Viren haben schon immer die Menschheit beeinflusst – und neuerdings schafft der Mensch selbst die Voraussetzungen für neue Infektionskrankheiten. Weil wir die Welt verändern, lösen wir Pandemien aus, die wir dann nicht mehr beherrschen. Denn weltweit schlummern in Tieren – vom Pangolin bis zur Pute, von Fledermäusen bis zu Rindern – zahllose Erreger, die auch Menschen infizieren. Unsere globalisierte, immer dichter von Menschen besiedelte Welt macht es zunehmend wahrscheinlich, dass dadurch bald noch gefährlichere Pandemien verursacht werden ‒ weil die Wildnis zerstört wird, riesige Flächen entwaldet werden und durch Jagd und Wilderei, weltweiten Handel und Schmuggel, aber auch unsere Nutztierhaltung neue Krankheiten zu uns gelangen. Deshalb darf unsere Aufmerksamkeit nicht allein dem Wettlauf um immer neue Impfstoffe gelten; wir müssen uns vielmehr dringend dem Schutz von Natur und Artenvielfalt widmen. Es wird Zeit, für künftige Pandemien zu lernen und den menschlichen Krieg gegen die Natur zu beenden. Evolutionsbiologe Matthias Glaubrecht zeigt, wie die Vernichtung natürlicher Lebensräume und der Artenvielfalt mit Seuchen zusammenhängt und warum es sinnvoller ist, gegen die Zerstörung der Natur zu kämpfen, als Krieg gegen ein Virus zu führen.
Ich dachte ich bekomme hier eine ausführliche Ausarbeitung zum Thema Corona. Damit setzte sich das Buch allerdings weniger als 200 Seiten auseinander. Es wurden danach die wichtigsten Pandemien beleuchtet und ein wirklich ganz grober Überblick dazu gegeben. Das letzte Drittel war dann furchtbar. Wirklich. Man hatte schon nicht mehr das Gefühl, dass die Kapitel überhaupt zusammenhängen so wirr hat sich das gelesen. Und es war auch keinen roter Faden mehr zu erkennen. Es war eigentlich nur noch eine Aneinanderreihung an Wiederholungen, sodass ich das Buch am Ende echt am liebsten mit den Worten „JA ICH HAB ES JETZT VERSTANDEN“ an die Wand geworfen hätte. Zweitweise hatte ich das Gefühl, dass man hier nur noch auf Zwang versucht hat die 500 Seiten voll zu machen. Bei Seite 400 wäre aber eigentlich so ziemlich alles schon gesagt gewesen…
Was mir außerdem wahnsinnig auf die Nerven ging war die inflationäre Verwendung der Worte „indes“ und „mithin“. Was sich der Lektor bei der Abnahme des Buches gedacht hat, weiß ich ehrlich gesagt nicht.