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Verzeihen Sie, ist das hier schon die Endstation?

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German

320 pages, Paperback

First published January 1, 2005

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Erika Pluhar

45 books4 followers

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Community Reviews

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Displaying 1 - 3 of 3 reviews
Profile Image for Maren.
274 reviews5 followers
January 2, 2024
Zwei Menschen, die sich in einem klugen, einfühlsamen Dialog annähern, großartig umgesetzt!
Die Themen sind Enttäuschungen, zerstörte Träume, Verluste und trotzdem ist der Text Balsam für die Seele.

Die Sekretärin eines Prager Theaters und ein ehemaliger Dramaturg des Wiener Burgtheaters begegnen sich in der Straßenbahn und verbringen den Nachmittag und die Nacht im tiefsinnigen Gespräch in einem Ausflugslokal in Grinzing.
Beide haben viele seelische Verletzungen erfahren, poetisch schildert Erika Pluhar, wie sie sich einander nach und nach öffnen und vertrauen.
Profile Image for Fiona D.
17 reviews
February 15, 2023
Wundervoll. Ein neues Lieblingsbuch. Die beiden Hauptpersonen sind liebevoll gezeichnet, trotz, oder wie ich finde, wegen ihrer Schwächen. Man sieht, dass kein Leben ohne Brüche verläuft und genießt den Abend mit Rudolf Smelik und Nelly Tomasova. Ich habe mit ihnen geweint und gelacht und gehofft, dass in der Morgendämmerung die zarten Bande nicht zerreißen.
Profile Image for Muzzo.
31 reviews
March 30, 2026
Manche Bücher liest man. Andere begleiten einen. Dieses gehört eindeutig zur zweiten Kategorie.

Verzeihen Sie, ist das hier schon die Endstation? erzählt nicht in großen Bögen, sondern in leisen Gesprächen. Nelly und Smelik sitzen einander gegenüber und entfalten ihre Geschichten vorsichtig, tastend, ohne Dramatik. Es geht um verpasste Chancen, Liebe im Rückblick, Krankheit, Zweifel und das Älterwerden. Das sind Themen, die leicht pathetisch wirken könnten. Doch Erika Pluhar findet dafür eine Sprache, die vollkommen ohne Pathos auskommt.

Die Wirkung entsteht durch Zurückhaltung. Gefühle werden nicht ausgeschmückt, sondern angedeutet. Erinnerungen stehen nebeneinander, wie Gedanken, die im Gespräch auftauchen und wieder verschwinden. Gerade diese Ruhe macht das Buch so berührend. Es fühlt sich an, als würde man zwei Menschen zuhören, die nichts mehr beweisen müssen und deshalb ehrlich sprechen können.

Besonders bewegt hat mich, wie sich zwischen Nelly und Smelik ein stilles Vertrauen entwickelt. Nachdem Nelly den Großteil ihres Lebens offengelegt hat, beginnt auch Smelik vorsichtig von seinem Herzen und von Marlene zu erzählen. Diese späte Offenheit wirkt nicht dramatisch, sondern zart wie ein behutsames Nachreichen von Wahrheit.

Das Buch liest sich wie ein stiller Begleiter. Es drängt sich nicht auf, sondern ist einfach da, wenn man es aufschlägt. Und vielleicht liegt genau darin seine besondere Kraft: Es erinnert daran, dass Lebensgeschichten nicht laut sein müssen, um Bedeutung zu haben.

Ein leises, tröstliches Buch, das jedes Mal aufs Neue ergreift.
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