Sina ist neu im Internat und während sie noch versucht herauszufinden, wer Zicke und wer Freundin ist, stirbt eines der Mädchen, angeblich an Magersucht. Sina fühlt sich mitschuldig, denn sie konnte Lilli nicht leiden, aber dann findet sie Lillis Tagebuch mit erschütternden Informationen. Und in Sina keimt ein furchtbarer Verdacht auf. Wovor hatte Lilli Angst?
Inhalt: Sina ist ein rebellischer Teenager, sie kommt mit der neuen Frau ihres Vaters nicht klar und versucht möglichst viel Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Als sie immer mehr auf die "schiefe Bahn" gerät, entscheiden ihre Eltern, dass sie auf ein Internat soll, damit ihr Verhalten sich bessert und sie von ihrem gewohnten (schlecht beeinflussenden) Umwelt loskommt. Am Anfang ist Sina gegen die neue Schule, sie hat sehr viele Vorurteile, doch schnell wird klar, dass die Schüler auf dem Internat doch nicht so doof sind, wie gedacht. Da wäre zum Beispiel ein bestimmter Till, der "indianerglattes" Haar hat und sonst auch ziemlich schnuckelig ist... Eines Tages erfahren die Schüler, dass ihre Mitschülerin Lili (die als Elfe bezeichnet wird) gestorben ist. Niemand weiß so recht was passiert ist. Jedoch hat Sina eine schreckliche Ahnung, diese Ahnung wird sogar noch bestärkt, als sie Lilis Tagebuch findet, in dem Lili schildert, dass sie Angst hat und dass jemand sie umbringen will... Zusammen mit ihren Freunden, möchte Sina Lilis Mörder finden.
Meine Meinung: Elfengrab ist nicht mein erster Arena-Thriller und auch von der Autorin habe ich schon Lügenengel gelesen. Lügenengel liegt schon einige Jahre zurück, aber ich weiß noch, dass ich es super spannend fand, was ich von Elfengrab leider nicht sagen kann.
Sina ist fünfzehn und benimmt sich sehr, sehr bockig. Und das scheinbar ohne Grund, schließlich haben sich ihre Eltern im Guten getrennt und sind sogar noch Freunde. An einigen Stellen sagt sie auch, dass sie sich für ihre Mutter freut, warum also der Hass gegenüber der freundlichen neuen Ehefrau des Vaters? Okay, mag sein, dass es ein schwieriges Alter ist. Aber sobald sie auf dem Internat ist, BÄM und schon mag sie ihre neue Situation. Anfangs noch etwas halbherzig, dann plötzlich ein beliebtes Mädchen, mag ihre Stiefmutter doch plötzlich, mag Lili und Vivi plötzlich (zuvor hat sie beide nicht gemocht, ohne ersichtlichen Grund). Die Charakterentwicklung ist für mich einfach viel zu schnell vorangegangen und das Teenager Gehabe habe ich nicht nachvollziehen können, alles schien viel zu oberflächlich...
Das selbe geht auch um die "Liebesbeziehung" bzw. um die, wie soll ich's nennen, "Mini-Möchtegern-Dreiecksbeziehung".
Und genau das selbe geht für die so genannten Twists, die in diesem Genre ja eigentlich Gang und Gebe sind. Die Autorin versucht den Leser auf eine falsche Spur zu bringen, hab ich eigentlich nichts dagegen, aber das macht sie auf so plumpe Art und Weise, dass ich am liebsten einfach schreien würde. Relativ am Anfang wusste ich schon wie alles sich auflösen würde und das war einfach nur langweilig.
Im Grunde hatte ich keinen Ansporn um mich von Kapitel zu Kapitel zu hangeln, da die Handlung der Geschichte schon tausendmal von anderen Autoren erzählt wurde (mal besser, mal schlechter). Es gab eigentlich nichts, was dem Buch Individualität verliehen hätte. Nichts.
In der Kürze liegt die Würze: Platte psychologische Aspekte, klischeehafte Charaktere, klumpige Spannung (ja klumpig, da sie nie fließt, wenn ihr wisst, was ich meine). Ein Thriller für Jüngere, die nicht viel von der Sorte gelesen haben. Für ältere Lesehasen, eher langweilig, achtung: Aggressions-Gefahr.
Bewertung: Auf Grund all dessen, kann ich leider nur ein ♥ Herzchen vergeben. Ich war oft genug kurz davor das Buch gegen die Wand zu schleudern und bin froh, dass diese Qual vorbei ist.
In diesem "Thriller" war leider nichts stimmig. Wirklich nichts.
In "Elfengrab" von Ulrike Bliefert geht es um die junge Sina, die, bockig und pubertär wie sie ist, von ihren Eltern gegen ihren Willen in das Internat Schloss Granzow gesteckt wird. Dort entwickelt sie sich quasi über Nacht zu einer braven Vorzeigeschülerin, die nicht wirklich Probleme mit anderen Schülern hat, auf einmal gute Noten schreibt, die Welt der Liebe und der Leidenschaft entdeckt und wunderbar zu den anderen eindimensionalen Figuren passt. Denn hier haben wir das erste Problem: Charakteristische Eigenschaften besitzt kaum eine Person in diesem Buch. So hinterfragt man auch nicht, warum die Protagonistin zu Beginn radikal bockig und nach keinen fünfzig Seiten lammbrav ist, man kennt sie schließlich nicht. Doch auf den plötzlichen Sinneswandel folgt noch etwas viel Schlimmeres: Ein erster Tag, eine erste Woche in der neuen Schule, die in nur einem Satz abgetan wird. Umschreibungen des Schulkonzepts, Aufbau und Sinnhaftigkeit von Projekten oder Entwicklung zwischenmenschlicher Beziehungen? Fehlanzeige. Schon zu Beginn des hier ausgeschriebenen "Thrillers" wird klar, dass das Buch es nicht so mit Emotionen hat. Die Figuren wirken nahezu kalt, selbst das kleine Liebesdreieck ist eher eine Lachnummer als etwas ernsthaftes und Konversationen werden schick so kurz gehalten, dass ein Spannungsaufbau unmöglich ist. Noch nie war ich persönlich so sehr von einem Thriller gelangweilt, zumal er in der zweiten Hälfte zur Gänze durchschaubar wurde.
Was hier besonders auffällt, ist das Konzept des Buches, welches man eher als mangelhaft bezeichnen kann. Unvorstellbar ist beispielsweise, wie ein Internat so auf Regeln scheißen kann, im wahrsten Sinne des Wortes. Regeln oder Strafen existieren nicht wirklich, wer sich Nachts vom Acker macht, der ist eben ein paar Stunden weg. Und Fünfzehnjährigen Alkohol hinzustellen scheint neuerdings auch in Ordnung zu sein. Zu diesen klaren Lücken kommen noch ein Haufen Klischees und ein gezwungen jugendlicher und maßlos überspitzter Schreibstil. Bis zum Schluss bleiben leider auch einige Fragen offen. So zum Beispiel, warum sich die Protagonistin hier als große Ermittlerin aufführt, wobei sie das Opfer kaum gekannt hat, und was dabei eigentlich die dafür zuständige Polizei macht. Diese und noch weitere Fragen lassen mich ernsthaft am Sinn dieses Werkes zweifeln.
Zuletzt noch eine kleine Bemerkung: Wenn man sich auch nur oberflächlich etwas im Kreise der bekannteren Eliteschulen Deutschlands auskennt, merkt man sehr schnell, woher die Inspiration zu Schloss Granzow stammt, was dem Buch nochmals mehr Originalität raubt.
Ein Jugendbuch zum An-die-Wand-klatschen, zum Haaresträuben, zum Aufbau von Aggressionen und zum Verzweifeln. Platt, emotionslos, vorhersehbar, überspitzt und vor allem hinterfragungswürdig.
Zum Inhalt (Amazon): Sina ist neu im Internat und während sie noch versucht herauszufinden, wer Zicke und wer Freundin ist, stirbt eines der Mädchen, angeblich an Magersucht. Sina fühlt sich mitschuldig, denn sie konnte Lilli nicht leiden, aber dann findet sie Lillis Tagebuch mit erschütternden Informationen. Und in Sina keimt ein furchtbarer Verdacht auf. Wovor hatte Lilli Angst?
Cover: Das Cover hier gefällt mir richtig gut. Zu sehen ist auf dunklem, lilanen Grund mittig der Titel „Elfengrab“ in dunklem Gelb sowie passend dazu der Teil von zwei Schmetterlingen. Es wirkt irgendwie märchenhaft und macht neugierig. Einen Thriller für Jugendliche würde ich eher nicht hinter dem Cover vermuten, sondern eher eine Fantasygeschichte.
Das Buch und mein Eindruck: Sina kann es nicht fassen. Nachdem sich ihre Eltern haben scheiden lassen und noch immer einen auf Freide, Freude, Eierkuchen machen, wollte sie ihren Protest doch nur in ihrer neuen Art zum Ausdruck bringen. Was ist dagegen einzuwenden, wenn sie nun ein Goth ist, sich schwarz kleidet und einfach etwas Neues probieren will? Das ist immer noch besser als mit der neuen und durchaus jüngeren Frau ihres Vaters und ihrer Halbschwester Laura-Joy einen auf heile Familie zu machen oder immer wieder freundlich zu nicken, weil ihre Mutter in London ein Studium bekommen hat. Okay, ab und an hat sie ein paar Stunden in der Schule sausen lassen und so manches Tabu gebrochen. Doch das ist noch lange kein Grund sie einfach in ein Internat abzuschieben! Doch wirklich wehren kann sich Sina nicht und ehe sie sich versieht, befindet sie sich auf Schloß Gramzow, umzingelt von lauter Schülern die scheinbar in allem besser sind als sie selbst. Während Sina neue Freunde findet und versucht alle Schüler charakterlich einordnen zu können, fallen ihr immer wieder die Schwestern Vivi und Lilli auf, welche scheinbar einem radikalen Ernährungskult verfallen sind. Noch kurioser wird dies, als Sina nachts die beiden Schwestern beim unerlaubten Training in der Turnhalle beobachtet. Als Lilli am Tag darauf stirbt, befindet sich Schloß Gramzow in einer Art Schockstarre. Alle behaupten, dass Lilli an einer Krankheit gestorben sei. Doch dann findet Sina deren Tagebuch und entnimmt daraus ganz ungeheuerliche Vorwürfe. Denn wenn diese stimmen, dann wurde Lilli eiskalt ermordet. Gemeinsam mit ihren Freunden beginnt Sina eine Spurensuche, die immer mehr dunkle Geheimnisse aufdecken.
Das Jugendbuch „Elfengrab“ stammt aus der Feder von Ulrike Bliefert. Ich bin eher zufällig darauf gestoßen, weil mich die Cover der Arena-Thriller so sehr angesprochen haben. Aber ich muss sagen, dass ich den Kauf absolut nicht bereut habe. Die Autorin schreibt sehr angenehm und bedient sich der jugendlichen Umgangssprache, weshalb der Roman sich sehr locker und einfach liest. Man findet schnell in die Geschichte hinein und kann sich eigentlich auch recht flott mit Sina anfreunden. Man kann durch detaillierte Beschreibungen ihre Umgebung und ihre Emotionen gut nachvollziehen. Sie tut einem schon ein bisschen Leid, als es heißt, dass sie nach Gramzow soll, aber in einem gewissen Sinne ist es wohl ihre Chance, um nicht in Berlin bei ihrer „Freundin“ Caro zu versumpfen. Als Thriller direkt habe ich das Buch jetzt nicht unbedingt empfunden, eher als spannenden Jugendkrimi. In einem gewissen sinne haben mir die wirklich spannenden Stellen gefehlt, in denen man selbst erst einmal schlucken muss und lange danach noch darüber nachdenkt. Hier haben wir eher einen flockig lockeren Jugendroman, bei dem die Jugendlichen versuchen den Fall aufzudecken und mehr oder minder stehen Freundschaften und die Liebe mehr im Vordergrund. Das ist trotzdem toll geschrieben, aber eben als Thriller würde ich es nicht bezeichnen. Dass sich die Autorin im Vorausgang des Schreibens einschlägig mit den Dingen beschäftigt hat, die sie hier beschreibt, das merkt man sofort. Sie hat richtig gut recherchiert. Wer das Syndrom des Täters noch nicht kannte, der bekommt hier spätestens einen Einblick in die Psyche des Menschen und zu was er durchaus fähig ist. Das macht durchaus Angst und macht betroffen. Was ich auch richtig gut gemacht fand war, dass die Autorin falsche spuren legt und man zu Beginn mehrere Personen hat, die man unwillkürlich verdächtigt.
Empfehlen möchte ich den Jugend-Thriller allen jungen Lesern, die etwas mit Spannung und Liebe suchen. Vor allem vielleicht auch Freunden der Gothic-Szene, denn dann wird euch Sina von Anfang an sehr sympathisch sein.
Inhalt: Sina ist aufmüpfig, schwänzt die Schule und sie scheint immer weiter auf die schiefe Bahn zu geraten. Und das alles, weil Sina nicht mit der Trennung und vor allem mit der neuen Lebensgefährtin ihres Vaters zurechtkommt. Ihre Eltern beschließen Sina auf ein Internat zu schicken, damit sie ihr Leben endlich wieder in den Griff bekommt. Nach anfänglichem Unmut lebt Sina sich schnell in ihrem neuen Zuhause ein, auch, wenn sie nicht mit allen neuen Mitschülern eine Freundschaft schließt. Eines Tages wirft der plötzliche Tod von Sinas Mitschülerin Lili viele Fragen auf. Niemand will so recht glauben, dass Lili an einer natürlichen Ursache gestorben ist. Als Sina eines Abends zufällig das Tagebuch der verstorbenen Schülerin findet, steht für sie fest, dass Lili ermordet wurde. Zusammen mit ihren besten Freunden im Internat begibt sich Sina auf die Suche; nach Spuren und vor allem nach dem wahren Mörder.
Meine Meinung: ‘Elfengrab’ ist der erste Arena-Thriller, den ich gelesen habe, und definitiv nicht mein letzter.
Ununterbrochen war ich von der authentischen Darstellung von jugendlichen Ängsten, Bedürfnissen und Handlungsweisen in den Bann gezogen und habe stets bewundert, wie die Autorin diese sehr realistisch und mitreißend eingefangen hat. Die Spannweite dieser Beschreibungen reicht von den Gedanken des eigenen Aussehens, über Freundschaft und die erste große Liebe, bis hin zu Ängste und Zweifel, die nicht alltäglich sind. Diese Furcht wurde von Ulrike Bliefert äußerst emotional und dramatisch behandelt und hat mich bis zum Ende des Buches gefesselt.
Neben der glaubwürdigen Darstellung der Jugendlichen ist auch die Geschichte und deren Auflösung etwas Besonderes und wurde meines Wissens in Jugendthrillern noch nicht thematisiert. Das liegt wahrscheinlich daran, dass diese Thematik unter Jugendlichen eher unbekannt ist. Doch auch hier zeigt die Autorin, dass sie sich ohne Probleme in die Gedankenwelt der Jugendlichen einfinden kann, sodass sie die die Erklärung dieses Gegenstandes auf sehr anschauliche und verständliche Art und Weise in den Handlungsverlauf einbaut. Des Rätsels Lösung bzw. die Identität des Mörders war für mich zwar etwas vorhersehbar, aber das hat meine Begeisterung während des Lesens nicht gemindert. Denn trotz meiner Vorahnung war es ein Vergnügen, die Figuren dabei zu beobachten, wie sie tagtäglich versuchen auf eigene Faust den Mörder ihrer Mitschülerin zu entlarven.
Fazit: ‘Elfengrab’ ist ein packender und zugleich erschreckender Jugendthriller, der sicherlich nicht nur Teenager begeistern kann; sympathische Charaktere und eine spannende, mit psychologischen Aspekten angehauchte Geschichte, die immer wieder jugendlichen Charme versprüht. Empfehlenswert!
Mein Lieblingsthriller und dabei lese ich gar keine Trhiller. Wie der Titel vermuten lässt, sollte es Fantasy sein, ist es aber so gar nicht und troßdem hat dieses Buch aufmerksamkeit verdient.
Es hat alles was man braucht und man ahnt nicht wer der Täter ist, dabei ist es so logisch.