Fasziniert, skeptisch und manchmal euphorisch schaut der Westen auf das Reich der Mitte: Rasend schnell räumt China mit der Vergangenheit auf, strebt mit gigantischem Wirtschaftswachstum in die Zukunft, entledigt sich über Nacht ganzer Stadtviertel - und richtet die neuen Glaspaläste dennoch nach den alten Gesetzen der Geomantik aus. Armut und Reichtum prallen im modernen China genauso aufeinander wie Stadt und Land. Dieser Sammelband zeigt das moderne China zwischen Konsum und Geisterglauben, Sozialismus und Subkultur und lässt chinesische wie auch ausländische Stimmen gleichermaßen vernehmen.
Mitunter schöne und unterhaltsame Beobachtungen zu kulturellen Aspekten des chinesischen Kulturhorizontes, manchmal aber auch sehr trockene semi-universitäre Analysen abstrakter Phänomene. Auch mit Kritik wird nicht gespart in diesem locker zusammengestellten - manchmal aber recht willkürlich anmutenden - Sammelsurium. Etwas mehr Euphorie für den Gegenstand hätte dem Buch insgesamt gut getan.