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Die nächste Depperte

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»Vermutlich ist es leichter, unbefleckt schwanger zu werden, als einen Bestseller zu schreiben.«
Das beschwerliche Leben einer Frau, die es sich in den Kopf gesetzt hat, Bestseller-Autorin zu werden und in ihrem Eifer vor keiner durchgeknallten Idee zurückschreckt. Sie bedrängt den Pfarrer für eine Besprechung im örtlichen Pfarrblatt, hält Lesungen vor Toten und lässt sich von Hera Lind in Hausschuhen coachen.

Ein schwarzhumoriger, rasanter Roman über die Höhen und Tiefen des Autorenlebens - satirisch und saukomisch!

300 pages, Paperback

Published January 25, 2023

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1 star
2 (3%)
Displaying 1 - 10 of 10 reviews
Profile Image for Alexandra .
936 reviews372 followers
March 3, 2023
Wie sehr hätte ich mir gewünscht, dass mir die Fabulierkunst und der Humor der Autorin gefallen, aber sie sind leider für mich viel zu platt und seicht, über weite Strecken haben mich die Formulierungen und Witze sogar ordentlich genervt. Der Inhalt und der Plot hingegen sind richtig gut, dramaturgisch hat Susanne Kristek einiges auf dem Kasten, sie hat nämlich wirklich etwas Innovatives zu erzählen. Sie präsentiert der Leserschaft augenzwinkernd die Hege und Pflege ihres Debütromans, nachdem er geboren wurde und die schwere Geburt ihres nachfolgenden zweiten Buches. Dabei ist die herausragendste Eigenschaft, dass sie sich überhaupt nicht ernst, selbstironisch auf die Schaufel nimmt und sehr ehrlich die alltäglichen Problemchen einer angehenden Schriftstellerin schildert. Da können sich die werten Bestsellerautoren, die auch schon über das Thema geschrieben haben, ein Scheibchen abschneiden, denn die nahmen sich meiner Meinung nach persönlich viel zu wichtig.

Kommen wir zu den positiven Seiten, dem Plot. Die Geschichte beginnt als die Protagonistin ihren Debütroman – von einem Verlag gedruckt – erstmals in der Hand hält. Die noch sehr unbekannte Autorin muss ab diesem Zeitpunkt einiges mitmachen, denn der Verlag rührt bei Newcomern nicht wirklich massiv die Werbetrommel wie sonst bei bekannten AutorInnen. Wir nehmen an verzweifelten Werbekationen während Corona, behindert durch Kontaktbeschränkungen teil, wir begleiten sie beim Suchen des Romans in vielen Buchhandlungen und beim Ordern und Kaufen des eigenen Buchs.

Davon erzählte übrigens schon mal Sebastian Fitzek auf der Leipziger Buchmesse in seinem humorigen Vortrag, gerichtet an BuchhändlerInnen, als er auch noch völlig unbekannt war. Fitzek ging sogar so weit, seinen Erstling auf den hinteren Plätzen im Bestsellerregal zu positionieren – auf den ersten Plätzen wäre es aufgefallen, ein Leseexemplar seines Debütromans in eine Buchhandlung zu schmuggeln, dabei auch prompt vom Detektiv ertappt zu werden und sein Werk zu ordern, zu kaufen und dabei den Fehler zu machen, mit seiner Kreditkarte zu bezahlen. Auch dabei wurde er von einer freundlichen Verkäuferin erwischt, weil der Autorenname und der Karteninhaber deckungsgleich waren. Man sieht also, einige junge Autoren starten mitunter wahnwitzige Taten, um in den Buchhandlungen um Aufmerksamkeit zu heischen.

Neben mehreren Promotion-Desastern nehmen wir auch an einigen kleinen Schritten zum Erfolg der Protagonistin teil, als Elke Heidenreich beispielsweise eine Empfehlung für das Buch abgibt und die Autorin für die Taschenbuchausgabe an einen deutschen Verlag vermittelt. Zudem versucht die Protagonistin sich auch in jede Lesung zu schmuggeln, selbst Lesungen zu veranstalten und sich in Zeitungsfeatures hineinzureklamieren. Der ganz normale Wahnsinn von Werbung und Buchmarketing einfach. Das ist köstlich.

Nebenbei beginnt sie mit Unterstützung ihrer Schreibschwester, die gleich im ersten Wurf einen Bestseller gelandet hat, an ihrem zweiten Roman zu arbeiten und hat auch hier enorme Motivationsprobleme, die sie sehr selbstironisch darlegt.

So, nun leider zu meinem Kritikpunkt. Sprachlich-stilistisch finde ich den Roman sehr stark unter dem Durchschnitt. Jeglicher Humor ist eben auch immer subjektiv, aber da das Buch als Satire angelegt ist, wurde ich ständig mit Witzformulierungen, die ich zu platt fand, konfrontiert.

Ich gebe zwei Beispiele zur Veranschaulichung: „Großer Motivations-Heinzi, los, sag, wie geht es mit mir weiter???“

„Schwarzer Rollkragenpulli zum Beispiel. Wobei ich den nicht mag, denn wenn du liest, schaust du ja nach unten. Und was passiert, wenn man mit dem Rollkragenpulli nach unten schaut?? Richtig! Der Goder hängt drüber. Subopti!!!!!!!!“


Versteht mich nicht falsch, die Situationskomik, die sich die Autorin ausgedacht oder erlebt hat, ist zum Brüllen, aber die sprachliche Präsentation des Humors ist mir persönlich einfach zu infantil: Motivations-Heinzi und Subopti, echt jetzt? Und das von einer Protagonistin, die nicht mehr in die Kategorie Jugendsprech fällt, da sie mehr als 40 Jahre auf dem Buckel hat. Das ist einfach nicht konsistent und zudem sehr nervig.

Fazit: Vier Sterne für Inhalt und Plot, einen Stern in der B-Note für Stil und Formulierung, ergibt 2,5 Sterne genau, die ich ausnahmsweise gnadenhalber und wohlwollend auf drei aufrunde, denn es ist ja schon der zweite Roman der Autorin.
Profile Image for MGJamJam.
11 reviews
January 26, 2025
Eine Sammlung an Alltagserlebnissen aus Susanne Kristeks Leben.
Ich habe etwas Zeit gebraucht um ihre Erzählweise zu verstehen und gefallen daran zu finden. Während der ersten Kapitel habe ich vergeblich nach einer Pointe oder zumindest einer Geschichte gesucht.
Nach der Hälfte des Buches hat sich dann doch ein halbwegs konsistenter Erzählstrang herauskristallisiert - ihre Versuche im Autorinnenleben Fuß zu fassen die teilweise sehr interessant, teilweise zu ausschweifend erzählt waren.
Gelacht habe ich während des Lesens nicht, dafür hin und wieder geschmunzelt. Ihr Schreibstil hat leider nicht sehr mit mir resoniert, zu banal/seicht. Trotzdem, ab der Hälfte des Buches habe ich die Lektüre genossen.

Zusammenfassend: leichte, seichte Lektüre mit Tagebuchcharakter für zwischendurch. Ein gutes Flughafen-/Flugzeugbuch.
740 reviews2 followers
October 31, 2023
Wenn man nicht das in einem Buch findet, was man erwartet, dann kann es trotzdem erhellend oder erfrischend sein. Hier liegt der Text aber 200 Meter unter dem Keller, in Können und Inhalt, von dem was zu erwarten war. «Von einer, der auszog, um Autorin zu werden» – humorvoll wird es angepriesen. Ich liebe Satire, wenn sie gut ist, bissig, inhaltlich gehaltvoll. Was hatte ich erwartet? Ein Buch, in dem eine Autorin erzählt, wie sie auf die Idee kam, ein Buch zu schreiben und was sie auf dem Weg bis zum Druck, auch darüber hinaus alles erlebt. Die eigene Naivität beschreibend, worauf man hereinfällt, die Klippen, die zu nehmen sind – der ganze Frust. Nein, darum geht es in diesem Buch nicht. Die Autorin hat bereits einen Verlag gefunden (gegoogelt, noch nie von diesem Verlag gehört) und das gedruckte Buch ist im Vertrieb, ab sofort zu haben …

Erwartungsvoll stürmt sie die erste Buchhandlung schaut auf die Bestseller, den Tisch mit neuen Empfehlungen – klappert Abteilungen und Regale ab. Nein, ihr Buch ist hier nicht zu finden. Gut, das kommt noch halbwegs humorvoll herüber. Aber ist wird nun ziemlich langweilig, wenn sie über Social media im Vorfeld berichtet und ihre Aktionen mit Plastikpalme vor Buchhandlungen, um ihr Werk zu bewerben … Man blättert gelangweilt weiter. Plötzlich: Elke Heidenreich hat ihr Buch besprochen und fand es gut – rasant steigt das Interesse der Öffentlichkeit! Hut ab! Doch dummerweise kann der Verlag nicht liefern, hat nicht genug gedruckt, kein guter Vertrieb und so wird der Run eine Einbahnstraße und verläuft im Sande. Wieder kein Umsatz. Ab jetzt wird es dauerlangweilig und belanglos. Es geht querbeet: sie berichtet hier und da, Besuch der Buchmesse, eine böse Rezension, erklärt, welche Promis sie kennt (Wen interessiert es, wer im Urlaub an ihrem Nebentisch sitzt? – Hauptsache Promi). Sie wäre nämlich auch gern berühmt, erklärt sie. Darum hat sie ja angefangen zu schreiben.

Ich frage mich die ganze Zeit, was die Autorin mir sagen will, wo sie hin will mit diesen Berichten. Gab es keinen strukturierten Plan für dieses Buch? Erzählungen aus dem Leben, das nicht spannend ist, ohne Spannungsbogen, angereichert mit flachem Humor. Hau Anekdoten heraus, sei lustig! Auf Teufel komm heraus. Erzähl zwischendurch was aus deinem Leben, aus der Kindheit. So funktioniert es nicht, auch wenn eine Peinlichkeit der nächsten folgt. Irgendwann habe ich nur noch quergelesen. Reiner Aktionismus. Kein Resümieren, kein Analysieren, den Fehler im System zu finden. Und mir fiel keine Stelle ins Auge, an der ich länger verweilen wollte. Gelangweilt von Oberflächlichkeit und dick aufgetragenem Humor, der doch eher peinlich daherkommt, habe ich das Buch mit einem dicken Seufzer geschlossen. Mit literarischer Kraft hätte sie mich packen können, mit einer Struktur, mit inhaltlicher Tiefe; aber so … – nein, sie konnte mich nicht mal eine halbe Seite durchgehend fesseln.

Susanne Kristek hat fast so viele Jobs wie Forrest Gump. Sie ist Alltagskabarettistin, Autorin, Moderatorin & Podcasterin (Austropodkastl) und Event-Veranstalterin (Lesebühne zum Mitsingen). Weil sie von all dem zu ihrer großen Enttäuschung immer noch nicht leben kann, ist sie auch noch Chefin einer Agentur. Tagsüber bearbeitet sie Excel-Listen und führt streng geheime Untersuchungen durch. Nachts nutzt sie alle Gelegenheiten, die sich bieten, um zu schreiben. Susanne Kristek, geboren in der Steiermark, lebt mit Mann und Kind in Wien und trauert immer noch der Absetzung der Lindenstraße nach.
97 reviews
April 11, 2023
In diesem Buch schildert die Autorin mit sehr viel Spaß und Humor alle möglichen Herausforderungen die es so im Leben einer Frau gibt und einen steinigen Weg um Autorin zu werden.

Sie schildert einfach perfekt alle möglichen Hürden die sie so nehmen musste und sieht sich selbst mit einer gewissen Ironie und viel Humor.

Ich war von der ersten Seite mit dabei und durfte so auch an den Gefühlen und vielen Gedanken der Autorin teilhaben. Auch habe ich soviel gelacht mit den vielen Beschreibungen...und die Seiten sind wahrlich nur so verflogen. Auch konnte sich der Leser hier so gut alles vorstellen und war hier tatsächlich Seite an Seite mit und bei Susanne Kristek.

Ich habe auf jeden Fall echt mitgefiebert mit ihr und hatte auch genug Herzklopfen. Denn so bildlich konnte man sich die Situation vorstellen.

Aber auch bei den Hindernissen und Rückschlägen war ich vorne mit dabei. Und endlich gibt es auch nach so endlosen negativen Tagen auch zum Schluss dann doch sehr positives und die Mühe und Arbeit haben sich gelohnt.

Die Autorin hat so einen tollen Schreibstil und schreibt mit viel Charme, Witz und auch Ironie. Ein absolutes Kultbuch. Persönlich liebe ich es als Österreicherin ein Buch einer so tollen österreichischen Autorin zu lesen. Ich liebe ihre Wörter und Sätze und ihre tolle Einstellung. Es war mir ein absolutes Vergnügen dieses Buch zu lesen. Auch ein großes Lob und Danke an den geduldigen Gatten.

Ich freue mich jetzt schon auf die weiteren Bücher dieser tollen Autorin. Daher von mir fünf Sterne und eine absolute Leseempfehlung.
Profile Image for Daniela.
470 reviews39 followers
August 5, 2023
Stimme ausnahmsweise mal den sonst schamlos übertriebenen Lobeshymnen am Cover zu: Das war lustig, pfiffig, frisch und mit viel Schmäh erzählt. Ich kann zwar mit vielen der Vorlieben von Susanne Kristek gar nichts anfangen ("Gala" lesen - und das nicht nur beim Frisör, wenn nichts anderes mehr zum Lesen da ist; Schlagermusik - wer ist bitteschön Michelle? Das google ich jetzt auch nicht, werde sicher ohne dieses Wissen weiterhin gut leben können), aber wie sie über ihre beginnende Karriere als Autorin schreibt, das hat mich sehr gut unterhalten. Bin grade in einer Lebensphase, wo ich genau solche Bücher brauche. Nicht viel Tiefgang, lustig und schnell zu lesen. Sympathisch, besonders auch der Gatte. Was Frau Kristek auch freuen dürfte: Möchte mir jetzt auch ihr Erstlingswerk zu Gemüte führen. Wenn schon Elke Heidenreich begeistert war, ...
Profile Image for Judith.
135 reviews2 followers
August 19, 2025
*3,5 Sterne.
Ich war etwas skeptisch zu Beginn, aber ich mochte das Buch sehr gerne. Oft musste ich auch wirklich lachen oder zumindest laut schmunzeln. Trotzdem hatte ich das Gefühl das Buch verläuft sich oft ein bisschen und zwischen drin hatte es wirklich ein paar Längen. Aber allen in allem ein unterhaltsames Sommer Buch, dass gleichzeitig viel Werbung für "Zuagrost" von Martina Parker macht. Ich hab zumindest jetzt große Lust dieses Buch endlich zu lesen.
Profile Image for Literalina.
115 reviews3 followers
August 11, 2023
Ein sehr charmantes Buch, welches den Lesenden einen Einblick hinter die Kulissen ermöglicht. Susanne Kristek nimmt uns mit auf ihren Weg von der Veröffentlichung des ersten bis zur Fertigdtellung des zweiten Buches und beschreibt sehr anschaulich die Höhen und Tiefen.
Profile Image for Bianca Sandale.
560 reviews21 followers
April 14, 2023
Genial. Witzig. Unschlagbarer Humor. Sympathische Autorin. Sollte jeder lesen und mindestens 3x zuhause haben!!!!
Lest auch unbedingt Susanne Kristeks erstes Buch " Nur die Liege zählt "!!!
Displaying 1 - 10 of 10 reviews

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