»Ich zog an meiner Zigarette, trank einen Schluck Kaffee und schaute wieder auf den See, Lichtreflexionen tanzten auf dem Wasser. Plötzlich hatte ich den Gedanken, Judiths Seele vor mir zu haben – tief, ständig in Bewegung und glitzernd. Ich lächelte. Manchmal geht die Muse vorbei und streicht einem mit den Fingern durchs Haar, wenn man am wenigsten damit rechnet ...« Ein schüchterner junger Mann beschließt, ein Mädchen in der Bahn anzusprechen, doch das ist gar nicht so einfach, wenn er sich dabei nicht zum Affen machen will. Zwei Jugendliche entdecken ein Gelände, auf dem Leute zur Entspannung Fische aus einem kleinen Teich angeln, was die beiden nicht einfach hinnehmen können. Ein Mann erinnert sich, wie er einmal in der Schule eine Freundin aufzumuntern versucht hatte, deren Wellensittich gestorben war ... Lustig, melancholisch und nostalgisch nähert sich Markus Günther in seinen Geschichten dem Besonderen im Alltäglichen. »Eine klasse Geschichtensammlung, die immer wieder bewegt und nachdenklich macht!« – Fred Ink