Thomas Roosevelts lebt in einer scheinbar perfekten Welt. Sein Vater, ein genialer Genforscher, hat alle Krankheiten besiegt. Der Handel mit den Medikamenten hat ihn reich gemacht; seine Firma Genico ist ein Imperium. Doch die Genexperimente haben eine Rasse von künstlichen Menschen hervorgebracht - moderne Sklaven, die keine Rechte haben.Nach dem Tod seines Vaters tritt Roosevelt das Erbe an. Er könnte die Welt ändern. Doch sein Bruder neidet ihm die Macht. Er hängt Roosevelt einen Mord an. Roosevelt macht sich auf die Suche nach der Wahrheit, doch was er findet, stellt seine gesamte Existenz infrage: Er soll gar kein Mensch sein.
Als ich zum ersten Mal 'Golem' in den Händen hielt fand ich den Klappentext schon durchaus interessant, aber aus einem mir nicht mehr nachvollziehbarem Grund hab ich das Buch erstmal ne Zeit lang im Regal stehen lassen. 'Golem' ist in erster Linie Science-Fiction obwohl das mit dem klonen seit Schaf Dolly auch kein Märchen mehr ist, aber so echt geklonte Menschen gibt es eben noch nicht, noch nicht! Das Szenario welches Matthew Delaney in seinem Buch entwirft ist meiner Meinung nach aber durchaus plausibel und nachvollziehbar, in all seinen Facetten. Aber genauso fühlt man sich an Geschehnisse in der Vergangenheit erinnert, welche nicht gerade rühmlich waren für die USA und Deutschland im speziellen, weil dort geschehen, und im allgemeinen in gewissen Zügen immer noch überall auf der Welt passieren. Doch Delaney erhebt nie den moralischen Zeigefinger und pocht einem sozusagen damit auf die Stirn, es passiert eher unterschwellig, aber dennoch für den der es sehen will/kann offensichtlich genug! Was 'Golem' für mich zu einem 5 Sterne-Erlebnis macht ist eben diese super gelungene Mischung aus Anspruch, Action und Spannung! Ich habe von Matthew Delaney bis heute kein anderes Buch gelesen, was sich aber nach diesem Buch wohl ändern wird!
Idee war ok (nicht sehr originell), aber sehr schlecht umgesetzt. Charaktere sind flach und inkonsistent. Weltenbau ist stellenweise ziemlich schlampig. Wird gegen Ende immer klischeehafter und hektischer, als wäre dem Autor die Motivation ausgegangen...
Ein typisch amerikanischer Thriller, der ein düsteres Zukunftszenario entwirft, fast eine Dystopie im sprichwörtlichen Sinne. Im Jahre 2046 blüht der Handel mit Menschenleben, besser gesagt, mit menschlichen Krankheiten und den passenden Heilmitteln. Eine riesige Genbörse entsteht, mit der viel Geld zu machen ist.
Doch Menschen will man nicht nur heilen, sondern auch erschaffen. Man produziert seit Jahren sogenannte Transkriptoren, Sklaven die niedere Dienste verrichten, aber auch zu blutigen Kriegsspielen abgerichtet werden, die an römische Zeiten erinnern. Diese genetisch produzierten Wesen sind angeblich seelenlos, leben in Ghettobezirken, werden mißachtet und als rechtlos betrachtet.
Herrscher eines der Genimperien sind die Saxtons, zwei Brüder - Phillip und Roosevelt - mit völlig unterschiedlichen Interessen und Ansichten. Der eine machtbesessen und drogenabhängig, der andere ein Gutmensch. Zu gut für menschliches Ermessen. Als ihr alter Herr den sozial eingestellten Roosevelt auf den Thron setzen will, setzt sich eine intrigante Vernichtungsmaschine in Gang. Roosevelt wird vom Bruder und dessen Hintermännern denunziert, als Transkriptor geoutet, aus seinem Leben verbannt und für die grausamen Spiele bestimmt.
Mit Hilfe einer Widerstandsgruppe aus Transkriptoren und eines Detectives, der an ein Heilmittel für seine kranke Tochter gelangen will, entkommt Roosevelt und kehrt als Racheengel zurück, obwohl er immer auf der Flucht sein muss. Dank eines geheimen Erbes seines Vaters, an das er durch einen ihm implantierten Chip herankommt, plant er wie der Graf von Monte Christo die Vernichtung des Konzerns und der Verantwortlichen für sein Schicksal. Delaney versteht es, die Spannung bis zum Schluß zu halten, trotz der verschiedenen Handlungsfäden. Eine durchaus unterhaltsame Lektüre.
Bei einigen Passagen wurde ich allerdings spontan an "I, Robot" erinnert. Wenig neue interessante Ansätze tauchen auf. Auch die ethischen Prinzipien werden zwischen den Zeilen erwähnt, jedoch ohne den erhobenen Zeigefinger. Da vieles in der Thematik nicht wirklich neu war und auch das Ende ein wenig erzwungen wirkte, vergebe ich gute drei von fünf Punkten.
Weder einfallsreich noch gut umgesetzt. Alles schon gehört, gelesen und gesehen - nur mit überzeugenden Charaktären. Die hat das Buch leider nicht zu bieten, dabei war der Beginn so vielversprechend. Ich werd das dann wohl dem örtlichen Büchertauschregal zur Verfügung stellen, denn das werd ich auf keinen Fall auch nur in Auszügen noch mal lesen.