Gut, wie alles von Frau Klönne. Judith Krieger ist nervlich noch mehr am Ende als sonst, kriegt aber doch noch die Kurve und erfährt etwas über ihren Vater. Manni versucht wie üblich abgeklärt zu wirken, bleibt aber zwischen alten Schuldgefühlen, neuen Veranwortlichkeiten und tief sitzenden Abneigungen alles andere als cool. Und meine neue Lieblingsforensikerin hat einen unverändert schlimmen Klamottengeschmack und glaubt auch weiterhin an Geister.
Das übergeordnete Thema ist diesmal "Väter". Tote Väter, geflüchtete Väter, grausame Väter, sich verleugnende Väter, Väter in spe. Und natürlich kein Vater-Handeln ohne Auswirkungen auf das Kind. Und das alles präsentiert sich Köln und kocht hoch durch eine seltsame Mordserie an Priestern verbunden mit der Tragödie eines Gothik-Mädchens. Hochspannend, wie immer etwas sozialkritisch, und gut recherchiert - inclusive Quellenverzeichnis am Ende des Buchs. Sehr zu empfehlen wie auch die ersten drei Bände, und leider viel zu schnell durchgelesen.