Nirgends bist du sicherer als in den Armen deiner Mutter
Ein Ausflug mit Mama in den Wald. Dichte Bäume, eine Lichtung mit verwunschenem Teich. Mama gibt uns Tee zu trinken. Ich werde müde, Mama drückt mich - immer fester, ihre Hände legen sich um meinen Hals. Ich kann nicht atmen, will ich sagen, doch es geht nicht. Was tust du nur, Mama?
Ein kleines Kind, brutal im Wald erstickt. Die Mutter auf der Anklagebank. Gerichtsreporterin Kiki Holland zweifelt an der Schuld der Angeklagten und recherchiert auf eigene Faust. Und was die junge Journalistin aufdeckt, hätte niemand erwarten können.
"Mutterliebe" von Kim Selvig ist der erste Justiz-Krimi, den ich gelesen habe. Vorab: Das Cover fand ich sehr ansprechend und auch die Leseprobe klang vielversprechend. Meiner Meinung nach ein wenig zu viel versprechend, muss ich jetzt rückblickend sagen. Das Thema ist auf jeden Fall interessant; eine Mutter, die ihr Kind tötet. Man fragt sich natürlich, wieso sie das getan hat. So ganz mitgerissen hat mich das Buch aber nicht, auch wenn ich es in kurzer Zeit gelesen habe. Obwohl zu erwarten war, dass mehr hinter der Geschichte steckt, hat die Tatsache, dass die Mutter von Anfang an als Täterin feststand, mir etwas die Spannung genommen. Vielleicht ist das aber bei Justiz-Krimis so üblich, das kann ich ohne andere Justiz-Krimis gelesen zu haben aber nicht sagen. Trotzdem war das Buch nicht langweilig. Die Hintergründe hinter der Tötung des Kindes waren aber ab circa der Hälfte des Buches sehr vorhersehbar. Auch hier hätte ich mir mehr Spannung und Wendungen gewünscht. Die Geschichte hätte also doch ein wenig besser umgesetzt werden können. Zudem fiel es mir an einigen Stellen dann doch schwer, die journalistischen Einstellungen nachzuvollziehen. Beispielsweise möchte Kiki seriös über den Prozess berichten, macht dann aber ziemlich schnell Dinge, die ich persönlich nicht bei einer seriösen Journalistin erwarten würde.
Kiki, Torte und Kikis neue Bekanntschaft habe ich allesamt als sympathische Charaktere wahrgenommen, auch wenn ich beim Lesen wilde Theorien zu ihrer Bekanntschaft aufgestellt habe. Super finde ich auch, dass mit Torte ein Teil der LGBTQ-Community ins Buch eingebaut wurde und dabei auf nahezu alle Stereotype verzichtet wurde.
Die ein oder andere Passage war dann auch nicht so ganz realistisch, was ich etwas störend fand. Sehr fragwürdig fand ich einen großen Fehler ganz am Ende, als sich innerhalb weniger Zeilen auf der gleichen Seite bezüglich des Schicksals einer Person massiv widersprochen wird. Wurde das Buch nicht lektoriert? Wie kann einem so ein Fehler entgehen?
Nach Lesen des Buchs würde ich auch die Titelwahl hinterfragen, da der Titel meiner Meinung nach etwas ganz Anderes suggeriert. Ja, man muss nicht im Titel die Handlung spoilern, aber letztendlich finde ich den Titel nicht wirklich passend.
Insgesamt würde ich sagen, dass das Buch an sich unterhaltsam war und sich gut lesen lassen hat. Es war auch nicht langweilig, sodass ich es innerhalb weniger Tage gelesen habe. Dennoch haben mich einige Punkte mal mehr und mal weniger gestört und so ganz mitreißen konnte mich das Buch leider nicht. Ob das Buch ein Bestseller (wie im Buch selbst in den Raum geworfen) wird... Das würde mich überraschen.
Wer Interesse an einer leichten Lektüre hat, ist hier auf jeden Fall richtig. Man sollte aber meiner Meinung nach nicht zu viel erwarten, vor allem nicht zu viel Spannung.
Ein schockierendes Verbrechen, eine Mutter ermordet ihre zwei Kinder. An sich eine gute Prämisse. Allerdings fand ich die Handlung rund um die Hauptperson "Kiki" (durch den Namen konnte ich die Journalistin auch nicht wirklich Ernst nehmen...) stellenweise sehr konstruiert.
aus der Feder von Silke Porath und Sören Prescher. Die miteinander befreundeten Autoren, haben schon einige Bücher gemeinsam entwickelt und geschrieben. Dieses ist ihr erster Justiz-Krimi.
Zum Inhalt: Silvia Bentz steht wegen Todschlags vor Gericht. Sie hat ihren Sohn Linus ermordet & versucht ihre kleine Tochter ebenfalls zu töten. Kiki Holland, soll die Geschichte für ihre Redaktion begleiten und einen Artikel darüber verfassen. Obschon die Reporterin eher marginal an dem Fall interessiert ist, bemerkt sie schon am ersten Verhandlungstag, dass einige der vorliegenden "Fakten" ungewöhnlich und ihr somit suspekt sind. Steht Silvia zu Recht vor Gericht oder gibt es weitere Beteiligungen? Eine spannende & turbulente Jagd nach der Wahrheit beginnt. Das Cover zeigt eine scherenschnitt-artige weibliche Silhouette in welcher sich die Säulen (der Justiz) & Tannen des schwarzen Waldes platziert wurden. Passt sehr gut zu dem Roman. Eine bildliche Zusammenfassung der zugrundeliegenden Story. Gut gemacht.
Mein persönlicher Eindruck Ich durfte das Buch vorablesen und halte die Printausgabe in meinen Händen.
Aufbau: Der gesamte Ablauf der Story folgt in der Kapitelvergabe einer zeitlichen Einteilung. Das "Flaggen" mittels kursiven Schreibstilvergabe signalisiert uns Lesenden, aus welcher Warte gerade erzählt wird. Logik: Der Story-Aufbau läuft Hand in Hand in der Vorstellung der jeweiligen Protagonisten sowie deren Handlungen. Der bekannte "Rote Faden" zieht sich durch die gesamte Erzählung und ist in sich schlüssig. Spannung & Momentum: Der Erzählstil entwickelt ein gutes Momentum, dem ich mich nur schwer entziehen konnte. Wiederholt wurden kleine Spannungshighlights in den Fluss der Geschichte eingebaut. Hierdurch liest sich das Buch schnell & flüssig. Realitätsbezug: Insgesamt handelt es sich hier definitiv um eine fiktive Handlung. Somit erwartete ich nur einen bedingten Realitätsbezug. Die Autoren haben eine gute Nähe zu unserer Alltagsroutine in Kliniken und Gerichtsverhandlungen hergestellt. Im Großen & Ganzen wirkt der Roman wie ein flüssig & spannend präsentierter "Vorabend-Krimi". Charaktere: Ich habe Kiki Holland wirklich "lieben" gelernt. Sie ist eine sehr gelungene Protagonistin, welche ich in weiteren Romanen, gerne begleiten würde. Insgesamt ist die Charakter-Entwicklung aller Personae sehr gut gelungen. Inhaltliche, sich rasant entwickelnde Situationen haben mich in ihrer Aufbereitung an "Abenteuerromane" :) erinnert. Grammatik & Layout: Leider haben sich einige grammatikalische Fehlerteufel eingenistet.
Zusammenfassung: Ein guter Kriminalroman, der mit seiner Hauptprotagonistin definitiv punkten kann. Die mitunter abenteuerlichen Szenen sind vielleicht nicht unbedingt realitätsgetreu, aber auf jeden Fall sehr unterhaltsam konzipiert worden. Obwohl im Schwerpunkt fiktiv, enthält die Story einiges durchaus Nachdenken - Wertes. Einige Szenen des erzählten Tathergangs haben durchaus Trigger-Potential!
Fazit: Ein unterhaltsamer spannender Justizkrimi mit einer originellen, liebenswerten Hauptprotagonistin.
Ich vergebe der Lektüre 3,5 *Lesesterne und empfehle sie all Jenen, die sich gern von einem spannenden Buch, in eine fiktive Welt entführen lassen.
„Mutterliebe“ ist der erste Justiz-Krimi von Kim Selvig, dem gemeinsamen Pseudonym von Silke Porath und Sören Prescher und erscheint am 25.04.2023 bei Harper Collins. Sylvia Bentz führt nach außen hin ein völlig normales Leben. Manche würden sogar sagen ein perfektes Leben, mit dem erfolgreichen Ehemann an ihrer Seite, den zwei bezaubernden Kindern und einer großen Villa in bester Lage. Was also veranlasste diese Frau eines Nachmittags mit ihren Kindern in ein Auto zu steigen, zu einem abgelegenen Waldsee zu fahren und zur Kindsmörderin zu werden? Diese Frage lässt Gerichtsreporterin Kiki Holland keine Ruhe mehr. Nichts an der verhärmten, blassen Frauengestalt auf der Anklagebank liefert ihr eine plausible Erklärung. Zweifel machen sich in Kiki breit und sie beschließt eigene Ermittlungen anzustellen. Die Grundidee für die Geschichte ist wirklich gut: eine Mutter, deren Schuld zu Anfang unzweifelhaft festzustehen scheint, beim genaueren Hinsehen eröffnen sich jedoch Unstimmigkeiten; die Journalistin, die scheinbar als Einzige jene Unstimmigkeiten erkennt - Das Potential ist da. Die Umsetzung hat mich jedoch nicht allzu sehr überzeugen können, was meiner Meinung nach hauptsächlich den Schwächen in der Handlung geschuldet ist. Der Fall wirkt überkonstruiert und arbeitet mit vielen „glücklichen Fügungen“, die der Protagonistin auf die ein oder andere Weise in die Hände spielen, oder aber die Handlung in die gewollte Richtung lenken. So fühlte sich die Geschichte leider nur wenig authentisch an. Auch der Spannungsaufbau hat für mich nicht so richtig funktioniert. Dafür, dass im Zentrum der Erzählung ursprünglich der Prozess steht, sind die Szenen, die tatsächlich im Gericht spielen, sehr dünn gesät. Gerade zu Anfang fand ich auch eher störend, dass die Handlung immer wieder durch Szenen aus Kikis Privatleben ausgebremst wurde. Die Intention dahinter war sicher Kiki als sympathische Protagonistin zu etablieren und ihr mit Auto, bestem Freund und neuem Love Interest ein paar mehr Schichten zu verpassen, doch für mich hat sich auch das recht oberflächlich und aufgesetzt angefühlt. Die ersten ca. 100 Seiten habe ich daher eher als langweilig empfunden und war nur aufgrund der wenigen Momente, in denen die Angeklagte Mutter tatsächlich auch mal vorkam, motiviert weiterzulesen. Mit der Zeit wurde es etwas besser. Die Spannung kommt langsam, aber stetig und sieht man über das Überkonstruierte hinweg, kann man den Ermittlungen auch gut folgen. Das Ende ist okay, nur gibt es dort eine grobe Unstimmigkeit, die es so nicht in das finale Buch hätte schaffen dürfen. Um mit einer positiven Sache zu Enden, der Schreibstil des Autorenduos ist wirklich sehr gelungen. Leicht und mitreißend, emotional aber nicht überladen hat er mich gut durch die Seiten getragen. Obwohl hauptsächlich aus Kikis Perspektive erzählt wird, haben mir die sinnvoll platzierten Perspektivwechsel gut gefallen und auch dass mit verschiedenen Schriften gearbeitet wurde, war meiner Meinung nach eine gelungene Ergänzung. Insgesamt bringt „Mutterliebe“ viele gute Ansätze mit, konnte meine Erwartungen dann allerdings doch nicht ganz erfüllen. Trotzdem würde ich sagen, es ein solider Krimi, der vor allem durch seinen gelungenen Schreibstil überzeugt und einen guten Unterhaltungsfaktor mitbringt.
Sylvia Bentz steht vor Gericht und wird angeklagt ihren Sohn getötet und ihre Tochter schwer verletzt zu haben. Ein klarer Fall, wie es scheint und das Urteil steht eigentlich schon fest. Kiki Holland, eine Gerichtsreporterin, wohnt diesem Prozess bei und macht sich so ihre eigenen Gedanken. Sie ist von der Unnahbarkeit der Täterin überrascht und fragt sich immer wieder, was denn nun das Motiv dieser Tat sein soll. Irgendwie ist ihr der Prozess und die Art und Weise der Gerichtsverhandlung zu glatt. Also beschließt sie für ihre Reportage eigene Ermittlungen anzustellen und es tauchen einige Ungereimtheiten auf, die sie näher untersucht. Für sie ist das Urteil noch längst nicht klar, aber ob das auch das Gericht so sieht? „Mutterliebe“ von Kim Selvig ist ein Justizkrimi, mit einem hohen Psycho Anteil. Eine Mutter, die ihre Kinder ermordet oder sie ermorden will. Was muss da alles zusammenkommen. Damit befasst sich auch dieser Justizkrimi. Schon das Cover, auf dem eine Frau dargestellt wird, in der sich eine Justizgebäude, so stell ich es mir vor, widerspiegelt. Die Beschreibung der Täterin passt auf dieses Cover und das heißt, es wird eine Identifikation hergestellt. So mit einem Bild ausgestattet geht es nun in den Roman und er fängt an wie erwartet. Alles deutet auf die Mörderin hin und es gibt keine Zweifel. Die Täterin, Sylvia Bentz, wird als kontrollierte, aber auch sehr depressive Frau dargestellt und ihr „Werdegang“ wird immer wieder in Zeitbeschreibungen kursiv, erläutert. Die zweite Hauptperson, Gerichtsreporterin Kiki Holland, aber macht sich an ihre eigenen Ermittlungen, da sie so ein „Bauchgefühl“ hat. Ich finde das ist für Journalist:innen sehr wichtig. Kiki lebt das und sie wird in diesem Buch fast über sich herauswachsen. Sehr authentische Beschreibung dieser Person, deren Gefühlsleben auch ein besonderer teil dieses Buches ist. Ihr bester Freund Torte ist ihr immer eine Stütze, beruflich und privat, eigentlich ist er immer da, wenn es brennt. Doch auch ihr neuer Freund Tom, passt zu ihr. Auch hier Hut ab für diese sehr einfühlsamen Beschreibung dieser Beziehung. Ein kleines Highlight dieser Beschreibung ist natürlich das passende Auto; Enzo, ein kleiner, roter Fiat. Hier ist die Detailtreue seht interessant. Diese Kiki lässt im Verlaufe des Romans keine Chance aus, sich ein Bild der tat und der Täterin und deren Motiv zu machen. Ich war fasziniert, wie die Autorin diese Story entwickelt hat und ich habe an der Authentizität dieses Krimis keine Zweifel. Die Spannung in diesem Krimi besteht darin, dass die Entwicklung der Person Sylvia sehr gut bis zum Ende beschrieben wird und die Details, die zu Tage treten, die Spannung ausmachen. Dieser Justizkrimi hat mich von Anfang an gefesselt und es ist nicht nur die Hauptdarstellerin, und wie sie hier beschrieben wird, sondern auch die komplexe Story, die sich hier bietet, Also mich hat dieser Krimi total überzeugt.
Sylvia Bentz, Millionärsfrau, führt ein Leben, von dem manch einer nur träumen kann. Eine große Luxusvilla, einen Pool, teure Kleidung, einen tollen Mann und zwei bezaubernde Kinder. Doch eines Tages fährt Sylvia mit ihren Kindern in den Wald und versucht sie zu töten, ihre Tochter überlebt, doch der dreijährige Linus stirbt. Nun steht sie vor Gericht und Reporterin Kiki Holland wohnt der Verhandlung bei, denn auch sie kann es nicht fassen, warum Sylvia das getan hat. Während der Verhandlungen wird Kiki stutzig, denn das Gefühl, dass hier etwas nicht stimmen kann, lässt sie einfach nicht los. Mir hat der Justizkrimi aus der Feder des Autorenduos sehr gut gefallen. Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig und macht immer wieder neugierig auf mehr. Die Handlung, gerade zu Beginn, als geschildert wird, wie Sylvia Bentz ihre Tat begannen hat, ging mir ganz tief unter die Haut und weckte in mir den gleichen Wunsch wie in der Protagonistin Kiki: herausfinden, wie es soweit kommen konnte. Kiki beginnt nachzufragen und begibt sich dadurch in große Schwierigkeiten. Mir tat es in der Seele weh, zu beobachten, wie Sylvia mit den Kindern losfährt und ja, die ganze Atmosphäre drum herum war nicht nur bedrückend, sondern ging, wie erwähnt, ganz tief. Immer wieder kommt es in der Handlung zu Rückblicken, die mit Zeitangaben versehen sind. Meistens beobachtet man hier die Kindsmörderin und erlebt hautnah, wie es ihr ging, denn das sie große psychische Probleme hatte, wird schnell klar. Das Thema rund um die Gerichtsverhandlung kommt mir etwas zu kurz, aber nichtsdestotrotz ist die Handlung rund um Kikis Nachforschungen spannend geschildert und ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen. Protagonistin Kiki ist mir absolut sympathisch und ich mag ihre Art, nie aufzugeben und ihren Instinkten nachzugehen. Auch sonst ist sie offen, clever und lässt sich nicht einschüchtern, auch wenn es brenzlig wird. Auch die Nebencharaktere Torte und Tom mag ich unheimlich gerne und sind mir beide sehr sympathisch. Ich würde mich über ein Wiedersehen mit den dreien sehr freuen. Weitere Charaktere der Story sind aufs notwendige ausgearbeitet, vor allem Sylvia Bentz wird aufgrund der Rückblenden hervorgehoben und man wünschte, man hätte ihr helfen können, damit es nie so weit gekommen wäre. Mein Fazit: mit Mutterliebe ist dem Autorenduo ein spannender Krimi gelungen, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Mit dem Beginn haben sie in mir ganz viel Emotionen wach gerufen, die mich gemeinsam mit der Protagonistin durchs Buch trieben, um herauszufinden, was geschehen war. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.
"Mutterliebe“ ist ein Justiz- Krimi ,als solcher relativ ruhig und subtil. Die Thematik dahinter ist ziemlich heftig, allerdings nur auf den ersten Blick. Hier gab es kein langes überlegen. Gesehen, verliebt, gelesen.
Der Schreibstil der beiden Autoren ist sehr einnehmend. Im Fokus steht unsere ermittelnde Gerichtsreporterin Kiki Holland und ich lieb sie einfach nur. Impulsiv, oft ohne Plan, prescht sie mitten durch und eckt damit so manches Mal an. Sie schart ihre Freunde und Feinde eng um sich. Was absolut richtig ist. Denn sie begibt sich so oft in Bredouille, dass sie jemanden braucht, der sie mal wieder vor sich selbst rettet. Überwiegend erfahren wir dabei Kikis Perspektive. Allerdings bekommen wir auch Einblicke in das Leben von Sylvia Bentz und ihrem Umfeld. Immer wieder wechseln dabei die Zeitebenen, was noch mehr Einblicke gibt. Sylvia selbst konnte ich nie einschätzen, weil sie als Person für mich leider etwas zu blass blieb. Ich denke, um den Charakteren die nötige Intensität zu verleihen, ist es einfach zu komplex. Dafür mochte ich Torte und Tom unglaublich gern. Sie brachten mich immer wieder zum schmunzeln. Allgemein bekommen wir hier sehr vielfältige und wandelbare Charaktere geboten.
Der Einstieg war bereits sehr erschütternd. Und trotzdem hat man gespürt, da stimmt etwas nicht. Es war zu leblos, zu wirr und bizarr. Dann trat Kiki auf das Spielfeld. Für mich wurde es leider erstmal etwas zu ruhig. Aber je mehr es voranschreitet, umso spannender wurde es. Denn hier hat Sylvia keineswegs nur ihr Kind umgebracht. Das Ganze geht unglaublich tief, birgt Tragik und Brisanz. Es ist größer und komplexer, als man sich vorstellen könnte. Die Abgründe sind enorm tief und ich war fassungslos über diese Gewalt und Art und Weise. Jedes Puzzleteilchen findet seinen Platz und trotzdem hätte ich niemals mit dieser tiefen Leere und Einsamkeit gerechnet. Die beiden Autoren fokussieren sich vor allem auf die psychologischen Aspekte, weil diese auch von elementarer Bedeutung sind. Hier verbergen sich so viel Trauer, Tragik und eine Hoffnungslosigkeit, die mir den Atem genommen hat. Alles geht sehr subtil, aber trotzdem feinfühlig und direkt vonstatten. Die Thematik hat mir enorm gut gefallen, auch wenn die Idee an sich nichts neues ist. Die Handlung bietet Dramatik, Ernsthaftigkeit und ordentlich Abwechslung. Kiki darf gern noch einmal in Aktion treten.
Fazit: Wer ein Faible für Justiz-Krimis hat, sollte sich „Mutterliebe“ von Kim Selvig etwas näher anschauen. Sehr subtil, feinfühlig und direkt. Eine sehr komplexe Geschichte, in der nicht alles immer ist, wie es scheint. Zwar etwas ruhig, aber definitiv lesenswert.
Mutterliebe und Mord? Vorhersehbarer, durchschnittlicher Krimi
„Die Welt schrumpfte auf einen winzigen Raum zusammen. Alles um sie herum verschwand in einem weißen bedeutungslosen Nichts. Sie hörte nichts anderes und sah nichts anderes. Emotionen gab es keine mehr. Alles, was zählte, war die Tat. Es musste so enden. Es musste …“
Gerichtsreporterin Kikki Holland soll über einen besonderen Fall berichten: Sylvia Benz ist angeklagt, ihren dreijährigen Sohn Linus erstickt zu haben. Auch den Tod ihrer Tochter Larissa soll sie kaltblütig geplant haben, doch diese überlebte den Mordversuch. Kikki kommt die ganze Sache merkwürdig vor. Sie möchte unbedingt herausfinden, was wirklich geschah und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln.
Silke Porath und Sören Prescher bilden gemeinsam das Pseudonym Kim Selvig. Die Geschichte ist klar und leicht verständlich in der dritten Person Vergangenheit geschrieben, es geht meist um Kikis Sichtweise, ihre Erlebnisse im Zusammenhang mit dem Fall. Überwiegend wird chronologisch erzählt. Teilweise werden aber auch Rückblenden eingefügt, die Momente aus Sylvia Benz Leben schildern, die wichtig für die Entwicklungen sind. Diese Passagen enthüllen nach und nach Sylvias Beweggründe. Durch die Erzählweise, die Perspektivwechsel, wird Spannung aufgebaut.
Während die Angeklagte Sylvie Benz als gebrochene, „graue“ Frau dargestellt wird, hat Gerichtsreporterin Kikki besonderen Tatendrang. Sie begibt sich immer wieder leichtsinnig in Gefahr, um die Hintergründe zu erfahren. Auf ihren besten Freund Torte kann sie sich dabei immer verlassen, doch mitunter schlägt sie dessen vernünftige Ratschläge in den Wind, weil ihre eigene Neugier siegt. Insgesamt wurden mir die Figuren zu oberflächlich dargestellt, etwas mehr Tiefgang hätte allen Charakteren sicher nicht geschadet.
Ob Kikki Holland herausfindet, was wirklich hinter dem Kindsmord steckt? Die Geschichte beginnt stark. Gerade die Rückblenden machen zu Anfang sehr neugierig. Aber leider halten sie dann nicht, was sie versprechen. So flacht die Spannung rasch ab und die Geschichte fesselte mich im Verlauf nicht mehr. Schon recht bald wird klar, was wirklich hinter dem Mord steckt. Die Handlung entwickelt sich erwartungsgemäß, ohne große Überraschungen und Wendungen. Auch das recht actionreiche Finale konnte für mich diese Vorhersehbarkeit nicht ausgleichen. Daher meiner Meinung nach nur ein durchschnittlich unterhaltsamer, nicht ganz ausgereifter Gerichtskrimi mit Potential, aber Schwächen vor allem im Mittelteil.
Es ist ein Vorwurf, der nur schwer zu ertragen ist. Sylvia Bentz steht vor Gericht, weil sie ihre beiden Kinder im Wald zunächst betäubt und dann erstickt haben soll. Journalistin Kiki Holland hat im Laufe ihrer Karriere schon über viele Fälle berichtet, aber bei diesem Fall gefriert selbst ihr das Blut in den Adern. So verfolgt sie den Prozess hautnah und wird das Gefühl nicht los, dass da was ganz Anderes hinter der Sache steckt. Ihre Recherchen bestätigen sich und bringen Kiki in allerhöchste Lebensgefahr…
Was das Autorenpaar uns hier auftischt, ist wirklich harter Tobak. Schon auf den ersten Seiten, als die Anklageschrift gegen die Mutter verlesen wird, habe ich doch glatt vergessen zu atmen. So stark haben mich die Ereignisse und Vorwürfe gefesselt und bis zum Ende hin nicht mehr losgelassen. Der bedrückende und mitreißende Schreibstil lässt den Leser die Atmosphäre hautnah miterleben.
Mir hat sehr gut gefallen, dass die Story hauptsächlich aus Kikis Sicht erzählt wird. Das hat mir die ohnehin schon sympathische Protagonistin noch näher gebracht. Ich habe sie schnell ins Herz geschlossen und war begeistert von ihrem Enthusiasmus und ihrem Ehrgeiz. An ihr ist definitiv eine Ermittlerin verloren gegangen. Ihre Nachforschungen waren realistisch und nachvollziehbar. (Fun Fact: Ich war erstaunt, wie viele Kontakte man eigentlich haben kann.)
Es gibt ein paar wenige Kapitel, in denen wir den Gedanken der angeklagten Mutter lauschen dürfen. Diese gehen unter die Haut, machen wütend und traurig zugleich. Letztendlich sind diese Kapitel aber für den Leser unglaublich wichtig, um die Gefühle und Veränderungen von Sylvia nachempfinden zu können.
Spannungsmäßig fährt das Duo hier ordentlich auf, denn Kiki begibt sich immer wieder in brenzlige Situationen, denen die Autoren mit ihrer Dramatik genau die richtige Würze verliehen haben. Für mich war in der Handlung permanent Action angesagt, was mich noch neugieriger gemacht hat. Gerade im Schlussteil haben die Autoren für mich ihr ganzes Können gezeigt und die nervenaufreibende und emotionale Story mit einem unerwarteten Showdown beendet. Uffz!
Fazit: Mit ihrem Justiz-Krimi konnte mich das Autorenpaar vom Fleck weg überzeugen. Eine tiefgründige und emotionale Story, die einem Angst und Hoffnung zugleich macht. Ich bin bereit für Nachschub!
Eine Mutter soll ihr Kind in den Wald gelockt und es dann erstickt haben. War das wirklich so? Was ist „Mutterliebe“ wert? Kiki Holland verfolgt als Gerichtsreporterin die Verhandlung, sie glaubt nicht daran, dass die angeklagte Mutter ihr eigenes Kind auf dem Gewissen hat. Es muss sehr viel mehr dahinter stecken.
Nach den ersten Seiten im Gerichtssaal geht es beklemmend weiter. Ich lese Schreckliches und doch zweifle ich, ob es sich denn wirklich so zugetragen hat. Es ist eine beinahe surreale Stimmung, als Sylvia mit ihren beiden Kindern bis an den Waldesrand fährt, um dann mit ihnen zu einem Waldspaziergang aufzubrechen. „Ich zeige euch einen besonderen Platz“ lockt sie die beiden immer tiefer hinein…
Von Sylvia lese ich zwischendurch immer mal wieder. Von ihrem Handeln, von ihren Gedanken, ihren Problemen und auch von ihrer Ehe. Finanziell ist sie gut gestellt, emotional sieht es allerdings ganz anders aus.
Die Hauptakteurin hier ist allerdings Kiki, die tollkühne Reporterin. Sie glaubt nicht an Sylvias Schuld und ermittelt auf eigene Faust. Sie schnüffelt herum was das Zeug hält, überschreitet Grenzen und das nicht nur einmal, es wiederholt sich ständig. Und keiner hält sie auf, sie gefällt sich in dieser Rolle, geriert sich als unverwundbar. Und genau dieses Zuviel schadet der eigentlich gut lesbaren Story. Daneben und dazwischen ist auch die Liebe in Form eines Maulwurfs dabei.
Es sind die Dialoge, die für Auflockerung sorgen. Diese haben mir mehr als einmal ein Schmunzeln abgerungen, die Stimmung an und für sich ist ein auf und ab der Gefühle. Als Justiz-Krimi im herkömmlichen Sinne sehe ich diese „Mutterliebe“ nicht unbedingt, auch wenn die Gerichtsverhandlung voranschreitet. Der Handlung kann ich durchweg gut folgen, das Autorenduo, das sich Kim Selvig nennt, punktet durch Wortwitz in einer lockeren, unterhaltsamen Sprache. Wäre da nicht dem Ende zu ein extremer Patzer passiert, der auch dem etwas zerstreuten Leser sofort unangenehm auffällt.
Es war ein kurzweiliges, vergnügliches Lesen. Kikis „Investigativer Journalismus“ war überzeichnet. Auch wenn ihr Charakter viel Potenzial aufweist, so sollte man nicht ständig in die Vollen gehen. Weniger wäre auch hier sehr viel mehr, die Figur Kiki um einiges glaubhafter gewesen. Gute Unterhaltung war es allemal.
Sylvia Benz fährt mit ihren beiden Kindern Larissa, 5 und Linus, 3 in den Wald und erdrosselt sie dort. Larissa überlebt wie durch ein Wunder. Beim Prozess kommt der Gerichtsreporterin Kiki Holland jedoch etwas komisch vor: warum soll eine gut betuchte Mutter, die ein äußerlich harmonisches Familienleben führt, einfach so ihre beiden Kinder ermorden wollen? Kiki begibt sich selbst auf die Recherche und entdeckt einige Ungereimtheiten - wobei sie sich selbst in große Gefahr bringt.
Für einen Justiz-Krimi gibt es für mich zu wenige Gerichtsszenen; zu Beginn spielt natürlich viel im Gerichtssaal, auch gegen Ende; aber dazwischen nicht. Da begibt man sich gemeinsam mit Kiki auf Spurensuche, was spannend zu verfolgen ist. Denn Kiki hat Biss, ist taff, sie gibt nicht auf und lässt sich von nichts abhalten; auch wenn sie dabei in Gefahr gerät. Sie hat einfach einen großen Gerechtigkeitssinn. Dazwischen gibt es ungeordnete Rückblenden in die Vergangenheit in Kursivschrift; hauptsächlich die Gedanken von Sylvia; was ich persönlich aber eher nicht gebraucht hätte, da es für mich keinen wirklichen Mehrwert für die Geschichte hatte.
Als Leser - besonders als Mutter - grübelt man natürlich auch darüber nach, warum eine Mutter ihre Kinder umbringen will. Es ist einfach unfassbar. Und dann ist da auch noch dieser äußerst unsympathische Ehemann von Sylvia, der sich anstatt um seine überlebende Tochter zu kümmern, weiterhin nur die Geschäfte interessieren. Die Auflösung hat sich bereits im Zuge von Kikis Recherchen herauskristallisiert, trotzdessen man weiterhin nicht das Interesse verliert. Und wieder einmal geht es nur um Geld und Macht. Die Actionszene im Gericht am Schluss hätte ich nicht gebraucht, auch war hier ein Sachfehler vorhanden, bzw. hat man sich gefragt, wie so etwas möglich sein konnte; sowie ein grober Fehler, was das Schicksal eines der handelnden Personen betrifft. Trotzdem war ich von dem Buch insgesamt so begeistert, dass ich 4,5 Sterne vergebe.
Fazit: Fesselnder Justizkrimi, der ein bisschen mehr Gerichtsszenen hätte vertragen können. Doch die taffe Kiki hat mich derart fasziniert, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
Die gutsituierte Mutter Sylvia soll ihren dreijährigen Sohn getötet haben und versucht haben die fünfjährige Tochter ebenfalls zu töten. Auf diesen grausamen Fall wird die Reporterin Kiki Holland (gezwungerermaßen) angesetzt und sie beginnt zu recherchieren warum eine Mutter bereit ist die eigenen Kinder zu töten. Sie findet nach und nach immer mehr Ungereimtheiten heraus und muss irgendwann sogar um ihr eigenes Leben bangen...
Ich bin förmlich durch den Beginn dieses Thrillers geflogen, denn ich wollte unbedingt herausfinden warum eine Mutter zu so einer grausigen Tat imstande ist! Der Anfang war auch wirklich spannend und bedrückend umgesetzt, alles beginnt im Gerichtssaaal indem versucht wird herauszufinden was in der Mutter Sylvia vorgegangen ist. Zugleich wird kapitelweise immer in Rückblenden von der Mutter und ihren beiden Kindern erzählt. Diese Rückblenden haben mir als Leser eine echte Gänsehaut bereitet!
Leider hat die Spannung dann aber rasch nachgelassen und es wurde sich immer mehr auf die reine Recherchearbeit von Kiki konzentriert. Für einen Justiz-Krimi war es mir viel zu wenig "Gericht". Zudem waren die Recherchen von Kiki mit sehr viel Glück, Zufällen und "guten Beziehungen" gespickt, sodass die Arbeit auch an der ein-oder andern Stelle im Buch sehr unglaubwürdig geworden ist.
Kiki selbst ist eine typische Reporterin, die einmal auf ein Ziel angesetzt, jede Rücksicht vergisst, so begeht sie nicht nur einmal ein Delikt. Mir war die Frau nicht immer sympathisch, obwohl sie mit der Täterin Sylvia immer objektiv umgegangen ist und dies hat mir dann wiederum gut an ihr gefallen.
Fazit: Der Thriller beginnt spannend, lässt dann aber meiner Meinung nach auch leider schnell wieder nach. Lediglich die Rückblenden in Kursivschrift haben mir immer gut gefallen. Gegen Ende hin gibt es noch die ein-oder andere Überraschung, auch wenn mir die Auflösung relativ schnell klar war. Etwas nervig waren auch die ganzen Zufälle und das Glück das Kiki bei ihren Recherchen hatte. Ich würde den Thriller daher im Mittelfeld einordnen. Kann man lesen, aber es gibt besseres.
Mutterliebe von Kim Selvig ist in der Hörbuchfassung von Lena Drieschner gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch beinahe in doppelter Geschwindigkeit. Mir sind Hörbücher meist zu langsam eingesprochen. Die Stimme der Sprecherin kann ich daher nur bedingt einschätzen, aber auch bei höherer Geschwindigkeit war diese noch sehr angenehm zu hören. Betonungen kamen gut heraus und haben den Inhalt unterstützt. Kim Selvig ist das Pseudonym Silke Porath und Sören Prescher. Mutterliebe ist das erste Buch,das ich von den beiden gelesen habe. Die Beschreibung Justiz-Krimi kann hier tatsächlich ein wenig in die Irre führen, wenn dabei an ausführliche Gerichtsverhandlungen, Zeugenvernehmungen und Beschaffung von Beweismitteln gedacht wird. Diese Aspekte gibt es in diesem Buch auch, jedoch nur sehr reduziert. Es ist eher ein Krimi um Gerichtsreportein Kiki, neben der eigentlichen Verhandlung von Kindesmörderin Sylvia Benz liegt der Fokus dieses Buches auf Kikis Privatleben und ihren Recherchen (investigative Ermittlungen) im Rahmen eines Gerichtsreports. Justiz ist nebenrangig. Dabei wirkt vieles nicht realistisch (wiederholtes unerlaubtes Eindringen in fremden Privatbesitz, Ermittlungen auf eigene Faust trotz Gehirnerschütterung, Einschleichen in psychiatrisches Krankenhaus, usw. ...) und überzogen. Die Geschichte habe ich dennoch gern verfolgt, da mich die Auflösung um den Mord interessierte. Der Schreibstil hat mir größtenteils gut gefallen, wirkte von Zeit zu Zeit etwas konstruiert. Was mir auch nicht so gefiel (das ist aber persönlicher Geschmack), war die Benennung des Buchtitels innerhalb der eigentlichen Handlung. Reporterin Kiki witzelt, dass die Story als gesamtes Buch unter dem Titel Mutterliebe gedruckt werden könnte. Es ist insgesamt eine unterhaltsame Story mit vielen konstruierten Zufällen/ Begegnungen, die es Reporterin Kiki leicht machen den vor Gericht verhandelten Fall aus eigener Perspektive aufzurollen. Ich war gut unterhalten, jedoch in keinster Weise gefordert oder überrascht von der Lektüre. Mir war es insgesamt zu dick aufgetragen, es hätte nicht so viel Action benötigt.
Eine Mutter versucht kaltblütig ihre beiden Kinder zu töten. Der kleine Sohn stirbt, die Tochter überlebt gerade so. Nun steht die Mutter vor Gericht. Kiki Holland, Journalistin mit Leib und Seele, soll die Story kurzfristig übernehmen als eine Kollegin ausfällt. Lust hat sie darauf keine, gehen ihr doch gerade solche Fälle besonders an die Nieren. Trotzdem übernimmt sie und schon am ersten Verhandlungstag tauchen für Kiki etliche Fragen auf, die ihr keine Ruhe lassen. Sie hat Zweifel an der Schuld der Mutter und fängt an zu recherchieren, doch damit bringt sie schnell einiges ins Rollen und sich selbst auch in Gefahr...
Das Cover hat mich direkt angesprochen, deswegen wollte ich wissen worum es geht. Ich habe mich sehr auf einen guten Justiz Krimi mit vielen Gerichtsszenen gefreut, doch im Gericht spielt leider nur ein unwesentlicher Teil des Buches, da finde ich die Bezeichnung doch etwas irreführend. Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen, deswegen war ich auch gleich in der Geschichte drin. Sie spielt in der Gegenwart und zwischdurch gibt es immer wieder kurze Einblicke in das Seelenleben der Mutter rund um die Zeit ihrer Tat. Kiki und ihre Freunde Torte und Tom sind mega sympathisch ausgearbeitet, ich mochte sie wirklich sehr. Die Story an sich war ebenfalls gut mit einem spannenden Thema und alles in allem hat mir das Buch gut gefallen. Jedoch habe ich zwei Kritikpunkte. Zum Einen hatte Kiki bei ihren Ermittlungen wirklich ständig unheimlich viel Glück. Die vielen glücklichen Zufälle lassen die Geschichte zu konstruiert wirken. Und dann gab es im Buch einen wirklich groben Fehler. Innerhalb der selben Seite wird erst gesagt, eine Person sei im Gerichtssaal festgenommen worden und sitzt nun in Haft. Nur ein paar Zeilen später wird gesagt, dass die Person im Gerichtssaal per Kopfschuss getötet wurde. So ein Fehler sollte wirklich nicht passieren. Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen und es hat mir gefallen. Eigentlich würde ich vier Sterne vergeben, aber wegen des Fehlers am Ende ziehe ich noch einen ab.
Die Leseprobe war echt super und hatte mich wirklich in den Bann gezogen und überzeugt, allerdings war das Buch dann eine bittere Enttäuschung. Ich habe mich wirklich dabei gequält und wollte es eigentlich abbrechen obwohl ich zu Beginn den Eindruck hatte, ich werde das Buch nicht aus der Hand legen können.
Buchcover und Titel passen gut zusammen, allerdings passen Buchcover/Titel nicht zur Handlung, weil die war komplett anders als erwartet.
Die Handlung an sich schien echt interessant, auch das Thema aber ab der Mitte des Buches war dann klar in welche Richtung es geht, es gab einfach einen kompletten Twist innerhalb der Handlung, der leider auch nicht zur versprochenen Story gepasst hat. Ab da war dann wirklich ALLES vorhersehbar.
Der Schreibstil war okay, nichts besonderes, aber man hätte vieles deutlich, deutlich kürzen können. Manche Stellen waren einfach zu ausführlich und hat die Handlung unnötig in die Länge gezogen.
Von den Charakteren hat mir nur Torte gefallen, Kiki war mir zu anstrengend. Außerdem ist sie eine komplett realitätsferne Darstellung einer Journalisten. Ich konnte absolut keine Verbindung zu ihr aufbauen, weil sie 90% der Zeit mich nur genervt hat.
Allgemein war alles komplett realitätsfern. Es ist Fiktion, das ist mir bewusst aber das war wirklich viel zu übertrieben, als hätte ich einen billigen Groschenroman gelesen.
!ACHTUNG SPOILER! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Es ist mir absolut schleierhaft wie der Fehler am Ende passieren konnte, innerhalb von 2 Absätzen wird Malte erst verhaftet und sitzt in der psychiatrischen Anstalt und NUR ZEHN ZEILEN SPÄTER wurde er vom SEK erschossen?!?! Wie unprofessionell ist das bitte? Wer liest den Korrektur? Sowas darf nicht passieren.
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Erscheinungstag:25.04.2023 Seitenanzahl:432 ISBN/Artikelnummer:9783365002681 Nirgends bist du sicherer als in den Armen deiner Mutter
Ein Ausflug mit Mama in den Wald. Dichte Bäume, eine Lichtung mit verwunschenem Teich. Mama gibt uns Tee zu trinken. Ich werde müde, Mama drückt mich – immer fester, ihre Hände legen sich um meinen Hals. Ich kann nicht atmen, will ich sagen, doch es geht nicht. Was tust du nur, Mama?
Ein kleines Kind, brutal im Wald erstickt. Die Mutter auf der Anklagebank. Gerichtsreporterin Kiki Holland zweifelt an der Schuld der Angeklagten und recherchiert auf eigene Faust. Und was die junge Journalistin aufdeckt, hätte niemand erwarten können.
Zur Autorin
Kim Selvig ist das gemeinsame Pseudonym von Silke Porath und Sören Prescher. Die beiden Autoren sind seit Jahren befreundet und haben bereits zahlreiche Krimis zusammen verfasst. »Mutterliebe« ist ihr erster Justiz-Krimi für Harper Collins.
Meine Meinung
Ich bin durch den interessanten Titel auf das Buch aufmerksam geworden. Da ich schon mehrere Justizkrimis gelesen habe, war mein Interesse geweckt.
Der Einstieg ist mir auch direkt gut gelungen.
Man erfährt hier direkt am Anfang, dass eine junge Mutter auf der Anklagebank sitzt. Sie hat bei einem Ausflug eines ihrer beiden Kinder erwürgt, das andere überlegt die Attacke.
Es wird nun immer wieder gewechselt zwischen einer längeren Zeit vor der Tat und der Gegenwart, was geholfen hat, die Situation genauer zu erfassen.
Zwischendrin hatte das Buch aber auch seine Längen und auch mit dem Verlauf konnte ich mich nicht so anfreunden.
Alles in allem hat mich das Buch mal fesseln können, dann stellenweise wieder nicht. Von mir bekommt Mutterliebe 3,5 Sterne.
Kiki Holland ist Gerichtsreporterin und einiges gewohnt. Doch der neueste Gerichtsprozess, über den sie berichten soll, wirft bei ihr einige Fragen auf. Was bringt eine Mutter dazu, ihr eigenes Kind zu töten? Kiki ist nicht von der alleinigen Schuld der Frau überzeugt und macht sich selbst daran, die Hintergründe der unbegreiflichen Tat zu beleuchten. Dabei gerät sie selbst in große Gefahr und deckt unlautere Machenschaften in großem Stil auf.
Dieser Roman lässt mich äußerst zwiegespalten zurück. Zwar ist das Thema an sich wirklich interessant und das Buch lässt sich gut und schnell lesen, aber es gibt zu viele kleine und große Ungereimtheiten, unglaubwürdige Zufälle und inhaltliche Fehler, die den Gesamteindruck leider sehr beeinträchtigen. Auch wenn die Story durchaus spannend geschrieben ist und einige echte Sympathieträger vorhanden sind, allen voran Kikis neuer Freund Tom und ihr bester Freund Torte, sind viele der Handlungen vollkommen unglaubwürdig und einer seriösen Journalistin einfach nicht würdig. Von einem Justizkrimi hätte ich auch mehr vom Gerichtsprozess und tatsächlicher Polizeiarbeit erwartet; diese Themen kamen aber allesamt kurz. Vor allem ein großer inhaltlicher Fehler am Ende des Buches hat mich extrem gestört.
Mein Fazit: Kurzweilige Unterhaltung mit einigen Schwächen.
Die Journalistin Kiki Holland soll über den Gerichtsprozess einer Mutter, die ihren Sohnt getötet hat, berichten. Schnell bemerkt sie dabei Ungereimtheiten und beginnt auf einige Faus zu ermitteln.
Anfangs habe ich mich auf einen spanneden Justizthriller mit einer gewieften und interessanten Protagonistin gefreut. Doch leider konnten meine Erwartungen überhaupt nicht erfüllt werden. Schon die Bezeichnung Justiz-Thrille ist meiner Meinung nach irreführend, da das Gerichtsverfahren nur zu Beginn eine wirklich Rolle spielte. Dahingehen hätte ich mir eine dezidiertere Beleuchtung der juristischen Sichtweise auf das Thema gewünscht. Doch diese blieb komplett aus. Stattdessen ging es hauptsächlich um die sture Journalistin, die auf eigenen Faust ermittelt hat und dabei immer wieder unrealistische Alleingänge gemacht hat. Somit wurde auch die Protagonisting von Seite zu Seite unsympatischer und nerviger. Hinzu kommen die vielen Zufällen, die mich beim Lesen oft dazu brachten mit den Augen zu rollen, da schon wieder etwas komplett unrealistische passiert ist. Schlussendlich ist auf der drittletzen Seite noch ein graviernder logischer Fehler aufgetauch, der mich fast dazu bringt, dem Buch nur zwei Sterne zu geben.
Zusammenfassend handelt es sich um einen Krimi, der ganz unterhaltsam ist, aber von dem man wirklich nicht mehr erwarten kann.
Zu konstruiert und teilweise unrealistisch. In den Rückblicken vor dem Kindermord erfährt man Aufschlussreiches zum besseren Verständnis der Tat – sinnvoll. Denn was könnte eine Mutter alles dazu bringen, ihr eigenes Kind zu töten? Insgesamt wirkt dieser Krimi sehr konstruiert, teils unrealistisch durch zu viele auch zeitlich glückliche Zufälle. Wie z.B. könnte Malte mit einer Waffe in den Gerichtssaal stürmen und ohne Probleme so nahe und lange vor der Angeklagten bzw. der Journalistin Kiki so aggressiv agieren können ohne gestört zu werden. Weitere seltsame Zufälle: Kiki setzt Maltes‘ blonde Perücke auf, hat sie natürlich immer griffbereit in ihrer Tasche und setzt sich der drastischen Gefahr aus, erschossen zu werden? Sehr gebastelt oder? Maltes‘ Schicksal ist ohnehin fragwürdig: Ist er nun im U-Haft oder wurde er im Gerichtssaal erschossen, wie im letzten Kapitel erwähnt? Dass Herr Bentz seine Tochter Larissa bei den Besuchen der Mutter in dieser Einrichtung mit einbezieht, halte ich für ungünstig. Der große Medikamenten-Skandal sticht als solcher nicht drastisch und klar strukturiert genug heraus. Überhaupt sind die Endkapitel enttäuschend. Das Cover ist künstlerisch ansprechend gewählt, die Hauptfigur mit dem Tatort und dem Gerichtsgebäude darstellend.
Eine Mutter, die ihren Sohn im Wald umbringt und es auch bei ihrer Tochter versucht. Was war ihr Motiv? Das Setting dieses Justizkrimis klang spannend. Gerichtsreporterin Kiki Holland hat den Auftrag über den Fall zu berichten und gerät dabei viel zu tief in die Vergangenheit und Geschichte der angeklagten Mutter hinein. So viel zum Inhalt des Romans. Ich bin mit „Mutterliebe“ irgendwie nicht ganz warm geworden. Ich fand das Setting im Gerichtssaal und auch die Geschichte an sich spannend. Leider muss ich sagen, dass sich schon recht früh erahnen ließ, wie die Story sich weiterentwickelt. Im Verlauf gab es viele „Zufälle“, die Kiki im Fall schnell voranbrachten, die Geschichte aber irgendwann unglaubwürdig wirken ließen. Selbst die Liebesgeschichte wirkte meiner Meinung nach ein bisschen überzogen, zumal die bis zum Ende nicht wirklich eine Relevanz für die eigentlichen Handlung hatte. Dann das Finale… ich weiß nicht, ob es den Handlungsverlauf am Ende noch gebraucht hätte, so hat es für mich irgendwie noch inszenierter gewirkt. Dennoch muss ich sagen, dass sich die Geschichte, wenn man sich drauf einlässt, einfach zu lesen ist und sicher dem ein oder anderen Krimifan gefallen wird.
Der Buchtitel trägt zu Recht die Unterschrift "Justiz-Krimi", denn was den Spannungsgrad betrifft, ist "Mutterliebe" tatsächlich ein Krimi und kein Thriller. Wobei die Handlung einige Rückblenden beinhaltet, die tatsächlich unangenehm schaurig zu lesen waren, aber der Großteil der Handlung spielt in der Gegenwart und berichtet von den Ermittlungen der Gerichtsreporterin Kiki Heiland. Die fand ich insgesamt lesenswert und interessant. Nervenaufreibende Spannung kam dabei für mich jedoch nicht auf. Stattdessen ergeben sich Puzzleteil für Puzzleteil neue Ermittlungsansätze für die junge Reporterin, durch die sich insgesamt ein zwar rundes Bild ergab, von dem ich mir jedoch ein wenig mehr erwartet hätte. Es läuft am Ende auf altbekannte Thematiken hinaus und dadurch war die Handlung ab einem gewissen Punkt recht vorhersehbar. Nichtsdestotrotz fand ich Kiki als Figur sehr sympathisch und nahbar. Zusätzlich zu Einblicken in ihren Beruf wird der Leser auch in ihr Privatleben mitgenommen. Diese Szenen habe ich fast am liebsten gelesen, denn dadurch werden weitere Charaktere vorgestellt, die ich ebenfalls sehr nahbar und sympathisch fand. Insgesamt ein gut lesbares Buch. Wer auf Nervenkitzel und Hochspannung steht, wird hier aber eher nicht fündig.
Ein guter Kriminal-Roman, der ein wenig mehr Spannung vertragen hätte Sylvia Benz steht vor Gericht, die Anklage: Mord an ihrem eigenen Sohn Linus und versuchter Mord der Tochter. Die Gerichtsreporterin Kiki Holland soll über den Prozess berichten, doch schon bald wird ihr klar, dass die ganze Sache viel tiefer reicht, als es scheint. Und bald bringt sie sich mit ihren Recherchearbeiten selbst in Gefahr.
Die Grundidee des Krimis ist sehr interessant. Was veranlasst eine Mutter dazu, ihre eigenen Kinder zu töten? Durch den Wechsel in der Erzählung zwischen den Recherchearbeiten von Kiki und den Geschehnissen in der Vergangenheit bei Sylvia bekommt man aber sehr schnell ein klares Bild darüber, was der Auslöser war. Das hat für mich leider immer mehr einen Teil der Spannung genommen. Kiki selbst fand ich sehr sympathisch, auch wenn einige Aktionen wohl sehr riskant waren und von einer seriösen Reporterin eventuell so nicht durchgeführt werden. Und auch die Nebencharaktere, wie zum Beispiel ihr bester Freund Torte, geben dem Ganzen ein wenig an alltäglicher Lockerheit. Der Gerichtsprozess wurde zu Beginn des Buches noch ein wenig verfolgt, schnell schon aber wird Kiki von den Verhandlungen ausgeschlossen und die Geschichte widmet sich viel mehr den Ermittlungen von Kiki, was ich fast ein wenig schade fand. Und auch das Ende war mir dann fast ein wenig zu schnell und mit zu vielen Dingen, die gefühlt auf einmal passiert sind, im Vergleich zu der Entwicklung der Geschichte auf den ersten 300 Seiten. Dennoch war das Buch sehr angenehm zu Lesen, der Schreibstil war sehr flüssig und die Charaktere fand ich sehr schön ausgearbeitet. Alles in allem ein solider Krimi, der an der ein oder anderen Stelle etwas mehr Spannung vertragen hätte.
Die Journalistin Kiki Holland springt für eine Kollegin ein um über die Gerichtsverhandlung von Silvia Bentz zu berichten, die ihren Sohn getötet und ihre Tochter versucht hat zu töten. Kiki hat das Gefühl, das mehr hinter der Tat steckt und beginnt Nachforschungen anzustellen. Die Gestaltung des Covers hat mich angesprochen und auch der Schreibstil ist angenehm zu lesen. Mir hat der Aufbau des Buches gut gefallen, da wir immer wieder Rückblicke in die Zeit vor der Tat erhalten haben. Ich mochte auch Kiki Holland und ihren besten Freund Torte sehr gern. Die Story ist spannend geschrieben und es gibt auch actionreiche Szenen, die mich sehr gut unterhalten haben. Für mich ist es ein solider Justiz-Krimi, welcher eine ziemlich heftige Thematik (Kindstötung) beinhaltet und somit nicht für jeden geeignet sein dürfte. Mein einziger Kritikpunkt ist zum Ende hin, dass auf einer Seite geschrieben wird, dass der Täter in Haft ist und auf der gleichen Seite weiter unten dann steht, dass er getötet wurde. Mir ist bewusst, dass Fehler passieren können, aber das hätte auffallen müssen.
Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut. Es wirkt interessant und man möchte gerne erfahren, was dahintersteckt. Der Schreibstil war sehr angenehm und flüssig zu lesen, so konnte ich der Handlung problemlos folgen. Die Szenen, welche in der Vergangenheit spielen, machten das Buch für mich deutlich spannender. So steigerte sich wiederum mein Lesetempo. Unsere Protagonistin Kiki Holland ist Gerichtsreporterin. Sie muss ihre Arbeitskollegin vertreten, um über die Mutter, die ihren Sohn erwürgt hat, zu berichten. Kiki glaubt aber nicht wirklich an die Schuld der Mutter und beginnt eigenständig zu recherchieren. Kiki ist eine starke, authentische Frau und ich mag sie als Hauptprotagonistin sehr gerne. Den Fall an sich finde ich eher etwas durchwachsen, vor allem die Recherche von Kiki wirkt oft etwas übertrieben und nicht ganz nachvollziehbar, auch das Ende konnte mich nicht ganz überzeugen. Trotzdem war das Buch durchwegs spannend und ich wollte immer gerne wissen, wie es weitergeht. Insgesamt vergebe ich für das Buch 4 von 5 Sterne.
Die Journalistin Heike Holland freut sich auf ihre freien Tage, als sie von ihrem Chef zur Vertretung einer Kollegin konsultiert wird. Es geht um einen Gerichtsprozess, in welchem einer Mutter der Mord an ihren beiden Kindern vorgeworfen wird. So verfolgt sie den Prozess und wird das Gefühl nicht los, dass nicht alles so ist, wie es scheint. Da ahnt sie noch nicht, wie sehr sie in diese Sache hineingezogen wird und sogar um ihr eigenes Leben fürchten muss.
Das Buch ist aus der Perspektive der Journalistin beschrieben, wobei in einigen Kapiteln die Gedanken der Angeklagten aufgeführt werden. So gewinnt man einen Einblick in ihre Gefühlswelt. Durch den angenehmen Schreibstil und die spannenden Ausführungen liest man interessiert und neugierig weiter.
Das Autorenduo, das unter dem Pseudonym Kim Selvig schreibt, behandelt hier eine zutiefst emotionale und actionreiche Handlung.
Schon die Leseprobe hat mich auf Anhieb in seinen Bann gezogen und ich musste unbedingt wissen, wie es weitergehen wird. Das Buch hat sich nicht so ganz in die Richtung entwickelt, die ich aufgrund des Titels „Mutterliebe“ erwartet habe. Die Protagonisten sind mir alle sehr sympathisch und ich mag die Idee von Justiz-Krimis, da ich selbst in dem Bereich tätig bin. Für meinen Geschmack könnte der Fokus noch mehr in dieser Richtung liegen. Insgesamt finde ich das Buch sehr spannend und ich wollte immer weiterlesen. Man darf nun keine super realistische Handlung erwarten, denn der Journalistin Kiki kommen viele glückliche Fügungen zugute und vieles entwickelt sich schon auf Anhieb günstig für sie. Mich hat dies aber dennoch nicht gestört, denn es handelt sich immernoch um ein fiktives Buch. Was mich aber unglaublich gestört hat ist eine enormer Fehler auf den letzten Seiten. Auf einer Seite sitzt zuerst jemand in U-Haft, ein paar Zeilen weiter wurde er stattdessen erschossen. Sowas kann und darf absolut nicht passieren, wie das geht ist mir auch schleierhaft, ein Buch wird schließlich vorher mehrere Male durchgelesen.
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Dieses Buch hat mich sehr gut unterhalten. Die Bezeichnung Justiz-Krimi ist in meinen Augen falsch, da sich doch sehr wenig Handlung im Gerichtssaal findet.
Die Charaktere sind sehr bildhaft und authentisch beschrieben, Kiki, Torte und Tom sind sehr symphatisch. Die drei muss man einfach gern haben. Mit diesen Charakteren könnte ich mir sehr gut eine Fortsetzung vorstellen.
Die Geschichte ist sehr spannend und mit dieser Entwicklung hätte ich anhand der Inhaltsangabe nicht gerechnet.
Leider ist am Ende des Buches ein gravierender Fehler passiert. Ich möchte nicht spoilern, es handelt sich um den letzen Verhandlungstag. So ein Fehler sollte nicht passieren.
Fazit: Dieses Buch hat mich überrascht und sehr gut unterhalten. Sehr spannend und actionreich. Die Auflösung macht traurig.
Zum Inhalt: Ein kleines Kind wurde brutal im Wals erstickt, auf der Anklagebank sitzt die Mutter. Doch war sie es wirklich? Die Gerichtsreporterin Kiki ist von der Schuld der Mutter nicht überzeugt und fängt an zu recherchieren und stößt auf etwas, was sie sogar selbst in Gefahr bringt. Meine Meinung: Das ist so ein Buch, dass wahrlich nichts für zartbesaitete Seelen ist, denn gleich am Anfang wird die Anklageschrift verlesen und die ist schon harter Tobak und gerade auch als Mutter, ist das nur schwer zu ertragen. Kiki hat mir als Typ ungeheuer gut gefallen, so agil und engagiert wie sie ist, machte es Spaß sie bei ihren Recherchen zu begleiten. Die Passagen, wo die Mutter zu Wort kam, waren schon heftig aber notwendig um das ein oder andere nachvollziehen zu können. Das Buch war eine Berg- und Talfahrt der Gefühle und hat mir gut gefallen. Fazit: Heftiges Thema
Eine Journalistin ermittelt In "Mutterliebe" muss Kiki Holland spontan für eine Kollegin einspringen und als Journalistin über einen Gerichtsprozess berichten. Bei den Hintergrundrecherchen entdeckt sie viel mehr als erwartet. Ich fand das Buch gut geschrieben und es war für mich flüssig zu lesen. Kiki finde ich sehr sympathisch und auch ihre Freunde haben das Buch aufgelockert. Vom Klappentext hätte ich eher einen Thriller erwartet, für mich war es aber eindeutig ein Krimi. Für mich war die Geschichte an sich rund, wobei mir zwischendurch die "Recherchearbeit" fast etwas zu langwierig war und sich etwas zäh gezogen hat. Dafür war das Ende, für mich, überraschend überstürzt und hatte für meinen Geschmack etwas zu viele Zufälle und glückliche Fügungen. Alles in allem hat mir das Buch aber gut gefallen, es war spannend, unterhalten und interessant.
Boomer-Buch durch und durch. Nach den ersten 70 Seiten habe ich nach der Autorin gesucht, um ihr Alter in Erfahrung zu bringen. Das Buch ist nämlich entweder irgendwie Möchtegern-woke oder behandelt ‚Wokeness‘ (bzw. Sexismusfreie Sprache) auf eine ironische Art. Und diehe da, die Autorin ist eine Autorenschaft aus zwei Boomern, einer davon ein Mann. Erklärt wahrscheinlich das mehrmalige Erwähnen von Rasuren im Intimbereich (nur Frauen natürlich). Bin mir da immer noch nicht sicher, aber beim Drübernacjdenken bin ich schon etwas genervt, denn solche Frauen- und Männerbilder werden im 2024 nicht mehr gebraucht - auch nicht, wenn so subtil eingeflochten wie hier. Habe das Buch aber beendet, da es doch spannend war.