Ferienorte sind flüchtige Heimat. Oft verbinden sie sich mit dem Wunsch für immer bleiben zu können. Und doch reisen wir ab. In der Regel. Die Reporterin und Romanautorin Angelika Overath hat sich, zusammen mit ihrem Mann und dem jüngsten Sohn aufgemacht, aus einem Traum Realität werden zu lassen. Die Familie ist nach Sent ins Unterengadin gezogen. Ihr Buch erzählt, wie sich Wahrnehmungen und Lebensweise ändern, wenn das Feriendorf in den Bergen zum festen Wohnort wird.
Da ich ungefähr zwälf Jahre lang jede Skiferien in Scuol verbracht habe (zwischen 1984 und 1997), weckte dieses Senter Tagebuch wahre Heimatgefühle in mir, kenne ich doch viele Strassen, Hänge, Kirchen, Brunnen und Häuser, die hier beschrieben werden. Besonders interessant war es jedoch mehr über den echten Alltag dieser Berggemeinde zu lesen und zu erfahren mit wieviel Wärme und Wohlwollen Neukömmlinge die Familie Overath in die Unterengadiner Gemeinschaft aufgenommen wurde.