Der Todesstoß ist für mich einer der intensivsten Bände der Chronik der Unsterblichen, und als eingefleischter Hohlbein-Fan liebe ich auch diesen Teil seit vielen Jahren. Wolfgang Hohlbein gehört für mich einfach zu den Größten – sein Stil, seine düsteren Welten, seine Figuren, all das trifft genau meinen Geschmack. Und wie immer greife ich auch zu diesem Band regelmäßig zurück, wenn ich zwischen Büchern hänge und einfach wieder in diese besondere Atmosphäre eintauchen möchte.
Im dritten Teil geraten Andrej und Frederic mitten in die Wirren eines brutalen Krieges. Das Grauen, das sie dort erleben, ist nicht nur übernatürlich – es ist vor allem menschlich. Hohlbein zeigt meisterhaft, wie dünn die Grenze zwischen Monster und Mensch sein kann. Andrejs Suche nach Antworten über seine eigene Natur wird hier noch drängender, und Frederic entwickelt sich weiter zu einem Charakter, der einem gleichzeitig ans Herz wächst und Angst macht. Diese Mischung aus Loyalität, Trauma und unheimlicher Kraft macht den Band unglaublich spannend.
Ich liebe, wie Hohlbein die beiden durch Schlachtfelder, Ruinen und moralische Abgründe führt. Der Todesstoß ist roh, emotional und atmosphärisch dicht – genau das, was ich an dieser Reihe so sehr schätze. Ein weiterer grandioser Teil einer meiner absoluten Lieblingsserien.