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Bin ich schön?: Erzählungen

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Leopold und seine junge Frau wollen es anders machen als ihre spießigen Nachbarn. Sie bitten die vietnamesische Asylantenfamilie Hung zu sich ins Haus, laden sie zum Tee und zum Essen ein, schenken ihnen warme Winterkleidung und ein Paar ›Neue Schuhe für Frau Hung‹. Doch es kommt anders, als sie denken. Siebzehn tragisch-komische Geschichten, die nachdenklich stimmen, weil sie so hemmungslos ehrlich sind.

346 pages, Hardcover

First published January 1, 1994

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About the author

Doris Dörrie

71 books54 followers

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Community Reviews

5 stars
26 (22%)
4 stars
46 (38%)
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38 (32%)
2 stars
7 (5%)
1 star
1 (<1%)
Displaying 1 - 9 of 9 reviews
Profile Image for Sophia.
26 reviews
November 10, 2025
Das ist definitiv nicht das Letzte was ich von Doris Dörrie lesen werde. Sie schreibt so direkt und spricht unschöne Momente an, die sonst immer so unbeschwert und perfekt wirken.
In einer Rezension stand, dass das Buch im Falle baldiger Heirat oder Kinderplanung, etwas unpassend sein kann. So habe ich bei gewissen Erzählungen ebenfalls empfunden. Aber auch da wieder, es ist ungefiltert erzählt.
So einzelne Erzählungen, abgesehen von Gymi Lektüren, waren mir bis jetzt auch eher "unbekannt".
Finde es eine schöne Abwechslung, vor allem weil 2-3 Erzählungen nacheinander dennoch miteinander verküpft waren.
56 reviews
October 30, 2024
„Ich kann nicht behaupten, dass ich lernte, mich selbst zu lieben.“ (S. 211) Aber im Grunde ist es das, worum es in Doris Dörries 17 Kurzgeschichten über alltäglichstes menschliches Miteinander geht. „Bin ich schön?“ ist hierbei nicht nur Titel der vorletzten Geschichte, sondern direkt wie indirekt die Frage, die alle Protagonisten entweder ihren Mitmenschen oder sich selbst stellen. Sie wollen gesehen, angenommen und geliebt werden. Wie wir alle, deshalb bietet diese wunderbar menschliche Geschichtensammlung so viele herrliche Andockpunkte für den Leser. Oft beschreibt Dörrie allzu bekannte Szenen aus dem Mutteralltag („Ich will nicht die verbitterte Alte sein, die sie mit falscher Fröhlichkeit aus ihrem süßen, juvenilen Tiefschlaf reißt. Ich will nicht sein wie meine eigene Mutter.“, S. 30; „Sie: Warum verbringst du nie mehr Zeit mit mir? Er: Weil du müde bist. Weil du schlecht gelaunt bist. Weil du deine Ruhe haben willst.“, S. 38; „Man wird ein bisschen verrückt, wenn man den ganzen Tag nur mit kleinen Kindern zusammen ist […]“, S. 196), oft auch Empfindungen aus dem Alltag allgemein („Sehen Sie, eine subjektive Erinnerung. Objektive Zeit gibt es nicht, belehrte er mich, es gibt nur die Zeit, die wir für uns erfinden, das ist unsere Botschaft. Man muss diesen ganzen Wahnsinn, der um uns herum stattfindet, nicht mitmachen.“ ,S. 156).

Doris Dörries bietet eine herrliche Mischung aus allzu bekannten Alltagsszenen und irrwitzigen Ausnahmemomenten, aus Stereotypen und verschrobenen Gestalten – unterhaltsam, zuweilen äußerst komisch bis abstrus, zuweilen sehr rührend und nachdenklich stimmend, aber immer glaubwürdig, weil stets kohärent und gut getimet. Nicht nur inhaltlich begeistert mich Dörrie mit ihren Lebensentwürfen, sondern darüber hinaus auch sprachlich – mit gut dosiertem lakonischem Humor, nie over the top. Dabei erschafft sie so einige schöne Bilder: „[…] ein warmes, weiches Lächeln, in das ich mich gern eingewickelt hätte wie in eine Decke.“ (S. 199) oder „Alltag […], er war ein großes Kissen, das ständig drohte, mich zu ersticken…“ (S. 208)

Das Leben als ein faszinierender Mix aus Höhe- und Tiefpunkten, zwischen denen wir es schaffen wollen, uns anzunehmen, zu lieben: „Ich bin verzweifelt, ich bin glücklich. Ich strahle, ich heule, ein entsetzlicher Zustand, aber ich zittere vor Angst, dass es irgendwann aufhört. Oh, ich will, dass es aufhört, es soll aufhören, ich will wieder die Person sein, die ich war, erwachsen, erfolgreich, unverletzbar.[…] ich verachte mich und ich bewundere meinen Mut, ich finde mich schön und hässlich, alles zur selben Zeit.“ (S. 173-174)

Besonders gut gefallen mir „Kaschmir“ und „Der Goldfisch“.
253 reviews
April 7, 2021
Das Buch enthält 17 Kurzgeschichten, wovon immer wieder 2-3 miteinander zusammen hängen. Das fand ich ganz interessant und hätte ruhig noch mehr sein können! Ich fand die Charakterstudien im Buch äußerst faszinierend. Hatte bei keinem Protagonisten Probleme mich in ihn/sie hineinzuversetzen. Das gemeinsame Thema der Geschichten war fast immer, dass sich die Hauptpersonen in einer schwierigen Lebensphase befinden. Wer plant zu Heiraten oder eine Familie zu gründen sollte dieses Buch vielleicht nicht unbedingt lesen, da es die nicht so schönen Seiten dieser Lebensphasen ziemlich ungeschönt zeigt ;). Aber deshalb mochte ich die Geschichten ja gerade so gerne!
Profile Image for Silke.
14 reviews1 follower
July 10, 2025
joa - habs zuende gelesen aber war ein wilder Ritt..

Den Schreibstil fand ich schön, die Geschichten zum Teil sehr anstrengend.
Profile Image for Ekaterina Konovalova.
2 reviews
February 1, 2017
Fine touching stories, beautiful intertwines, sometimes funny, sometimes terribly sad, sometimes full of hatred, sometimes so tender and caring. But the characters... all broken, twisted, totally unhappy within themselves and bathing in their unhappiness. In a word, the book is good, but just not my type.
Profile Image for Chryssula Kokossulis.
50 reviews4 followers
April 28, 2024
Doris Dörrie is probably one of the best German short story writers of the late 20th century. She has a definite knack for absurdity of life and the immaculate depiction of freewheeling absurd characters. I love this book.
Displaying 1 - 9 of 9 reviews

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