Die Liebe ist wie das Licht. Versucht man, sie in einen festen Rahmen zu pressen, verschwindet sie.
London, 1910: Virginias Schwester Vanessa trifft den Kritiker Roger Fry, der die Kunst in England neu beleben will. Die Begegnung mit ihm inspiriert Vanessas Hunger nach Farben, Leidenschaft – und Liebe. Schließlich wagt sie es, ihre moderne Auffassung von Malerei ebenso wie ihre Sinnlichkeit offen auszuleben. Doch sie zahlt einen hohen Preis dafür ... Virginia entscheidet sich indes, Leonard Woolf zu heiraten, und strebt an, was vielen in ihrer Zeit verwehrt bleibt: als Ehefrau zu arbeiten und den Traum vom Schreiben zu verwirklichen.
Das ist doch mal ein gelungener zweiter Teil der Triologie 'Die Liebenden von Bloomsbury'. In diesem Buch geht es in erster Linie um Vanessa Bell, aber auch ihre Schwester Virginia und fast alle aus Teil eins kommen nicht zu kurz. Die heiteren, freitäglichen Treffen der Bloomsbury Künstler und Freigeister gibt es weiterhin und es werden neue Pläne geschmiedet. Roger Fry spielt dabei eine wesentliche Rolle, er organisiert diverse 'Kunstskandale' und hinterlässt auch in Vanessas Leben seine Fussspuren. Von Clive ihrem Ehemann tolerieren, fängt Vanessa eine Liebschaft mit Roger an und ihr für mich recht unstehter Lebensstil nimmt ihren Lauf. Aber auch diese Liebe wird sie nicht einfangen und Vanessa Bell beginnt eine neue Schwärmerei...ist es evtl jemand aus der Bloomsbury Group?! Virginia hat immer noch hart mit sich, ihrem Buch, ihrem Leben und der Psyche zu kämpfen. Es kommt zum äußersten und noch nicht mal ihre Schwester kann ihr helfen. Leonard Woolf allerdings ist für Virginia ein rettenden Anker und schenkt ihrem Leben Stabilität. Das Buch macht Spaß, langweilig zu keiner Sekunde und noch dazu lernt man Vanessa Bell und Virginia Woolf besser kennen. Teil 3 steht auf jeden Fall auf meiner must read Liste.