›Die Marmorsäge‹, entstanden 1904, und ›Taedium vitae‹ aus dem Jahre 1908 sind zwei Liebesgeschichten. So verschieden Milieu, Jahreszeiten und Schauplätze auch sind, die Eindringlichkeit, mit der Hesse Höhen und Tiefen dieses Erlebnisses zu vergegenwärtigen versteht, ist hier wie dort erstaunlich. Die sich in der ›Marmorsäge‹ zuspitzenden Begebenheiten zerstören den Traum der bukolisch einsetzenden Sommerferien in der Schwarzwälder Heimat des Erzählers. Mit einem Gespür für feinste emotionale Nuancen werden auch seine von Lebensüberdruß ausgehenden und wieder in ›Taedium vitae‹ mündenden Erlebnisse in der Münchner Bohème geschildert. Beidesmal sind es Konstellationen, die außerhalb der Einflußmöglichkeit der Liebenden liegen, welche die Oberhand behalten. »Es ist etwas verlorengegangen, was früher in der Welt war«, schließt die Erzählung ›Taedium vitae‹, »ein gewisser unschuldiger Duft und Liebreiz und ich weiß nicht, ob das wiederkommen kann.«
Many works, including Siddhartha (1922) and Steppenwolf (1927), of German-born Swiss writer Hermann Hesse concern the struggle of the individual to find wholeness and meaning in life; he won the Nobel Prize for literature in 1946.
Other best-known works of this poet, novelist, and painter include The Glass Bead Game, which, also known as Magister Ludi, explore a search of an individual for spirituality outside society.
In his time, Hesse was a popular and influential author in the German-speaking world; worldwide fame only came later. Young Germans desiring a different and more "natural" way of life at the time of great economic and technological progress in the country, received enthusiastically Peter Camenzind, first great novel of Hesse.
Throughout Germany, people named many schools. In 1964, people founded the Calwer Hermann-Hesse-Preis, awarded biennially, alternately to a German-language literary journal or to the translator of work of Hesse to a foreign language. The city of Karlsruhe, Germany, also associates a Hermann Hesse prize.
Wunderschön, aber mit zerstörerischen Motiven. Glaube ich finde großen Gefallen an Hesses Erzählungen über Liebe, auch wenn er diese mit Schmerz gleichzusetzen scheint.
Der Rahmen von Taedium Vitae könnte nicht unterschiedlicher sein – dem sonnigen, freundlichen Frühsommer wird eine düstere Winterlandschaft entgegengesetzt, in der das literarische Ich über eine unglückliche Liebschaft sinniert, die ihn beschäftigt. Im Sommer davor lernte er in der Stadt in Gesellschaft ein junges Fräulein kennen, verliebte sich in sie und kam ihr dann schließlich und endlich auch näher, doch mit dem ersten Kontakt zerstob das Ideal des Verliebten und die Frau war dann doch ganz anders, als er sie sich erhofft hat. Unglücklich zog er sich schließlich in ein Häuschen weit von der Stadt entfernt zurück, um darüber hinwegzukommen. "Es ist etwas verlorengegangen, was früher in der Welt war", schließt die Erzählung Taedium vitae, "ein gewisser unschuldiger Duft und Liebreiz, und ich weiß nicht, ob das wiederkommen kann."