Schule, Geigenunterricht, Orchester, Hockey, Hausaufgaben, das ist Annas Alltag. Wie anders das Leben sein kann, erfährt sie erst durch ihre neue Klassenkameradin Tibby. In dem idyllischen Häuschen am Fluss fühlt Anna sich pudelwohl, gerade weil es hier nicht so piekfein ist wie zu Hause, sich die Geschirrstapel türmen dürfen und eine Schar schnurrender Katzen das Haus bevölkert. Gemeinsam erleben die beiden ungleichen Freundinnen dort einen fantastischen Sommer. Doch dann bröckelt die Fassade und Anna muss feststellen, dass Tibby es alles andere als leicht hat. Unter der Last ihrer Sorgen immer bedrückter und launischer, verlangt Tibby ihrer Freundschaft alles ab. Anna bemüht sich darum, Tibby zu helfen, stößt aber immer mehr an ihre Grenzen. Und dann ist da auch noch Easy, in den Anna sich verliebt und mit dem sie immer öfter Zeit verbringt. Wie ernst Tibbys Lage ist, merkt Anna erst, als es fast zu spät ist …
Zu der eigentlichen Zielgruppe gehöre ich bei weitem nicht mehr, da die Leseempfehlung 13-16 Jahre ist. Und trotzdem hat dieses Buch mich tief berührt. Die Geschichte über die Freundschaft von Anna und Tibby hat mich in erster Linie wieder ein klein wenig an meine Teenagerzeit zurückdenken lassen. Wie es war, Freundschaften zu schließen, langsam erwachsen zu werden und die erste zarte Liebe zu erleben. Den Schulstress zu bewältigen und den sich den engen Grenzen der elterlichen Autorität zu widersetzten.
Aber da ich selbst nun Mutter bin, zu dieser elterlichen Autorität gehöre, konnte ich das Buch auch aus der Sichtweise der Erwachsenen lesen. Und ich bin beeindruckt, wie gut es die Autorin schafft, ein so brisantes Thema, wie Suizid bei Jugendlichen, jugendgerecht aufzuarbeiten. Dabei bedient sie sich einer leicht zu lesenden und flüssig geschrieben Sprache. In die Charaktere konnte ich mich sehr gut einfühlen, besonders in Anna, ihre Zerrissenheit zwischen Pflichtgefühl, Verantwortung, Rebellion der Jugend und erster Liebe.
Ein Buch das aufrüttelt und nicht nur von Jugendlichen gelesen werden sollte. Ein Buch, das aufzeigt, dass vieles nicht so erscheint, wie es in Wirklichkeit ist. Ein Buch, dass Jugendlichen mitteilt: "Holt euch Hilfe, ihr seid nicht allein, redet mit uns!" Aber auch ein Buch, dass Erwachsene dazu auffordert, hört euren Kindern zu!
Im Anhang befindliche Adressen von Hilfseinrichtungen runden dieses Buch meiner Meinung nach sinnvoll und sehr hilfreich ab.
Eine Geschichte, die auch nach dem Lesen noch im Kopf bleibt und im Herzen einen Nachall erzeugt. Meine absolute Leseempfehlung! 5 Sterne!
Als Tibby neu in Annas Klasse kommt, entwickelt sich schon sehr bald eine enge Freundschaft zwischen den Mädchen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Anna fühlt sich in dem kleinen idyllischen Häuschen am Fluss, in dem Tibby wohnt, sofort wohl, denn dort kann sie ihrem eigenen spießigen Elternhaus entfliehen. Gemeinsam verbringen die beiden Freundinnen einen fantastischen Sommer, doch nach und nach wird Anna klar, dass Tibbys Leben alles andere als leicht ist.
Und dann ist da ja auch noch Easy, von dem sich Anna unwiderstehlich angezogen fühlt und mit dem sie immer mehr Zeit verbringt. Die äußerst bedenkliche Lage, in der sich ihre Freundin tatsächlich befindet, bemerkt Anna bei all ihrer Verliebtheit dabei erst, als es schon fast zu spät ist…
Rezension
Die Geschichte rund um Anne, die typische Streberin, und die neue Mitschülerin Tibby und ihre außergewöhnliche Freundschaft zog mich von der ersten Seite total in ihren Bann. Mit den Figuren Anne und Tibby wurden zwei sehr glaubwürdige und gefühlvolle Charaktere geschaffen, die einen mitreißen und mitfühlen lassen, weshalb ich das Buch mit dem tollen Cover auch nur schwer zur Seite legen konnte.
Flüsterherz beginnt anfangs so fröhlich, witzig, warmherzig und unbeschwert. Einfach eine heile Welt, die Anne besonders in Tibbys „Märchenhaus“ mit den 4 Katzen Whisky, Schnaps, Wodka und Bacardi, dem Schneidebretttisch, dem unglaublich duftendem Geißblatt etc. erlebt, in dem es kaum Regeln gibt. Anne hingegen wohnt in einem „sterilen“ Haus mit strengen Eltern und strengen Regeln. Also das genaue Gegenteil von Tibbys Welt.
Anne und Tibby verbringen eine sehr schöne Zeit im Sommer miteinander. Doch irgendwann bemerkt man, dass Tibby große Probleme hat. Es beginnt mit Geldsorgen, Einsamkeit, Launhaftigkeit, Schulproblemen usw. und nur Anne nimmt diese Probleme ihrer Freundin wahr und will ihr helfen. Sie setzt sich immer wieder für ihre Freundin Tibby ein, selbst, wenn sie ein schlechtes Gewissen plagt, sie hilft ihr wieder und wieder. Es berührt mich immer wieder, wie sehr Anne sich für Tibby einsetzt, egal, welche Folgen es hat. Hinzu kommt auch noch die erste Liebe der beiden Mädchen, die teilweise zu hektischen Reaktionen, aber auch zu wundervoll romantischen Augenblicken führt, die einem das Herz schmelzen und eigene Erinnerungen erscheinen lässt. So musste ich beim Lesen auch das ein oder andere Mal schmunzeln, besonders als Easy plötzlich vor Annes Haustür steht. Toll geschrieben!
Es gab immer wieder Rückblenden in die gemeinsame Vergangenheit von Tibby und Anne, aber auch die trübe einsame Gegenwart, in der klar wird, welches Drama sich schlussendlich entwickeln würde. Ich hoffte beim Lesen inständig, dass ich mich irrte und betete innerlich, doch die Geschichte nahm ihren Lauf. Ich konnte ich meine Tränen nicht mehr zurückhalten. Ich schluchzte mit jedem Wort, mit jedem von Anne`s Gedanken und konnte nur all zu gut ihre Situation verstehen. Solch einen großen Verlust zu erleiden, ist sehr schwer und erfordert jede Menge Kraft. Anne litt sehr darunter, weshalb sie mir immer mehr Leid tat und ich ihr gern geholfen hätte…
Fazit
Trotz dieser schmerzvollen und herzzerreißenden Geschichte um eine innige Freundschaft, Suizid und deren Verarbeitung empfinde ich „Flüsterherz“ als eines der besten Bücher, die ich seit langem gelesen habe. Es schenkt einem Freude und Hoffnung, auch in trüben Zeiten, und trifft den Leser mitten ins Herz. Deshalb verdient dieses Buch die volle Sternchenanzahl!
I remember getting this book free on the "YOU Messe" and I my broke ass was very excited because of that. :D I really didn't like how this book portrayed suicide as a tool to "shock" and to be plot twist. Yikes!
Kurzbeschreibung: In meinem Kopf herrscht noch immer Stille, aber ich spüre wieder etwas. Plötzlich sehe ich Tibby vor mir, mit ihrem warmen Lachen, bei dem die Sonne aufgeht. Und Easys meergrüne Augen, in denen ich nur zu gern versinke. Doch jetzt ist Tibby fort und ich frage mich, ob ich sie hätte zurückhalten können. Alles, was bleibt, ist diese Stille und die Erinnerung an einen magischen Sommer.
Zur Autorin: Debora Zachariasse, 1961 in Vlissingen geboren, wuchs an der niederländischen See auf. Schon als Kind trug der Wind ihr von dort aus Geschichten zu, die sie nach und nach aufschrieb. Nachdem sie viele Jahre als Apothekerin gearbeitet hatte, beschloss sie, ihr Hobby zum Beruf zu machen und Schriftstellerin zu werden. Was wäre, wenn...? Wie reagiert jemand auf...? Warum tun Menschen, was sie tun? Das sind Fragen, die Debora Zachariasse beim Schreiben beschäftigen. Doch egal auf wie holperige Pfade sie ihre Figuren lenkt, irgendwo stößt sie mit ihnen immer auf Trost und Hoffnung.
Rezension: "Flüsterherz" erzählt die Geschichte von der 14-jährigen Anna, die ein Leben in geordneten Bahnen lebt, die ihr als zu geordnet erscheinen, als sie sich mit ihrer neuen Mitschülerin Tiberia, genannt Tibby, anfreundet. Die beiden kennen sich bereits aus dem Kindergarten und sind vom Charakter und Verhalten her unterschiedlich wie Tag und Nacht. Anna lebt in einem Elternhaus, in dem Regeln über alles gehen und das Familienleben dabei auf der Strecke zu bleiben scheint. Tibby hingegen kennt keine Grenzen, sie kann machen was sie möchte, sie lebt in einem unordentlichen Haus, ihre Eltern lassen ihr alle Freiheiten.
Gerade das fasziniert Anna, der ihr wohlgeregeltes Leben mit Schule, Geigenunterricht und häuslichen Verpflichtungen zusehends auf die Nerven geht. Immer öfter flüchtet sie sich zu Tibby, hilft ihr bei der Gartenarbeit, erntet mit ihr zusammen frisches Obst und Gemüse, lässt sich das Kochen von ihr beibringen. Dieser Sommer wird für Anna der Sommer ihres Lebens, denn sie verliebt sich außerdem in Easy mit seinen wunderschönen grünen Augen, einen Jungen aus der 12. Klasse. Und dabei gerät Tibby immer mehr ins Hintertreffen...
Anna erzählt in "Flüsterherz" ihre Geschichte aus der Ich-Form. In Rückblicken werden ihre Erlebnisse des Sommers mit Tibby und ihren anderen Freunden verdeutlicht, nur unterbrochen von ihren Gedanken und Gefühlen, die sie gegenwärtig beschäftigen. Die Geschichte um Anna und Tibby fängt recht harmlos an, vom gegenseitigen Kennenlernen und Befreunden wird berichtet, von gemeinsamen Unternehmungen. Doch schon bald wird klar, dass Tibby ernstliche Probleme hat. Ihr fehlt Geld für Schulbücher, sie kommt mit dem Schulstoff nicht zurecht, fühlt sich von ihren Eltern unverstanden und vernachlässigt und als Anna sich in Easy verliebt, kommen noch Eifersucht und Verlustängste Tibbys hinzu.
Trotz Annas fortwährender Hilfestellungen kann das unausweichliche Ende nicht verhindert werden und man fühlt als Leser mit Annas Hilflosigkeit und ihrer Schuldzuweisung an sich selbst mit, denn wie sie fragt man sich auch, ob dieses Unglück nicht doch hätte verhindert werden können. Debora Zachariasse hat einen mitreißenden und auch einfühlsamen Sprachstil in "Flüsterherz" gefunden: Sie kombiniert grandios die schönen Erlebnisse der beiden Freundinnen mit dem traurigen Verlust am Ende des Romans. "Flüsterherz" wird keinen Leser unberührt zurücklassen!
Zur Gestaltung des Buchs: Die Umschlaggestaltung von Milena Fischer ist ein wirklicher Hingucker. In knalligem Rotton sind verschiedene Skizzen zu sehen, von denen einige mit dem Inhalt des Buches zu tun haben. In blau-weißer Spotlackoptik sind der Buchtitel und mehrere Schmetterlinge hervorgehoben.
Fazit: "Flüsterherz" schildert in gefühlvollen Worten das Thema Suizid und seine Folgen für die hinterbliebene Freundin, ohne ins Dramatische oder Kitschige abzudriften. Ein Buch, das berührt!
Der Klappentext klingt vielversprechend und macht neugierig auf mehr.
Es geht um Anna, die ein braves Mädchen ist und gute Schülerin ist und nie eine Regel gebrochen hat, bis zu dem Tag, in dem sie in der Schule Tibby kennen lernt. Sie ist neu und anders. Anna freundet sich an. Anfangs war es sehr witzig und sehr lustig mit Tibby, bis Tibby ihre andere Seite gezeigt hatte. Doch Anna kämpft um ihre Freundschaft und versucht alles um Tibby zu retten. Anna lernt das erste mal „Nein“ zu sagen, was ihr auch schwer fällt. Anna streitet sicht mit ihrer Familie und irgend wie fällt sie auf. Immer nur stress mit Schule und allem.
Die Geschichte ist aus der Ich – Perspektive geschrieben aus der Sicht von Anna. Die Geschichte beginnt mit Anna und der Familie und Anna geht zurück ins Zimmer und berichtet wie alles anfing und was dann passiert ist. Und diese Geschichte hat mich total überrascht. Ich hätte nie gedacht, das sie spannend und so herausfordernd war. Die Autorin schreibt die Geschichte in einem flüssigen Ton, und ich konnte mich sehr gut in Anna hineinversetzen. Sie stand im klinch., zwischen zwei Stühlen und die musste sich entscheiden. Auch Anna verliebt sich in einem Jungen namens Easy. Das Buchcover ist sehr bunt und anders gestaltet . Nicht auffällig aber sehr schön gestaltet finde ich. Sehr kreativ und mal anders, als dieses ganze bunt und gold und glitzer zeug.
Alles in allem eine sehr spannende Geschichte über ein Thema, was sehr wichtig ist. Depressionen sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Inhalt: Es ist die Geschichte einer Jugend und zwar der von Tibby und Anna, zwei Freundinnen, deren Beziehung auf den ersten Blick ganz normal wirkt, außer, dass sie aus zwei völlig unterschiedlichen Welten zu kommen scheinen. Sie teilen Geheimnisse, streiten sich, vertragen sich, brauchen sich, stoßen sich vor den Kopf… doch ist von Anfang an eines klar: Etwas ist passiert und es hat Tibby aus Annas Leben verbannt.
Meine Meinung: Der Autorin ist es gelungen eine wirklich ergreifende Geschichte zu schreiben, die seine Leser berührt, vielleicht ein Stück weit an Erlebnisse aus der eigenen Jugend erinnert, sie mitreißt und auch schockiert. Die Handlung wird aus Annas Sicht erzählt und handelt von ihrem Leben, den Höhen und Tiefen, den prägenden Erlebnissen, den Streits und dem Lachen eines jungen Mädchens. Tibby und Anna sind zwei wirklich unterschiedliche Charaktere, die der ganzen Geschichte Leben verleihen. Anna lebt ihr wohlbehütetes, geordnetes Leben, welches sich um die Schule, ihre Geigenunterricht und ihre Pflichten im Haushalt dreht. Tibbys Leben ist um einiges komplizierter, chaotischer und darum für Anna auch sehr anziehend. Es wird deutlich wie schwierig es ist aus so unterschiedlichen Welten zu kommen und doch befreundet zu sein. Es stehen einfach viele Dinge zwischen einem. Auch wenn man sich noch so sehr bemüht, Reibungspunkte wird es immer geben. Bis zum Ende des Buches weiß man nicht was eigentlich passiert ist. Durch diese Information wird man jedoch aufmerksam und feinfühliger für die Schwingungen in der Geschichte, ahnt etwas und trotzdem ist man am Ende schockiert. In der Geschichte wird schnell deutlich, dass jeder Mensch, jede Familie verschiedene Seiten hat. In der Geschichte wird zwar nur eine Seite deutlich beschrieben, die zweite Seite, die, welche man nicht jedem Fremden zeigen möchte, schimmert jedoch kontinuierlich durch und bildet zwischen den Zeilen ein weiteres Bild der verschiedenen Charaktere des Buches. Einmal die Bilder der Personen wie sie nach außen hin scheinen möchten und andererseits die Bilder der Personen wie sie wirklich ist mit all ihren Schwächen, Problemen und Macken. Menschen neigen dazu sehr schnell ein Urteil zu fällen und Menschen in Schubladen zu stecken, doch dieses Buch zeigt einmal mehr, dass man immer versuchen sollte hinter die Fassade zu blicken, egal wie perfekt oder auch chaotisch sie scheint. Nichts ist im Leben wie es scheint, so auch in diesem Roman und gerade das macht das Besondere aus.
Fazit: Dieses Buch hat mich auf ganz besondere Weise berührt und mir mehr als gut gefallen. Ich habe ein kleines Stückchen meiner Jugend in diesem Buch wiederentdeckt. Die Autorin erzählt in einfachen und gerade deshalb so eindringlichen Worten eine Geschichte einer Jugend, einer Freundschaft und deren Ende. Unbedingt lesen!
Anna geht in die achte Klasse und mitten im Schuljahr kommt ihre Kindergartenfreundin Tibby in die Klasse. Tibby lebt so ganz anders als Anna. In einem besetzten Haus mit einer vielbeschäftigten Mutter die nur Augen für ihren Laden hat, der kein Geld abwirft. ihr Vater ist Mitglied einer Rockband und fast immer auf Tour. Wenn er zu Hause ist trinkt und kifft er. Tibby kümmert sich um alles. Macht die Wäsche und kocht, muss ihre Mutter um Geld anbetteln. Anna ist fasziniert von Tibbys Welt und genießt die Zeit mit ihr und den Ausflügen aus ihre spießig behüteten Umwelt. Aber Tibby verlangt immer mehr von Anna, weshalb sie in Schwierigkeiten kommt. Dann lernt Anna auch noch Easy kennen und verliebt sich. Immer wieder gibt sie Tibby nach und hält ihre Launen aus. Und während sie Easy auffängt und Tibby vergessen lässt geht es der immer schlechter. Als Anna eine merkwürdige SMS von Tibby bekommt, befürchtet sie das Schlimmste.
Eigentlich ist diese Geschichte nicht so wirklich mein Genre, aber ich habe am Schluss geweint. Geschrieben ist in der Ich-Perspektive. Die Autorin hat großes Talent und man hat das Gefühl Annas geschriebenes Flüsterbuch zu lesen. Es wechselt zwischen Teilen, in denen Anna ihre Gedanken in der Gegenwart erzählt und versucht den Sommer zu verarbeiten und den Teilen in denen sie zu diesem Zweck alle Erlebnisse in ein Buch niederschreibt. man nimmt Anna ihr Alter total ab und ich musste mich oft erinnern, wie es mir zu der Zeit ging. Sie ist das ganz normale Mädchen, dass durch ihre Freundin Tibby lernt, dass es auch noch andere Dinge ausser Geigenunterricht gibt. Ich weiß nicht wie ich dieses Buch als Jugendliche aufgefasst hätte, aber ich würde sagen, dass man sehr gut lernen kann die Dinge zu hinterfragen. Ob hinter allem auch immer die Wahrheit liegt und wie sehr die Menschen sich eine Maske aufsetzen können. Niemand ausser Anna ahnt, welche Richtung Tibbys Leben nimmt. Für Anna und ihre Freundinnen ist es so normal, dass Mama und Papa da sind und für alles aufkommen. Für sie st es unverständlich, dass Tibbys Eltern kein Geld für Schulbücher haben. Anna versteht nicht warum Tibbys Vater lieber Geld für Alkohol und Grass ausgibt. Und Anna versteht nicht, warum Tibby sie ein Stück weit beneidet.
Das Buch ist wirklich schön geschrieben und es hat mich zu Tränen gerührt und das passiert mir nicht oft. Ich musste wirklich lange über die Geschichte nachdenken. Während des Lesens beschäftigten mich auch immer wieder Annas Fragen. Selbst wenn man das Ende, wie in meinem Fall, nicht kennt, regen sie zum aufmerksamen Lesen an. Das Buch ist wirklich schön geschrieben mit schön ausgearbeiteten Charakteren.
Die Geschichte war ein schöner Ausflug in ein anderes Genre und vielleicht passiert mir das bei dieser Autorin wieder.
Beschreibung: Anna ist ein gutbehütetes Mädchen. Sie ist gut in der Schule, zuhause ist alles sauber und auch sonst scheint es ihr an nichts zu fehlen. Doch eines Tages kommt ein neues Mädchen in ihre Klasse. Anna kennt dieses Mädchen, so richtig klar wer sie eigentlich ist, wird ihr jedoch erst, als sie sich mit ihr unterhält. Bei dem Mädchen handelt es sich um Tibby, mit der sie damals zusammen in den Kindergarten gegangen ist, bis Tibby plötzlich wegzog. Promt lädt Tibby Anna ein, sie zu besuchen. Anna ist von dem Häusschen am Fluss total begeistert. In ihren Augen ist es perfekt und nicht so fein wie bei ihr zu Hause. Hier stapeln sich die Teller, es riecht komisch und vorallem hat Tibby 3 Katzen. Anna hatte sich schon immer eine Katze gewünscht, jedoch waren ihre Eltern immer dagegen ein Tier zu halten. Und somit nimmt die Geschichte ihren Lauf. Immer mehr gefallen Anna die "einfachen" Verhältnise in deren Tibby lebt und haust. Sie beginnt sich zu fragen wieso ihre Eltern so spießig und langweilig sind, Tibbys Eltern findet sie viel cooler.
Doch mit der Zeit erkennt Anna immer mehr, dass Tibby eine schwere Bürde mit sich trägt. Immer häufiger kommt es zu Problemen, vorallem in der Schule. Tibby kann sich nicht konzentrieren, kommt mit dem Schulstoff nicht hinterher und schreibt nur noch von Anna ab. Anna möchte das nicht mehr, hat jedoch Gewissensbisse und möchte Tibby nicht verletzten. Oft gibt sie dabei klein bei und beläßt es dabei wie es ist. Als Tibby plötzlich nicht mehr in die Schule kommt, nicht auf Anna's Anrufe oder Sms antwortet, beginnt sie sich immer mehr Sorgen um sie zu machen..
Eigene Meinung: Bei diesem Buch bin ich geteilter Meinung. Einerseits haben mich die Charaktere teilweise wirklich sehr genervt. Vorallem Anna, die all das, was sie hat, anscheinend nicht zu schätzen weiß. Ständig beneidet sie ihre "freundin" Tibby, welche in mehr oder weniger ärmlichen Verhältnissen wohnt. Plötzlich möchte sie dies und das und ist von ihren ach so spießigen Eltern und der aufgeräumten Wohnung nur noch genervt. Und das, hat mich genervt. Wie kann man nur so undankbar sein? Ihre Freundin Tibby hat mich genauso genervt. Für mich, hat sie Anna nur ausgenutzt und sie ständig angepöbelt. Ihr merkt schon, dass Buch hat mir nicht sonderlich gut gefallen. Dennoch hat mich das Ende berührt und ich musste sogar ein wenig weinen.. Ich muss allerdings gestehen, dass ich mir von dem Buch so viel mehr versprochen habe und enttäuscht wurde. Schade, denn das Cover ist wirklich wunderschön gestaltelt, was wiederum für mich ein Kaufgrund des Buches war.
Fazit: Ein Buch, dessen Charaktere mich manchmal wirklich auf die Palme gebracht haben, aber bei dessen Ende ich dennoch weinen musste.
"Flüsterherz" hat mich mit seinem wunderschönen Cover sofort angesprochen, der Inhalt klang ebenfalls sehr interessant. Als ich es dann auch noch in der Bibliothek entdeckt habe, konnte ich nicht lange zögern - ich musste es einfach lesen!
Etwas, das ich nicht bereut habe. "Flüsterherz" ist eine berührende Geschichte, schön und sehr traurig zu gleich, erzählt in einem Stil, den man nicht oft zu lesen bekommt. Es ist eine Problemgeschichte, aber auch ein Roman, bei dem man sich irgendwie befreit und gereinigt fühlt, wenn man ihn fertig gelesen hat.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Anna erzählt, einem niederländischen Mädchen, das in die 8. Klasse geht. Durch ihre Augen erlebt man Tibby - man erlebt, wie die beiden sich kennen lernen, wie Anna immer mehr aus ihrem geregelten Leben gerissen wird und wie die Probleme beginnen.
Der Schreibstil ist wunderbar lyrisch - allerdings nicht sehr kompliziert zu lesen. Die Autorin schafft es einfach, die Situationen in wunderbare Worte zu verpacken, sodass bei mir ein unvergleichliches Kopfkino ablief. Die Wortwahl passt auf der anderen Seite aber eben auch sehr zu dieser sehr gefühlsbetonten und nachdenklichen Geschichte.
Der Aufbau der Geschichte hat mir auch sehr gut gefallen, es war alles logisch, nichts nervig oder so. Den einen Stern Abzug gibt es dafür, dass ich beim Lesen doch irgendwie das Gefühl hatte, dass etwas fehlt. Bei manchen Büchern passiert es ja, dass man keine Worte und Begründungen für das findet, was einem gefehlt hat - so ist es in diesem Fall bei mir.
Trotzdem kann ich dieses Buch nur weiterempfehlen.
Das Cover fand ich einfach nur bezaubernd und ich war mir sicher, dass ist ein ganz besonderes Buch. Als ich die ersten 80 Seiten gelesen habe, muss ich gestehen, war ich einfach nur gelangweilt von dem Buch. Es lies sich zwar gut weg lesen, aber umso mehr Seiten ich gelesen hatte, desto langweiliger wurde es für mich. Von Tibby war ich eigentlich nur noch genervt, weil sie andauernd eingeschnappt war. Ich wollte dieses Buch trotzdem zuende lesen. Eigentlich hatte es mich nicht wirklich interessiert, wie es mit Tibby und Anna weitergeht, aber trotzallem bin ich dran geblieben, weil ich mir dachte "da muss doch noch was kommen". Und ja, es hat mich zum Schluss doch noch gepackt, dass ich es bis in die Nacht zu Ene gelesen habe und mir die Tränen gelaufen sind. Ich will Euch nicht zuviel verraten, aber als ich das Buch zugeschlagen habe, wollte ich es eigentlich nicht weg legen, weil das Buch hinterlässt ein komisches Gefühl. Dieses Buch macht einen sehr nachdenklich, wenn man es zugeklappt hat.
Fazit Auch wenn das Buch mich am Anfang sehr gelangweilt hat, bin ich froh das ich es gelesen habe. Wenn Ihr das Buch lest, dann nimmt Euch wirklich Zeit für das Buch und versucht es nicht nebenbei zu lesen. Wer Bücher liebt, die zum Nachdenken anregen und in denen es um Freundschaft geht, dann kann ich dieses Buch nur empfehlen!
The Book was about a struggling friendship between Anna and Tibby. Anna lives in a "normal", almost too clean and well-structured family. Tibby on the other hand is on her own. Her parents live their own lives and don't care much for her. Anna tries to help her, but everything she does seems to be not enough.
The story was touching, but not as much as I thought it would be. Anna is often so teeny and naive, I could somestimes only roll my eyes. The friendship is so obvious unhealthy that it nearly hurts but I think this should be part of the message.
All in all it was a fast and easy read, but I assume I would have enjoyed it more a few years ago.
Conclusion in German:
Mich hat es nicht so sehr berührt, wie es ein so trauriges Buch hätte sollen. Mir viel es schwer mich in Anna hineinzuversetzen, teilweise kam sie mir im Bezug auf ihre Familie sehr undankbar vor.
Nichtsdestotrotz fand ich die Freundschaft gut dargestellt, wenn auch fast zu übertrieben negativ. Ich bin mir nicht sicher ob sich das Ganze eine 15-jährige, so gutmütig sie auch ist, wirklich gefallen lassen hätte.
Es war einfach und schnell zu lesen, aber leider fehlte mir der Bezug zu den Charakteren.
Ich bin so froh, dass ich dieses Buch zufällig entdeckt habe, denn nicht nur sein Cover und Titel sind einfach schön und lyrisch anmutend, Gleiches gilt für die erzählte Geschiche und den Schreibstil. Es ist gekennzeichnet durch seine malerische, poetisch Sprache und seine melancholische Atmosphäre. Es ist ein Roman über Freundschaft, Verantwortung und die erste Liebe, über den Umgang mit Trauer und Schuldgefühlen, aber genauso über Sinn und Lebensfreude und darüber, wie soziale Barrieren das Leben eines Einzelnen beeinflussen können. Im Mittelpunkt stehen zwei bemerkenswerte junge Mädchen, authentisch in ihrem Handeln und Fühlen. Für mich ist "Flüsterherz" ein wunderbar tiefgründiges, anspruchsvolles und berührendes Jugendbuch, das mir eine Gänsehaut beschert hat. Ich wünschte, es gäbe mehr solcher Romane.
Really good book. I finished it at once. In the 4 hours it took to read, I felt like I was getting close to the main character. The friendship between Annemarth and Tibby was so complicated and even I could feel the frustration that Annemarth had. While you get to know everything about Annemarth and her feelings, struggles and personality, you hardly get to know Tibby. Which was good, because you really saw Tibby through anothers eyes. On the other hand, I'd love to know more about her and why she did the things she did.