Stoff für diesen Briefroman ist ein vergessenes Kapitel des Holocaust: David wächst im Rumänien des Diktators Antonescu heran, der den Nazis in Sachen Judenverfolgung kaum nachsteht. Für Davids Vater ist rasch klar, dass er und sein Sohn nur eine Überlebenschance haben: Flucht! Es gelingt ihm, eine Schiffspassage nach Palästina zu ergattern, doch das Schiff entpuppt sich als alter SchrottKahn... Zahllose heillos überladene Flüchtlingsschiffe steuerten in dieser Zeit das gelobte Land an, doch die Briten drosselten die Einreise rigoros. Zu groß war ihre Angst, die Araber als Verbündete gegen Nazi-Deutschland zu verlieren. Auch die Türkei ließ keinen einzigen Menschen an Land gehen, und so wurde das fahrunfähige Schiff mit nahezu 800 Flüchtlingen wieder aufs offene Meer geschleppt, wo es schließlich von einem Torpedo unbekannter Herkunft versenkt wurde. Dabei starben alle Menschen an Bord; nur ein einziger, der 19-jährige David Stoliar, überlebte.
Andreas Pittler, geboren 1964 in Wien, studierte Geschichte und Politikwissenschaften an der Universität Wien und wandte sich nach der Promotion zunächst dem Journalismus zu. Seit 1985 veröffentlichte er 23 Sachbücher, zumeist historischen Inhalts, darunter Biographien über Bruno Kreisky und Samuel Beckett.
In den letzten Jahren verschob sich sein Arbeitsschwerpunkt mehr und mehr in Richtung Belletristik. So sind seit dem Jahr 2000 insgesamt zehn Romane und drei Bände mit Kurzgeschichten erschienen.
Pittler ist Mitglied mehrerer literarischer Verbände, u.a. des österreichischen P.E.N.-Clubs und des "Syndikats", der Vereinigung deutschsprachiger Kriminalschriftsteller.