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Wintersterben: Thriller

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In den Walliser Alpen wird eine grausam zugerichtete Leiche gefunden. Da sich der Tote als ehemaliger deutscher BKA-Beamter erweist, schaltet sich Interpol ein und schickt ihre beste Valeria Ravelli. In der eisigen Abgeschiedenheit der Berge stößt sie bei ihren Nachforschungen auf eine Mauer aus Schweigen. Ein mächtiges Areal der Wälder rund um das Dorf Steinberg ist abgeschottet und dient als privates Winterquartier für eine Gruppe schwerreicher Geschäftsleute. Gemeinsam mit einem neuen Kollegen folgt Valeria den weit verzweigten Spuren eines wahnhaften Mörders, dessen Taten zurück in die Vergangenheit reichen. Doch was sie nicht Sie selbst ist längst in sein Visier geraten. »Auf blutrünstige Details kann Martin Krüger verzichten, denn bei ihm funktioniert der Horror über das Ungewisse und die Vorstellungswelten der Lesenden.« Kulturnews , über den vorhergehenden Roman des Autors.

384 pages, Paperback

Published November 22, 2022

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About the author

Martin Krüger

38 books37 followers
Martin Krüger, Jahrgang 1986, studierte die dunkle Kunst der Juristerei in Frankfurt am Main. Heute lebt, arbeitet und schreibt er als freier Autor und Musiker in Süddeutschland und der Schweiz. Mit seinem Thriller »Gaben des Todes« gelang ihm 2016 der Sprung in die Top 10 der Kindle- und der BILD-Bestseller-Liste. Weitere Informationen zum Autor finden sich unter www.kruegerthriller.de und www.facebook.com/kruegerthriller.

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1 (2%)
Displaying 1 - 17 of 17 reviews
1,049 reviews9 followers
April 12, 2023
Der zweite Fall für Valeria Ravelli
und auch hier geht es um ein einsames Dorf in dem ein Toter gefunden wurde. Ein ehemaliger Polizist, ermordet und vor seinem Tod auch gefoltert. Warum? Was hat er in dem Dorf gewollt, was hat er gesucht oder gewusst? Gemeinsam mit einem neuen Kollegen sucht Valeria nach Antworten, sie gehen verschiedenen Spuren nach und manchmal fühlt Valeria sich an ihre Vergangenheit erinnert. Es wird wohl nie leichter werden.
Der Autor schafft es eine beklemmende, ja gruselige Atmosphäre zu schaffen. Seine Schauplätze liegen einsam in den Bergen umgeben von tiefen Wäldern. Die Menschen die dort leben mögen keine Fremden und vor allem keine Polizei, sie machen es unter sich aus. Das die Monster manchmal nicht aus ihrer Mitte sind und dadurch die Probleme sich nicht einfach so lösen lassen, diese Erkenntnis kommt oft zu spät. Die Ermittlerin Ravelli muss wieder ihren Schlaf und Seelenfrieden opfern, um zu verhindern das es noch mehr Tote gibt.
Ich mag diese verschlossene Figur, sie trägt ihre Gefühle nicht nach außen. Fast jeder kennt ihr Schicksal, trotzdem lässt sie sich nicht auf Nähe ein. Sie braucht keine Hilfsmittel um mit ihren persönlichen Problemen klar zu kommen. Sie hat welche und das Thema ist beendet.
Die Verbrechen berühren die Nerven weil sie so perfide sind. Ungefähr ab der Mitte hatte ich eine Ahnung um was es geht, das tat der Spannung aber keinen Abbruch. Wer und Wie das war die Frage die erst am Ende aufgelöst wurde.
Profile Image for JoanStef.
356 reviews
January 6, 2023
An die reale Welt gekonnt angelehnt...Trotz allem aber Fiktion!
"Wintersterben" ist da!
Der zweite Teil der Thriller-Serie von Martin Krüger, ist seit dem 22.11.2022 auf dem deutschen Markt erhältlich.
Martin Krüger ist nun schon seit einigen Jahren für seinen spannenden Erzählstil bekannt & beliebt.
Der Autor hat mit "Waldeskälte" einen sehr guten Start hingelegt. Nun bin ich gespannt, ob der zweite Teil mithalten kann oder gar den ersten Band übertrumpfen wird?!

Zum Inhalt:
Waliser Alpen eine Gebirgsgruppe der Westalpen. Eine männliche Leiche wird inmitten der Einsamkeit gefunden. Eines ist klar: seine Identität. Er ist ein ehemaliger deutscher BKA Beamter. Somit wird Interpol mit dem Fall beauftragt. Valeria Ravelli eine erfahrene Ermittlerin wird mit einem für sie neuen Kollegen mit den Ermittlungen betraut. Unglaubliche Geschehen lassen die Ermittler Schlussfolgerungen ziehen, die sie nicht für möglich gehalten hätten. Die Jagd nach dem Täter fordert den Beiden viel ab.

Mein persönlicher Eindruck soll dem Leser ein Werkzeug der Beurteilung in die Hand geben.

Kreative Gestaltung der Ausgabe:
Auf dem Titelbild: ein eingeschneites, sehr abgelegenes Dorf umgeben von einem Felsmassiv. In der Dunkelheit liegen wohl nicht nur die schneebedeckten Dächer... Ich fühlte sofortiges Interesse, da das Bild zum einen eine Wiedererkennungsfunktion bei mir auslöste, und auf die düstere Story hinter dem Bild hinweist. Schon bei dem Vorgänger hatte das Titelcover mit den abgebildeten dunklen Wäldern gekonnt meine Aufmerksamkeit eingefangen.

Aufbau, Erzählstil, Charaktere:
Der sehr flüssig lesbare Schreibstil unterstreicht die gekonnte, schriftstellerische Fähigkeit des Autoren, den Leser mitzunehmen und Spannung aufzubauen. Die düstere Atmosphäre der Umweld wie auch die Erkenntnisse bei den Ermittlungen transferrieren seine emotionalen Wirkungen auf den Lesenden.
Die Charaktere werden sehr gut und bildlich greifbar vorgestellt.
Es ist schnell klar, dass man das Buch ohne Vorkenntnisse verstehen und genießen kann.
Für Leser, die Valeria Ravelli schon aus "Waldeskälte" kennen, ist die erneute Vorstellung kein Problem, da sie äußert geschickt in die Gesamthandlung eingebaut und auch mit neuen Eigenheiten gespickt wurde.

Spannung, Finale, Plot, Cliffhanger:
Die gesamte Erzählung wurde mit spannenden Einstreuungen und aktuellen nervenaufreibenden Passagen ausgestattet.
Die Neugier des Lesers wird dadurch angefackelt und es ist sehr schwer, Lesepausen einzulegen.
Das Finale ist dann, wie so häufig bei sehr guten Thrillern, (gefühlt) zu kurz gehalten.
Der Plot kann schwer vorhergesehen werden und als Cliffhanger wirken einige Themen, die im Roman angesprochen jedoch nicht zu Ende erzählt wurden.
Damit ist es Martin Krüger gelungen, die weitere Aufmerksamkeit auf diese Thriller-Reihe zu gewährleisten.
Da gibt es noch so viel, dass wir von und über Valeria Ravelli noch nicht wissen :)

Zusammenfassung:
"Wintersterben" ist der sehr gute gelungene, handwerklich beeindruckende 2.Band der "Valeria Ravelli-Thriller-Reihe".
Auch geübte Thrillerkonsumenten werden hiermit durch Nervenkitzel und Grauen sicherlich gut unterhalten.
Fazit:
Ich vergebe sehr gute 4,5*Lesesterne und verbinde diese mit einer Leseempfehlung an alle Fans des Thriller-Genre.
Für Leser, die das Grauen, die Angst und Ungewissheit gepaart mit dem Mut der Ermittlerin nachempfinden möchten und gerne in eine andere Welt eintauchen, ist "Wintersterben" sehr gut geeignet.

Herzlichen Dank an den Verlag für das elektronische Leseexemplar. Meine Rezension verfasse ich ausschließlich aufgrund meiner eigenen Erfahrungen.

ISDN: 9783365001189
Verlag: Harper Collins
Seitenzahl: 384
Formate: elektr., Paperback und Hörbuch


226 reviews
January 10, 2023
Inhalt:

In einem abgelegenen Ort in den Waliser Alpen wird ein ehemaliger BKA-Beamter, der während seiner aktiven Zeit in Vermisstenfällen junger Mädchen ermittelte, brutal ermordet. Interpol-Ermittlerin Valeria Ravelli wird auf den Fall angesetzt, doch in dem kleinen Dorf wird ihr Schweigen und Misstrauen entgegengebracht. Als es schon bald eine weitere Leiche gibt und zudem Anschläge auf Ravelli verübt werden, spitzt sich die Lage zu. Welches Geheimnis birgt der Ort und seine Bewohner?

Meine Meinung:

„Wintersterben“ ist der zweite Teil der Thrillerreihe um die sympathische Interpol-Ermittlerin Valeria Ravelli. Sie gilt als erfahrene und ausgezeichnete Ermittlerin und wird daher oftmals mit schwierigeren Fällen betraut. Da die Fälle in sich abgeschlossen sind, lassen sich die Bände der Reihe auch unabhängig voneinander lesen, es lohnt sich aber insbesondere wegen Ravellis Geschichte bzw. Vergangenheit, die Reihenfolge einzuhalten.

Der Schreibstil ist wie bereits beim Vorgängerband temporeich, aber angenehm zu lesen, und man fliegt förmlich durch das Buch. Ein Highlight waren für mich die Beschreibungen der Waliser Alpen sowie ihrer Bewohner. Die Stimmung ist durchweg eher düster, was für Spannung sorgt. Zudem gibt es auch dieses Mal wieder die eine oder andere Stelle, die es in sich hat, beispielsweise die Beschreibung der brutal zugerichteten Leiche zu Beginn des Buches, daher ist das Buch zu Recht als Thriller und nicht als Krimi deklariert.

Die Protagonistin Valeria Ravelli ist mir bereits aus dem vorherigen Band sympathisch. Sie hat Ecken und Kanten, die sie authentisch und menschlich wirken lassen. Zudem ist sie mutig (gut, manchmal vielleicht auch ein wenig zu leichtsinnig..) und nicht auf den Kopf gefallen, daher macht es Spaß, sie bei ihren Nachforschungen zu begleiten.

Der Plot an sich ist spannend und interessant. Im Laufe der Ermittlungen gerät Ravelli mehr als einmal in Gefahr, wobei sie mit ihrem teils unüberlegten und gewagten Verhalten selbst dazu beiträgt. Dadurch bleibt die Handlung aber auch actionreich und fesselnd. Höhepunkt ist das actiongeladene und packende Ende. Auch wenn die eine oder andere Frage unbeantwortet bleibt bzw. manches vielleicht etwas zu konstruiert ist, konnte mich dieser Thriller von Anfang bis Ende sehr gut unterhalten.

Fazit:

Spannender zweiter Band der Reihe um die sympathische Interpol-Ermittlerin Valeria Ravelli. Vielleicht nicht immer ganz realistisch, aber durchweg fesselnd und actionreich. Ich hoffe sehr auf eine baldige Fortsetzung!
Profile Image for Havers.
902 reviews21 followers
February 5, 2023
Valeria Ravelli hat noch nicht wieder zu alter Stärke zurückgefunden, denn noch immer stecken ihr die Ereignisse ihres Einsatzes in Eigerstal in den Knochen, plagen sie Flashbacks. Aber ihr Vorgesetzter bei Interpol kann auf ihre posttraumatischen Belastungsstörungen keine Rücksicht nehmen. Sie ist seine beste Ermittlerin, und ihre Fähigkeiten werden im Fall eines Leichenfundes in den Walliser Alpen dringend benötigt.

In einer Höhle nahe des Bergdorfs Steinberg ist der barbarisch zugerichtete Leichnam eines Mannes gefunden worden. Seine Identität ist geklärt, es handelt sich um Gress, einen deutschen Staatsbürger mit schillernder Vergangenheit, der nicht nur für das BKA gearbeitet hat, sondern auch für die französische Fremdenlegion im Einsatz war. Was wollte er in diesem Schweizer Bergdorf? Und wer hatte einen Grund, ihn zuerst zu foltern und danach zu ermorden? Fragen, die nur vor Ort geklärt werden können. Und so macht sich Ravelli auf den Weg nach Steinberg, während ihr neuer Partner Colin Bain vor Ort bleibt und versucht, Hintergrundinformationen zu Gress auszugraben.

Bergdörfer sind schon wegen ihrer Lage und der überschaubaren Bewohnerzahl meist ein Kosmos für sich. Die Verbindungen zur Außenwelt sind rar gesät und Neuankömmlinge werden meist misstrauisch beäugt. Das Dunkel, das sich über den abgeschiedenen, von undurchdringlichen Wäldern umgebenen Ort legt, das seltsame Benehmen der Einwohner, kreiert eine Ausgangssituation, die bereits von Haus aus beim Lesen unbehagliche Gefühle weckt. Und genau hier liegt die Stärke von Martin Krügers „Wintersterben“, einem Thriller, den ich in einem Rutsch gelesen habe. Dem Autor gelingt es mit wenigen Pinselstrichen und vagen Andeutungen eine frostige und bedrohliche Atmosphäre zu schaffen, in der man auch als Unbeteiligter ständig auf der Hut ist und um die Unversehrtheit der Protagonistin bangt. Die Spannungskurve ist von Beginn an hoch, entwickelt einen Sog, denn man möchte unbedingt wissen, wie sich die Geschichte entwickelt und ob sich die eigenen Vermutungen bestätigen. So sieht man auch über die eine oder andere Ungereimtheit im Handlungsverlauf gerne hinweg.

Wer einen Thriller lesen möchte, der mit atmosphärischen Beschreibungen punktet, ist hier an der richtigen Adresse. Und ja, auch wenn „Wintersterben“ bereits nach „Waldeskälte“ der zweite Band der Reihe mit Valeria Ravelli ist, kann man diesen ohne Kenntnis des Vorgängers lesen.
1,409 reviews7 followers
December 7, 2022
Dunkel-Mysteriös-Spannend

Ein ehemaliger BKA Beamte wird in einer Höhle in den Walliser Alpen gefunden.
Er scheint gefoltert und dann getötet worden zu sein.
Interpol schickt seine beste Ermittlerin Valeria Ravelli.
Ihr zur Seite steht der Ermittler Colin Bain.
Die Beiden teilen sich auf. Colin folgt dem Weg des Opfers und Valeria ermittelt in Steinberg, dem Fundort der Leiche.
Das Dorf ist von Wäldern umgeben und scheint völlig isoliert zu sein.
So wird Valeria als Fremde misstrauisch beäugt und die Bewohner hüllen sich in Schweigen.
Bei ihren Nachforschungen stoßen die Ermittler auf Spuren von Taten in in der Vergangenheit liegen.
Immer wieder sind Frauen aus der Umgebung von Steinberg verschwunden.
War das Opfer dem Täter zu nahe gekommen?
Valeria ahnt noch nicht, dass auch sie in das Visier des Täters gerückt ist.

„Wintersterben“ ist der zweite Band der Thriller-Reihe mit der Interpol Ermittlerin Valeria Ravelli von Martin Krüger.
Der Handlungsort ist ein kleines Dorf in den Walliser Alpen.

Leutnant Valeria Ravelli von Interpol ermittelt in einem kleinen Bergdorf, dass sie an das kleine Dorf in den Schweizer Alpen erinnert wo sie aufgewachsen ist.
Sie leidet noch heute an dem was in ihrer Jugend in dem kleinen Dorf passiert ist.
Die Ermittlungen im Eigerstal verfolgen sie noch in ihren Träumen.
Mir ist Valeria schon im ersten Band sympathisch gewesen.
Sie ist eine ehrgeizige und taffe Ermittlerin die bis an ihre Grenzen geht und darüber hinaus.
Bei ihren Ermittlungen traut sie niemandem.
Selbst ihrem Kollegen Colin Bain gegenüber ist sie am Anfang misstrauisch.

Die Stimmung in diesem Thriller ist von Anfang an düster und bedrückend.
Die Bewohner in dem kleinen Dorf scheinen eine eingeschworene Gemeinschaft zu sein.
Fremde finden hier keinen Zugang. Sie werden von den Bewohnern nur misstrauisch beäugt. Für Valeria Ravelli ist es fast nicht möglich an Informationen zu kommen.
Die bedrückende Atmosphäre wird durch ständigen Regen und Nebel noch verstärkt.

Martin Krüger hat einen flüssigen und leicht verständlichen Schreibstil.
Der Autor weiß wie man Spannung aufbauen kann und lässt gerne ein Kapitel da enden wo es gerade am spannendsten ist. So kann man das Buch kaum aus der Hand legen.

„Nach „Waldeskälte“ habe ich auch „Wintersterben mit Spannung gelesen.
Und das Ende lässt auf weitere Bände mit Valeria Ravelli hoffen.
Profile Image for Archer.
631 reviews12 followers
January 5, 2023
Valeria Ravelli ist eine der besten Ermittlerinnen von Interpol. Deshalb wird auch sie geschickt, als irgendwo in den Walliser Alpen eine Leiche gefunden wird. Der Tote war früher BKA-Beamter und hat in den Fällen von verschwundenen Mädchen recherchiert. In dem abgelegenen Ort stößt Valeria nicht nur auf eine Mauer aus Schweigen, sondern auch auf eine Leiche und die ersten Anschläge auf sie lassen nicht lange warten. Zur selben Zeit ermittelt Valerias Kollege Colin Bain eine Spur in den Schweizer Großstädten. Beiden ist schnell klar, dass sie niemandem trauen können und sie jederzeit in Gefahr schweben.

Okay, ich habe das zwar geschrieben mit der Klarheit, dass sie in Gefahr schweben, aber obwohl Valeria selbst das immer wieder betont, scheint ihr das meistens am A... vorbeizugehen, so wie sie sich permanent noch mehr als nötig in Gefahr bringt. Sie vergisst ständig ihre Waffe, steigt ohne Rückendeckung in diversen Bergen/Tunneln/Häusern herum, lässt sich von Verdächtigen von Pontius zu Pilatus schicken und hält auch sonst nicht viel von eigener Sicherheit. So, wie sie sich oft genug anstellte, ist mir bis zum Schluss des Buches nicht klargeworden, warum sie als Zugpferd von Interpol gilt. Das lässt mich an dieser Behörde glatt ein bisschen zweifeln. Womit ich auch nur schwer zurechtkam, war der Schreibstil. Das einig Gute daran fand ich den fast durchgängig vorhandenen unterschwelligen Horror. Ansonsten war er mir zu distanziert und das Wechseln in 2. Person Singular Präsens während des Denkens riss mich jedes Mal wieder aus dem Lesefluss. Außerdem wurde sich gerade bei diesen Denkvorgängen ständig wiederholt. Auch die Logik fehlte mir ein bisschen, gerade zum Schluss, wo plötzlich das gesamte Polizeiballett auftaucht. Warum? Wer hat sie benachrichtigt? Und warum sollten sie? Mehr kann ich ohne zu spoilern nicht schreiben, aber das war auch nicht die einzige Sache, die mich gestört hat.

So fand ich zwar die eigentliche Idee gut und auch die unheimliche Atmosphäre in dieser Gegend, aber der Rest konnte mich nicht überzeugen. 2,5/5 Punkten.
139 reviews1 follower
February 20, 2023
Das Cover sticht heraus und konnte mich direkt abholen. Obwohl die Gestaltung eher dezent gehalten ist, macht der Titel neugierig. Intuitiv wusste ich bei der Gestaltung direkt, dass es sich um einen Thriller handelt. Nach dem Klappentext war schnell klar: Das Buch musst du lesen.

Inhaltlich wurde ich nicht enttäuscht. Nach einem "gemächlichen" Einstieg und der Vorstellung des Settings wurde es schnell düster und der Thriller nahm an Fahrt auf. Hinter jedem neuen Kapitel versteckte sich ein neues Geheimnis und auf einmal war das gesamte Dorf mysteriös und verdächtig. Die Kapitel wurden unterschiedlich lang gestaltet und münden in einem packenden Showdown, der einige Fragen offen lässt.

Die Ermittlerin Valeria Ravelli ist eine interessante Protagonistin. Sie hat selbst mit einigen Problemen und Schatten aus ihrer Vergangenheit zu kämpfen. Einige Einblicke in diese Probleme bekommen wir während der Story. Ein Geheimnis um ihre Vergangenheit wird sogar gelüftet. Insgesamt ist sie jedoch eher geheimnisvoll. In Thrillern gefallen mir solche Charaktere immer sehr gut. Besonders stimmig wirkt ihr Charakter in Bezug auf das Dorf voller Rätsel.

Damit wären wir auch schon bei dem geheimnisvollen Setting: Die Ermittlungen finden in einem mysteriösen Dorf statt. Schnell wird klar, dass alle Bewohner*innen etwas zu verheimlichen haben. Ein großes Geheimnis scheint über dem Dorf und seinen Bewohner*innen zu liegen. Welche Abgründe sich damit auftun, wird besonders zum Ende des Buches hin klar. Erschreckend und absolut fesselnd, was in diesem Dorf alles passiert.

Die Ermittlungen münden in einem Wettlauf gegen die Zeit und einem Spiel um Leben und Tod. Insbesondere im letzten Drittel konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Meine einzige Kritik liegt in den offenen Fragen am Ende des Buches. Dennoch hat das Ganze auch eine positive Seite: Es wird bestimmt einen nächsten Band geben.

Insgesamt ein spannungsgeladener und fesselnder Thriller mit mysteriösem Setting und einer geheimnisvollen Ermittlerin. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.
Profile Image for Dani_liest.
432 reviews29 followers
January 2, 2023
Zu „Wintersterben“ von Martin Krüger habe ich gegriffen, da der Klappentext passend zur aktuellen Jahreszeit klang und da ich gerne Bücher lese, die in den Bergen spielen.
Ich habe mich auf den Thriller gefreut, womit ich allerdings nicht gerechnet hatte war, dass ich hier mein Monatshighlight finden werde.
Martin Krüger hat mich schwer begeistert. Er baut von Anfang an eine mystische Stimmung auf. In einer Berghöhle wird eine Leiche gefunden. Der Sage nach gehen ältere Dorfbewohner in diese Höhlen um zu sterben. In diesem Fall handelt es sich allerdings um ein Mordopfer.
Die Gegend, in die Valeria Ravelli von Interpol geschickt wird, ist sehr abgeschieden. Das Wetter ist dauerhaft regnerisch und neblig und die Einwohner scheinen allesamt Geheimnisse zu haben und wirken sehr verschroben.
Valeria ist eine sympathische, mutige Frau. Wenn ich mir vorstelle, ich müsste alleine in diesem Dorf sein, in dem jeder auf die eine oder andere Art irre zu sein scheint, wäre mit blutigen Puppen, Feuer und immer neuen Leichen konfrontiert, ich würde schnellstmöglich das Weite suchen.
In jedem Kapitel von „Wintersterben“ werden weitere Geheimnisse aufgedeckt. Ich fand die Idee, dass sich ein ganzes Dorf zusammenschließt und gemeinsam verrückte Phantasien umsetzt sehr fesselnd und gruselig.
Sehr gelungen war auch die Figur des Comte, einem reichen Geschäftsmann, der auf einem abgeschiedenen Anwesen lebt und glaubt, mit Geld alles kaufen zu können.
Martin Krüger hat sich wirklich einen abgefahrenen Plot einfallen lassen, von dem ich hier nicht zu viel verraten möchte.
Langeweile kommt bei diesem Thriller für keine Sekunde auf. Manchmal kam ich allerdings nicht umhin, zu hinterfragen, wie realistisch all das sein kann. Valeria wird mutterseelenallein in dieses Dorf geschickt. Ihr Partner verfolgt eine andere Spur im Ausland. Ihr Vorgesetzter kontaktiert sie nie. Auch fordert sie erst sehr spät Verstärkung an und gibt nicht wirklich Bescheid, wenn sie sich in offensichtliche Gefahrenzonen begibt. Teilweise klingt die Handlung also sehr an den Haaren herbeigezogen, worüber ich wegen des hohen Unterhaltungswerts allerdings gerne hinwegsehe.
„Wintersterben“ endet mit einem Cliffhanger hinsichtlich Valerias Privatleben, der mich sehr auf eine Fortsetzung hoffen lässt. Gerne auch mit mehr persönlichen Interaktionen zwischen Valeria und ihrem Kollegen Bain!
403 reviews
December 20, 2022
Leutnant Valeria Ravelli von Interpol wird von ihrem Chef in ein einsames Bergdorf in den Walliser Alpen geschickt, wo ein ehemaliger BKA-Beamter aus Deutschland, grausam zugerichtet, in einer Höhle gefunden wurde. Er war auf der Suche nach mehreren vermissten, jungen Frauen, deren Spur ihn hierher nach Steinberg führte. Doch die Menschen in diesem kargen Landstrich schweigen, sie leben seit langem im Schatten der Berge und der tiefen Wälder. Dort befindet sich auch ein großes Gebiet, das strikt abgeriegelt ist, mit dem Wohnsitz eines schwerreichen Industriellen, der offenbar Dreck am Stecken hat, aber mächtige Verbündete zur Seite hat. Valeria schreckt vor keiner Konfrontation zurück und begibt sich dadurch selbst in große Gefahr.

Dies ist der zweite Band einer Reihe um die taffe, junge Valeria, die schon im ersten Band Schlimmes durchlebt hat aufgrund eines schwerwiegenden Vorfalles in ihrer Kindheit, ebenfalls in einem einsamen Bergdorf. Hier sieht sie sich wieder mit ihren schlimmsten Ängsten konfrontiert und muss dagegen ankämpfen. Dieser düstere Thriller ist sehr spannend geschrieben, es spielen sich unglaubliche Vorgänge in diesem kleinen, einsamen Dorf ab. Ein Serienmörder treibt hier seit vielen Jahren sein Unwesen und er ist nicht gewillt, aufzuhören. Valeria und ihr Kollege Colin Bain müssen vollen Einsatz zeigen und geraten in lebensbedrohliche Situationen. Die Atmosphäre in diesem Buch war sehr beklemmend und bedrückend, die Spannung blieb bis zum Schluss sehr hoch.
Profile Image for Elke.
1,909 reviews42 followers
December 1, 2022
Der zweite Fall für Valerie Ravelli führt die Ermittlerin erneut in ein abgelegenes Dorf, und bekanntermassen passieren gerade dort die schlimmsten Dinge, oft unter dem Deckmantel der Verschwiegenheit. Und ausgerechnet Bain, mit dem Valeria beim letzten Mal aneinander geraten ist, soll sie bei den Ermittlungen unterstützen. Thomas Gress wurde auf grausame Weise ermordet, und anscheinend war er einem sehr dunklen Geheimnis auf der Spur, das mehrere junge Frauen das Leben kostete.
Je tiefer Ravelli und Bain auf getrennten Wegen - Ravelli in Steinberg, Bain in der Großstadt - nachforschen, desto mehr verdichtet sich der Verdacht, dass ein reicher Industrieller, der ein grosses Stück Land direkt bei Steinberg besitzt, in die Sache verwickelt ist. Doch Ravelli stösst an allen Fronten auf Ablehnung und gerät - wie sollte es anders sein - schliesslich auch selbst ins Visier des Bösen.
Das Buch hat mich sofort gefesselt - mit der spröden Valeria, die immer noch unter ihrer traumatischen Vergangenheit leidet, hat der Autor eine in ihrer Arbeit oft unbequeme, aber auch gerade deshalb sehr sympathische Ermittlerin geschaffen. Zwar war die Auflösung ein Stück weit vorhersehbar, fiel aber doch überraschend und extrem spannend aus. Der kleine Cliffhanger am Ende des Buches lässt auf eine baldige Fortsetzung dieser empfehlenswerten Reihe hoffen.
29 reviews
November 27, 2022
Schon der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht und ich habe direkt angefangen, das Buch zu lesen. Ich kannte bisher noch kein Buch des Autors, und bin auch erst später beim Lesen draufgekommen, dass es der zweite Band einer Reihe um Valeria Ravelli ist. Auf die Geschichte hat es jedoch keinen Einfluss, man versteht die Handlung auch ohne den ersten Teil gelesen zu haben.
Die Handlung spielt in der Schweiz, ich weiß nicht, ob ich mich deshalb so gut hineinfühlen konnte (wir wohnen an der Grenze zur Schweiz), oder ob ich zu viel Phantasie habe, aber das Buch war reiner Horror. Der Schreibstil des Autors lässt genug Freiraum, dass man sich selbst eine Vorstellung machen kann, aber er beschreibt genug, dass man ein richtig beklemmendes Gefühl bekommt. Es war der reine Horror, ich hatte wirklich das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein. Ich musste das Buch innerhalb von zwei Tagen lesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es ausgeht.
Ich werde mir auf jeden Fall auch noch den ersten Band und dann den nächsten Teil besorgen.
Profile Image for Firieth.
128 reviews8 followers
December 20, 2022
Das Cover finde ich schön und grundsätzlich passend gestaltet. Wobei der Titel Wintersterben nicht ganz passt, meiner Meinung nach. Es schneit erst auf den letzten Seiten, davor regnet es die meiste Zeit. Aber von der düsteren Stimmung passt das Cover sehr gut.

Ansonsten ist das Buch sehr düster, aber auch sehr beschreibend geschrieben. Einige Stellen machen die düstere Stimmung richtig greifbar.
Die Hauptfigur ist sympathisch, wirkt aber manchmal nicht ganz echt.
Ansonsten hat mir der Schreibstil wirklich gut gefallen. Es wird wirklich sehr langsam Spannung aufgebaut. Allerdings finde ich, dass es auf den letzten Seiten teilweise so schnell ging, dass ich an einem Punkt dachte ok, wie ist das jetzt passiert? Es hat ein bisschen das Gefühl vermittelt, dass das Buch einfach nur schnell zum Abschluss gebracht werden soll und einige Schlüsse und Handlungen waren für mich nicht mehr nachvollziehbar, das hat den gesamten Leseeindruck etwas getrübt. Aber ansonsten fand ich das Buch durchaus gelungen.
2,281 reviews13 followers
November 22, 2022
Zum Inhalt:
als in den Waliser Alpen eine grausam zugerichtete Leiche gefunden wird und sich als ehemaliger BKA-Beamter entpuppt, schaltet sich Interpol ein. Die Ermittlerin Valeria stößt zunächst nur auf Schweigen, doch sie spürt, dass irgendetwas im Gange ist, was alle schweigen lässt. Gemeinsam mit ihrem Kollegen folgt sie den Spuren und gerät auch selbst ins Visier des Mörders.
Meine Meinung:
Wow, das Buch war mal spannend. Ich konnte es kaum aus der Hand legen und habe es innerhalb weniger Stunden verschlungen. Valeria hat mir auch als Typ sehr gut gefallen, irgendwie kantig und anders als man sonst Ermittler gewohnt ist. Das Ende hat mich schon überrascht, aber das ist auch gut so, wenn man eigentlich bis zum Ende rätselt und dann doch noch überrascht werden kann. Ich würde für dieses Buch eine eindeutige Leseempfehlung aussprechen.
Fazit:
Spannung bis zum Schluss
Profile Image for Karola.
812 reviews7 followers
November 29, 2022
Ein sehr gefährlicher Fall in den Schweizer Bergen – spannend!

Ein gefährlicher Psychopath hält ein ganzes Dorf in seiner Macht. Tiefe, abartige menschliche Abgründe tun sich dem Leser auf, in einer spannungsvoll geschilderten Winterszenerie. Interpol kommt in diesem 2. Band als Teil einer Trilogie zum klaren Ende, was eindeutig für mehr Spannung ohne Pause zum Ausruhen verheißt. Die Charaktere rund um die Ermittlerin Valerie sind in ihrer kreativen Vielheit klar umrissen, die Wortwahl ist treffend gewählt, inhaltlich passen die einzelnen Erzählstränge schlüssig aufeinander. Wie es in kleinen Dorfgemeinschaften mit dem engstirnigen Flair zugeht, wird auch eindeutig herausgestellt. Das Cover gibt die winterliche, isolierte dörfliche Gemeinschaft in den Bergen klar wieder, passend zum Buchinhalt. Insgesamt eine spannende Lektüre.
Profile Image for Maria Woltersdorf.
282 reviews1 follower
January 15, 2026
am Anfang dachte ich noch mmh eher so Kleindorfkrimi mit durchschnittlicher Ermittlerin, aber ich wurde vom Gegenteil überzeugt. Man weiß zwar nach 2/3 des Buches spätestens, wer der Strippenzieher ist, aber durchweg wurde Spannung aufgebaut und eine düstere, beklemmende Atmosphäre geschaffen und man rät mit, wer noch alles mit drin hängt.
Profile Image for yesterday.
489 reviews3 followers
March 18, 2023
Dieser Thriller von Martin Krüger ist zwar Band 2 einer bisher natürlich noch kurzen Serie, aber er ist auch gut ohne das Vorwissen aus “Waldeskälte” lesbar.

In “Wintersterben” ermittelt die Schweizerin Valeria Ravelli für Interpol im Fall einer in einer Felsenhöhle gefundenen Leiche. Die Lebensgeschichte des Toten und sein Auffindungsort geben ihr und ihrem Kollegen Rätsel auf.

Dass die Bewohner des nahegelegenen kleinen Bergdorfs Steinberg nicht gerade kooperativ sind, macht es nicht besser. Jeder scheint etwas zu verbergen und Valeria muss sich immer wieder daran erinnern, ihnen nicht zu sehr zu vertrauen.

Noch dazu kann Valeria das Bisschen, das sie herausfindet, nicht sofort mit jemandem besprechen. Vor Ort gibt es nur einen Ermittler und ihr Kollege folgt einer anderen Spur, unter anderem in Basel. Also ist sie erst einmal sehr stark auf sich gestellt.

Valeria ist ein grundsätzlich sehr rechtschaffener Charakter mit guten Instinkten und viel Beobachtungsgabe. Dennoch riskiert sie viel aufgrund ihrer nicht zu zähmenden Neugier - und ist sich dessen fast immer auch bewusst.

Der Thriller hat dadurch auch immer wieder Momente, wie man sie aus Filmen kennt, wo man den Figuren zurufen möchte, etwas nicht anzufassen oder wo nicht hineinzugehen, in dem Wissen, dass sie es doch machen werden.

Das Tempo ist gut und auch wenn die Schauplatzwechsel hin und wieder nerven können, sind sie doch für den Blutdruck hilfreich. Um den Thrill aufrechtzuerhalten, gibt es ein paar kleine Ungereimtheiten und es bleiben wohl bewusst einige Details ungeklärt.

Ich habe zu Beginn schon erwähnt, dass es einen Vorgängerband gibt. Wer ihn kennt, dem wird hier vom grundlegenden Setting einiges bekannt vorkommen. Abgelegenes Dorf in der Schweiz, Valeria ermittelt auf sich gestellt und so weiter. Was hier nun aber meiner Meinung nach anders ist, ist dass “Wintersterben” nun mit einem ziemlich großen Cliffhanger beziehungsweise einer komplett offenen Situation endet.

Daher hoffe ich stark auf eine Fortsetzung und dann auch ein anderes Setting, vielleicht in Zürich. Nicht noch ein drittes Mal die “abgelegenes Dorf”-Schiene würde sicher guttun.

Der (wenn er denn kommt) dritte Band könnte dann vielleicht auch etwas schwieriger zu lesen sein, wenn man den zweiten nicht kennt, einfach aufgrund dessen, dass hier am Ende doch viel offen bleibt und dann einiges aus dieser Geschichte mitgenommen wird. Wir werden sehen.
Profile Image for Libertine.
192 reviews16 followers
November 30, 2024
Von einem Mann, der ein Monster jagte

Ihr letzter Fall hat Valeria Ravelli tief in die Geheimnisse und Schrecken ihrer eigenen Vergangenheit geführt.

Auch dieses Mal verfolgt sie die Spuren eines Verbrechens bis zu einem abgeschiedenen Ort, in dem die Bewohner:innen jedoch ein dunkles Geheimnis teilen.

Nur wenig sind sie bereit, übereinander preiszugeben – vor allem gegenüber Fremden. Wer sich gegen diese Gemeinschaft wendet, führt ein gefährliches, kümmerliches Leben.

»›Steinberg liegt, wie ich bereits sagte, sehr, sehr abgelegen. Eine Enklave mitten in den Walliser Alpen. Abgeschieden, fern von jedem touristisch attraktiven Skigebiet.‹«


Doch der grausame Tod eines Mannes zwingt Ravelli dazu, im Ort Nachforschungen anzustellen. Auch wenn sie nicht weiß, wem sie trauen kann. Vor allem nicht, wenn herauskommen sollte, dass sie eine Ermittlerin ist.

Doch Valeria ermittelt nicht allein an dem Fall. Ein Partner wird ihr zur Seite gestellt, von dem sie weder weiß, was sie von ihm halten soll, noch, ob sie ihm trauen darf.

»Das Gesicht des Toten war eine Maske aus Schmerz.
Zuerst hielt der Mann die Leiche für ein Trugbild, dachte, dass ihn seine Augen getäuscht hätten. Das ist sicher nur eine alte, abgestorbene Wurzel, die aus dem morastigen Höhlenboden herausragt, ging ihm durch den Kopf, mehr nicht …«


Schritt für Schritt kämpft sich Ravelli durch das Dickicht an Geheimnissen und menschlichen Abgründen. Eine spannende Ermittlerin, die keinen ständigen Retter in der Not braucht, und sich selbst von den dunkelsten Tiefen nicht abschrecken lässt.

Wunderbar passend und atmosphärisch gesprochen von Mala Sommer, steht der zweite Band um Valeria Ravelli dem ersten in nichts nach.

»›Das klingt nun so gar nicht nach Ihnen‹, meinte Valeria. ›Tanner, der Mann, der all seine Schulden ganz genau durchgezählt und aufgelistet hat. Klingt, als müssten sie demnächst noch einen neuen Eintrag auf diese Schuldenliste setzen.‹«


Wer Band 1 ›Waldeskälte‹ mochte, wird wohl auch ›Wintersterben‹ spannend finden – doch der erste Band ist keine Voraussetzung dafür, um den zweiten Band zu verstehen. Wer düstere Thriller mag, die in die Abgeschiedenheit und in menschliche Abgründe führen, ist hier genau richtig.


Rezension erstmals erschienen auf Libertine Literatur
Displaying 1 - 17 of 17 reviews

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