Gipfelwerk des Reviosnismus, das Hitler-Deutschland stets nur die allerbesten diplomatischen Absichten bescheinigt, den USA, die gegenüber Polen mit ihrem Wissen um den Hitler-Stalin-Pakt hinter Berg hielt, die Schurkenrolle zubilligt. Die Buch-Version war kurzfristig ausverkauft, bin im nachhinein froh darüber, zweieinhalb Stunden Hörbuch auf Youtube reichen für meine informellen Zwecke.
Gut, diese Argumentationslinie zu kennen, gemäß der Deutschland unbedingt in die Rolle des Agressors gedrängt werden sollte, auch vor dem Hintergrund des seit einem Jahr vor sich hin dümpelnden Ukrainekriegs. In dem der Agresssor die Leiden der Zivilbevölkerung geltend macht. (Vor dem Hintergrund der aus Berlin ferngesteuerten Sudetendeutschen aus dem Vorjahr, erscheint mir die Hartherzigkeit der West-Alliierten gegenüber den Vorstellungen des Deutschen Reiches aber nachvollziehbar. Vom aktuell tobenden Konflikt bin ich zu weit weg, denke aber, dass auf beiden Seiten viel Instrumentalisierung statt findet.)
Auf die eine oder andere Art ist Schultze-Rhonhof aber genauso einseitig wie Forczyks Opfergeschichte, die den zu keinerlei Hilfeleistungen bereiten West-Allierten, die Polen erst zu einer harten Haltung, dann in die Opfer-Rolle drängte und dabei eine angemessene Vorbereitung verhinderte, ziemlich viel Schuld an unnötigen Leiden zuschreibt.
Für mich ein interessanter Diskussionsbeitrag, der zumindest eine Erklärung dafür liefert, warum man den Polen jegliche Prävention untersagt, bzw. Maßnahmen hintertrieben oder untersagt hat.
Hitler hat den zweiten Weltkrieg nicht gewollt, - nicht einmal noch mehr Stress mit Polen, - von mir aus. Was sich seine Wehrmacht aber im Weltanschauungskrieg gegen die Sowjetunion und das Weltjudentum geleistet haben, steht auf einem anderen Blatt.