Wenn das Leben im Bruchteil einer Sekunde auf dem Kopf steht
Beth Pascoe ist mit ihren 30 Jahren bisher recht sorglos durchs Leben gegangen. Sowohl Jobs als auch Beziehungen wechselt sie häufig. Am liebsten verbringt sie ihre Abende mit ihrem besten und selbstverständlich rein platonischen Freund Jory in ihrer Lieblingskneipe. Bis Beth nach einem schweren Unfall ihrer Schwester zum Vormund für deren Kinder wird. Weder ihre Eltern noch Jory trauen Beth zu, dieser Aufgabe gewachsen zu sein. Nur ihr freundlicher älterer Nachbar Albert, der mit Beth zusammen einen Buchclub gründet, ermutigt sie immer wieder, sich weder von der Trauer noch von der erschreckend neuen Welt aus Elternabenden und Gute-Nacht-Geschichten unterkriegen zu lassen. Denn Albert weiß: Hinter den Wolken wartet immer die Sonne.
»Ein herrlicher Roman über Familie, Trauer, sich ändernde Erwartungen und letzten Endes Liebe« THE SUN
Beth ist die kleine Schwester, diejenige die nichts zu Ende bringt, die sorglos in den Tag hinein lebt, Keine feste Beziehung, kein dauerhafter Job, keine eigene Wohnung usw. Auf einmal schlägt das Schicksal zu, die ältere Schwester verunglückt, ihr Mann stirbt und sie fällt ins Koma. Zurück bleiben zwei Kinder für die Beth auf einmal die Vormundschaft übernehmen soll. Sie die anscheinend noch selber in der Pubertät steckt soll ihre vierzehnjährige Nichte und den vierjährigen Neffen in dieser schweren Zeit betreuen und helfen obwohl sie selber Hilfe braucht. Niemand traut es ihr zu, nur ein alter Nachbar sieht in ihr das gleiche was ihre Schwester in ihr gesehen hat. Beth muss mit ihren Aufgaben wachsen, sie muss sogar über sich selbst hinaus wachsen, den Kindern zuliebe, für ihre Schwester die irgendwann einmal aufwachen wird. Das Thema ist sehr emotional, wie erklärt man einem kleinen Kind das der Papa tot ist und die Mama vielleicht nie wieder aufwacht, wie bringt man eine Jugendliche zum reden, damit die Trauer sie nicht auffrisst. Wie beweist man seiner Umwelt das man voll guten Willen ist und es auch irgendwann mal lernt den Müll zu trennen und die Wäsche richtig zu sortieren. Wie lebt man damit, das jeder kleine Fehler begutachtet wird und man immer wieder mit der großen Schwester verglichen wird. Beth ist eine spannende Figur. glaubwürdig, weil wir alle solche Menschen kennen, sie sind meiner Meinung nach nicht Schuld an ihrer Lebenseinstellung, eher hat man sie ihnen aufgedrängt, denn es wurden nie die gleichen Ansprüche an sie gestellt, dafür war ja die Ältere da. Der alte Nachbar kennt sie nur vom Hörensagen daher sieht er sie gerechterweise mit anderen Augen. Auch hier ist diese Nebenfigur gelungen. Alle Figuren passen, nur der Schreibstil ist auf der einen Seite voller Tragik und dann wieder mit albernen Geschichten gefüllt. Klar ist das Leben so, aber hier wirkt es überzogen. Die Liebesgeschichte von Beth und ihrem besten Freund hätte etwas zurückhaltender beschrieben sein können.
Holt eure Taschentücher raus! 🤧 Traurig, bewegend, freudig, hoch emotional und tiefgründig. Diese Geschichte von der Trauer, Liebe und dem alltäglichen Familienleben mit einer Prise Chaos und unendlich vielen Gefühlen hat mich begeistert. Schon auf den ersten Seiten hatte ich Pipi in den Augen. Und ständig kamen unvorhersehbare Wendungen. Das macht die Geschichte lebendig und spannend. Manchmal war die Story so urkomisch, dass ich nicht aus dem Lachen herauskam. Dann wieder ganz ruhig, dunkel und traurig.
Auf einmal steht das Leben der glücklichen Familie Kopf, denn Papa und Mama haben einen Autounfall. Aus dem Nichts ist nichts mehr, wie es war. Der Papa tot, die Mama im Koma und zwei Kinder, die in verschiedenen Stadien des Heranwachsens stecken. Beth, die Tante, die vorher ein verrücktes Leben geführt hat, wird nun mit Anfang 30 zur neuen Bezugsperson und Mama für die Kinder. Haltlos überfordert, versucht sie den den Alltag zu meistern. Jongliert mit allen Aufgaben, ihrem Job und ihrem verkorksten Liebesleben. Die Geschichte ist voller Höhen und Tiefen. Jeder Charakter geht anders mit der Trauer und der Verarbeitung um. Als Leser fühlt man überall, dank der wundervollen Schreibweise, zu 100% mit.
Dieser Einschnitt in das Leben von Beth verändert sie total. Somit regt das Buch auch an einigen Stellen zum Nachdenken an. Zeigt die wirklich wichtigen Dinge im Leben auf. Dass jede Minute wertvoll ist! Das man nie weiß, wie viel Zeit einem noch bleibt. Und das die Liebe immer irgendwo da ist! Wie wichtig Vertrauen und Freundschaft ist! Und wie wichtig es ist, mutig zu sein. Zu kommunizieren. Und füreinander da zu sein. Aber auch, dass es trotz der Tragik und Traurigkeit immer Sonnenmomente gibt. Und die können manchmal überraschend und winzig klein sein! Und manchmal sich auch erst hinter einer Wolke verstecken.
Ein wunderbarer Roman über Trauer, Verlust, Familie und Liebe Beth, eine Frau in den 30 Jahren. Sie geht sorglos durch das Leben. Beziehungen und Jobs sind ihr nicht wirklich wichtig. Einzige Konstante, ihr platonischer Freund Jory. Sie lebt noch bei ihren Eltern und muss für nichts Verantwortung tragen. In dieser Situation geschieht der Albtraum. Ein Verkehrsunfall tötet ihren Schwager und ihre Schwester liegt im Koma. Beth übernimmt die Verantwortung für die Kinder Polly und Ted. Niemand, am allerwenigsten ihre Mutter, traut ihr das zu. Mit viel Einfühlungsvermögen und auch einer humorvollen Seite, erleben wir die Entwicklung von Beth mit. Aus der sorglosen jungen Frau wird jemand, der begreift, dass sie Verantwortung tragen muss. Für sich, für ihre Familie, in ihrem Job. Sie muss sich mit Haushaltsführung, Kindergarten, Schule und vielem mehr auseinandersetzen. Die Phasen einer pubertierenden Polly aushalten und dem kleinen Ted begreiflich machen, was passiert ist. Gleichzeitig aber auch den Kindern durch den Verlust helfen und nie die Hoffnung auf die Genesung ihrer Schwester verlieren. Beth macht dies alles auf ihre eigene Art. Nicht perfekt, aber auf eine intuitive, einfühlsame Art. Die Autorin hat es verstanden, all diese Themen in ein Wohlfühlbuch zu verpacken. Und dies ohne Pathos und Kitsch, sondern immer auch mit einer kleinen humorvollen Note und einem, für mich, perfekten Ende. Passend zu dem Titel, dass hinter den Wolken immer die Sonne wartet. Der Schreibstil leitet einen mühelos durch das Buch und die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Man fühlt mit Beth und ihrer Familie mit und kann den Gedanken nicht verdrängen, dass es jedem von jetzt auf gleich passieren kann. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen.
Zuerst möchte ich sagen, dass der Schreibstil der Autorin fantastisch einfach ist zu lesen. Zudem kommen keine unnötigen Informationen oder Szenen darin vor, wie es bei vielen anderen Büchern der Fall ist, sodass es beim Lesen immer recht interessant und spannend war.
Die Protagonistin Beth habe ich gemocht, da ich mich gut in sie hineinversetzen kann, weil sie in ihrem Leben verloren ist und nicht genau weiß, was sie mit ihrem Leben anfangen möchte, denn sie hat keine Ahnung von so typischen alltäglichen Dingen im Haushalt. Mir hat an dieser Stelle besonders gefallen, wie man durch sie hindurch lesen konnte, wie erwachsener sie wurde und das fand, was sie wirklich will. Lustige Momente wie beispielsweise als auf das Grundstück des Nachbarn ihrer Schwester gekotzt hat haben mich zum schmunzeln gebracht.
Jedoch gibt es kleine Einzelheiten die mir nicht zugesagt haben. Eines davon ist, dass ich die Liebesgeschichte zwischen Beth und Jory nicht als wichtig erachtet habe, da dies nicht besonders zu der Geschichte gepasst hat. Ich hätte mir gewünscht, dass es sich mehr um die Selbstfindung von Beth dreht und nicht zu sehr fokussierend um die Liebesgeschichte.
Andererseits hat mich die tragische Storyline um Beth's Schwester und deren Ehemann zutiefst berührt, sie war aber dennoch zum Schluss vorhersehbar. Das Ende hat mich dann mit ungeklärten Fragen zurück gelassen. Bei so einer tragischen Geschichte hätten ruhig ein paar der wichtigeren Fragen beantwortet werden können.
Hinter den Wolken wartet die Sonne von Sarah Turner hat mich persönliche schwer mitgenommen. Gerade wenn man selbst Mutter ist, sieht man die Geschichte auch mit anderen Blickwinkel. Beth, die sorgloses Leben führt, wird von Jetzt auf Nachher in eine völlig neue Rolle geschleudert. Sie muss sich nach einem schweren Unfall um die Kinder Ihrer Schwester und deren Mann kümmern. EinePubertierenden und ein Kleinkind bestimmen nun Beths Alttag. Im Laufe der Geschichte reift sie zu einer fürsorglichen Tante heran, die nicht immer alles perfekt wuppt, sich aber die grösste Mühe gibt. Ganz alleine ist sie nicht. Ihr Bester Freund seit Kindertagen und der Nachbar Albert, wie auch ihre Eltern stehen ihr immer zur Seite.
Gefühle kommen hier in keinster Weise zu kurz. Auch wenn dieser Roman sehr viel Tragik, Trauer, Verlust, Tod und Hoffnung enthält, fand ich ihn in keinster Weise langweilig oder runterziehend geschrieben. Im Gegenteil. Die Wandlung die hier am meisten von Beth ausgeht, zeigt mal wieder, dass man alles schaffen kann, wenn man es nur möchte.
Selbst die Liebe kommt hier nicht zu kurz. So geben Jory und Beth besonders dem Ende zu, einfach alles.
Hinter den Wolken wartet die Sonne, hat mich mitgerissen und gefangen.
Ich fand die Hauptfigur sehr nervig - so komplett verantwortungslos und kindisch ist doch niemand! Außerdem wird für meinen Geschmack deutlich zuviel gesoffen - alle Nase lang hat vor allem Beth, aber auch ihre Eltern und Freunde einen Kater und bechern, dass es eine Art hat - hät's jetzt definitiv nicht gebraucht für mich. Und auch die Liebesgeschichte ist ziemlich vorhersehbar - ok, ist jetzt nicht sooo schlimm, weiß und erwartet man ja auch von einer Romance. Richtig gerne mochte ich die Kinder, sowohl Theo als auch - wie hiess sie gleich, Rosie?- die Teenagertochter und auch der Vater war sympathisch. Die Mutter fand ich ein bissle eindimensional, und auch der Schwager und die Schwester waren etwas too good to be true. Und das Ende? Naja, vielleicht ein bissle arg offen, da hätte durchaus ein bissle mehr Friede-Freude-Eierkuchen sein können für meinen Geschmack.
Dieses Buch hat mir wieder mal gezeigt, wie schnell ein Leben vorbei sein kann und das man ganz schnell an seine Grenzen stoßen kann. Beth ist jemand, der sich nie große Gedanken macht und lebt nur von heute auf Morgen. Sie macht sich keine großen Gedanken, was die Zukunft so bringt. Bis zu dem Tag, als ihre Schwester und deren Mann einen schweren Autounfall hatten. Dabei ist ihr Schwager gestorben und ihre Schwester liegt in Koma.Und gerade sie bekommt jetzt die Aufgabe für die Kinder zu Sorgen, was ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt. Das schlimmste an der ganzen Sache ist, dass ihr das keiner zutraut, denn nicht einmal sie selber glaubt an sich. Somit wird sie mit dieser großen Aufgabe einfach ins kalte Wasser geworfen. Sie muss sich jetzt um einen Haushalt kümmern, was sie aber noch nie gemacht hat. Sich mit Kindergarten und Schule auseinandersetzten, was für sie natürlich alles Neuland ist. Aber, das schwierigste ist es, den beiden Kinder zu erzählen, das ihr Vater nie zurück kommen wird und es nie mehr so sein wird, wie es einmal war. Jeder in dieser Geschichte geht mit der trauer anders um, aber am meisten hat Polly damit zu kämpfen, die auch noch in der Pupertät steckt. Beth kann ihr nichts recht machen, was ich aber auch in dieser Siuation gut verstehen kann. Doch Beth stellt sich diese Herausforderung jeden Tag aufs neue. Sie macht ihre Fehler und geht auch an ihre Grenzen, doch sie wird von Monat zu Monat immer besser. Ich muss sagen das hier viel Trauer in dieser Geschichte verarbeitet wird. Die Autorin hat es aber geschafft, das ich immer wieder zum Nachdenken angeregt wurde. Aber es gab auch lustiges, denn Beth war in ihrer Haushaltführung doch auch sehr Chaotisch, was mich dann wieder zum schmuzeln gebracht hat. Hier hatte man beim lesen eine Achterbahn der Gefühle, immer wieder auf und ab. Ich bin mit dieser Geschichte gut Unterhalten worden.