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Alles ganz Isi: Isländische Lebenskunst für Anfänger und Fortgeschrittene

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DIE SPINNEN, DIE ISLÄNDER! Tatkraft, Flexibilität und Spontaneität zeichnen das Inselvolk im einsamen Nordatlantik seit jeher aus. Damit überlebte es jahrhundertelang den harten Alltag in der unwirtlichen Natur, überstand die Finanzkrise und den Vulkanausbruch. Getreu dem Motto: »Þetta reddast« ? das wird schon irgendwie klappen. Alva Gehrmann zeigt, wie sich dieser Tatendrang und Optimismus auch im eigenen Leben umsetzen lassen: sei es im Beruf, im Familien- oder Nachtleben, beim Überwinden von großen und kleinen Krisen oder beim Ausleben der künstlerischen Ader. Das Buch bietet zu allem Expertentipps und praktische Anleitungen.

256 pages, Paperback

First published June 1, 2011

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Displaying 1 - 7 of 7 reviews
Profile Image for Buchdoktor.
2,367 reviews190 followers
June 8, 2013
Seit Jules Vernes Reise zum Mittelpunkt der Erde gilt Island als Eingang zur Unterwelt. Bankenkrise, Pferde, Popmusik; mancher mag sich beim Gedanken an Island fragen, in wen Isländer sich verlieben werden, wenn sich die rund 300 000 Einwohner ohnehin schon kennen. Wie es sich fern von direkten Nachbarländern auf einer dünn besiedelten Insel lebt, auf der es selten über 20°C warm wird, recherchierte die Journalstin Alva Gehrmann. Sie nimmt uns "in Socken" mit an den Küchentisch isländischer Künstler und Musiker, als wären wir alle alte Bekannte. Wer in Island überleben will, muss willensstark und kreativ sein. Wenn täglich ein Vulkan ausbrechen kann, bestimmt die Natur, was geht und was nicht. Die Insulaner nehmen die Dinge gelassen hin, wie sie kommen. Uns Deutsche können spontane Verabredungen isländischer Art ziemlich nervös machen, die erst nach dem Studium der Wettervorhersage getroffen werden. Am Beispiel von Kunst und Musik führt die Autorin humorvoll in die Lebensart der Inselbewohner ein. Kaum ein Isländer, der nicht in mehreren Berufen arbeitet, kaum ein Künstler, der beansprucht, mit Kunst seinen Lebensunterhalt zu vedienen. Weil nahezu jeder Isländer schon einmal ein Buch geschrieben oder in einer Band gespielt hat und auch genügend andere kennt, die das tun, stellt hier niemand Kunst auf einem Sockel. Im Vordergrund steht die Leidenschaft und der Wille, mit Kunst und Musik anderen so viel Spaß wie möglich zu bringen. Alle Begegnungen zeugen von tief in den Seelen der Isländer verankertem Optimismus und ihrem Vertrauen auf die Unterstützung durch die Familie.

Mit isländisch geprägter Freude an originellen Geschichten berichtet die Autorin von der ehemaligen Staatschefin, die täglich ungestört ihre Bahnen im Schwimmbad zog, von Nachrufen auf verstorbene Freunde als eigenständige Literaturgattung und vom nationalen Stolz auf das klare, saubere Trinkwasser, das man direkt aus dem Bach trinken kann. Unsere Vorstellung von der isländischen Kriminalitätsrate wird am Rande korrigiert; denn Morde passieren in Island hauptsächlich im Krimi. Gehrmann hat das Land, in dem Töchter nach Vulkanen genannt werden, u. a. nach der Wirtschaftskrise und nach dem aktuellen Vulkanausbruch besucht. Ihr Buch vereint auf dem Cover mit Papgeientaucher, Vulkan und Blauer Lagune Eckpunkte isländischenn Alltags. Gedruckt in frischem Layout und zwei Farben und ergänzt um ein paar charakteristische Literatur- und Filmtipps, ist so eine kritische, humorvolle Einführung ins moderne Island entstanden. Falls Sie sich schwer entscheiden können, ob sie erst einen isländischen Autor lesen oder erst eine Reise planen wollen, gönnen Sie sich auf jeden Fall vorher dieses höchst unterhaltsame Kompendium isländischer Lebenskunst.
Profile Image for Lisenstein.
90 reviews1 follower
February 8, 2020
Zunächst: Der Titel schreckt ab. Was hat sich Frau Gehrmann dabei gedacht? Oder verbirgt sich dahinter der Sprachwitz des Verlags? Wenn man den Titel ignoriert und sich einfach der Lektüre widmet, dann bietet "Alles ganz Isi" einen netten, interessanten und teilweise witzigen Einblick in die Lebensart des gemeinen Isländers zwischen Hotpot, Festival und Gammelrochen. Die persönlichen Zugänge der Autorin sind ansprechend, auch die kleinen Porträts ausgewählter Einheimischer lesen sich interessant. Sperrig sind freilich die Namen und Orte, aber der des Isländischen unkundige Kopf liest sich nach einer Weile einfach etwas eigenes zurecht und bemüht sich - trotz kleiner Anleitung - nicht mehr unbedingt um korrekte Aussprache der Graphemfolgen. Was leider absolut nicht gelungen ist, sind die kleinen blauen Kästen mit Tipps, wie man ein echter Isländer wird. Das liegt vor allem an der Sinnlosigkeit der Tipps und am grottig flachen Humor: "Wenn du mit einem Stiefkind einfach nicht zurehtkommst, tausche es mit einem Kind aus einer anderen Patchworkfamilie. Vielleicht merkt es ja niemand." (S. 59). Bis auf die Hinweise zur Ausspprache sind diese allesamt überflüssig, sollen aber wohl richtig witzig sein. Sind sie nicht. Das Rezept für die Bluwursttorte wäre eine interessante Sache gewesen, leider ist dieses auch nur als Witz und nicht als tatsächliche Kochanleitung gedacht und die Autorin umreißt deshalb lediglich grob, was da wohl gemacht wird. Soll vermutlich verdeutlichen, wie eklig die isländische Küche ist. Hahahahaha. Richtig witzig. Wirklich schade ist, dass wohl kein Geld für farbige Abbildungen da war. Die abgedruckten Fotos sind nämlich leider alle nur s/w - gerade die Fotos isändischer Mode hätten Farbe nötig gehabt!
Insgesamt eine recht interessante und kurzweilige Lektüre, die vor einem Urlaub sicherlich Lust auf Island macht.
Profile Image for FS.
10 reviews
March 13, 2022
Sehr nettes Buch als charmante Einführung in die isländische Geschichte und die Lebensweisen der Inselbewohner. Leichte Lektüre mit zwischenzeitlichen Lachern. Die Anekdoten sind manchmal schwer nachempfindbar, aber im Großen und Ganzen findet man viel erzähltes auch tatsächlich in Land und Leuten wieder.
Titel des Buchs ist leider sehr, sehr schwach gewählt.
Profile Image for Karin D..
2 reviews
February 28, 2016
Unterhaltsam, originell und informativ - gute Vorbereitung für eine Islandreise
Displaying 1 - 7 of 7 reviews

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