Der junge Nando lebt bei seiner Tante in Rom. In einem Traum erscheint ihm ein geheimnisvoller Fremder, der ihn zu sich ruft. Kurz darauf gehen merkwürdige Veränderungen mit dem Jungen Er entwickelt plötzlich übermenschliche Fähigkeiten und wird von einem gefährlichen Schattenwesen verfolgt, das ihm nach dem Leben trachtet. Nur um Haaresbreite kommt Nando mit heiler Haut davon und macht eine unglaubliche Er ist ein Nephilim, und damit nicht Er ist der Sohn des Teufels. Luzifer will sich Nandos Kräfte zunutze machen, um die Tore zur Hölle zu öffnen und sich zum Herrscher über die Welt der Menschen aufzuschwingen. Um dieses Schicksal abzuwenden und sein Leben zu retten, hat Nando nur eine Er muss sich der Finsternis stellen.
Jetzt, wo ich bereits daran sitze und mir die ersten Gedanken gemacht habe, merke ich, dass ich es mir nicht gerade einfach gemacht habe mit der Entscheidung, meine erste Rezension die zu "Nephilim" sein zu lassen.
Nephilim war zu Anfang kein einfaches Buch für mich. Ich las zuvor alle drei "Grim" Bücher der Autorin (bei denen mir der Einstieg ebenfalls schweg gefallen ist, die ich nun aber heiß und innig liebe), und ich griff vor allem aufgrund dieser Tatsache zu Nephilim. Als ich das Buch kaufte, fand ich weder die Story noch die Leseprobe phänomenal; ich hatte ehrlich gesagt ein wenig Angst, dass die Charaktere (und vor allem der Humor) nicht ganz meinen Erwartungen entsprächen. Jetzt sitze ich hier, habe den Roman vor ein paar Tagen beendet und denke immer noch darüber nach, obwohl ich längst etwas anderes lese; und ich bin sehr, sehr froh, dass meine Buchhandlung so wenige englische Titel führt und ich deshalb in der Eile auf das erstbese deutsche Buch meines Wunschzettels greifen musste und schließlich Nephilim bekam.
Wie bereits erwähnt hatte ich mit den wechselnden Perspektiven am Anfang kleine Schwieriegkeiten, was aber vielleicht auch daran liegen mag, dass ich immer nur wenige Seiten am Stück lesen konnte. Spätestens aber nach den ersten hundert Seiten hatten mich die Sprache und der Zauber der Schattenwelt völlig gefangen, und besonders im letzten Drittel hatte ich Schwierigkeiten, mich auf etwas anderes zu konzentrieren- der Spannungsfaktor steigt rapide. Wie schon in ihren "Grim"- Romanen schafft es die Autorin auf ganz zauberhafte Weise, den Leser mit in eine andere Welt innerhalb der realen zu nehmen und das Wunderbare im Normalen zu entdecken. Der Roman ist atmosphärisch dicht und lässt Platz zum Träumen und Wundern, und ich habe selten eine solch bildhafte Sprache erlebt- was dazu führte, dass ich deutlich länger als sonst brauchte, um den Roman zu lesen, weil es geradezu ein Genuss war, die Worte in der Fantasie aufgehen zu lassen. Dadurch empfand ich die Geschichte stellenweise doch auch als sehr düster, und manches nahm ich, obwohl ich mich beim Lesen als recht unerschütterlich beschreiben würde, als recht grausig wah; das tat aber meinem Spaß beim Lesen keinen Abbruch, im Gegenteil, ich freue mich, wenn es Bücher gibt, bei denen man sich stellenweise noch wirklich ekeln oder gruseln kann.
Erwähnung finden sollten auf jeden Fall noch die wunderbar glaubhaften, realistischen Charaktere und damit einhergehend die Wahrheit, die im scheinbaren Gegensatz zu der Verzauberung und der Kraft des Wunders steht, die der Roman ansonsten verkörpert. Diese Wahrheiten, die die Charaktere in sich tragen, selbst entdekcen oder aussprechen gingen mir teilweise so zu Herzen, dass ich weinen musste- und auch, wenn ich das vielleicht nicht tun sollte, ist der Tränen- Faktor bei mir immer ein ganz klares Indiz, dass ich einen Roman außergewöhnlich finde.
Er ist von so vielen Charaktern bevölkert, die mir ans Herz gewachsen sind, allen voran Antonio und Avartos, aber natürlich auch die kleine Dschinnyia Kaya, die oft für die (rar gesäten) "leichten" Momente des Romans verantwortlich war und viele weitere. Und was meine Zuneigung zu dem Roman auch jetzt in der Erinnerung noch vergrößert, war die Stadt Bantoryn, die beinahe die Rolle einer Person einnahm und mir ebensosehr wie der Protagonist ans Herz gewachsen ist mit ihrem Mondstaub und den Klängen von Nandos Geige über ihren Dächern. Und dann gibt es eben noch Nando. Ich weiß nicht, wie viel ich über ihn verrate, wenn ich von ihm schreibe, und ich weiß auch gar nicht, ob ich das möchte. Aber Nephilim ist so ein bisschen das Buch für diehenigen, die spüren, dass es da noch mehr gibt (und ich spreche nicht von Engeln oder Magie), für die ein bisschen melancholischen und die, die die Einsamkeit manchmal in sich tragen.
Es steckt so vieles in diesem Buch, von dem ich glaube, dass man es mit einmaligem Lesen gar nicht wahrnehmen kann- Anspielungen auf Philosophen der Menschen und Fragen, die mich wahrscheinlich noch eine Weile beschäftigen werden. Was meine Ängste von vor dem Kauf angeht: Nephilim ist kein komisches Buch. Ich schätze "guten" (das heißt meinen) Humor, ich empfinde eine tiefe Liebe zu vielen Büchern, die mich oft zum lachen brachten- aber obwohl es einige helle, absurde und komische Momente in Nephilim gab, würde ich das Prädikat "humorvoll" nicht als sein hervorchstechendstes wählen (und es kam mir deutlich ernster/ getragener vor als Grim). Die Grundstimmung des Romans ist eine recht düstere, aber insgesamt äußerst runde, deshlab fehlte mir das beim Lesen auch nicht. Nephilim ist also ein Buch, das nicht immer leicht und schnell zu lesen war, und mich stellenweise (Achtung hochgestochen!) wirklich in meinen Grundfesten erschüttert hat- und ich versuche das jetzt ganz ohne Ironie zu schreiben, denn es ist die Wahrheit. Es war eine Bereicherung, es zu lesen, und ich bin froh, dass ich Nando und die Schattenwelt kennenlernen durfte (und bald den zweiten Teil lesen darf).
Der 17-jährige Teenager Nando wird in seinen Träumen immer wieder von einem schattenhaften Wesen heimgesucht, der ihn in eine andere Welt locken will. Dann taucht plötzlich ein Obdachloser namens Antonio auf, der gar nicht wie ein Obdachloser gekleidet ist, ein merkwürdig farbiger Schmetterling fliegt gegen eine Fensterscheibenfront, Nandos Hand beginnt blaues Feuer von selbst zu produzieren und dann ist auch noch ein Dämon her, der Insekten in sich trägt und Nando töten will. All dies geschieht aus einem Grund: Nando ist ein Nephilim und der Sohn Luzifers, der seine Kräfte wiedererlangen will. Nicht nur die Dämonen wollen Nando nun töten, sondern auch die Boten des Himmels: Engel. Die einzige Möglichkeit zu überleben, besteht für Nando darin, Antonio in die Welt ohne Licht unter der Welt der Menschen zu flüchten und fortan sein Leben dort zu verbringen.
Gesa Schwartz entführt den Leser mit ihrem ersten Band „Nephilim – Die Chroniken der Schattenwelt“ in eine spannende und actionreiche Geschichte um Engel, Dämonen und Nephilim. Sie erschafft einen neuen Mythos um die Geschichte Himmel gegen Hölle und lässt den Leser in eine Welt aus sehr detailierten und bildreichen Beschreibungen mit all ihren Facetten und magischen Effekten eintauchen, so dass man sich die Orte und Charaktere sehr gut vor dem geistigen Auge vorstellen und die Geschichte beinahe selbst als eine der Figuren miterleben kann.
Die Stimmung des Romans ist insgesamt düster und magisch durchsetzt und teilweise auch mit Horrorelementen erweitert, wobei es nicht an Phantasie und Ideenreichtum mangelt, was mich sehr beeindruckte. Diese Geschichte ist eine sehr interessante Interpretation des Höllensturzes mit einer großen Liebe zum Detail, die einem das Lesen unterhaltsam macht.
Jede einzelne Figur wird einzeln vorgestellt und geschickt in die Entwicklung der Geschichte eingebaut, so dass man den Eindruck hat, diese Charaktere beinahe berühren zu können.
Die innere Zerrissenheit des Hauptcharakters Nando in der Konfrontation als Nephilim und Sohn des Teufels wie auch im Kampf um Anerkennung unter den Nephilim sorgen im Verlauf der Geschichte für Spannung und tiefgreifende Momente.
Der erste Band der „Chroniken der Schattenwelt“ ist eine wunderbare mit viel Liebe zur detailierten Beschreibung verfasste Geschichte, die sich durch ihre fantastischen Ideen und Beschreibungen von Orten und Charakteren auszeichnet und diese lebendig wirken lässt. So wird der Mythos um die Geschichte von Himmel und Hölle in einer neuen faszinierenden, düsteren Art und Weise erzählt, so dass der Leser unmöglich das Buch aus seinen Händen legen kann. Die Charaktere ziehen einen von der ersten Seite in ihren Bann, so dass man als Leser unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht.
Besonders anschaulich empfand ich die Beschreibung von Bantoryn, das weite Mohnblumenfeld, welches an die Stadt angrenzt und die riesigen Felsen, die diesen Ort wie eine Drachenklaue umschließen. Ein beeindruckendes Bild!
Die düstere Stimmung des Romans wird auf dem Cover (der düstere Engel ist in Spotlackoptik hervorgehoben) und der Innenillustration sehr gut dargestellt. Hier bekommt man bereits den ersten Eindruck der erschaffenen finsteren Phantasywelt und dem bildgewaltigen Schreibstil der Autorin, der den Leser mit sich reißt und atemlos zurücklässt.
Dieses Buch nahm mich gleich zu Beginn aufgrund seiner phantastisch detailierten Beschreibungen gefangen, so dass ich mich mit Leichtigkeit in die Phantasiewelt entführen lies und nur ungern wieder auftauche.
Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung dieses tollen Werkes, wobei ich hoffe, dass der 2. Band nicht allzu lange auf sich warten lässt.
„Nephilim – Die Chroniken der Schattenwelt“ von Gesa Schwartz ist ein gelungener Auftakt zu einer wohl mythischen, spannenden, unterhaltsamen und fantasyreichen Buchreihe, die ich sehr gern vollständig lesen möchte und keinen Teil der Geschichte vermissen möchte.
Ich hatte erst ein paar Einstiegsschwierigkeiten, weil das Buch sich gerade am Anfang viel Zeit für Erklärungen nimmt, doch dann hat es mich regelrecht gefesselt. Besonders Nando als Protagonisten mochte ich super gerne. Er hat von Anfang an mit vielen Schwierigkeiten und Unsicherheiten zu kämpfen, und mehr als einmal hätten ihn diese fast aufgeben lassen. Doch fast ist das wichtige Wort, denn in den entscheidenden Momenten schafft er es stark zu bleiben und sich selbst nicht zu verlieren. Dabei sind es gerade diejenigen, die ihn beschützen sollen, die ihn fast in den Abgrund stürzen. Denn viele haben Angst vor seinen Fähigkeiten - und mobben ihn deswegen. Eas erwarten sie denn, dass er sich gerne wie Dreck behandeln lässt? Klassisches Beispiel für Angst macht dumm, denn wann wenden sich Leute wohl eher gegen einen? Wenn man nett zu ihnen ist oder aber vielleicht wenn man sie mobbt? Hmmmm.... zum Glück gibt es genug nichtdumme Charaktere und zum Glück ist Nando so ein lieber Chara, dass er die meisten von sich überzeugen kann. In der zweiten Hälfte des Buches geht es dann auch richtig ab mit krassen Kampfszenen und vielen Ereignissen, wodurch es richtig spannend wird. Ich bin schon sehr gespannt auf den weiteren Verlauf der Reihe, da hier einige interessante Figuren aufgebaut wurden und noch vieles offen ist.
Der junge Nando lebt bei seiner Tante in Rom. In einem Traum erscheint ihm ein geheimnisvoller Fremder, der ihn zu sich ruft. Kurz darauf gehen merkwürdige Veränderungen mit dem Jungen vor: Er entwickelt plötzlich übermenschliche Fähigkeiten und wird von einem gefährlichen Schattenwesen verfolgt, das ihm nach dem Leben trachtet. Nur um Haaresbreite kommt Nando mit heiler Haut davon und macht eine unglaubliche Entdeckung: Er ist ein Nephilim, und damit nicht genug: Er ist der Sohn des Teufels. Luzifer will sich Nandos Kräfte zunutze machen, um die Tore zur Hölle zu öffnen und sich zum Herrscher über die Welt der Menschen aufzuschwingen. Um dieses Schicksal abzuwenden und sein Leben zu retten, hat Nando nur eine Chance: Er muss sich der Finsternis stellen.
Bewertung
Eigentlich finde ich es selber schade, dass ich nicht so gut darin bin meine eigene Inhaltsangabe zum Buch zu schreiben, weil ich immer Angst habe zu viel zu verraten. Auf der anderen Seite finde ich es aber nicht schlecht, denn so habe ich die Möglichkeit die Kurzbeschreibung etwas besser zuerklären. Daher möchte ich auf zwei Dinge in der Inhaltsangabe, die dieses Mal wirklich nicht schlecht ist, eingehen. Erstens wird einem hier suggeriert, dass Nando auf einmal mehrere übermenschliche Fähigkeiten entwickelt, dabei ist es nur eine, die auch nur versehentlich geschah. Zum anderen entdeckt nicht er selber dass er ein Nephilim und der Sohn des Teufels ist, sondern es wird ihm gesagt. Aber das sind nur Kleinigkeiten. Dennoch möchte ich noch ein bisschen mehr zum Inhalt sagen. Nachdem Nando als auf der Flucht vor dem Schattenwesen ist, ein wirklich übler Geselle, kann er mit Hilfe des Engels Antonio in die Schattenstadt flüchten. Hier erhält er die Möglichkeit in der Akademie der Nephilim seine Kräfte unter Kontrolle zu bekommen und auszubilden. Doch als Sohn des Teufels hat es Nando nicht leicht, denn die Bewohner der Schattenwelt sind ihm gegenübern nicht gerade freundlich gesinnt, machen doch sie ihm dafür verantwortlich, dass die Engel immer wieder die Nephilim jagen und töten nur um des Teufelssohn zu vernichten. Außerdem können sie immer noch nicht vergessen wie der vorherige Teufelssohn ein tödliches Feuer in ihre Stadt brachte. Als hätte Nando nicht schon genug damit zu tun sich selber vor den Verlockungen Lucifers zu schützen, machen es ihm seine Klassenkameraden nicht gerade leicht. Nur der Glaube von Antonio und Morpheus, sowie das Vertauen von der Dshinna Kaya helfen Nando sein Schicksal zu bewältigen.
Seit längerem schon wollte ich ein Buch von Gesa Schwartz lesen und da es mit den ersten beiden Teilen von Grimm bisher nicht geklappt hat, war ich sehr froh nun den ersten Teil der Chronik der Schattenwelt. Da Geschichten um Engel und Lucifer im Moment angesagt sind, konnte auch ich mich nicht davor verschließen. Und wie soll ich sagen, schon die ersten Seiten konnten mich in Ihren Bann ziehen, denn Glücklicherweise, dauerte es bei Gesa Schwartz nicht erst 100 Seiten, bis Nando das weiß, was wir bereits seit dem Lesen des Klappentextes wissen. Hier wird der Leser gleich nach 50 Seiten Einführung mitten ins Geschehen geschleudert. Für mich war das wirklich angenehm.
Der Schreibstil hat mich hier sehr gut gefallen. Gesa Schwartz hat eine unheimlich wundervolle Weise ihre Welt zu beschreiben. Auf der einen Seite war ich fasziniert von Ihrer bildhaften Beschreibung, was dazu führte, dass ich mich in die Schattenstadt regelrecht verliebt hatte so detailgetreu konnte ich sie mir vorstellen, doch auf der anderen Seite war es im Mittelteil des Buches ein bisschen zu viel des guten und ich musste eine kurze Lesepause einlegen, damit ich mir das Buch selber nicht verderbe. Ich weiß nicht genau woran es lag, aber im Mittelteil verlor ich ein bisschen an Leselust, die zum Ende des Buches vollständig verschwand und mich zum weiter lesen zwang. So ein fulminantes und aufregendes Ende hatte ich schon seit langem nicht mehr.
Vielleicht lag die Leseflaute auch an der Entwicklung von Nando, denn über mehrere hundert Seiten zweifelt der Junge an sich selber und zerfließt manchmal in Selbstmitleid, so dass ich in einigen Situationen am liebsten im am Kragen gepackt hätte um ihn kräftig zu schütteln und ihm zu sagen, dass er sich mal zusammen reißen soll. Die Selbstzweifel wurden wirklich erst auf den aller letzten Seiten besser. Obwohl ich mit Nando dementsprechend teilweise meine Probleme hatte, muss ich sagen, dass sich Gesa Schwartz tolle Charaktere für Ihre Geschichte aus gesucht hat. Während ich am Anfang einige Charaktere nicht ausstehen konnte, wie zum Beispiel Noemi, die Nando das Leben in der Akademie zur Hölle gemacht hat, so konnte man sie am Ende nur gern haben, nachdem sie selber gemerkt hatte was für einen Fehler sie doch beging.
Ich weiß nicht was ich für eine Geschichte erwartet hatte, vielleicht ein bisschen mehr Romantik oder Liebe, aber Gesa Schwartz ist ganz ohne diese beiden ausgekommen und ich muss sagen sie haben mir nicht wirklich gefehlt, klar hätte ich mir gewünscht, dass Noemi und Nando nach den anfänglichen Schwierigkeiten zusammen gekommen wären, aber vielleicht kann ich ja im nächsten Band darauf hoffen. Ansonsten konnte mich einige Szenen wirklich schocken und doch gleichzeitig faszinieren.
Fazit
Trotz einiger Längen und der teils sehr ausschmückenden Beschreibung, die mich manchmal doch gelangweilt hat, so dass ich das Buch nicht in wenigen Tagen genießen konnte, habe ich mich gut unterhalten gefühlt und besonders das fulminante und sehr erschreckende Ende konnten mich dann doch noch überzeugen, so dass ich von meinen anfänglichen drei Punkten auf vier Punkte erhöhen konnte und gespannt bin wie es mit Nando, Noemi und den anderen Nephilim weiter geht.
Danke, aber nein, danke. Wenn mich nach fünf Seiten schon alles nervt und Cover und Buchrücken im Grunde schon alles wissen lassen, was man über diesen und die zwei Folgebände wissen muss... Nun ja, dann kann ich mir die Zeit sparen.
Schon eine ganze Weile lag dieses Buch auf meinem SuB, nachdem ich es ertauscht hatte und nun habe ich es mir endlich einmal vorgekommen.
Nando ist ein stinknormaler 17jähriger Junge.. glaubt er zumindest. Nach dem Tod seiner Eltern lebt er bei seiner Tante, arbeitet als Tellerwäscher und ist ein stinknormaler Jugendlicher. Oft hat er in dem Restaurant in dem er arbeitet, für die Obdachlosen seiner Stadt eine warme Mahlzeit übrig, was sich recht schnell, in deren Kreisen rumspricht. Eines Abends, er befindet sich alleine in dem kleinen Restaurant, um noch ein paar Sachen zu erledigen, steht erneut jemand vor ihm. Aufgrund von dessen Auftreten hält Nando diese Person ebenso für einen Obdachlosen, was sich jedoch recht schnell als falsch entpuppt. Der Fremde erzählt ihm, dass er ein Engel ist und Nando ein Nephilim, zudem des Teufels Sohn. Der junge Tellerwäscher glaubt ihm anfangs nicht, doch Engel und Dämonen sind ihm bereits auf den Fersen. Antonio, der Engel, der sich ihm angenommen hat, bringt ihn in die Tiefen der Unterwelt, wo er lernen sollen, seine Fähigkeiten und Kräfte zu kontrollieren. Doch wird es Nando tatsächlich gelingen, diese zu bändigen? Kann er den "Rufen" des Teufels widerstehen, welche sich Nandos Kräfte ebenso zu Nutze machen will? Und wie werden all die anderen Nephilim auf ihm reagieren, wenn sie erfahren, was er wirklich ist.. ein Teufelssohn?
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich manchmal ein wenig.. Konzentrationsschwierigkeiten hatte. Ich weiss nicht genau, ob es an dem Buch lang oder an dem manchmal etwas langatmigen Schreibstil der Autorin, aber die Schwierigkeiten waren da. Gesa Schwarz hat dennoch ein Werk geschaffen, welches anders ist als die anderen. Ihre Beschreibungen waren über das Buch hinweg zwar manchmal etwas langatmig und man hätte es sicherlich das eine oder andere Mal verkürzen können, aber gerade zum Ende hin nimmt das Buch um einiges an Fahrt auf. Das Thema Nephilim hatte ich persönlich so noch nie und dennoch hatte ich oftmals das Gefühl, Nando und die anderen vor mir stehen zu haben. Das Buch beschreibt Eigenschaften wie Mut, Vorurteile gegenüber anderen und Freundschaft, das Durchringen zu Entscheidungen, die für einen selbst am besten sind oder dass man auch mal jemandem verzeihen muss, den man eigentlich gar nicht richtig kennt.
Alles in allem ein Buch, welches sich trotz der langatmigen Passagen empfehlen lassen kann und welches von mir 4 von 5 Sonnenblumen bekommt.
HANDLUNG In dem ersten Band der Chroniken der Schattenwelt erfährt man mit Nando, dass er ein Nephilim ist - und dazu noch der Sohn des Teufels! Man begeleitet ihn in eine faszinierende Welt jenseits des Lichts und dort bereitet er sich für den Kampf gegen den Teufel vor. Und nicht nur gegen ihn muss er sich wehren: Dämonen sowie Engel wollen den Teufelssohn tot sehen und jagen ihn.
MEINUNG Gesa Schwartz schreibt sehr beschreibend und detailverliebt. Und genau dieser Schreibstil hat mich an Nephilim so gestört. Durch die ausführlichen Schilderungen wurde es einfach zu langatmig. Insgesamt hätte das Buch kürzer sein können. Ich gebe es nur ungern zu aber manchmal dachte ich daran, das Buch einfach abzubrechen oder es an die Wand zu werfen. Ich quälte mich teilweise durch die Seiten. Vor allem die ersten 100-150 Seiten ziehen sich wie Kaugummi und ich fragte mich die ganze Zeit, wann das Buch anfängt. Zudem war ich sehr verwirrt, denn es kamen neuartige Begriffe und kuriose Namen auf mich zu, die ich nicht wirklich den Personen zuordnet konnte. Hinzu kam die altertümliche Sprache und die kleine Schrift - Das Chaos war perfekt. Zum Glück wurde es, zumindest kam es mir so vor, ab ungefähr Seite 150 besser, denn ab da beginnt Nando seine Ausbildung und es wird zunehmend interessanter. Auch gibt es öfter Gespräche, Kämpfe oder andere aufregende Szenen. Sobald es spannender und hektischer wird, werden auch die Sätze kürzer und lassen sich angenehmer lesen.
Man begleitet Nando in dieser neuartigen Welt und lernt mit ihm neue Charaktere kennen - gute wie schlechte. Und nicht nur er ist es, der sich während der Handlung verändert, auch andere Figuren verändern sich von unsymphatischen zu liebenswerten Charakteren. Sie sind so authentisch und real, dass man ihre Entscheidungen und Gefühle versteht.
FAZIT Nephilim hat eine interessante Handlung mit einer durchdachten Grundidee. Gesa Schwartz erschaffte eine atemberaubende Fantasywelt mit vielen verschiedenen Charakteren. Mir gefielen die dramatischeren Szenen und zwischenmenschlichen Beziehungen sehr gut. Alles wurde durchdacht und ausgebaut und doch gibt es einen Punkt, der mir den Lesespaß genommen hat: Der Schreibstil hat das Buch für mich sehr viel langatmiger und teils auch langweiliger gemacht als es eigentlich ist.
I won't read any book from Gesa Schwartz again... It was not my taste.
Conclusion in german:
Dieses Buch hat einfach nicht meinen Geschmack getroffen. Ich kann mir vorstellen, dass es andere Leser mit völlig anderen Augen lesen werden oder bereits gelesen haben. Die Grundidee ist gut und hat mein Interesse geweckt überhaupt erst das Buch zu lesen, leider war's einfach nichts für mich.
sehr sehr spannende Story. ich konnte kaum die Finger davon lassen und freue mich unheimlich aufs 2. Band. teilweise allerdings langwierig, ich wünschte mir dass einige textpassagen nicht so ins Detail gingen. Gesa Schwartz umschreibt gerne alles, und das sehr poetisch. empfehlenswert ist es nur wenn man viel Phantasie hat und action gerne liest.