Ich habe diese Serie bisher gerne gelesen, auch wenn die Geschichten oftmals dünn waren. Mit dem letzten Band war ich schon unzufrieden, aber dieser hier ist wirklich haarsträubend. Kein einziger Erzählstrang oder Gedanke macht Sinn oder ist begründet. Um ein Beispiel zu geben, das keinesfalls spoilert, ein Pubbesitzer, der nicht rasend glücklich ist, dass er von der Polizei befragt wird - und jede einzelne Befragung in dem Buch besteht aus ein paar wenigen, reichlich banalen Fragen (wie soll auf diese Weise ein Verbrechen aufgeklärt werden?) - gerät sofort als klar wird, dass er Nordire ist, in den Verdacht, Geschäfte mit der IRA zu machen.... Der oder die Täter*in ahnen, dass die Polizei ihnen auf den Fersen ist, obwohl es dafür eigentlich gar kein Anzeichen gibt, siehe die Anmerkung zu den polizeilichen Befragungen. Und der einzige Grund, warum der oder die Täter*in verdächtigt wird, ist, dass Helena ihn oder sie nicht besonders sympathisch findet. Ehrlich jetzt? Zwischendurch überlegt Helena, ob das Opfer als Edelprostituierte tätig war. Warum? Weil sie eine attraktive Frau war? Und so geht es pausenlos weiter.
Abschließend muss ich noch anmerken, dass die Idee mit den im Antiquariat versteckten Hinweisen auf durch Henriks Onkel aufgeklärte Verbrechen, wirklich charmant ist. Deswegen sieht man gerne nach, dass in den bisherigen Geschichten oft zwischen einem Verbrechen und dem Antiquariat ziemlich abstruse Verbindungen geknüpft wurden. Aber in diesem Band ist die Einbindung des Antiquariats einfach nur abstrus.
Es ist wirklich schade, aber das Buch ist - für mich - total daneben gegangen.