Angst vor zunehmender Armut und Erwerbslosigkeit prägen unsere Gesellschaft. Die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander. Der heutige Sozialstaat weiß darauf keine Antwort. Es fehlt an Ideen, die Wende zur Kulturgesellschaft zu gestalten. Das bedingungslose Grundeinkommen ist ein bahnbrechendes Konzept, um dem grundlegenden Wandel von Leben und Arbeit zu begegnen und die Menschen von Existenzangst zu befreien. Einfach, gerecht und finanzierbar! Es schafft Sicherheit und Freiraum für Kreativität und Eigeninitiative, gibt der Arbeit ihren Sinn und den Menschen ihre Würde zurück.
Götz Werner und Adrienne Goehler zeigen, wie das Bedingungslose Grundeinkommen in die Praxis umgesetzt werden kann und wie es den Traum der Französischen Revolution von einer solidarischen Gesellschaft einlöst.
Die Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen ist auch ein zentrales Thema von Jan Peters Film Nichts ist besser als gar nichts. Susanne Wiest vertritt darin die Idee des Grundeinkommens als sympathische Protagonistin. Der Film zeigt eine Arbeitsgesellschaft im Wandel, in der ein wachsender Teil der Bevölkerung Zuflucht zu "selbständigen Tätigkeiten" nehmen muss. Wir begegnen Menschen, denen es mit Ideenreichtum, Geduld, Witz und viel Mühe gelingt, sich trotz verschärfter Bedingungen irgendwie durchzuschlagen.
Weitere Informationen finden Sie unter nichts-ist-besser-als-gar-nichts.de.
Eigentlich füge ich Bücher, die ich für die Uni lese nicht hinzu, aber dieses hier hat es verdient eine Ausnahme zu sein. Sehr gut und einfach geschrieben, überzeugen die Autoren durch transparente Argumente und setzen sich angemessen mit Kritik auseinander. Ein interessantes Konzept, das viel mehr Aufmerksamkeit verdient - besonders von Seiten der Politik. Wer sich mal mit der Thematik "Grundeinkommen" beschäftigen will, für den ist dies die passende Lektüre.
Zwar finde ich die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens vernünftig und stimme mit den AutorInnen weitestgehend überein, allerdings fehlten mir weiter gedachte und konkretere Statistiken und Ideen. Sicherlich ein gutes Einsteigerbuch, aber Konkretes darf man sich nicht erwarten.
Fünf Sterne, nicht weil es so phänomenal gut geschrieben wäre (es ist sehr gut lesbar) oder brillantes Coverdesign hätte (der Verlag wollte offenbar, dass man es nicht ernstnimmt), sondern weil die Idee und die Argumente so sehr einleuchten. Und weil die verfahrene Situation, die durch das Grundeinkommen repariert werden soll, bezüglich der Sozialkassen, der Bildung, der kreativen Projektarbeit, der wissenschaftlichen Karriere, so offensichtlich nach einer Lösung schreit, und die herrschenden Instrumente - Zeitverträge, hangeln von Projekt zu Projekt, und darunter gähnt Hartz IV - so offensichtlich versagen, beziehungsweise die Lage verschlimmern anstatt zu helfen.
Das Handbuch für Unvorbelastete. Ohne größere Rechnereien erläutern die beiden Autoren Sinn, Zweck, Umsetzung des bedingungslosen Grundeinkommens. Einwände werden ernstgenommen und diskutiert.