Brian Friel, The Illusionists Maeve Kelly, Journey Home John McGahern, High Ground John Montague, An Occasion of Sin Seán MacMathúna, Prisoner of the Republic Ita Daly, The Lady with the Red Shoes Dermot Healy, The Curse Anne Devlin, Five Notes after a Visit
With an introduction about irish short stories by the editor
Diese Kurzgeschichten wurden mir von meiner Kollegin mitgebracht, die meinen Wunsch, ein Buch in Englisch zu lesen, unterstützen wollte. Es ist eine Ausgabe für den Unterricht mit Fußnoten, in denen einige Begriffe, Abkürzungen und Redewendungen übersetzt und erläutert wurden. Außerdem wurden in einer umfangreichen Einleitung in Deutsch die Merkmale einer Kurzgeschichte im Allgemeinen und besonders der irischen Kurzgeschichte erläutert und Hintergrundinformationen zur Historie geliefert.
Vordergründig bin ich stolz, das kleine Büchlein gelesen und vor allem auch verstanden zu haben. Trotzdem ist es noch ein sehr weiter Weg zum Lesen in Englisch, vor allem, wenn die Erläuterungen fehlen und die Sprache mit unzähligen in der Alltagssprache nicht benutzten Wörtern gespickt ist.
Aber diese acht Geschichten waren nicht nur Mittel zum Zweck, sie zeichneten ein farbiges Bild Irlands in den Sechziger- bis Achtziger-Jahren des vorigen Jahrhunderts. (Bei dem Begriff „zeitgenössisch“ ist zu bedenken, dass das Buch 1989 herausgeben wurde). Ich war noch nie in Irland, wusste aus den Nachrichten aus jener Zeit ein wenig über die IRA, die Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten und die zahlreichen Bombenanschläge. Einige Zusammenhänge waren auch der „Ulysses-Lektüre“ im letzten Jahr zu entnehmen und vor allem dem Buch „Die Asche meiner Mutter“ von Frank McCourt. Die kurzen Geschichten in diesem Buch runden das Bild gelungen ab, es ist von Nationalstolz die Rede, von Armut, dem trostlosen Leben auf dem Land, vom schiefen Blick auf alle Engländer und Amerikaner, von den Auswüchsen des irischen Katholizismus. Am besten gefiel mir die Geschichte „Prisoner Of The Republic“, eine bissige Satire über das irische Staatswesen am Tag nach dem Scheidungsreferendum 1986. Aber alle anderen Geschichten waren ebenso lesenswert und sind nicht nur für Leser zu empfehlen, die englisch lernen wollen.
As suggested by the title this is a collection of contemporary Irish short stories. There are eight stories, all different and well-written in their own way. I was the most impressed by the last story, "Five Notes after a Visit" by Anne Devlin, because although one of the shorter works in this books, it conveyed so much feeling. This collection might just have aroused a liking for Irish literature in me and I'll probably see if I can find other writing by those authors.