Ein ganz, ganz tolles Buch, das ich extra langsam gelesen habe, weil ich einfach nicht wollte, dass es vorbei ist. Nur ganz kurz zum Inhalt: Der Antiquar Alexander lernt den Immobilienmakler Faller kennen und begleitet ihn als Chauffeur auf einer Reise durch Deutschland. Die beiden ungleichen Männer kommen ins Gespräch, lernen sich kennen, reden über dies und das und letztlich auch über das größte Geschenk des Lebens: Die Liebe. Der Klappentext hat mich sehr angesprochen, doch niemals hätte ich geahnt, dass ich mich so in der Geschichte verlieren kann. Viele Themen werden behandelt, für mein Empfinden drehte sich aber alles um die Themen Freundschaft, Respekt und Liebe. Schon nach wenigen Seiten war ich eingetaucht, der Schreibstil hat mich einfach eingesogen und ich weiß noch nicht mal genau, warum. In klaren Sätzen und mit einfachen Worten, von denen keines unnötig erscheint, beschreibt Bayer Situationen und Charaktere und skizziert Landschaften und Begegnungen. Die Sprache ist eindringlich und tiefgründig, und ich konnte mich ihr nicht entziehen. Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet, menschlich und lebensnah, beide sehr interessant. Während der Antiquar eher zweifelnd, grübelnd und unzufrieden mit sich erscheint, wirkt Faller reifer, intelligent und in sich ruhend. Beide waren mir sehr sympathisch, der Eine, weil er durch seine Zweifel so menschlich erscheint, der Andere, weil ich seine Haltung sehr geschätzt habe. Die Gespräche und Dialoge zwischen den beiden sind intelligent und tiefsinnig, oft habe ich innegehalten und nachgedacht, manches mehrfach gelesen und einiges markiert. Und ganz nebenbei lernt man zwischen all den genüsslichen Dialogen auch noch die bereisten Uni-Städte kennen und erhält eine Leseliste von Büchern, die Alexander auf der Reise gelesen und für gut befunden hat. Das Ende überrascht, passt aber hervorragend und verwundert mich nicht wirklich. Ich hatte so was schon geahnt, war aber trotzdem erschrocken und berührt. Ein tolles Buch, das mich mitgenommen hat auf eine emotionale Reise, begleitet von interessanten Charakteren und intelligenten Dialogen. Doch vor allem der Schreibstil hat mich eingefangen und überzeugt, so dass ich nun neugierig bin auf weitere Bücher des Autors.
Schöne Liebesgeschichte, aus einer ungewöhnlichen Perspektive heraus erzählt, nämlich in Form eines Reise-Dialogs zwischen zwei Männern. Bayer macht hier, was er am besten kann: das Leben und die Liebe mit allen Irrungen, Wendungen, ausgelassenen Chancen, Freuden und Tragödien zu beschreiben. Nimmt man das kurze Buch einmal in die Hand, kommt man nur schwer davon los – ich hatte es in einer verschrumpelnden Badewannen-Sitzung durch. Nett auch die Literaturtipps, die der Autor in seinem Werk verpackt. Ganz Bayer-untypisch gibt es diesmal kaum etwas zur Musik. Ein Teilaspekt des Endes des Romans war mir recht bald klar, auch wenn der Ich-Erzähler viele Nebelkerzen wirft. Ein weiterer am Schluss aufgedeckter Zusammenhang kam aber zumindest für mich sehr überraschend und gibt der erzählten Geschichte noch einmal eine ganz neue, wehmütige, aber auch tröstlich stimmende Bedeutung. Guter Mann, der Bayer.
This book came full circle for me. This was such a captivating read, melancholic, grand and beautifully well thought out. I now have a great new read to recommend at the bookstore. ♡
Das Buch wurde von mir von unserer sehr guten örtlichen Buchhandlung empfohlen und ich kann auch verstehen warum man es mag. Die tiefsinnigen Dialoge, der Flow, das ungewöhnliche Setting. Leider kam nichts davon wirklich bei mir an, weil die Gedanken und die Dialoge der Hauptcharaktere oft abwertend gegenüber Frauen sind und die beiden sich im Grunde eine Weltsicht teilen. Reichtum wird im Buch auch sehr gefeiert und die große Wendung war sehr sehr kitschig. Trotz aller Kritik mochte ich vor allem die Liebe zur Literatur die das Buch vermittelt. Wer mit der sehr männlich konservativen Weltsicht klarkommt bitte lesen.
You can tell straight off that this was written by a man. The way female characters are described is absolutely awful. They are just candy to a man's eye. Catching the admiring looks of a man, makes us women open up like flowers. It was just terrible and I cannot understand how anybody can get away with such awful writing and get it published! Added to this is the protagonist's blindness. I knew from the start where the journey would end but he never questions and just doesn't understand the man he supposedly admires and wants to be like. Don't bother reading this drivel.
Ja, ich muss anderen Rezensenten Recht geben, das Frauenbild ist schrecklich, aber das Buch wurde ja nun mal auch von einem Mann geschrieben. Mich störte vielmehr, dass Alexander sich so darin versteift, Faller nachahmen oder in seinen Augen aufsteigen zu wollen, um dann am Ende einfach nur in dem ihm Zugefallenen zu sitzen und nichts aus seinem Leben zu machen. Ja, Agnes ist passée, aber er ist gerade mal Mitte 30. Um auch Klischees zu bedienen: Welcher Mann weiß in dem Alter schon, was er eigentlich vom Leben will?
This entire review has been hidden because of spoilers.
Ich hab nicht erwartet dass dieses Buch das beste Ende des Jahres zu werden war! Thomie Bayer hat seine Gedanken auf den Zungen von Faller und Alexander in dem besten Weg dargestellt. Die Gespräche zwischen den beiden im Jaguar waren von den besten Gesprächen, die ich bis jetzt gelesen und gehört habe. Das Ende aber, war was anders, so schockiert wie möglich..! Und ja, wie Christine Westermann sagte, "bitte unbedingt lesen!".
What can I say: I am deeply embarrassed to have actually read this mansplaining disguised as a book. It’s about two ”culturally intellectual” men driving around Germany objectifying women and idolizing each other. The end I had figured out before they even got the engine running in the first place...
Sehr nett, süffig und dem Eskapismus huldigend. Ein bisschen "Knockin on Heaven's Door", ein bisschen Philipp Marlow, bisschen Murakami. Coole, verletzliche Typen, deren Schwäche die Schönheit unabhängiger Frauen mit Hang zum Narzismus ist, sind "On the Road" in gediegenem Ambiente deutschen Kleinstädte. Philipp Marlow für Männer Ü50.
“Fallers großer Liebe” erzählt wie der mittelmäßige Storz auf Faller trifft, einen reichen, bewundernswerten und etwas älteren Mann. Gemeinsam reisen die beiden in Fallers Auto von Stadt zu Stadt. Das Buch zieht sich manchmal und die Figuren kommen auch etwas platt daher. Dennoch hat das Buch viel Leichtigkeit und auch wenn manche Wendungen vorausschaubar sind, begeistern sie.
Straight out flat, embedded with stereotypes, poor perspectives on women and a macho tone that leaves a bitter aftertaste. Except for some lucky paragraphs, this novel leaves a lot to wish for.
I read this in Swedish, didn' find that edtion here on Goodreads. This is not my cup of tea. German literature is pretty much an unread book for my part, with the exception of the internationally known older authors.
This is a road-trip-bildungsroman. Alexander, who owns a pretty shabby used bookstore, is invited by the wealthy real estate mogul Faller to drive him around (West) Germany - to different university cities. They have just met, but Alexander is hardly an ardent bookstore owner and agrees. Faller explains he lost his license due to alcohol and the boys do consume a good quantity of fine wine every evening.
Alexander enjoys driving Faller's Jaguar and talking to him, becomes his friend. Now the intelligent reader - moi - quickly understands what Faller is up to as soon as he learns he is giving away his apartments. Alexander does not, which is annoying.
Bayer does still surprise me at the very end - but in my considered opinion he cheated!
This was recommended to me by my local bookstore owner. And it is about a reader and reading, but it is not about Fantasy or Science Fiction, nor is it funny; one or more of which aspects I prefer in a book. On the other hand Daniel also recommended Robert Graves Collected Short Stories which gave me considerable pleasure for several months.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Two annoyingly self-absorbed men meet through their love of books and agree to take a road trip together through Germany. Despite their initial reserve (and heavy drinking), both come to discuss bits and pieces of their past, which reveals an unexpected twist in a great love lost to both of them. Neither profound nor particularly moving, this book requires a bit of patience with the slow tempo and repetitive language.