In de serie 'De mooiste gedichten' van de Vlaamse uitgeverij 'Davidsfonds' verscheen een deeltje met werk van de Duitse dichter Holderlin (1770-1843), vertaald door Piet Thomas en Ludo Verbeeck. Nergens wordt duidelijk gemaakt dat het een onveranderde herdruk betreft van een kleine Holderlin-bloemlezing (23 gedichten), onder de titel 'Weerloos'*, die verscheen in 1987. Een jaar later publiceerde Ad den Besten zijn fraaie Holderlin-uitgave met ruim honderd gedichten plus inleiding en verklarende aantekeningen: 'Gedichten'**. Den Besten maakte duidelijk hoe belangrijk de klassieke metra waren voor Holderlin. In de vertalingen van Thomas en Verbeeck is van die metra niets overgebleven. Zelfs de fouten, door Den Bestens vertaling aan het licht gebracht, zijn niet verbeterd. Al met al lijkt dit een nodeloze uitgave, zij het fraai vormgegeven en verlucht met illustraties van William Blake. Overigens wisten Holderlin en Blake niets van elkaars bestaan, zodat het opnemen van deze prenten nogal willekeurig is.
Johann Christian Friedrich Hölderlin was a major German lyric poet, commonly associated with the artistic movement known as Romanticism. Hölderlin was also an important thinker in the development of German Idealism, particularly his early association with and philosophical influence on his seminary roommates and fellow Swabians Georg Wilhelm Friedrich Hegel and Friedrich Wilhelm Joseph Schelling.
Friedrich Hölderlin (1770-1843) expresses himself in powerful images. Most of the poems included in this anthology are devoted to nature, often using Greek mythological figures, as was common in this period, German Romanticism. Color illustrations by William Blake (1757-1827) have been added to the texts. One can at best say that these images are contemporary, but I have not discovered any connection to Hölderlin's poems. Ludo Verbeeck has provided an introduction. The entire work is a well-produced publication. JM
Friedrich Hölderlin, *20.3.1770, wurde vor 250 Jahren geboren und ist einer der bedeutendsten Lyriker seiner Zeit. Er starb 1843, hat also den Vormärz, eine der verrückteren Zeiten Deutschlands voll mitgemacht. Dazu Klassik, Romantik, Biedermeier. Meinem Gefühl nach, nicht jeder stimmt dem zu, würde ich ihn der Romantik zuordnen.
Heute sind wir es nicht mehr gewohnt, Gedichte zu lesen, sie auswendig zu lernen, sie zu schmecken und zu spüren im Munde und im Geiste bis wir sie fühlen können. Heute geht alles schnell, braucht einen Schockeffekt, Spannung, muss lustig sein und unterhaltend. Anlässlich des 250. Jubiläums seiner Geburt habe ich mir vorgenommen, ein wenig Hölderlin zu lesen. Hyperion ganz sicher, die Gedichte wohl, die Weltliteratur der Friedrichs vielleicht. Den Anfang mache ich mit diesem Gedichtband, den ich Stück für Stück, jeden Tag ein Gedicht oder weniger lese.
Sie sind schön, manchmal patriotisch, oft aber der Natur und der Liebe gewidmet. Mal sehen, eines werde ich auswendig lernen. Ich kann bislang, die Schule liegt 36 Jahre zurück, nur Shakespeare, Ovid und ein kleines Stück Kalevala, jeweils in Originalsprache, auswendig, aber kein einziges deutsches Gedicht. Sagt ziemlich viel aus über uns Deutsche, nicht?