Eine der größten Mühen im Leben eines jeden (orthodoxen) Christen ist das Gebet. Jede Arbeit und jede Tätigkeit kann leicht erlangt werden, doch das Gebet ist eine hohe Kunst und eine besondere Fähigkeit, die denen gegeben wird, die sich mit Demut und Glaube an Christus wenden. Das Buch ist wie eine warme Decke für die Seele, die mich mit der endlosen Liebe Christi berührt hat. Hier ist alles Gebet – jede Bekenntnis, jedes Zugeben der eigenen Schwächen, jedes Schweigen und jede Silbe.
Archimandrit Sophrony stellt in seinem Buch seine Erfahrungen auf dem Weg des geistigen Lebens und berichtet auch über seine Begegnungen mit dem heiligen Siluan und anderen Mönchen, von denen er über das Gebet gelernt hat. Diese Weisheiten und Lehren gibt er an uns weiter, die wir ebenfalls auf der Suche danach sind, die Worte Christi zu erfüllen und zu leben. Archimandrit Sophrony stellt den schmerzvollen Weg dar, den man gehen muss, um die Vollkommenheit des Gebets im Geiste zu erreichen. Er redet von der Liebe, von den Hürden im geistigen Leben, von den Schwächen des Menschen und von der Größe Gottes, dessen Berührung jegliche Schwäche zunichte macht. In diesen Schwierigkeiten und in der Finsternis leuchtet das Licht des auferstandenen Schöpfers, der durch Seinen Tod den Tod zerstört hat. Wenn wir diesen unseren Schmerz hinnehmen und gleichzeitig auf Christus schauen, können wir vieles verstehen und erfüllt werden.
„In der Eitelkeit dieser Welt ist meine Seele ausgedorrt und ich bedarf dringend des lebendigen Wassers, das von meinem Schöpfer ausgeht und «in das ewige Leben quillt». Ich schreibe und die ganze Zeit halte ich mich zurück, um mich nicht einer solchen Sprache zu bedienen, die in Wirklichkeit die einzig mögliche ist, um den quälenden Schmerz meines ganzen Seins auf der Suche nach meinem Gott und Erlöser auszudrücken. Mein ganzer Körper betete ebenfalls, in eins zusammengeballt. Die Stirn war auf die Erde gepresst, die Tränen flossen in Strömen, brennende Tränen, die die harten Steine der Leidenschaften in mir auflöste".
So nahbar, zerbrechlich, offen der heilige Vater sich auch zeigen mag, schimmert durch Archimandrit Sophrony seine Heiligkeit und das Wirken Christi. Genau in dieser Demut liegt die Kraft Gottes. Ihm sei alle Ehre in Ewigkeit, Amen!