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Montalban-Saga #2

Die Comtessa

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Der mächtige Graf von Toulouse will die Erbin Ermengarda zur Ehe zwingen und so das reiche Narbonne in seine Gewalt bringen. Doch die blutjunge Waise widersetzt sich ihm und dem Ehrgeiz ihrer Stiefmutter. Fest entschlossen, ihre Freiheit und die der Grafschaft zu verteidigen, flieht sie am Tag der geplanten Hochzeit ins Unbekannte. Niemand steht ihr zur Seite – außer Arnaut und Felipe, die ihr Treue bis in den Tod geschworen haben. Die Flucht gelingt, doch ihre Verfolger lassen nicht lange auf sich warten. Trotz aller Angst und Not wächst die -Liebe zwischen Ermengarda und Arnaut, aber auch die erbitterte -Rivalität zwischen den beiden jungen Männern …
Die Comtessa von Ulf Schiewe: als eBook erhältlich!

560 pages, Hardcover

First published January 1, 2011

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About the author

Ulf Schiewe

29 books23 followers
Geboren bin ich im Weserbergland und in Münster aufgewachsen. Ich habe lange als Software-Entwickler und Marketingmanager in führenden Positionen bei internationalen Unternehmen gearbeitet und über zwanzig Jahre lang im Ausland gelebt, unter anderem in der französischen Schweiz, in Paris, Brasilien, Belgien und Schweden. Schon als Kind war ich ein begeisterter Leser von abenteuerlichen Geschichten aller Art.

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400 reviews
March 18, 2017
„Die Comtessa“ ist ein historischer Roman von Ulf Schiewe, der die Eroberung von Narbona durch die Comtessa Ermengarda erzählt. Das Buch ist 2011 im Knaur-Verlag erschienen.

Südfrankreich, Mitte des 12. Jahrhunderts: Die Zeiten in der Vizegrafschaft Narbona sind unsicher. Der mächtige Graf von Tolosa ist ein wichtige Größe in der Region und möchte durch die Heirat mit der Erbin von Narbona seinen Herrschaftsbereich erweitern. Ermengarda, entschlossen ihre Freiheit und die Grafschaft zu verteidigen, flieht am Tag der Hochzeit, unterstützt von den Rittern Arnaut de Rocafort und Felipe de Menerba, die ihr Treue bis in den Tod geschworen haben. Eine abenteuerlich Reise beginnt und auch die Verfolger der Truppe lassen nicht lange auf sich warten.

Bei diesem Roman handelt es sich um eines der früheren Werke von Ulf Schiewe. Auch diesmal war die Geschichte unterhaltend, dennoch konnte sie mich nicht so erreichen wie die Normannen-Saga.
Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen, dennoch konnte er mich nicht so packen, dass ich den unbedingten Drang zum Weiterlesen hatte. Dies liegt sicher auch an der Geschichte an sich. Diese ist spannend und interessant, dennoch wirkt sie auf mich teilweise etwas in die Länge gezogen. Ich glaube, da hätte man an einigen Stellen noch die ein oder andere kleine Szene weglassen können und dafür die Geschichte an sich zügiger vorantreiben können.
Auch bei diesem Roman hatte ich wieder ein Kopfkino vor Augen, wenn auch nicht durchgehend. Narbona, Rocafort und die anderen Orte der Flucht konnte ich mir gut vorstellen und auch die Beschreibungen der Personen waren gut.
Das Buch ist in der 3. Person geschrieben, die Perspektive wechselt aber zwischendurch immer wieder zu einzelnen Personen. Mal erfahren wir mehr von den Gedanken und Gefühlen Arnauts, mal schlüpfen wir in die Rolle der Erbin von Narbona oder auch Ermengarda.
Besonders gut hat mir das Einbringen der okzitanischen Sprache gefallen. Im Roman befinden wir uns in Südfrankreich, dennoch hat diese Sprache auch deutliche Einflüsse aus dem Spanischen. Ich musste den Klappentext nochmals lesen, um herauszufinden, in welchem Land wir uns befinden. Toulouse ist in diesem Roman Tolosa, Narbonne ist Narbona.
Die Recherche ist wieder sehr gut. Aus den wenigen überlieferten Daten hat der Autor eine durchaus überzeugende Geschichte erschaffen. Auch hier gibt es wieder eine kleinere Abweichung von der Geschichte, die mich aber nicht wirklich gestört hat und auch nicht groß ins Gewicht fällt.
Das Ende fand ich nicht so gelungen. Es war melodramatisch und für meinen Geschmack ein bisschen zu weit hergeholt. Außerdem empfand ich es als ein bisschen zu krampfhaft auf Happy End getrimmt.

Fazit: Eine interessante und spannende Geschichte, die mir gut gefallen hat, aber hier und da auch seine Schwächen hat.
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2,342 reviews1 follower
April 8, 2011
Nach dem Tode ihres Vaters und ihrer beiden Brüder ist die fünfzehnjährige Ermengarda, die Nächste in der Erbfolge der reichen Stadt Narbonne. Berge und Ebenen liegen so verteilt, dass sowohl alle wichtigen Handels- als auch Heerstraßen durch die Gegend verlaufen, ein strategisch wichtiger Punkt. Schon lange hat der Graf von Toulouse es auf Narbonne abgesehen und residiert bereits seit einigen Jahren in der Stadt. Da seine Truppen innerhalb der Mauern für Sicherheit sorgen, hat er diese quasi besetzt. Mittels eines vom Erzbischof von Narbonne, Arnaud de Levenson, ausgeklügelten Ehevertrags versucht Graf Alfons Jordan Narbonne auf legalem Weg, unblutig an sich zu reißen. Er hat die Rechnung aber nicht mit der jungen Braut gemacht, die sich weigert das Erbe ihres Vaters zu verraten. Mit Hilfe von Anaut de Montalban, Severin (seinem Schildknappen) und Felipe de Menerba gelingt ihr eine Flucht aus dem Palast noch am Tage ihrer Hochzeit und die Jugendlichen machen sich auf den gefahrvollen Weg zu Ermengards Cousins Ramon Berenguer IV., Graf von Barcelona, von dem sie sich Hilfe versprechen. Diese Reise verändert ihrer aller Leben, denn nicht nur lauern Wegelagerer auf ihrem Weg und Verfolger des Grafen versuchen sie zu finden, auch die Liebe schürzt den Zwist zwischen den Reisenden und führen zu Rivalitäten unter den Begleitern Ermengards.

Dieses Buch erzählt wie sich eine halbwüchsige Rebellin, auf unerhörte Weise mit jungen Kerlen im Geleit über die Berge schlägt und eine Handvoll beherzter junger Leute die hochfliegenden Pläne der Großen durchkreuzt. Was als leidenschaftliche Auflehnung einer Jugendlichen und Flucht vor der ungewollten Ehe beginnt, wird zu einem Ringen und einem tödlichen Kampf zwischen ihr und einem gedungenen Mörder. Dabei erhält die Geschichte teilweise durchaus märchenhafte Züge, die an Aschenputtel oder Schneewittchen erinnern.
Dieser Roman basiert auf der wahren Geschichte der historischen verbürgten Ermengard de Narbonne (1143-1192). Urkunden und historische Fakten bilden dabei das historisch korrekte Grundgerüst des Romans, die Lücken jedoch werden auf eine Weise geschlossen, die spannend, unterhaltsam und dennoch plausibel ist und die Fakten zu einem großen Ganzen verbindet. Anders als bei vielen weiblichen Autoren leider üblich, ist dieser Roman ein solider, spannender Abenteuerroman, in dem die Liebesgeschichte nur eine untergeordnete Rolle spielt und die historische Rahmenhandlung den Ton angibt. Es geht um die historischen und politischen Entwicklungen in diesem Konflikt, wer warum wie handelt, was besonders im ersten Teil des Buches den Einstieg in die Geschichte etwas anstrengend gestaltet. Die Figuren sind nicht schwarz oder weiß, jede hat ihre Ecken und Kanten, obwohl ich mit La Bela und einigen ihrer Reaktionen meine Probleme hatte.
Für Leser des Der Bastard von Tolosa gibt es ein Wiedersehen mit den Protagonisten, das aber dennoch sehr gut in die Geschichte passt und Lesern, die nur dieses Buch kennen nicht allzu sehr auffallen wird. Man lernt halt Arnauts Familie kennen und das ist wichtig, denn sie helfen den Jugendlichen bei ihrer Aufgabe , dass diese Familie die Protagonisten des ersten Romans des Autors sind, ist für die einen ein schönes Wiedersehen, für die anderen nichts, was ihnen auffallen dürfte.
Dieser Geschichte ist neben dem klassischen Abenteuerroman auch Entwicklungsroman. Zu Beginn sind die Protagonisten noch Teenager, voller Ideale. Sie wollen die Welt verändern, etwas bewegen und lehnen sich gegen das geltende System auf. Alles ist für sie zunächst Abenteuer. Aber schon bald müssen sie viel dazulernen. Ermengarda, die Rebellin, wird zwar mit der Zeit selbstbewusster aber auch fatalistischer. Während sie am Anfang gegen das System kämpft und sich auflehnt, was verändern will akzeptiert sie am Ende die Dinge, die sie nicht ändern kann und macht das Beste draus. Sie lernt harte Entscheidungen zu treffen, weil sie einsieht, dass man gegen das System nicht gewinnen kann, man kann es nur für sich arbeiten lassen und versuchen, sich selber eine kleine Nische zu finden.
Arnaut verliert seinen Übermut und seine Blutunschuld. Er tötet zu ersten Mal und erkennt, das Krieg kein Spiel ist und kein Abenteuer und Felipe Felipe lernt, dass Adel nicht nur Nachteile bringt und gestürzt werden muss, man kann seine adelige Position auch nutzen, um Gutes zu tun. Adel ist nicht nur Vorrecht sondern auch Pflicht.

Fazit: Gelungener historischer Abenteuerroman, der Fakten gelungen mit Fiktion verbindet und sich hütet in Liebeskitsch zu versickern, wie es bei diesem Genre so häufig üblich ist.
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