Anna Demmet findet ihren Sohn bewusstlos vor seinem Computer, auf dem Bildschirm läuft noch ein Rollenspiel und im Bild liegt der tote Spielcharakter ihres Sohnes. Im Krankenhaus kann man auch nicht viel für ihn tun, da er ins Koma gefallen ist. Vollkommen hilflos wendet sich Anna an Emily, die Tante einer Krankenschwester, die angeblich Kontakt zu den Komapatienten aufnehmen kann. Nachdem Anna heraus gefunden hat, dass Eric unter dem Einfluss der Droge "Glanz" stand, als er ins Koma gefallen ist, nimmt sie die Pillen ebenfalls. Mit Emilys Hilfe gelingt es ihr dann selbst unter Einfluss der Droge in die Traumwelt von Eric zu gelangen und dort mit ihm Kontakt aufzunehmen.
Ich bin leider ziemlich enttäuscht von dem Thriller. Die Charaktere blieben für mich eindimensional und ich hatte absolut keinen Zugang zu ihnen. Vor allem mit Anna habe ich mich ganz schwer getan und konnte die meisten ihren Handlungen überhaupt nicht nachvollziehen. Ich bin wohl auch mit anderen Erwartungen an das Buch gegangen, weil ich eigentlich gehofft hatte, dass sich Eric wirklich in dieser Computerspiel-Welt befindet. Diese entpuppte sich aber lediglich als eine Art Traumwelt, in der sich seine Seele (?) im Koma befindet und die von dem PC-Spiel inspiriert war. In dieser Welt trifft Anna dann auf alle möglichen Gestalten aus der Mythologie und dringt immer tiefer in eine vollkommen absurde Welt, die sich schließlich auch mit ihrer Realität vermischt. Für mich war das alles doch zu viel des Guten. Ich habe irgendwann keinen roten Faden mehr erkennen können, alles war mir zu wirr und die Protagonisten zu uninteressant.
Ich hatte eigentlich auf ein Ende gewartet, in dem es den berühmten "Aha-Moment" gibt und wo dann alles klar wird, aber die Erklärung für das Ganze hat mich dann doch sogar noch mehr enttäuscht.