Dagmar Röhrlichs „Tiefsee“ überzeugt durch einen klaren, schnörkellosen Stil, der das Lesen angenehm macht. Auch wer kein Fachwissen mitbringt, findet leicht Zugang zum Text. Die Illustrationen sind sicherlich Geschmackssache. Sie wirken eigenwillig, teilweise sind sie nicht informativ aber haben einen eigenen Reiz und fügen sich stimmig in das Buch ein. Der Titel selbst weckt jedoch Erwartungen, die das Buch nur teilweise erfüllt. Über das eigentliche Leben in der Tiefsee erfährt man erstmals ab Seite 121. Ein passenderer Titel wäre vielleicht etwas in der Art von „Die Reise der Challenger und Geschichten aus der Tiefsee“. Allerdings hätte ein solcher Titel vermutlich weniger Leser angezogen.