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Der Argentinier

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Als Lenas Großvater kurz nach dem Zweiten Weltkrieg das Schiff nach Buenos Aires besteigt, fährt er dem Abenteuer entgegen, auf der Suche nach einer neuen Welt, die ihm nicht so müde und verbraucht erscheint wie das alte, verstörte Europa. Doch ein hartnäckiger Heuschnupfen zwingt ihn schon bald, seinen Traum vom freien Leben als Gaucho zu begraben. Stattdessen begegnet er der Kunst des Tangos und jener der Liebe. - Zwei Jahre später kehrt er dennoch wieder zurück in sein Heimatland und an die Seite von Amelie, die unbeirrt auf ihn gewartet hat. Die Erinnerung an seine Zeit in der Fremde, die ihn zum "Argentinier" gemacht hat, hütet der Schweizer wie einen Schatz - und erst nach seinem Tod lüftet sich das Geheimnis.

Unaufgeregt und mit zarter Ironie zeichnet Klaus Merz aus der Perspektive der Enkelin das Leben eines Mannes nach, das stets einem wunderbaren Eigen-Sinn verpflichtet war.

104 pages, Hardcover

First published January 1, 2010

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About the author

Klaus Merz

62 books3 followers
Nach dem Sekundarlehrerdiplom unterrichtete Merz, unterbrochen durch längere Auslandsaufenthalte, als Lehrbeauftragter für Sprache und Kultur an einer Höheren Fachschule.
1967 debütierte er mit dem Gedichtband Mit gesammelter Blindheit. Seither hat er über zwanzig weitere Publikationen mit Gedichten, Erzählungen, kurzen Romanen und Essays, vor allem zu Bildender Kunst, publiziert; daneben hat er auch Hörspiele, TV-Drehbücher, Theaterarbeiten und Kinderbücher verfasst.
Seit 1994 erscheinen seine Werke vorwiegend im Innsbrucker Haymon Verlag, die Buchcovers sind von Heinz Egger gestaltet.
2003 hat er die gesammelten Werke seines behinderten Bruders Martin Merz (1950–1983) bei Haymon unter dem Titel Zwischenland herausgegeben.
Klaus Merz war Mitglied der Gruppe Olten und von 1995 bis 1997 deren Präsident. Er lebt heute als freier Schriftsteller in Unterkulm.
„Merz überzeugt als Lyriker und als Erzähler dank seiner Gabe, ebenso leicht wie knapp und präzise zu formulieren – eine Fähigkeit, die wir nur bei sehr wenigen Autoren antreffen“, hielt der Jury-Vorsitzende Jochen Hieber in der Pressemitteilung der Frankfurter Allgemeine FAZ zum Hölderlin-Preis 2012 fest.

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Community Reviews

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Displaying 1 - 3 of 3 reviews
Profile Image for Jodi.
2,301 reviews43 followers
March 12, 2024
Klaus Merz hat den Schweizer Grand Prix Literatur 2024 erhalten und da ich meinen eigenen Vorurteilen in die Augen blicken möchte, habe ich mir eines der bekannteren Werke des Autoren aus der Bibliothek geholt.

Zum Glück habe ich es mir nicht gekauft. Da mich der Träger des Schweizer Buchpreises 2023 einigermassen überzeugen konnte, gehe ich mal davon aus, dass es sich hier nur in geringem Masse um eine selbsterfüllende Prophezeiung handelt, aber...

... ich konnte mit dieser Novelle absolut nichts anfangen.

Hauptsächlich, weil es auch nichts gibt, womit ich etwas hätte anfangen können. Das Ganze erinnert mich eher an ein Stammtischgespräch oder etwas, das bei Kaffee und Kuchen bequatscht wird. Also nichts, das mich grossartig interessiert.

Die Enkelin erzählt von ihrem Grossvater, dem sogenannten "Argentinier". Dabei springt die Erzählerin mal dahin, mal dorthin. Einmal ist der Grossvater jung, dann sind wir bei seiner Beerdigung, dann plötzlich wieder in der Schule in der Schweiz.

Wie das halt so geht, wenn wir miteinander reden, aber in Textform fehlte mir hier nicht nur der Inhalt (da die Figuren keinerlei Seele oder Charakter haben, fehlt dies auch der Geschichte), sondern auch die Form und die Leitung des Leseflusses.

Manchmal war ich mir gar nicht mehr sicher, wessen Grossvater der Argentinier nun eigentlich ist.

Ich denke mal, dass es eigentlich genug junge Schweizer Autorenpersonen gibt, die eine sie fördernde Auszeichnung auch verdient hätten, aber mich fragt ja niemand... Fügt hier noch ein Schulterzuck-Emoji ein, denn das fasst meine Leseerfahrung mit Klaus Merz sehr gut zusammen.
Profile Image for sophies world.
192 reviews
September 5, 2025
"Denn die Liebe taucht oft unter. Um in der Tiefe wieder neuen Schwung zu holen."

Die Geschichte des Argentiniers, eigentlich Lenas Grossvater, blickt gleichzeitig in die weite Welt hinaus und in das tiefste Innere der Figuren hinein. Dabei ist jedes einzelne Wort mit solch außergewöhnlicher Sorgfalt und Präzision platziert, ohne dass es jedoch pedantisch wird. In ihrer leise murmelnden Melancholie und den zaghaften Hoffnungsmomenten berührt die Novelle tief und hallt auch noch lange nach dem Lesen nach.
Profile Image for Stefan.
21 reviews7 followers
September 11, 2014
Ich lege "Der Argentinier" jetzt weg, obwohl von den ca. 90 Seiten nur noch 40 fehlen. Ich frage mich die ganze Zeit: Wozu erzählt der mir das alles? Die Storys sind nicht stark, die Bilder sind blaß, die Sprache ist gewöhnlich. Zeitverschwendung.
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