Unser Planet ist begrenzt, aber wir müssen uns weiterentwickeln., um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Anders Levermann, Leiter der Komplexitätsforschung am Potsdamer Klimainstitut, schlägt einen Weg vor, der dieses Dilemma auflöst und ganz nebenbei die Ungleichheitsexplosion in unserer Gesellschaft zähmt.
Wir befinden uns am Ende des Zeitalters der Expansion – und wir brauchen eine Idee für den nächsten großen Schritt. Die Begrenztheit unserer Erde kollidiert mit der Notwendigkeit rasanter gesellschaftlicher Entwicklung. Wenn man akzeptiert, dass beides harte Realitäten sind, dann stehen wir vor einem Dilemma von Begrenztheit und Dynamik. Der verzweifelte, wenn auch verständliche Ruf nach Verzicht und Rückbesinnung ist hilflos und wenig zielführend, denn er löst das Dilemma nicht auf. Das mathematische Prinzip der Faltung könnte diese Lösung liefern, weil es unendliche Entwicklung in einer endlichen Welt erlaubt. Nicht Wachstum ins Mehr, sondern Wachstum in die Diversität. Und zwar nicht theoretisch, sondern sehr praktisch – sei es beim europäischen Emissionshandel oder der Unternehmenssteuer.
Dieses Buch ist wirklich ein ernstzunehmender Beitrag, wie die Welt aus dem irrwitzigen ressourcen verschwendenden kapitaliatischen Wachstumsdiktat aussteigen. Jedoch überraschenderweise nicht durch Wachstumsverzivht sondern durch die Anwendung der mathematischen Faltung auf sie drängendsten Probleme dieser Welt…
Das Thema ist eigentlich wichtig für uns alle, wurde aber so geschrieben, dass es die meisten nicht verstehen können. Ich hatte auch meine Schwierigkeiten überhaupt rein zu kommen in das Buch. Die Ideen die der Autor hat sind größtenteils nicht neu, neu ist nur der Name den er dafür benutzt. Und zwar so häufig als ob er eine neue Marke etablieren möchte. Teilweise war ich echt deprimiert, weil ich mir beim Lesen dachte: das ist alles so wichtig, aber ich sehe in der heutigen Zeit nicht wie das zu schaffen ist. Teilweise fand ich es echt lächerlich, weil manche Vorschläge einfach wirklich nur utopisch sind. Zum Schluss kam es mir einfach nur so vor als ob der Autor sich einfach gerne selber reden hört und seine Stammtischtirade unter Freunden dann schriftlich aufgearbeitet hat.