Die Schneiderin Jolie plant den achtzigsten Geburtstag ihrer Elter, alle Kinder sollen noch einmal zusammenkommen. Nur ihr Bruder Franz fehlt - als Siebzehnjähriger kam er von einem Badeausflug nicht zurück. Und plötzlich kommen Jolie Was, wenn Franz gar nicht ertrunken ist? Vielleicht lebt er noch? Sie macht sich auf die Suche nach ihm, trennt ihr sorgsam zugenähtes Leben auf und findet viel Verborgenes. Wie "Aufräumen" begeistert diese Geschichte mit einer Leichtfüssigkeit und einem Blick für das Besondere.
Hatte mehr davon erwartet. Hauptperson ist eine Schneiderin, zwischen 40-50, die viel über ihr Leben nachdenkt. Ihr damals 17jähriger Bruder kam eines Tages nach dem Baden im See nicht mehr nach Hause und wurde für tot erklärt. Sein Verschwinden warf die ganze Familie aus der Bahn. Nun, 35 Jahre später denkt sie darüber nach, wie sich wohl ihr Leben entwickelt hätte, wenn das nicht passiert wäre. Gleichzeitig plant sie ein Fest zum 80sten Geburtstag ihrer Eltern, die sich langsam aus der realen Welt entfernen (die Mutter lebt in einem Heim und der Vater ist nicht mehr so selbständig). Kann das geplante Familientreffen doch stattfinden?
Das Buch ist gut geschrieben, hat mich aber emotional nicht sonderlich berührt, da alle Personen auf mich irgendwie lethargisch wirken. Vielleicht bin ich dafür noch zu jung...
Hab wirklich mehr davon erwartet, da Angelikas andere Buch "Ich komme mit" ein der besten Bücher ist, die ich je gelesen habe. "Die geheimen Leben der Schneiderin" ist so geheim, dass ich beim Mittelpunkt des Buches noch gar keine Ahnung habe, was das Hauptthema oder der Plot ist. Es gibt viele weltliche Aktivitäten und kaum emotionales Wachstum oder Charakterentwicklung. Ich konnte nicht fertig lesen.