Sehr ungewöhnliches Portrait einer sehr ungewöhnlichen Stadt. Der Autorin gelingt es, literarische Wege einzuschlagen, die genauso verworren, disparat, wundersam und bittersüß sind wie das Geflecht der Straßen und Plätze, zwischen denen sich das Leben dieser Stadterzählung ereignet, die nicht zuletzt auch eine "Stadtmenschenerzählung" ist. Dass an manchen Stellen der Wille zum Poetischen und rätselhaft Offenen etwas zu transparent wird, fällt einer literaturkritischen Leserin vielleicht ins Auge, aber für das literarische Erleben im Gesamten nur marginal ins Gewicht.