kluftinger novels simply because he has to take a plane. For the very first time. I laughed out loud when I read that chapter! But the rest of the plot is wonderful too!!!
Auch Kluftingers sechster Fall ist wieder spannend. Und auch eine ordentliche Portion Humor ist dabei. Nur der Anfang hat sich etwas gezogen. Dafür war das Ende aber wirklich spannend und die Auflösung hat mir gut gefallen.
HERRLICH. Super spannender Kriminalfall, sehr gut durchdacht und gefinkelt! 👏🏻 besonderes Highlight war Kluftis erster Flug und Ausflug nach Wien - hab Tränen gelacht! 😂
Kommissar Kluftinger ist zurück! Eine heilige Reliquie ist in Gefahr und soll von einer Gruppe, angeführt von dem "Schutzpatron" gegen eine Kopie getauscht werden. Kluftinger ist Mitglied der Arbeitsgruppe, die sich um den Schutz dieses Schatzes widmet. Zusätzlich muss er in einem Mord einer alten Frau ermitteln. Und dann wurde auch noch sein Auto geklaut, was er natürlich niemandem erzählt...
Meine Meinung:
"Schutzpatron" ist der fünfte Band, den ich aus der Reihe gelesen habe. Jedes Mal gerät Kluftinger in unglaubliche Situationen, die abstrus (im positiven Sinne!) und durch Kluftis Art unfassbar witzig sind. Er hat einen allgäu'schen Charme, den auch nicht-Bayern zum Schmunzeln finden.
Für mich steigerten sich die Autoren von Buch zu Buch, jedes neue Buch war lustiger, spannender und auch mit mehr Action gefüllt. Die Handlungen waren lustig (siehe Rauhnacht: Kluftinger & Co. in einem Hotel eingeschneit) und die Ereignisse überschlugen sich.
Allerdings war dieser Roman anders als seine Vorgänger. Mir kam dieses Buch als "Kluftinger im Alltag" - Zwischenroman vor. Kluftinger war lustig und witzig wie eh und je. Auch seine Kollegen liefen zu Hochtouren auf. Jedoch fehlte es an überraschender Handlung. Es war sehr vorhersehbar und dieser "WAS?"- Effekt fehlte. Fast hatte es Anwandlungen von einem 08/15 Krimi. Solche, die mich meist von diesem Genre abhalten.
Aber die Handlung der Kriminalgeschichte ist ja nicht der Hauptpunkt, in dem es in den Kluftinger Romanen geht. Das heißt, eigentlich schon. Nur für mich nicht. Ich will von den Kluftinger Büchern unterhalten werden, lachen können und mich beim und nach dem Lesen besser fühlen. Und genau das schafft auch dieses Buch wieder. Ich kann gar nicht zählen, wie oft ich mich über Klufti & Co schlapp gelacht habe.
Die Autoren sind einsame Spitze, was Situationskomik anbelangt. Besonders gelungen finde ich die Szenen mit Kluftinger Familie. Wenn Klufti auf seinen Sohn und dessen japanische Verlobte trifft, ist Comedy angesagt: Der muffige Allgäuer und fremde Kulturen - lustig! Und auch die Szenen in denen Kluftinger mit Langhammer, seinen "liebsten" Freund, zu tun hat. Dieses Mal übt Kluftinger beispielsweise an einem Golfsimulator von Dr. Langhammer und das geht... sagen wir mal so: Mitten durch die Decke.
Mir hat "Schutzpatron" gut gefallen. Ich hätte mir eine bessere Story gewünscht, aber beschwere mich auch nicht über einen gediegenen Roman. Es tauchen alle Figuren auf, die den Spaß an dem Buch garantieren und der Fun-Faktor hält auch in diesem Band sein Niveau.
Als Einsteigerroman würde ich diesen Kluftinger-Roman nicht empfehlen. Man kann ihn durchaus ohne Vorwissen lesen, aber es ist eindeutig witziger, wenn man die Ereignisse von den Vorgängern kennt, da von Zeit zu Zeit darauf angespielt wird.
Fazit:
Dieser sechste Band der Kluftinger Reihe ist stiller und ruhiger als seine Vorgänger, wer große Spannung und eine ausgeklügelte Krimigeschichte haben will, sollte diesen Band überspringen. Dennoch ist es für Klufti-Fans ein Muss. Kluftinger ist voll in seinem Element und bringt den Leser mehr als einmal zum Lachen.
Der aktuellste Krimi von Volker Klüpfel und Michael Kobr trägt den Titel Schutzpatron. Der Schutzpatron ist der Kopf einer Verbrecherbande, die zum Ziel hat einen Burgschatz (mit der Reliquie von St. Magnus, dem Schutzpatron des Allgäus), der in Altusried ausgestellt werden soll, zu stehlen. Kluftinger kommt der Bande durch den Mord an einer alten Frau auf die Spur. Nebenschauplatz ist Wien, wo der Schatz zuvor ausgestellt wurde, wo es ein Wiedersehen mit einem der (unsympathischen) Charaktere aus Laienspiel (2008) gibt, so dass die Autoren beim Lesen wieder "wienern" dürfen. [Achtung, Spoiler!] Kluftinger wirkt in diesem Band verschusselter und unbedarfter (dümmer?!) als in den vorangegangenen Romanen, vergisst beispielsweise, wo er sein Auto abgestellt hat und glaubt es sei gestohlen, hat keine Ahnung von den Abläufen an Flughäfen und vertraut einem der beteiligten Kriminellen. Bei der Aufklärung am Schluss hat er dennoch den passenden Geistesblitz und alles wird gut. Natürlich gibt es wieder durchaus sehr witzige Momente, ganz überzeugen konnte mich die Story diesmal auch nicht und Kluftingers Art habe ich diesmal als weniger liebenswert und statt dessen als anstrengend empfunden. Fazit: Nicht ganz schlecht, aber die beiden Autoren haben schon Besseres geschrieben.
Eine Mischung aus Heimatgeschichte, regionalem Charme und Mordfall …
In SCHUTZPATRON kehrt der prachtvolle Burgschatz, der die Reliquie des heiligen Magnus umfasst, nach Jahrzehnten zurück in das Allgäu. Kluftinger wird in eine Arbeitsgruppe zur Sicherung dieser wertvollen Schätze berufen, doch er hat ganz andere Sorgen. Ein Mord an einer alten Frau, der zunächst als natürlicher Tod abgetan wurde, führt Kluftinger auf eine mysteriöse Spur, die sich mit dem Diebstahl der Reliquie des heiligen Magnus verknüpft. Hinzu kommt, dass Kluftinger in persönlichen Schwierigkeiten steckt, als ihm auch noch sein Auto gestohlen wird – und das auch noch vor seinen Kollegen und seiner Frau Erika geheim halten muss…
Diesem Fall gelingt es, die historische Bedeutung des Allgäus mit einem spannenden Kriminalfall zu verbinden. Die Mischung aus Heimatgeschichte, regionalem Charme und Mordfall ist hervorragend gelungen. Die humorvollen Dialoge und die prickelnde Dynamik zwischen Kluftinger und Dr. Langhammer sorgen für jede Menge Lacher, während der Fall an sich spannend und gut konstruiert bleibt. Besonders die Verknüpfung von Vergangenheit und Gegenwart gibt dem Krimi eine besondere Tiefe. Fazit: Ein weiterer Kluftinger-Krimi, der süchtig macht und es schafft, das Allgäu mit all seiner Geschichte und seinen Eigenheiten lebendig werden zu lassen.