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Mutterhirn. Was mit uns passiert, wenn wir Eltern werden: »Ein tolles Geschenk zur Geburt, für Freunde mit Kindern oder für sich selbst, egal, ob die ... ... sind.« Claudia Schaumann

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EIN KIND ÄNDERT ALLES – aber was eigentlich genau?




Ein Kind ändert alles. Viele Eltern hören diese Worte, doch was dahintersteht, darüber wird meist geschwiegen. Der ominöse Baby-Blues soll nach der Geburt rasch verklingen, und dank Mutterinstinkt wird die vergessliche Mama das Kind schon schaukeln. Doch was wissen wir tatsächlich über die Veränderungen, die unser Gehirn in der Schwangerschaft, der Geburt und der turbulenten Zeit danach erfährt?

In ihrem Buch belegt die preisgekrönte Journalistin Chelsea Conaboy, selbst zweifache Mutter, wie weit viele Verklärungen der Elternschaft an der Realität vorbeigehen. Aus einer Geburt geht nicht nur ein neuer Mensch hervor, sondern mindestens zwei. Eltern durchlaufen eine Entwicklungsphase, die Neurobiologen mit der Pubertät vergleichen.

Anhand aktueller Studien und Gesprächen mit renommierten Wissenschaftlern liefert die Autorin uns einen Einblick in ein faszinierendes Forschungsfeld, das selbst noch in den Kinderschuhen steckt. Was ist es, das Eltern so sonderbar wie besonders macht? Und was fangen wir als Erziehende jetzt damit an? Ein Buch für alle, die auf der Suche nach der Wahrheit hinter dem Mythos Elternschaft sind.

465 pages, Kindle Edition

Published April 25, 2023

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About the author

Chelsea Conaboy

10 books19 followers

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Displaying 1 - 14 of 14 reviews
Profile Image for Kathrin .
184 reviews33 followers
June 2, 2023
Ich interessiere mich schon sehr lange für das menschliche Gehirn und Neurowissenschaften.
Zudem interessiert es mich, wie sich eine Frau im Laufe der Schwangerschaft verändert, nicht nur körperlich, sondern auch mental.

Ich, als Nicht-Mutter, habe keine solche Veränderung erlebt, umso gespannter war ich, zu erfahren, wie sich das Gehirn verändert.

Die Autorin ist selbst Mutter und hat neben den wissenschaftlichen Aspekten ihre eigenen Erfahrungen mit einfließen lassen, was das Ganze nahbarer und weniger abstrakt hat wirken lassen.
Sehr gut fand ich, dass sie von vornherein darauf eingeht, dass sich Veränderungen nicht nur in Gehirnen von leiblichen Müttern abspielen, sondern auch von Vätern, gleichgeschlechtlichen Eltern, Adoptiveltern und anderen Bezugspersonen.

Hier wird einem sehr viel Wissenschaft dargelegt und kein Ratgeber für Eltern oder werdende Eltern. Es geht hauptsächlich um Forschung, die bisher zum größtenteils an Ratten durchgeführt wurden. Wer sich wenig für wissenschaftliche Texte und komplizierte Fachbegriffe und Zusammenhänge interessiert, dem wird dieses Werk wohl wenig mitgeben.
Ich habe viel gelernt und fand dieses Werk sehr lesenswert. Ich bin gespannt, ob es in Zukunft weitere wissenschaftliche Erkenntnisse über Eltern geben wird.
Ich kann mir gut vorstellen, dass Personen, die bereits Eltern sind, aus diesem Werk andere Erkenntnisse ziehen können als ich.
Ganz klare Leseempfehlung.
Profile Image for missdaisyreads.
74 reviews23 followers
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June 30, 2023
Es gibt keinen Schalter, der umgelegt wird, wenn wir Mutter werden.

Das Cover ist schlicht und ästhetisch. Und auch der Titel hatte sofort meien Aufmerksamkeit. Bereits der erste Abschnitt hat mich dann überzeugt. "Die Fürsorge für ein Neugeborenes ist keine angeborene Fähigkeit. Es gibt keinen Schalter, der umgelegt wird, wenn wir schwanger werden oder unser Baby zur Welt kommt." Oft wird ja genau diese Tatsache werdenden Müttern als wahr präsentiert.
Für mich war das Buch interessant, da ich feministische Sachbücher liebe und schon viele wichtige Impule erhalten habe. So auch in "Mutterhirn". Es gibt keinen Schalter, der umgelegt wird, wenn wir schwanger werden. Das macht dir Autorin in ihrem Buch sehr gut klar. Egal, ob wir Mütter sind oder nicht, es wollen, oder nicht. Dieses Buch lässt Gefühle zu, die von der Gesellschaft nicht unbedingt gewünscht sind und das tut gut. Aktuelle Studien und Gespräche mit Wissenschaftler:innen unterfütten viele Argumente und auch wenn es teils etwas komplexer ist, kann jede:r aus diesem Buch etwas mitnehmen.
Klare Empfehlung für alle ;)

Profile Image for Azyria Sun.
637 reviews4 followers
April 25, 2023
Wissenschaftlich und spannend

Worum geht’s?
Die Schwangerschaft und Erziehung eines Kindes können das Leben komplett verändern. Wie dies auch neurowissenschaftlich belegt ist und wie sich die Rolle der Mutter in der Gesellschaft mit den Jahrzehnten und Jahrhunderten wandelt, erfahren wir in diesem Buch.

Meine Meinung:
„Mutterhirn“ von Chelsea Conaboy ist ein wirklich interessantes und erhellendes Sachbuch. Bei der Autorin handelt es sich um eine preisgekrönte Wissenschaftsjournalistin mit dem Schwerpunktbereich Gesundheit und Mutter von zwei Kindern. Zunächst möchte ich erwähnen, dass das Buch durchaus einen hohen wissenschaftlichen Anteil hat, gut belegt mit Quellen. Aber für mich waren die Ausführungen alle so erklärt, dass ich dem gut folgen konnte, ebenso die medizinischen Begrifflichkeiten. Aufgelockert hat die Autorin das Ganze mit eigenen Erlebnissen und Gesprächen mit anderen Müttern und WissenschaftlerInnen, sodass ich das Buch wirklich interessant und gut zu lesen fand.

Anfangs erfahren wir einiges über die Rolle der Frau im Wandel der Jahrhunderte, bevor Conaboy dann explizit auf die Frau als Mutter eingeht und wie Elternsein Mütter und Väter verändert. Ich fand es unglaublich spannend, wie viel sich tatsächlich verändert – nicht nur während der Schwangerschaft, sondern wie solch ein schönes Ereignis das gesamte Leben und den gesamten menschlichen Organismus beeinflusst. Gut fand ich auch die Erfahrungsberichte, die die Autorin einfließen lässt. Hier habe ich viele Fragen beantwortet bekommen und einige Aha-Momente erlebt. Und ich habe gemerkt: Meine Fragen, die ich habe, sind nicht außergewöhnlich oder „peinlich“, sondern anderen geht es genauso!

Was man allerdings dazu sagen muss ist, dass das Buch sich hauptsächlich auf die USA beziehen, welche nur teilweise mit z.B. Deutschland verglichen werden können. Die Voraussetzungen einer Mutter sind hier doch anders – angefangen davon, dass es dort keine wirkliche bezahlte Elternzeit gibt und auch Mutterschutz und Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft vernachlässigt werden, was bei uns zum Glück nicht der Fall ist. Dennoch kann man bei einem Großteil der Forschungsergebnisse sicherlich Parallelen ziehen. Krass fand ich auch, dass gerade diese interessanten Phänomene, die sich im Körper von Eltern abspielen, in der Forschung so wenig Berücksichtigung finden. Für mich war dieses Buch eine wirklich interessante und erhellende Lektüre die mir Lust gemacht hat, mich tiefer in diese Forschung hineinzulesen – vielleicht anhand der in der sehr guten Quellenangabe genannten Forschungsberichte. Und ein Buch das mich hoffen lässt, dass hier in Zukunft noch viel mehr Forschung betrieben werden wird und noch tiefere Erkenntnisse erzielt werden. Eine ganz klare Leseempfehlung an alle, die es auch mal etwas wissenschaftlicher mögen und Eltern werden möchten, werden oder sind!

Fazit:
Chelsea Conaboys Sachbuch „Mutterhirn“ führt uns wissenschaftlich und anhand von Erfahrungsberichten in das Mysterium ein, das mit dem Elternwerden und Elternsein einhergeht. Obwohl viele wissenschaftliche Teile dabei sind und viele medizinische Begriffe, konnte ich dennoch der Lektüre gut folgen, hatte einige Aha-Momente und habe gemerkt, dass andere dieselben Fragen haben, wie ich. Dieselben Ängste. Dieselben Erwartungen. Und auch wenn das Buch sich vorwiegend auf die USA bezieht, kann man doch einige Parallelen ziehen und gerade die Auswirkungen bis hinein ins hohe Alter haben mich wirklich fasziniert und dieses Buch zu einer sehr spannenden Lektüre gemacht.

Ich werde mich sicher noch tiefer mit diesem Thema beschäftigen, dazu hat mich dieses Buch wirklich angeregt. Daher ganz klar 5 Sterne von mir und vielen Dank für diesen spannenden Einblick in das nun etwas weniger mystische Mysterium Mutterhirn!
115 reviews
May 27, 2023
Ich finde dieses Buch sollte tatsächlich Pflicht für alle werdenden Eltern sein. Beeindruckend schreibt Conaboy über den IST Zustand. Wenn man Kinder hat, kann man einige Dinge sehr gut nachvollziehen. In "Mutterhirn" beschäftigt sich die Autorin Chelsea Conaboy mit der komplexen Beziehung zwischen Müttern und ihren Kindern sowie den Herausforderungen, die sich aus dieser speziellen Beziehung ergeben.
Die Autorin geht auf die biologischen und sozialen Aspekte ein, die das Muttersein prägen und verdeutlicht, wie sich diese Aspekte auch auf das Gehirn einer Mutter auswirken können. Dabei werden unter anderem Themen wie die Hormon- und Neurotransmitterveränderungen während Schwangerschaft und Stillzeit sowie die kulturellen Erwartungen an Mütter behandelt.

Conaboy spricht auch über die psychischen und emotionalen Belastungen, die das Muttersein mit sich bringt und wie sich dies auf die geistige Gesundheit und das Wohlbefinden von Müttern auswirkt. Sie erläutert, wie gesellschaftliche Erwartungen und Rollenbilder Mütter beeinflussen können und wie sie mit Stress und Überforderung umgehen können.

Insgesamt bietet das Buch "Mutterhirn" eine tiefgründige und facettenreiche Betrachtung der Beziehung zwischen Müttern und ihren Kindern sowie der psychologischen und neurologischen Aspekte, die diese Beziehung beeinflussen. Für alle, die sich für die Themen Mutterschaft, Psychologie und Neurologie interessieren, ist dieses Buch sehr empfehlenswert.
27 reviews
June 2, 2023
Verändert sich das Gehirn von Eltern während der Schwangerschaft und wenn ja wie?
Diese Frage möchte Chelsea Conaboy, amerikanische Wissenschaftsjournalistin und selber Mutter zweier Kinder, aufgrund wissenschaftlicher Recherche vor allem der Neurowissenschaften beantworten.
„Das Mutterhirn ist nicht gleichbedeutend mit dem weiblichen Gehirn und nicht mit dem Gehirn der Gebärenden. Es ist vielmehr das Gehirn, das man sich „durch Fürsorge verdient“, wie die feministische Philosophin Sara Ruddick es beschreiben würde.“
Bereits während der Schwangerschaft finden deutlich nachweisbare Veränderungen im Gehirn statt. „Das Volumen von Hirnarealen, die bei der Fürsorge und Erziehung eine entscheidende Rolle spielen, einschließlich jener Areale, die unsere Motivation, Aufmerksamkeit und sozialen Reaktionen beeinflussen, hat sich erheblich vergrößert.“
Die Autorin räumt die Ideologie des „Mutterinstinkts“ beiseite. Die Beziehung zwischen Baby und Mutter entwickelt sich, angepasst an die Bedürfnisse des Kindes, diese „Beziehung“ entwickeln auch Väter, Adoptiveltern, gleichgeschlechtliche Paare. Die Gehirne dieser „versorgenden“ Personen verändern sich in ihrer emotionalen Aufnahmefähigkeit und Sensibilität. Unser Gehirn ist ein komplexes Gebilde, das immer in Bewegung ist und sich veränderten Umständen anpasst. So beeinflussen auch die massiven Hormonveränderungen vor und nach einer Schwangerschaft das Gehirn. Wenn Eltern auf Schreie ihres Babys reagieren, das Kindchenschema als „niedlich“ empfinden und ihre Kinder versorgen und beschützen, so wird dies durch bestimmte Hirnareale gesteuert.

Chelsea Conaboy zitiert Forscherinnen, die die Intensität der Veränderungen während einer Schwangerschaft mit denen in der Pubertät vergleichen. „Neue Elternschaft ist ein Prozess, der Zeit braucht.“
Neben aktuellen Forschungsberichten kommen zahlreiche Frauen zu Wort, die die Mutterschaft ganz unterschiedlich erlebt haben und auch die Autorin bringt ihre persönlichen Erfahrungen mit ein.
Die Idealisierung der Mutterschaft hat eine lange Tradition, sie ist jedoch kulturell und auch historisch unterschiedlich ausgeprägt und hängt oft mit der jeweiligen gesellschaftlichen Rolle der Frau zusammen.
Dieses Buch vermittelt wichtige Erkenntnisse darüber, dass Mutter- oder Elternschaft nicht (nur) biologisch determiniert ist, sondern durch Anpassungen im Gehirn aufgrund veränderter Bedingungen entsteht.
Außerdem räumt es mit dem verklärenden Mythos der Mutterschaft auf, die nicht immer positiv verläuft. So kann es auch werdenden und jungen Müttern/Eltern helfen, die Gefühlsstürme, die über sie hereinbrechen, zu verstehen.
Als „Elternratgeber“ ist das Buch eventuell zu komplex und wissenschaftlich aufgearbeitet, aber gerade die große wissenschaftliche Recherche macht es so glaubhaft.
Profile Image for Lisa_V.
752 reviews5 followers
May 3, 2023
Neuer Blick auf Elternschaft und die neurologisch damit verbundenen Auswirkungen

Nach der Lektüre von „Mutterhirn – Was mit uns passiert, wenn wir Eltern werden“ von Chelsea Conaboy, fühle ich mich definitiv informierter und gestärkter und bin deshalb auch froh dieses wunderbare Werk entdeckt zu haben. Das Buch ist nicht nur für (werdende) Eltern interessant, sondern prinzipiell für alle Erwachsenen. Allerdings dachte ich im Vorhinein nicht, wie sehr die Autorin fachlich doch in die Tiefe gehen wird. Prinzipiell kam ich selbst gut damit zurecht, ganz ohne Vorwissen in Biologie und den Neurowissenschaften stelle ich mir die Lektüre aber durchaus herausfordernd vor. Sprachlich gibt sich die Autorin zwar große Mühe verständlich zu schreiben, man merkt es dem Text aber einfach an wie tief sie selbst seit Jahren in der Materie ist und deshalb manche Begrifflichkeiten als Vorwissen einfach voraussetzt. Auch ihre inhaltlichen Gliederung könnte strukturierter sein. Es gibt im Buch neun Kapitel, alle mit mehr oder weniger kryptischen Titeln. Innerhalb der Kapitel findet sich jeweils ein durchgehender Fließtext, in welchem sich die Informationen nur so ballen. Hier etwas wiederzufinden oder nochmal nachzulesen ist leider nahezu unmöglich. Aus diesem Grund wären verständliche Kapitelüberschriften und mehrere Unterkapitel meiner Meinung nach sinnvoll gewesen!

Ansonsten bin ich aber wirklich begeistert von diesem umfassenden und wissenschaftlich fundierten Werk. Es ist wirklich beeindruckend wie viele Quellen die Autorin anführt. Dabei legt sie Wert auf detaillierte Studienbeschreibungen und gibt so ganz Nebenbei noch wertvolle Einblicke in die wissenschaftliche Forschung. Aber auch Interviews und persönliche Erlebnisberichte werten das Ganze auf. Wichtig zu wissen ist es außerdem, dass die Autorin US-Amerikanerin ist und sich deshalb oft auf die Situation in den USA bezieht. Aber auch andere Ländern, insbesondere innerhalb Europas, visiert sie in ihren Betrachtungen an. Insgesamt entsteht so ein wertvoller neuer Blick auf Elternschaft. Dieser ermutigt, endlich alte Klischees und weitverbreitete Mythen, wie der des Mutterinstinkts, loszuwerden und neue Perspektiven zuzulassen. Auch, aber nicht nur, für Frauen eine bestärkende Aussicht! Wer also Lust hat, in die Tiefen der Neurowissenschaft einzutauchen und dabei jede Menge Neues zu lernen, ist hier goldrichtig! Von mir gibt es für dieses ausführliche Sachbuch 4 Sterne und eine Empfehlung.
13 reviews
May 24, 2023
Die Journalistin Chelsea Conaboy geht in diesem Buch der Frage nach, was sich Elternschaft wirklich verändert. Dabei nimmt sie vor allem das Gehirn in den Blick, da Neurologen glauben, dass sich das Gehirn nach der Geburt ähnlich wie in der Pubertät grundlegend verändert. Das Thema ist nicht nur für (Neu-)Mütter wahnsinnig spannend, sondern gilt mindestens für alle Elternteile, ebenso aber auch für medizinisches Personal, für die Politik sowie letztlich für die Gesellschaft.
Bewusst sollte man sich sein, dass sich die Autorin logischerweise häufig auf die USA bezieht. So werden bspw. dortige politische Entscheidungen dargestellt und diskutiert. Nicht immer sind alle Beobachtungen auf Deutschland zu transferieren, müssen sie aber auch nicht, weil es häufig eben auch um den gesellschaftlichen und zwischenmenschlichen Blick auf Mutter- und Elternschaft, auf Frauen- und Männerbild geht. Gleichzeitig ist es auch sehr spannend zu lesen, wie bspw. Geburtenhilfe außerhalb von Deutschland funktioniert. Ebenso geht sie auf die sog. Schwangerschaftsdemenz, aber auch auf postpartale Depressionen ein. Inhaltlich also sehr umfassend.
Zudem sind alle Ergebnisse sehr gut recherchiert und durch zahlreiche Quellen gestützt. Studien, Interviews sowie eigene Erfahrungen werden dabei wirklich gekonnt eingebunden.
Hilfreich wäre für mich gewesen, wenn die Kapitelüberschriften eindeutiger gewesen wären. Dazu kommt, dass ich die Inhalte zum Teil etwas unsortiert empfinde. Eine stärkere Gliederung hätte hier vielleicht helfen können.
Zuletzt ist auch der Satzbau etwas gewöhnungsbedürftig, da die Sätze nicht nur lang - damit kann man leben -, sondern zuweilen auch verschachtelt anmuten.
Profile Image for rapunzel xxl.
239 reviews
May 10, 2023
Stark!

„Mutterhirn – Was mit uns passiert, wenn wir Eltern werden“ ist ein Sachbuch von Chelsea Conaboy. Das Buch umfasst 460 Seiten, um den Lesern mit wissenschaftlichen Beweisen und realen Fällen zu zeigen, dass sich das Gehirn verändert, nachdem Leute Eltern geworden sind.

Nicht jede Frau betrachtet „Mutter werden“ als ihr Lebensziel. Nach der Geburt eines Kindes verändern sich das Leben, die Gedanken und die körperliche Verfassung vieler Menschen. Aus neurowissenschaftlicher Sicht greift die Autorin auf zahlreiche wissenschaftliche Fakten und Interviewmaterialien zurück. Alles, was sich auf die Veränderung im Gehirn beziehtm wird ausführlich und detailliert geschrieben. Kinder verändern nicht nur das Leben ihrer Eltern, sondern auch ihr Gehirn. Es ist eine wissenschaftliche Tatsache, dass man allein durch die Analyse der Struktur des Gehirns feststellen kann, ob Leute Eltern geworden sind, woran ich noch nie gedacht habe.

Obwohl dieses Buch viele wissenschaftliche Fakten sowie Grundlagen zitiert und viele medizinische Begriffe verwendet, ist es in einfacher Sprache klar erklärt, sodass ich beim Lesen keine Schwierigkeiten hatte, aber es war sehr reibungslos und angenehm zu lesen. Das ist ein absolut empfehlenswertes Sachbuch, ich habe viel daraus gelernt, ich würde diesem Buch eine Fünf-Sterne-Bewertung geben.

Profile Image for Jasbr.
932 reviews13 followers
May 24, 2023
Ich lese zwar hauptsächlich Krimis, aber ab und zu muss es auch ein Sachbuch sein. Da ich selbst vor kurzem Mutter geworden bin, hat mich "Mutterhirn" von Chelsea Conaboy sehr interessiert.

Das Buch ist nach dem Vorwort in unterschiedliche Kapitel zu verschiedenen Themen eingeteilt und im Fließtext geschrieben. Es empfiehlt sich, die Reihenfolge beim Lesen einzuhalten.

Die Autorin bezieht sich inhaltlich auf viele verschiedene Studien und Quellen, gemischt mit eigenen Erlebnissen. Diese lockern das Buch etwas auf, wobei natürlich die Sachkenntnisse im Vordergrund stehen. Der Inhalt ist wissenschaftlich fundiert und mit Quellen belegt, sodass man bei Bedarf noch weiterlesen kann.

Der Schreibstil ist natürlich sehr sachlich. Dadurch liest sich das Buch etwas schwerer als beispielsweise ein Roman. Man braucht etwas Ruhe und kann nicht einfach schnell weglesen, aber das hat mich nicht gestört.

Ich fand es super interessant, dass man einige Veränderungen, die in einem selbst vorgehen, wenn man ein Kind bekommt, aus neurowissenschaftlicher Sicht erklären kann. Die ein oder andere habe ich an mir selbst erkannt.

Ich empfehle das Buch allen Eltern, denn es ist super spannend und gar nicht trocken!
Profile Image for Anne Dietrich.
203 reviews
April 22, 2023
Interessante Erkenntnisse

Das Buch hätte ich wirklich gerne früher gelesen.
Es gibt so viele Ratgeber für Eltern, aber mir ist bisher keiner untergekommen, der so in die Tiefe geht wie dieser. Die Autorin beschäftigt sich nicht damit, wie wir uns verhalten sollen oder was sich um uns herum verändert, sondern beschreibt, was in unserem Gehirn passiert, wenn wir Eltern werden und welche Bedeutung das für uns hat.

Vieles ist sehr theoretisch, aber durch ihre eigenen Erfahrungen veranschaulicht Chelsea Conaboy das, was sie meint und gibt ihrem Sachbuch gleichzeitig einen angenehmen Unterhaltungswert. Die Kombination aus Persönlichem und Sachlichem ist hier gut gelungen.

Wie sehr eine Elternschaft verändert, wissen alle Eltern, aber wie das zustande kommt, wohl nur die wenigsten. Hier wird wissenschaftlich begründet, dass das Gehirn neu verdrahtet wird. Es ist ein sehr komplexes Thema, das hier für alle Eltern zugänglich gemacht wurde.

Für mich war dies ein überraschendes und aufschlussreiches Buch mit zahlreichen interessanten Erkenntnissen.
12 reviews
May 13, 2023
Das etwas andere Buch übers Kinderkriegen
Dieses Sachbuch hat einen ungewöhnlichen Ansatz. Es handelt davon, was passiert, wenn Menschen, insbesondere Frauen, ein Kind bekommen. Dabei geht es aber nicht um praktische Tipps und Tricks für die Zeit der Schwangerschaft und die Monate danach mit dem Säugling. Vielmehr wird geschaut was die Elternschaft, insbesondere die Mutterschaft, aus dem Menschen macht. Voller Begeisterung für das Wunder ein Kind auf die Welt zu bringen betrachtet die Autorin, selbst zweifache Mutter, aus wissenschaftlicher Perspektive, was in einer Mutter vorgeht. Dabei werden unter anderem hormonelle Fragen behandelt. Aber auch die Neurobiologie und viele andere Disziplinen kommen nicht zu kurz. Spannend und kurzweilig geschrieben ist dieses Sachbuch als ein ganz eigenes neues Werk zu sehen, dass dem Feminismus dient ohne aus Frauen Männer machen zu wollen.
82 reviews
May 18, 2023
Sehr differenziert und wissensreich!

In „Mutterhirn“ beschäftigt sich Chelsea Conaboy mit Veränderungen, die mit der Elternrolle einhergehen. In neun Kapiteln werden verschiedene Disziplinen wie Verhaltens- bzw. Neurobiologie sowie soziologische und geschichtliche Aspekte aus einer wissenschaftlichen Perspektive herausgearbeitet. Die Kapitel bestehen jeweils aus einem durchgehenden Fließtext, was das Nachschlagen oder Nachlesen leider ein wenig erschweren. Die Autorin ermutigt dazu veraltete Denkstrukturen und Mythen zum Thema Mutterinstinkt abzubauen und differenzierter auf die Rolle von Eltern zu blicken.

Das Buch ist umfassend und wissenschaftlich fundiert. Besonders haben mir die beschriebenen Studien und Quellen gefallen, auf die man bei vertieftem Interesse Bezug nehmen kann. Neben den wissenschaftlichen Forschungen werden auch persönliche Erlebnisberichte angeführt, sodass sich beides ausgleicht.

Eine absolute Empfehlung, um sich neurowissenschaftlich zu vertiefen!
62 reviews
May 29, 2023
Das Buch „Mutterhirn“ von der Journalistin Chelsea Conaboy fasst die Veränderungen zusammen, die durch die Schwangerschaft bzw. Geburt eines Kindes auf die werdenden Eltern und das Umfeld zukommen. Durch das Zusammentragen von Studien und Gesprächsinhalten mit Wissenschaftler*innen geht sie in die Tiefe des biologischen Ausnahmezustandes.
Zu Beginn des Buches ist mir der Einstieg eher schwer gefallen, da es sich um einen rein fachlichen und Theorie bezogenen Beginn handelt. Im weiteren Verlauf des Buches konnte ich jedoch einen immer besseren Zugang finden und dadurch konnte ich ein besseres Verständnis für die Thematik entwickeln. Der Schreibstil ist eher wissenschaftlich gehalten, jedoch nicht schwer verständlich. Die Kapitelunterteilung fand ich ebenfalls sehr angenehm.
Ich selbst bin keine Mutter, interessiere mich „nur“ für das grundlegende Thema der Entwicklung, aber fand das Buch dennoch sehr interessant.
155 reviews
May 11, 2023
Dieses Sachbuch beschäftigt sich sehr ausführlich damit was Elternschaft mit den engsten Bezugspersonen, vorallem Müttern und Vätern, des Kindes macht, wie sich das Gehirn verändert und zieht auch immer wieder Parallelen ins Tierreich. Zahlreiche Studien untermauern die Aussagen der Autorin, am Ende fügt sich ein umfangreiches Quellenverzeichnis an.

Es ist beeindruckend wie unglaublich tief die Autorin in das Thema eingetaucht ist. Aber, vermutlich genau deshalb, finde ich das Buch für "normale" Leser zu wissenschaftlich. Es gibt spannende Absätze denen man gut folgen kann und dann bin ich wieder komplett ausgestiegen. Die Kapitel sind unglaublich lang und nahezu ohne jegliche Absätze.

Meine Bewertung mit 4 Sternen ist eine Kombination aus 5 Sternen für die Fülle der Information und 3 Sternen aus der Alltagstauglichkeit für den interessierten Leser.
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