Gregor Herzl ist ein zufriedener Mann: Moderatorenjob bei Pop TV, attraktive Freundin, viele Kumpels – das Leben ist eine Party. Doch dann schneit plötzlich die Kündigung ins Haus, Freundin Wilma liegt mit einem anderen im Bett, und auch die Partys verlieren ihren Reiz. Gregor schwant: Es ist an der Zeit, er muss erwachsen werden. Auf der Suche nach seinen Wurzeln verschlägt es ihn in die Heimat. Ein Großstädter im beschaulichen Rottenegg im Herzen Bayerns? Das kann nicht lange gutgehen ...
Wow. Dieses Buch war beeindruckend. Mitreißend. Witzig. Spannend. Tiefgründig. Unerwartet.
Markus Kavkas Roman entführt den Leser nach Berlin, wo der Protagonist bei PTV, einem Musiksender arbeitet - allerdings nicht lange. Er wird entlassen, kommt daher früher nach Hause und erwischt zu allem Überfluss auch noch seine langjährige Freundin im Bett mit einem anderen. Für ihn steht fest: Er muss hier weg. Aber wohin? Er entschließt sich, für einige Zeit bei seinen Eltern in der altbayerischen Provinz unterzukommen - eben in Rottenegg. Dort angekommen erlebt er mit seinen alten Bekannten "von damals" allerlei Witziges, Aufregendes und Unerwartetes. Es läuft gut für ihn und er scheint wieder auf die Beine zu kommen. Doch dann wendet sich das Blatt ...
Auch wenn der Roman vielleicht stellenweise etwas langatmig scheinen mag - es lohnt sich absolut, weiter zu lesen. Die letzten Kapitel haben es sowas von in sich - ich bin absolut begeistert! Die letzten Seiten haben es richtig in sich, wobei ich hier nicht verraten will, wie es ausgeht. Aber man kann schon fast von einem Genrewechsel sprechen. Für mich auf jeden Fall ein lesens- und empfehlenswerter Roman!
Es plätschert so vor sich hin, aber so richtig interessiert es mich auch nicht, was Kavkas Alter Ego so in der Heimatprovinz macht. Nach 140 Seiten abgebrochen und aussortiert. Mit 15 hätte ich es vermutlich verschlungen und super gefunden ...
Hm, das war wohl nix. Von Markus Kavka hatte ich mir da doch mehr erwartet. Statt dessen plätschert der Roman so vor sich hin, bis es ab und an eine Katastrophe hier, einen Schlag in die Magengrube (oder halt immer mitten in die Fresse rein) da gibt. Ich hab's heute Morgen im Zug beendet und frage mich jetzt immer noch, was der Roman eigentlich will.
Markus Kavka ist vielen sicherlich noch als Moderator auf MTV bekannt, oder aus anderen verschiedenen TV-Formaten, meist in Verbindung mit Musik.
Seinen Roman „Rottenegg“ fand ich nett und unterhaltsam, aber nichts was mich aus den Socken gerissen hätte.
Charmant fand ich die vielen eingeflochtenen Sznen in einem Mix aus Bayrisch und Hochdeutsch. Einiges konnte ich mir bildlich vorstellen, eine herrliche Sache. Die Hauptfigur selbst blieb für mich eigentlich die ganze Zeit eher farblos, oft überzogen von sich eingenommen und selbstverliebt. Das Ende konnte mich nicht überzeugen, und es passt für mich auch nicht so recht zum Rest des Buches.