Auf Sylt staut sich die Hitze, alles redet vom Jahrhundertsommer, als innerhalb weniger Tage drei kleine Mädchen spurlos verschwinden. Es gibt keine Zeugen, keine Hinweise, keine Lösegeldforderung. Die Reichen und Schönen verlassen die Insel. Die Polizei arbeitet auf Hochtouren. Aber es sind nicht die Ermittler, die dem Täter gefährlich nahe kommen. Es sind vier Menschen, die auf den ersten Blick nichts verbindet: Eine Mutter, die ihre kleine Tochter schon verloren glaubt. Ein alternder Journalist, alkoholabhängig und seit Jahren auf der Suche nach der ganz großen Story. Eine ehrgeizige Maklerin, die ihren Erfolg nicht aufs Spiel setzen will und stattdessen mit ihrem Leben spielt. Und eine junge Frau, die sich um ihre Kindheit betrogen fühlt und nachts lautlos und ohne Spuren zu hinterlassen in die Villen am Watt einbricht, um an fremdem Leben teilzuhaben
Nach meinem Sylt Urlaub war das Buch ein Muss. Es ist schön, genau nachverfolgen zu können, wo sich die Personen gerade aufhalten.
Der Roman hat seine Höhen und Tiefen. Der Beginn war sehr schleppend, spannend war es für mich leider nicht. Es nahm zum Glück an Fahrt auf, sodass ich bis ziemlich mitgefiebert habe, bis kurz vor Ende. Das Ende wiederum hat mich enttäuscht. Zu einfach. Aber nun gut. Die Charaktere finde ich sympathisch, wobei ihre Beziehungen und Eigenschaften sehr an der Oberfläche blieben.
Also für Sylt Fans eins Muss, für Krimifans vielleicht nicht die allerbeste Wahl.