Salzburg im August 1935: Toscanini und Eleonora von Mendelsohn, Kurt Weill, Alma Mahler und Franz Werfel treffen sich im Schloss von Max Reinhardt. Aus wahren Begebenheiten erschafft Lea Singer ein politisch und psychologisch brisantes Kammerspiel, das die Ereignisse jenes Sommers atmosphärisch dicht und bedrängend aufleben lässt.
Lea Singer (Eva Gesine Baur) ist Spezialistin für Romanbiographien, Spezialgebiet Österreich von der Gründerzeit bis zum 2. Weltkrieg. Im Fokus dieses Buches steht ein langes Wochenende 1935 im Schloss von Max Reinhardt, bei dem sich die musikalische Prominenz (Toscanini, Werfel und Amla Mahler Werfel, Zuckmayer, Rudolph Forster) dieser Tage, der Reinhardt-Kreis und einige weitere weniger bekannte aber äußerst interessante Persönlichkeiten treffen, flirten und sticheln.
Lea Singer recherchiert mit großer Detailbesessenheit und schreibt routiniert mitreißende Dialoge. Wer das Originelle sucht, ist hier falsch. Wer sich aber für die Epoche interessiert, findet hier die zahlreiche interessante Biographien gleichsam durchs Brennglas, am Vorabend der Abreise ins Exil vereint.