Agnes A Tragedy In Five Acts is a play written by Frederick Hebbel and first published in 1909. The play is set in the 15th century and tells the tragic story of Agnes Bernauer, a beautiful and virtuous woman who falls in love with Albert, the Duke of Bavaria. However, their love is thwarted by the Duke's father, who disapproves of their relationship because Agnes is a commoner. The Duke's father plots to have Agnes killed, and she is eventually drowned in the Danube River. The play explores themes of love, class, and power, and is considered one of Hebbel's most important works. It has been adapted into various forms, including operas and films.This scarce antiquarian book is a facsimile reprint of the old original and may contain some imperfections such as library marks and notations. Because we believe this work is culturally important, we have made it available as part of our commitment for protecting, preserving, and promoting the world's literature in affordable, high quality, modern editions, that are true to their original work.
"Die Bernauerin ist ertrunken!" So heisst es in der Bernauerin vertont von Carl Orff. Man hat natürlich nachgeholfen auf Befehl des Herzogs Ernst von Bayern. Ein gut zu lesen Theaterstück.
Ein interessantes Stück Zeitgeschichte. Ich kann dennoch nicht sagen, dass es mir gut gefallen hat. Die Dialoge sind für mich oft schwer zu verstehen gewesen (klar, es war eben eine andere Zeit) und das Handeln der Charaktere erschließt sich mir aus heutiger Sicht nicht. Nun kann man argumentieren, dass ich es mit den Augen des Lesers des 19. Jh. betrachten müsste. In diesem Fall möchte ich das nicht. Die Schuld der Frau, die als Opfer für gesellschaftlichen Konflikt herhalten muss; der Mann, der natürlich als König aus der Geschichte hervorgeht; die unabdingbare Tragödie; die Argumentation Agnes mit der Ermordung eigentlich Gutes zu tun (das Christentum schlägt mal wieder zu)... Ja, in der damaligen Zeit war das auch tragisch, aber irgendwo nachvollziehbar. Aus heutiger Sicht eine völlige Katastrophe, die mich beim Lesen teils wütend macht. Da bin ich doch froh, dass die Gesellschaft sich davon ein Stück weit gelöst hat, wenn auch nicht von allen Problematiken, die hier zu finden sind.
Ich habe diese Liebesgeschichte und Vater-Sohn-Tragödie mit glühenden Wangen gelesen. Trotzdem: Die Tragödie hat sich selbst knapp verfehlt. Die eigentlich tragische Figur ist der Vater, dessen Gewissenskonflikt zu wenig Raum hat.
Was für ein schlechter Start ins neue Jahr :/ Ich muss sagen, dass mir Hebbels frühere Dramen deutlich besser gefallen haben. Insbesondere Judith fand ich wirklich gut und originell. Bei Agnes Bernauer hatte ich hingegen das Gefühl, dass ein Klischee nach dem nächsten abgearbeitet wurde. Es handelt sich zwar definitiv bei Agnes Bernauer um ein ganz klassisches Drama, aber gerade das finde ich einfach langweilig. Hier wurde sich nichts getraut und einfach nach Schema F gearbeitet. Schade, da Friedrich Hebbel in meinen Augen wesentlich mehr kann