Nach dem Tod seines Onkels kehrt Tom Meissner in das kleine Dorf in Nordfriesland zurück, in dem er selbst einige Jahre seiner Kindheit verbracht hatte. Als er erfährt, dass sein Onkel ein Mörder gewesen sein soll, will er herausfinden, was wirklich geschehen ist. Dabei stößt er nicht nur auf den Widerstand sondern auch auf die dunkle Vergangenheit einiger Dorfbewohner …
Sandra Dünschede (born 1972 in North Frisia) is a German author of crime/mystery novels. She started writing in the early 2000s and published her first novel, Deichgrab, in 2006.
Ich mag Regionalkrimis, daher mag ich auch die Bücher des Gmeiner-Verlages so gerne. Ich glaube, mit diesem Buch habe ich eine neue Reihe für mich entdeckt, obwohl ich eigentlich noch so viele andere zu beenden habe... :)
Es geht um Tom Meissner, der nach dem Tod seines Onkels nach Nordfriesland zurückkehrt, um den Nachlass zu regeln. Als Kind hat er einige Jahre bei seinem Onkel gelebt, aber erst jetzt erfährt er, dass sein Onkel ein Mörder gewesen sein soll.
Da er daran große Zweifel hegt und die ganze Geschichte sowieso etwas seltsam erscheint, denn es gab nie eine Leiche, möchte er den Dingen auf den Grund gehen. Damit macht er sich im Dorf keine Freunde, denn scheinbar halten wirklich alle seinen Onkel für den Täter - bis auf eine Ausnahme.
Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, mit Tom in der Vergangenheit seines Onkels und der Dorfgemeinschaft nachzuforschen. Es war alles sehr rätselhaft und geheimnisvoll, und lange war (mir) nicht klar, wie alles zusammenhängt. Stück für Stück wird immer mehr aufgedeckt, bis sich zum Ende hin dann alles löst. Für mich war die Geschichte schlüssig und stimmig und sehr spannend, ganz ohne Action und Drama.
Gleich am Anfang: Ich fand es okay. Es war ein Buch mit einer stabilen Story und zum Ende hin wollte ich es auch gar nicht weglegen. (Obwohl sich die Spannung die ganze Zeit in Grenzen hielt.) Ich muss aber sagen, dass es ein-zwei Aber gibt. (Wortwiederholung.. na super)
Nachdem ich das Buch beendet hatte, war ich ziemlich ernüchtert. Die Auflösung des "Falles" war (meiner Meinung nach) semi spannend und anders als erwartet, aber nicht gut gelöst. Das ganze Buch baut die Story sehr langsam auf und hat zwischendurch auch viele Leerläufe (z.B. durch zahlreiche Lebensmitteleinkäufe) und dafür kam das "spektakuläre" Ende zu schnell und zu schlicht, meiner Meinung nach.
Die Charaktere waren mir leider auch nicht allzu sympathisch. Das war höchstwahrscheinlich von der Autorin auch so gewollt, damit man auf der Seite des Protagonisten steht. Aber besonders mit dem Hauptcharakter wurde ich nicht warm. Er trägt viele Fehler in sich. Das ist völlig in Ordnung. Jeder hat Fehler, niemand ist perfekt und das macht ihn auch menschlich, aber ich finde es schade, dass er die Fehler zwar selbst bei sich bemerkt, aber sich nicht ändern möchte. Auch dies wäre okay, wenn er kein Interesse darin hätte diese Dinge zu verändern, aber er will sich immer verbessern und macht es dann doch nicht. Und das nervt mich unheimlich.