Drohend wirft die Festung ihre Schatten auf die Stadt ... Würzburg um 1430. Zwei Betrunkene finden in einem Wassergraben der Vorstadt den leblosen Körper einer jungen Frau. Sie ist bewusstlos und lebensgefährlich verletzt. Also bringen sie sie in das nächstgelegene Haus. Die »Eselswirtin« pflegt die Unbekannte, die ihr Gedächtnis verloren hat, gesund. Doch für Pflege und Medizin fordert sie einen hohen Preis: Elisabeth soll für sie arbeiten - im Dirnenhaus der Stadt muss sie den Freiern zu Diensten sein. Mehr als ein Jahr wird sie dort verbringen, bis eines Tages der verschwenderische und wollüstige Landesherr, Bischof Johann von Brunn, die schöne Dirne zu sich ruft. Im Schatten der Nacht wird Elisabeth von den Gesandten des Bischofs abgeholt und auf die Marienveste gebracht. Und dort, im Schlafgemach des Landesherrn, kehrt ihre Erinnerung schlagartig zurück ?
War okay. Hat mich nicht aus den Latschen gerissen, hat sich aber gut gelesen und war trotz allem irgendwie unterhaltsam. Leider war alles irgendwie so weichgespült. Wir befinden uns hier im Mittelalter und bewegen uns in Kreisen, denen es jetzt nicht besonders gut ging bzgl. Versorgung mit ausgewogener Ernährung oder auch nur ausreichender Menge an Nahrung. Auch Hygiene spielt ne große Rolle in Bezug auf z. B. Ausheilung von Wunden etc. Aber hier ist das alles egal. Da wird n Trank oder ne Salbe aus dem Hut gezaubert und alles wird wieder gut. Ich wünschte, die Autorin hätte den Mut gehabt, ihre Charaktere mehr leiden zu lassen und vielleicht sogar auch sterben zu lassen. So kam bei mir leider null Atmosphäre an und ich fand es so lalala dahin erzählt, gerade was Elisabeths Zeit im Dirnenhaus angeht.
Ich muss sagen ich bin bei der Bewertung des Buches etwas hin und her gerissen....auf der einen Seite war es spannend und man konnte es flüssig hintereinander weg lesen, die Figuren sind sympathisch und das Leben damals wird teilweise auch schonungslos beschrieben. Auf der anderen Seite erschafft der Buchtitel eine ganz andere Erwartung, die so nicht erfüllt wurde und ich mir auch irgendwie bisschen mehr erwartet hatte, wie die Geschichte ausgeht. Außerdem spielt sich letztendlich doch alles erst auf den letzten etwa 100 Seiten ab..aber dennoch ein gelungener historischer Roman.
Mit dem Buch hatte ich meine Probleme. Mit allem. Weil ichs trotzdem recht gerne gelesen habe, gibts 3 Sterne. Ich möchte gerne eine Hypothese aufstellen. Kommen AutorInnen die historische Fiktion schreiben mit „mangelnderer“ Schreib“kunst“ durch als AutorInnen in anderen Genres?!?! Frau denkt.
The most exciting part about this book was the connection between the harlot and the bishop, that I can't go into more detail because of spoiler reasons. The second those two meet it gets interesting. But the book isn't really interested to show what kind of relationship they have. We do get flashbacks and we do get small moments but all those are over before they have the chance to go anywhere. The last part of the book was nice but - again - over way to fast. Or rather, in comparison to the other stuff in the book, it was over way to fast. The book takes ages to describe the time Elisabeth has in the Cathouse, while it includes storys that are - I'm sure - historically interesting, but not inportant for the understanding of the story as a whole or the story at all. I can't imagine that that will change for book 2. So what I'm getting at is, that stuff could have easily been cut out. Because it doesn't really develop anyone as a person or character and it doesn't help to strenghten the bonds Elisabeth makes. The characters themselves were intersting. I liked Gret, Jeanne, Anna and Olivia but I also thought that the hangman was a really great guy. I didn't think I'd get to like him that much. The person that left me dissapointed was the love interst. Was I supposed to like him? Because he felt pretty bland. Not only compared to the rest of the cast, but also in regards to everything he stands for. He throws him some political statments and some one-liners but that's that. When he and Elisabeth get engaged I was just thinking : Where the duck did that come from. It's as if a bunch of chapters where missing where I was supposed to get to know that guy. Leaving all the character work for book to is kind of... I don't know. I did not like that. I wish that dude would have written out of book 1 completly. Because he feels just really out of place. The rest was fine. Nothing too mind-blowing, but also not too bad of a book.
Hmm ja also was soll ich sagen. Es ist schwierig zusammen zu fassen ohne zuviel preiszugeben. Die Auflsung war für mich so krass unvorhersehbar das ich gar nicht drauf eingehen kann. Aber ich mag den Schreibstil und die Erzählflüssigkeit die das Buch vermittelt.
Zum Inhalt: Um 1430 finden zwei Betrunkene eine bewusstlose Frau in der Würzburger Vorstadt. Sie bringen die Frau zur "Eselswirtin", die nahe der Fundstelle ein Dirnenhaus betreibt. Bei der Wirtin wird die junge Frau gesund gepflegt. Es stellt sich heraus, dass sie ihr Gedächtnis verloren hat und nicht mehr weiß, wer sie ist. Einzig ihr Name, Elisabeth, fällt ihr ein. Um ihre Schulden für den herbeigerufenen Arzt, die Pflege, Verköstigung und Kleidung zu begleichen verlangt die Eselswirtin von Elisabeth als Dirne in ihrem Haus zu arbeiten. Zunächst widerwillig fügt sich Elisabeth schließlich in ihr Schicksal. Während sie sich im Dirnenhaus einlebt plagt Elisabeth die Frage nach ihrer Identität. Doch ihre Probleme treten in den Hintergrund, als ganz Würzburg sich gegen die Pläne des Bischofs zu wehren beginnt.
Meine Meinung: Ulrike Schweikert ist mir schon in anderen Büchern mit ihrem Talent aufgefallen lebhafte Bildnisse der Vergangenheit zu zeichnen. Dies gelingt ihr auch hier. Mit Elisabeth hat sie eine glaubhafte Hauptfigur geschaffen, in die man sich hineinversetzen kann. Sie zeigt Gefühle ohne dabei ins Klischee abzudriften. Insbesondere das alltägliche Leben der Frauen im Haus der Eselswirtin ist mir hierbei positiv ins Auge gefallen. Jede der Frauen hat ihren eigenen unverkennbaren Charakter. Die oft so flachen Nebencharaktere sucht man bei Ulrike Schweikert vergebens.
Neben diesem glaubhaftem und lebhaften Ambiente ist auch die Handlung an sich sehr vielversprechend. Elisabeth ist auf der Suche nach ihrer Identität. Daneben gibt es alltägliche Probleme zu lösen und dann ist da noch der Konflikt, den ganz Würzburg mit dem Bischof austrägt. Hier fällt auf, dass es keine unerträglichen Längen gibt, die Langeweile aufkommen lassen. Dies ist zwar grundsätzlich positiv, doch mag es auch hauptsächlich darauf beruhen, dass das Hörbuch gekürzt ist (das Buch hat gute 400 Seiten; bei einer Hörbuchlänge von knappen 7 Stunden bedeutet dies, dass geschätzt die Hälfte gekürzt wurde). Zwar fällt das nicht unbedingt negativ auf, wenn man das Original nicht kennt, doch lässt es den Hörer doch mit dem Gefühl zurück, dass man etwas verpasst hat. Insbesondere am Schluss wirkte das Buch auf mich etwas abrupt.
Was die Lesung durch Doris Wolters angeht leistet diese als Sprecherin gute Arbeit ohne dabei besonders Herausragend zu sein oder negativ aufzufallen. Eine durchschnittliche Sprecherin mit angenehmer Stimme, der ich gern von Anfang an gelauscht habe.
Fazit: Ein gutes Hörbuch mit packender Geschichte und lebhaften Beschreibungen/Figuren, wobei ich hier die Ausnahme gemacht habe eine gekürzte Fassung zu hören; dies jedoch nur als dem Grund, da ich das Buch in der Bibliothek erwischt habe. Sonst hätte ich zweifellos auf das Papierbuch zurückgegriffen und würde dies auch jedem empfehlen, der gekürzten Büchern agrundsätzlich bgeneigt ist. Wie ich Ulrike Schweikert kenne, ist das ungekürzte Buch jede Seite wert. Den zweiten Band werde ich mir aller Wahrscheinlichkeit nach ungekürzt zu Gemüte führen.