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Nicht totzukriegen

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Unusual book

256 pages, Paperback

First published January 1, 2011

8 people want to read

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Claus Vaske

10 books

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Community Reviews

5 stars
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4 stars
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2 stars
14 (26%)
1 star
6 (11%)
Displaying 1 - 3 of 3 reviews
Profile Image for Tinka.
306 reviews50 followers
March 1, 2014
„Bei Attentaten und Mordanschlägen fragen sie bitte ihren Arzt oder Apotheker“

Spoilers.

Dieses Buch entspricht eigentlich so gar nicht meinem üblichen Geschmack. Meine Mutter hat es bekommen und geliebt, sie fand es unglaublich lustig und meinte ich müsse es unbedingt mal lesen. Gesagt, getan. So nett es auch gemeint war, eigentlich sollten bei mir inzwischen die Alarmglocken läuten wenn meine Mutter etwas „besonders witzig“ findet, unser Humor ist im überwiegenden so unterschiedlich wie Feuer und Wasser.

Trotzdem, manchmal haben wir Glück und erwischen tatsächlich mal etwas das wir beide gleich mögen. Leider nicht in diesem Fall.

Schreibstil. Ich-Perspektive und im Präsenz. Eine Kombination die mich im überwiegenden immer etwas skeptisch macht. Ich bin der Ansicht, dass nur sehr wenige Autoren eine Story tatsächlich gut im Präsenz schreiben können und in diesem Falle war es…irgendwie okay. Der Schreibstil war jetzt nicht schlecht und für eine ‚schnelle einfache Komödie‘ ganz angenehm, trotzdem war mir der Erzählfluss teilweise einfach zu holprig und die Handlung ist nur so hin und her gesprungen.

Nach etwa fünfzig Seiten meinte ich nur zu meiner Mutter, „Selbst wenn ich den Namen des Autors nicht gelesen hätte, könnte ich dir sagen, dass dieses Buch 100 % von einem Mann geschrieben wurde.“

Ich sage damit nicht dass Männer nicht aus der weiblichen Perspektive schreiben können, im Gegenteil ich hab schon einige Bücher in diesem Stil gelesen, ein paar davon sind sogar Favoriten von mir, aber in diesem Falle wimmelte es nur so von Klischees. Sie mag Schuhe, sie hat einen wöchentlichen Shopping-Tag, sie trinkt am liebsten Prosecco, sie will abnehmen und wenn sie sich mit ihrer besten Freundin trifft reden beide natürlich nur über Männer. Oh, und beide Freundinnen geben sich Spitznamen wie zB ‚Schatz‘ und verabschieden sich natürlich mit einem Küsschen. Okay, es mag Frauen geben die tatsächlich diesem Klischee entsprechen und vielleicht interpretier ich hier einfach zu viel rein, aber all diese Tatsachen sind ungefähr genauso zu treffend wie Männer mögen alle Bier und Fußball. Der Punkt ist, ich mag Klischees sofern sie parodiert werden, aber immer wenn ich so ein Buch lese, in dem es nur von typischen Geschlechter-Klischees wimmelt frage ich mich ernsthaft ob gerade heutzutage Leute wirklich noch so denken.

Der Humor ist, sagen wir mal er ist da. Das Buch hat so seine amüsanten Momente, aber mehr als zum schmunzeln hat es mich einfach nicht gebracht. Ich glaube das beabsichtigte Ziel war eine schwarze Komödie, was für mich leider nicht so funktioniert hat. Schwarzer Humor ist super, aber auch im Wesentlichen etwas „tricky“. Eine gute schwarze Komödie ist entweder so böse, das man nicht mehr anders kann als zu lachen oder in vielen Fällen so absurd und over the top, dass einfach bloße Szenarien schon mitreißen. In diesem Buch hatte ich den Eindruck, mehr gewollt als gekonnt. Es ist absurd und oft over the top der Humor ist aber dennoch zu zurückhaltend um wirklich „dunkel“ oder „böse“ zu wirken.

Story. Die Idee finde ich um ehrlich zu sein klasse. Mann betrügt Frau, Frau findet es heraus, Frau will Mann kalt mache, Mann kann auf magische Weise nicht sterben und steht immer wieder auf.

Hört sich doch lustig an oder? Ja, also am Anfang war es das auch, aber ungefähr ab der Mitte des Buches wurde die Handlung immer schleppender und langweiliger. Die Affäre von „Göttergatte“ Tom war nicht interessant, der Nebenplot mit Hauptcharakter Nicoles Freundin und ihrem geheimnisvollen Liebhaber (man wusste quasi sofort wer es war) war einfach nur da und hat Seiten gefüllt und Nicoles Affäre mit dem etwas jüngeren Björn plätscherte so vor sich hin. Im Grunde hat mir mehr Mord und Totschlag gefehlt. Klar, Nicole bringt Tom ein paar Mal um, sei es mit der Pistole (wieso hat das niemand gehört?), Tabletten oder einem Autounfall, aber der gewisse Galgenhumor zündet einfach nicht. Meine Mutter hat von absurden, kreativen Tötungsmethoden gesprochen, die blieben allerdings aus. Sogar das Anheuern eines Killers konnte nichts mehr reißen.

Dennoch, bis zu diesem Punkt hat mich die Story nicht sonderlich gestört und dann kam das Ende. Erst mal passiert auf einmal alles Knall auf Fall, so als wollte der Autor das Buch jetzt bloß schnell beenden und zweitens die Lösungen oder eher Nicht-Lösungen sind frustrierend. Man erfährt nicht wieso Tom immer wieder überlebt. Es wird nicht erklärt, kein mystisches Phänomen, keine neun Leben einer Katze, keine Jesus-Verschwörung (oder was für komische Dinge es auch immer hätten erklären können) nada, nichts. Hätte Nicoles Freundin Maryam die Leiche von Tom zB nicht selbst gesehen, hätte man es immerhin noch so interpretieren können das Nicole eine Art psychischen breakdown hatte und sich die Morde nur eingebildet hat, aber die Möglichkeit scheidet aus. Ich weiß nicht ob es als clever gedacht war das Ende offen zu lassen um Fantasie anzuregen oder ob es schlichtweg Faulheit war, wie auch immer mich hat es frustriert. Der andere Punkt der mich fast zur Weißglut getrieben hat, ist das Nicole Tom einfach so zurückgenommen hat. Er hat sie Gott weiß wie lange belogen und sie wollte ihn wie eine besessene aus dem Weg räumen und dann ein Urlaub in Italien und ein Anruf von der Geliebten das es vorbei ist (plus ein weiterer Mord an ihm, diesmal unabsichtlich) und schon ist alles wieder in Ordnung. Nicole hat zwar kurz erwähnt das beide viel diskutiert haben aber ein wirkliches Gespräch wäre mal nett gewesen um diesen Sinneswandel nachvollziehen zu können (show not tell).

Charaktere. Ich bin der festen Überzeugung Nicole ist eine Soziopathin. Diese Mordlust war einfach…ziemlich seltsam. Ich kann mich nur wiederholen, aber wäre Nicole vollkommen abgedreht gewesen oder wirklich als Soziopathin dargestellt worden, wäre alles witziger und verständlicher gewesen, sie war aber völlig normal, abgesehen davon das sie ihren Ehemann um die Ecke bringen wollte. Dann ist der Punkt, dass sie teilweise einfach nur kindisch war. Sie hat ihn nicht einmal wirklich konfrontiert und quasi alles gemacht was ihre Freundin ihr gesagt hat ohne groß drüber nachzudenken (die Freundin hatte übrigens auch Tendenzen einer Soziopathin), sie wirkte eher naiv und dumm und mehr wie ein Teenager als wie eine erwachsene Frau. Die anderen Charaktere wirkten relativ blass und klischeehaft, waren aber unterhaltsam und okay. Mir hat ein Bezug zu den Charakteren einfach gefehlt.

Beziehungen: : Leider erfährt man nie wieso sich Tom auf die Affäre eingelassen hat und was genau in der Ehe der beiden schief gelaufen ist. Es war also sehr schwer irgendwas dabei zu fühlen. Und ja, sogar Comedy sollte im Stande sein so etwas zu erreichen. Nicole und Maryam waren so die typischen Sex and the City girlfriends, shoppen, in einem Café Prosecco schlürfen und über Männer, Sex und Schuhe reden. In dem Falle war Maryam so ziemlich unsere Samantha und Nicole eine Art Mix aus Charlotte und Carrie. Nicoles Beziehung zu Björn fing eigentlich ganz niedlich an, hat aber schnell ihren Reiz verloren, weil einfach der Funke gefehlt hat. Ich bin schon froh dass sie nicht mit ihm durchgebrannt ist.

Fazit: Nettes, teilweise amüsantes Buch aber nichts für mich. Vielleicht interpretier ich einfach zu viel um mich richtig drauf einlassen zu können.

Empfehlung: Wenn man leichte Kost sucht und die Art von Humor mag könnte es einem gefallen.
Profile Image for Moments_with_Nessa .
219 reviews
February 17, 2021
Das Buch ist super leicht und angenehm zu lesen und ja bis ca. Seite 200 war ich super unterhalten und musste sehr oft schmunzeln was diese Idee, den Ehemann wegen Untreue zu töten, für Schwierigkeitenl mit sich bringt.
Nicole findet ausgerechnet am Hochzeitstag heraus, das ihr Mann sie betrügt. Darauf hin will sie sich ihm vom Hals schaffen. Nicht etwa durch eine Trennung, nein es soll möglichst endgültig sein und was bietet sich da besser an als ein Mordeversuch.
Allerdings blieb es beim Versuch, da ihr Mann am nächsten Tag frisch und fidel aus dem Bad kommt als ob nie etwas war.
Auch alle weiteren Versuche ihn im die Ecke zu bringen, scheitern daran, das er morgens, wie als ob nix gewesen wäre da steht.
Soweit so gut auch als Nicole durch Affäre und ihr Leben mit neuer Motivation anzugehen, sich selbst verbessert und verändert und dies den eigentlich unerwünschten Erfolg hat, das der Ehemann plötzlich wieder Interesse hat, fand ich nett und hätte für mich ein schönes Ende gegeben, auch ohne das ich im Endeffekt verstehe wie der gute Mann dies alles überleben konnte.
Aber ab der Verhaftung war ich verwirrt, genervt und es hat mir das ganze Buch ruiniert, wobei es mich so gut unterhalten hatte 😒 Ein für mich unverständliches Ende, was mir dann nur noch zwei Sterne entlockt 🤷🏼‍♀️
This entire review has been hidden because of spoilers.
138 reviews
August 31, 2019
Mit absurd kann ich umgehen. Mit unrealistisch auch. Aber dieses Buch... Furchtbar!
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