Born in Turkey, Zaimoglu migrated with his parents to Germany in 1965. He is a poet and visual artist, and his central themes are the problems of the second and third generation of Turkish immigrants to Germany.
Ich habe bis Seite 70 gelesen, doch bereits hier zeigt sich, dass der Roman deutliche Längen hat. Aktuell habe ich nicht genug Geduld, mich durch sperrige Bücher zu kämpfen.
Man muss Herrn Zaimoglu zugestehen, dass er sich in diesem Werk große Mühe gegeben hat. Es handelt sich hier um einen Episodenroman, der vielstimmig, weitschweifig, poetisch und märchenversponnen an die Tradition der deutschen Romantik anknüpft.
Leider ist es äußerst anstrengend zu lesen, da diese Form des magischen Realismus die Märchengestalten als selbstverständlich voraussetzt, diese aber mit einer sehr trivialer Realität vermischt. Sämtliche Figuren sprechen aus der Ich-Perspektive, was es schwer macht, sie in die diversen verworrenen Erzählstränge einzuordnen.
Feridun wiederholt sich. Das zentrale Thema, wie bereits bei "Liebesbrand" ist, tja, mal wieder, der titelgebende Liebesbrand, der eher schwelt als lodert. Die vielen Zufälligkeiten wirken aufdringlich konstruiert. Die Figuren sind Extrembeispiele der entweder sozial Benachteiligten oder Überpriviligierten, welche nichts anderes zu tun haben, als von einer attraktiven europäischen Örtlichkeit zur nächsten zu reisen.
Dies war mein vierter Zaimoglu-Roman, und bislang konnte mich der Schriftsteller nicht überzeugen. Darum beschloss ich, dieses sehr lange, langatmige Buch abzubrechen, was mir nur selten passiert.
PS: Ferda ist doch ein Frauenname? Ich kannte mal eine Ferda, die mir erzählte, ihr Name bedeute übersetzt "Morgendämmerung".