Paris, Mai 1969. Nach einer Razzia warten in der Zelle eines Pariser Polizeireviers Prostituierte, Freier und Zuhälter auf ihre Vernehmung. Darunter befindet sich auch ein Mann, der dort so gar nicht hinzugehören scheint: Wladislaus Wajda, der Chefchirurg des Warschauer Regierungskrankenhauses. Die junge Prostituierte Nathalie bittet Wajda ihr eine Geschichte zu erzählen. So erzählt er ihr seine eigene Geschichte. Es ist die Story eines Mannes auf der Flucht. Gerade als er glaubte, das Schlimmste bereits hinter sich zu haben, wurde Wajda mit einer großen Liebe konfrontiert. Aber auch mit Gefahren und Abgründen, die jedes menschliche Vorstellungsvermögen sprengen ...
Der FOCUS über David Gray „Der erfahrene Journalist weiß, was er tut.„
Deutschlandradio über David Gray „Der Rockstar unter den Indie – Autoren.“
Geboren 1970, lebt David Gray in Deutschland und Irland wo er als Filmkritiker für verschiedene Zeitungen tätig ist. Neben Geschichte und Philosophie begeistert er sich für Kriminalromane und Thriller der härteren Sorte. Seine Biographie umfasst längere Aufenthalte in Südostasien, Großbritannien und Irland. Seine gewöhnlich zu knapp bemessene Freizeit verbringt er gerne beim Bergsteigen und Segeln.
Der Chirurg Wajda kehrt nach Jahren wieder nach Paris zurück. Dort trifft er eine junge französische Prostituierte mit der er nach einer Razzia in einer Zelle landet. In dieser Situation beginnt er ihr seine Geschichte zu erzählen.Die Geschichte von seinem Weg durch die Vernichtungslager und den letzten Tage des Zweiten Weltkriegs. Diese Geschichte wird so spannend und tiefgründig erzählt, dass es kaum möglich ist das Buch wieder aus der Hand zu legen. Beim Lesen wird einem schnel klar, dass der Autor selbst großes Interesse an der Darstellung dieser Geschichte hat, dass lange und gut recherchiert wurde um den, oft namenlosen, Schicksalen dieser Zeit ein Gesicht zu geben. Der Roman umfasst nur knapp 140 Seiten dennoch ist er wundervoll umfangreich und keineswegs unvollständig. Mit jedem Satz werden Bilder und Gefühle beim Leser wachgerufen, die einen nachdenklich werden lassen. Neben der offensichtlichen Geschichte von Wajda, findet wahrscheinlich jeder Leser ein wenig Familiengeschichte in diesen Zeilen. Formal ist der Roman auch sehr schön strukturiert. Die Erzählperspektive wechselt zwischen Rahmen- und Binnenhandlung. Während in Erzähler auf Wajda und die Prostituierte Natalie hinabblickt, kommt Wajda selbst zu Wort, wenn er seine Geschichte erzählt. Zudem wird jedes Kapitel von Wajdas Erzählung mit einem wunderbar gewählten Zitat eingeleitet, das den Leser zum Nachdenken anregt und einen noch ein wenig tiefer in diese Geschichte voller Grauen, Trauer und Hoffnung hineinzieht. Wolfswechsel ist wirklich ein wundervolles Buch, dass einen uch nach dem Lesen noch lange begleitet und das ich nur empfehlen kann.