1,5 Sterne.
Ich habe dieses Buch von Regal genommen, weil ich die Thematik interessant fand. Solange man sich noch einfand in diese Welt (die übrigens mehr als krank ist), war auch alles soweit ganz okay. Aber leider gab es keinen einzigen Charakter, der mir nicht unheimlich auf die Nerven ging und auch Lia war echt anstrengend. Mal Hü, mal Hott. Nie wirklich Tiefgang, alle Charaktere bleiben oberflächlich, hatte ich das Gefühl. Der einzige mit Potenzial war Auden, aber selbst der ging mir irgendwann tierisch auf den Keks. Normalerweise finde ich es gut, wenn Bücher Gefühlsregungen hervorrufen, aber man sollte nicht über das fast komplette Buch hinweg mit den Augen rollen... An den Charakteren entlang entwickelte sich leider auch die Geschichte, die durchaus was sehr interessantes hätte werden können.
Die Welt, in der Lia lebt, sagt mir überhaupt nicht zu. Alle nehmen Drogen, um sich so zu fühlen, wie es gerade passt (Gefühle machen dich zum Menschen, ihr Volltrottel. Wenn ihr das so reguliert, seid ihr auch fast nur noch Maschinen, die gerade ein Programm abspulen!) und es gilt: Wenn deine Onlineprofile nicht mehr sind, bist auch du nicht(s) mehr. Und unsere Kinder sind selbstverständlich auch alle so, wie wir sie gerne hätten, Makel gibt es nicht mehr (ja, das gab es schon in anderen Büchern, fand ich da auch schon nicht okay, aber hier hat mich extrem gestört).
Mit diesem Band zusammen lege ich dann wohl auch erstmal die Folgebände zu den Akten, denn ich verspüre keinerlei Motivation, Lias Geschichte weiter zu verfolgen.